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PP-Fragen

J.J.Smith

Fleischzerleger
10+ Jahre im GSV
Hallo Sportsfreunde,

jetzt könnt ihr alle mal auf mich einprügeln :bash:

Ich habe am Samstag meinen neuen OTS 57 eingeweiht mit einem
Jungfernflug-PP als Test für´s nächste Wochenende (PP Wochenende)
GöFreu hat sich im Vorfeld geweigert den Wecker auf 5.00 Uhr zu stellen.
" Ich stehe doch nicht so früh auf wegen deiner Sch.... Grillerei!!!"
Dabei hat sie mir den Weber zum Geb. geschenkt :D
Bin dann doch von alleine aufgewacht dank einer Vorfreude, wie auf
die eigene Kinderkommunion :angel:

So gesehen hat alles super hingehauen aber jetzt kommt´s :o
ICH HABE MICH NICHT GETRAUT FOTOS ZU MACHEN!!!

Jetzt meine Fragen

Das PP war fertig dann doch ein wenig trocken. KT war bis 95° und dann
eine Stunde in Jehova. Gemoppt habe ich nicht. Sollte ich das zwischendurch
mal machen und wenn ja, womit? Oder soll ich vielleicht nicht auf 95° gehen?
Reichen auch 91-92°?

Na dann haut mal zu, Grüße, Jochen
 
Hallo J.J.Smith,
schau doch mal bitte hier: PP-Fragen. Da wirst Du fündig!
 
Hallo.

Nein, 91 Grad reichen nicht.
Ja, moppen macht absolut Sinn. Basicmops sind z.B. Apfelsaft, Cidre, Bier.
 
Danke NBG

Dann werde ich am Samstag wohl mit Cidre moppen.

btw, meine Gäste fragten wie ich denn nur diesen Super Krautsalat
hinbekommen hätte. Danke an Jack the für den Tipp (Edeka-Rüma Salat)

J.J.
 
du könntest auf den Grillrost auch eine große Schale mit Flüssigkeit stellen und auf die Schale nen weiteren kleinen Rost mit dem PP. Durch das verdampfende Wasser/Bier/wasauchimmer bleibt das Fleisch schön saftig und weich.

sieh hier

6384_dsc00313_1.jpg
 
J.J.Smith schrieb:
Das PP war fertig dann doch ein wenig trocken.

Welches Fleisch hast Du denn genommen? Ein gut durchwachsenes Stück Schweinenacken trocknet nicht so schnell aus.

Has Du mal die Temperatur (GT) im Grill gemessen? Ein PP ist zwar gutmütig, aber bei zu hoher Temperatur (z. B. 180°C) über längere Zeit wird halt doch "nur" ein Schweinebraten daraus. :)

:prost:
 
Hi Fusionfreak,

ich hatte eine Schale mit Wasser zwischen die Kohlekörbe gestellt.
Ist das denn ein Unterschied wenn sie näher am Fleisch ist?

Ich denke moppen ist besser.
Wie sieht das denn mit wenden aus? Verteilt sich dann
der Fleischsaft besser?
 
Nicht zu mageres Fleisch verwenden.
Das Fett schmilz raus und hält das Fleisch saftig.
Am besten noch mit einer kräftigen Schwarte auf einer Seite.
Kein Wasserschwein kaufen.
Die Grenze der Wasserbindung ist gleich null.

Mindestens 2,5 kg. Mehr ist besser.
Das Verhältnis von Masse zu Oberfläche ist günstiger.
Gewichtsverlust einplanen. 40 % ist nichts ungewöhnliches.

Garraum 110 °C. Dafür mehr Zeit einplanen.
Das Bindegewebe braucht Zeit um sich aufzulösen.
Auf ausgedehnte Plateauphasen einstellen.

Wasserschale kann man sich schenken.
Feuchtigkeit im Garraum behindert die Bildung einer Kruste. Die ist wichtig.
Die Feuchtigkeit dringt auch nicht in das Fleisch ein.
Aromen werden hier garantiert keine an das Fleisch übertragen.
Wie auch. Wenn sie leicht flüchtig sind, schlagen sie sich auch nicht am Fleisch nieder.
Die hauen durch den Auspuff ab. Das schmeichelt der Nase ... mehr nicht.

