Wie ist das ganze ausgegangen?
Beim Einwickeln kam eine ordentliche Portion flüssiges Rinderfett dazu, und dann ab auf den oberen Rost mit Temperaturen deutlich oberhalb von 120°C, kurzzeitig sogar bis zu 170°C. Als 95°C Kerntemperatur erreicht war, durften die beide Pakete noch ca. 1/2 Stunde im abkühlenden Smoker liegen bleiben, dann kamen sie in die gut isolierte Versand-Kiste, ca. 1 1/2 Stunden. Dann auspacken:
Hier das Simmentaler Färsen Stück:
Hier da US-Stück:
Schon beim Auspacken war klar, beiden Stücke sind völlig unterschiedlich. Das US-Stück war schön fest, dicker Fettdeckel und eher dreidimensional. Das deutsche Brustfleisch war ziemlich "wabbelig", das Fett war fast vollständig entfernt und eher flach.
Ensprechend das Ergebnis nach dem Smoken: Das US-Brisket war rundherum super saftig, die Burnd-Ends waren weich, das gesamte Fleisch war herrlich soft, megatolle Bark, voller Aromen. Beim ersten Bissen entgleisten die Gesichtszüge, alle waren sprachlos. Das deutsche Rindfleisch war vom Geschmack gar nicht so weit entfernt, aber deutlich mehr "Bisswiderstand". Wo der Fettdeckel fehlte war ein harter Außenbereich. Saftig war es auch, Bark war auch toll. Geschmacklich war es auch in Ordnung, kein Anflug von Suppenfleisch. Aber unterm Strich: US
Hier die Tellerbilder, als Beilage Coleslaw und Mac'n'Cheese:
Deutsches Rind:
US-Brisket:
Noch eine Erkenntnis:
Vorschlafen ist schwierig, letztendlich ware es nur zwei Stunden Schlaf. War hart, hat sich aber gelohnt!