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Pizza mit 1150er Mehl

G

Gast-cg7EZV

Guest
Prinzipiell kann man ja sicher aus jedem Mehl einen Pizzateig machen?!

Aus gegebenem Anlass (Diabetiker in der Familie, verträgt nur sehr schlecht, bzw. gar nicht, "weißes" Mehl) habe ich mir in den Kopf gesetzt einen Pizzateig aus 1150er Roggenmehl anzusetzen.

Jetzt könnte ich ja so lange herumwurschteln bis ich ein Setup gefunden habe, dennoch meine Frage in die Runde ...

Gibt es da irgendwas zu beachten bezüglich Hydration (hatte ein Rezept im Netz gefunden, die waren da bei 100%), Hefeanteil, Stockgare, Stückgare, etc. ?

Also ich will jetzt nichts vorgekaut haben, aber ein Ansatz wäre sehr hilfreich.

Schonmal herzlichen Dank im Voraus ... gibt dann auch Bilder davon, so als Leckerli ;-)
 
Servus,

schlag dir das aus dem Kopf. Roggenmehl ist dafür die schlechteste Variante, da es nur sehr wenig Gluten enthält und du damit keinen vernünftigen Teig schaffen wirst.

Was heißt "verträgt schlecht". Besteht eine Unverträglichkeit oder gar eine Zöliakie? Wenn nein, dann würde ich eher auf Dinkel umschwenken, dabei aber darauf achten dass es eine ursprüngliche Sorte (Urkorn) ist und hier Dinkel 630 mit Dinkelvollkorn mischen. Wobei man die Anteile hier auch nicht zu hoch schrauben sollte, da es a) zu gesund schmeckt und b) wieder schwieriger zu verarbeiten ist. Spätenstens ab 20% merkst du deutlich den Vollkornanteil im Teig.

Ein Diabetiker hat in erster Linie ein Problem mit den Kohlenhydraten, insofern ist eigentlich jedes Mehl irgendwo "schlecht". Der Vorteil an höheren Ausmahlungsgraden ist, dass eben der Anteil an den Ballaststoffen steigt und die Verstoffwechselung dadurch langsamer abläuft. Damit wird letztendlich ein schneller Anstieg des Zuckers im Blut verhindert.
 
Das Problem bei Roggen ist, daß er kein nennenswertes Glutengerüst aufbauen kann, der Zusammenhalt des Teiges erfolgt über hochviskose Schleimstoffe (Pentosane). Das ist für Pizza ein massives Problem beim Handling.

Nimm Dinkel oder Weizen, durchaus mit einem höheren Vollkornanteil bzw. gib gemahlenes Getreide dazu. Das hat für Diabetiker den gleichen Effekt (den langsameren Anstieg des Blutzuckers), ist aber weit einfacher handzuhaben...

Edith meint gerade noch: Der Alex hat mich rechts überholt... :cool: ;) :D

:prost:
 
Was heißt "verträgt schlecht".

Soll heißen, dass der Blutzucker nach dem Genuß von z.B. Weißbrot, Baguette oder eben auch Pizza (wie beim letzten Mal nach der Pizzaparty hier bei mir) "durch die Decke" geht.

Backwaren aus Roggenmehl werden deutlich besser vertragen was den Blutzuckerspiegel betrifft.
 
Backe doch Roggen Stangerl und belege sie alias pizzabrötchen oder vinschgerl

habe letztens eine Roggenpizza beim Italiener gegessen.
nein Danke lieber keine Pizza:cool:
 
Vielleicht wäre eine reine Weizenvollkornpizza eine Alternative? Es gibt mittlerweile einige sehr backstarke Weizenvollkornmehle am Markt, die auch für Pizza gut geeignet sein sollten. Z.B. das Manitoba-Vollkornmehl von Bongu (LINK) oder das Vollkornmehl der Bio Mühle Eiling (LINK).
 
Ein Teig ohne Kohlenhydrate, für eine Portion, ich bin auch Diabetiker.
  • 60g
    Quark (20%)
  • 1
    mittelgroßes Ei
  • 60g
    geriebener Käse
  • Prise
    Salz, Pfeffer
  • etwas
    Tomatenmark
  • etwas
    Wasser
ANLEITUNG
  • Backofen auf 180 °C mit Ober- und Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier bereitlegen.
  • Den Quark mit dem Ei und dem gerieben Käse in einer Schüssel mischen und kreisrund auf einem Backblech ausstreichen.
  • Für ca. 15 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen. Tomatenmark mit etwas Wasser und Gewürzen mischen und auf dem Teig ausstreichen.
  • Nach Belieben belegen und noch mal mindestens 10 Minuten in den Ofen. Lecker!
 
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