Moppen erst dann, wenn sich eine stabile Kruste gebildet hat.
Sonst wäscht der Mob die Gewürze ab.
Etwas Säure ist hier hilfreich.
Wenden beim moppen.





:prost:
 
Hi,

der Cruiser bringt es auf den Punkt.

Zur Zeit schreibe ich noch dazu: ~18 Std. kann man ruhig einplanen dann gibt es keinen Stress.

Und generell: Es gibt viele Arten ein Stück Schweinefleisch zu garen. Wenn ihr einen PP-Indikator wollt, nehmt eine Schulter mit Knochen. Wenn der Schaufelknochen sich mit zwei Fingern ohne Anhaftungen mühelos aus dem Fleisch ziehen lässt, dann ist es ein PP.
Dann habt ihr eine Gartemperatur und -zeit und könnt das auf einen Nacken übertragen.

Alles andere ist nur Schweinebraten.
 
Wow

Ist ja richtig wissenschaftlich :o

Ich hatte 1,5 kg Nacken von der fetten Seite ( laut MdV ) ohne Knochen.
Beide Kohlekörbe voll mit kalten HBs und je 4 Stk durchgeglühte dazu.
Und ein Buchenholz-Räucherpack drauf, dazwischen eine Schale mit Wasser.
Um 6.00 aufgelegt bei GT 110°. Kleines Nickerchen gemacht, 8.00 -> GT 150°,
Regler zu. Um 9.00 habe ich festgestellt das ein Korb ausgegangen war und
da ich schon 59° KT hatte auch nicht mehr angezündet. 1. Plateauphase dann
bei 64° ( 9.30 - 12-30 ) :o Nach und nach immer ein paar Kohlen aus dem kalten
in den heißen Korb gelegt. 2. Plateauphase bei 80° ( 13.30 - 15.30 ).
17.30 war KT 95°. Dann Jehovaphase bis 18.30. Und :essen!:

Verbrauch ca. 1,5 kg HBs.

O.K. geplante Änderungen für Samstag:

2,0 kg Nacken, anfeuern 4.00 Uhr
kein Wasser in die Schale, mit Jehova auskleiden zum Fett auffangen, vorher Sand rein.
mit weniger HBs starten. ab Mittags, nach der 1. Blödphase, moppen mit Cidre
und wenden. Ziel-KT 93°

und langsamer trinken :prost:
wird schon klappen

Grüße und Danke
Jochen
 
Cruiser schrieb:
Wasserschale kann man sich schenken.
Feuchtigkeit im Garraum behindert die Bildung einer Kruste. Die ist wichtig.

:prost:

Ich habe mal gehört, daß die Temperatur im Garraum besser gehalten werden kann, wenn man eine mit warmem Wasser gefüllte Schale benutzt... :-?
 
Cidre Ersatz?

@Serial Griller

wieso Ersatz? bekommt man bei euch keinen Cidre?
Gibt´s bei uns im Supermarkt.

:prost:
 
Re: Cidre Ersatz?

J.J.Smith schrieb:
@Serial Griller

wieso Ersatz? bekommt man bei euch keinen Cidre?
Gibt´s bei uns im Supermarkt.

:prost:

Gute Frage, da muß ich mal nachgucken. :) Im Zweifelsfall halt ich mich an Wikipedia:

"In Deutschland wird vor allem in Hessen der "Äppelwoi" (Apfelwein) hergestellt und gern getrunken. Dies kann man als das deutsche Pendant zum Cidre ansehen."

:prost:
 
Nimm den naturtrüben Ebbelwoi von Rapps, der ist schön mild. Einen von Höhl, Walther oder Possmann würde ich nicht nehmen, die haben verhältnismäßig viel Säure. Ich hatte das mal mit Geflügel probiert, da hat der verwendete Ebbelwoi ziemlich vorgeschmeckt und der war auch relativ "sauer".

Edit sagt: den hier mein ich:

http://www.rapps.de/das_sortiment/rapps_apfelweine/meisterschoppen

Wetterauer Gold ist auch gut.
 
Timing

Das Test-PP letzte Woche hat 12 Std. vom Fleisch auflegen bis zum :essen:
gedauert. Kann ich das bei gleicher Fleischmenge auf den nächsten
Samstag adaptieren oder kann man sich darauf nicht verlassen?


Ich meine Wind- und Wettereinfluss, o.Ä. :-?

:mosh: J.J.Smith :mosh:
 
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