Servus,
1. Ein Baking Steel ist im Gasgrill absolut kontraproduktiv. Ein Grill produziert in erster Linie Unterhitze. Dadurch heizen sich die Steine eh zu schnell auf, so dass man nie das Problem mit der Hitze unten hat, sondern mit zuwenig von oben. Nicht umsonst entkoppelt man die Steine und versucht diesen im Grill höher zu platzieren. Mit einem Baking Steel würde man das Problem der ohnehin zu hohen Unterhitze nur verstärken.
2. Der Biscotto Saputo ist ein sehr spezieller Stein, um zu verhindern dass bei Temperaturen um 400-500° im Ofen der Boden verbrennt. Nun könnte man meinen, dass das ein idealer Stein für den Gasgrill ist. Meine Meinung ist nein, denn wir haben ja weiterhin das Problem der Oberhitze. Recht viel mehr als 350° wird man eh nicht erreichen. Damit ist das Geld für den Stein eher schlecht angelegt, zumal diese Steine auch noch super bröselig sind und leicht brechen.
3. Schamotteplatten sind günstig zu erwerben und wohl der beste Kompromiss für das Vorhaben. Oder halt einen beliebigen Pizzastein. Die Unterschiede im Gasgrill werden kaum ins Gewicht fallen, da der Gasgrill ohnehin nicht das beste Gerät ist um Pizza zu backen. Klar geht das, aber es wird in den meisten Fällen ein sehr knuspriges Erlebnis und oben oft noch blass. Mit ein wenig Tüftelarbeit bekommt man aber halbwegs gute Ergebnisse. Sicherlich ist es besser, man investiert hier mal 20 Euro für einen Stein, bevor man gleich mit der Tür ins Haus fällt und deswegen für die erste Pizza gleich einen entsprechenden Ofen kauft.
4. Feuchtigkeit
Es mag sein, dass Schamotte nicht literweise die Flüssigkeit aus dem Teig zieht, aber aus meiner Erfahrung ist es schon so, dass die Pizzen auf dem sehr glatten Stahl schwitzen. Es ist auf alle Fälle ein Unterschied ob Stahl oder Stein. Allerdings ruht die Beobachtung auf dem Einsatz im heimischen Backofen, in dem etwa 300° erreicht werden.