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Pulled Pork im billig Smoker

PinoTheDino

Militanter Veganer
Hallo zusammen,

vor kurzem hab ich als absoluter Neuling auf Kleinanzeigen einen sehr billigen Smoker geschossen. Er ist nicht besonders groß und die Bleche sind sehr dünn. Völlig klar, was man in so einer Situation macht:

Pulled Pork.

Ich hab mich natürlich vorab extrem viel informiert, etliche Youtube Videos geschaut, hier im Forum gelesen und mit ChatGPT gestritten. Alles, was ich in einem Video gelernt habe, wurde im nächsten wieder dementiert und so weiter. Meine größte Unsicherheit war natürlich der Zeitplan, war auch ein paar Mal versucht hier einen Thread diesbezüglich zu eröffnen, aber ich möchte nicht in meinem ersten Beitrag hier schon für Unmut sorgen.

Also hab ich mir für Freitag einen Nacken organisiert, einen Rub gemacht, über Nacht im Kühlschrank einziehen lassen und eine grauenhafte Nacht voller Aufregung geschlafen. Samstag 5:00 ging dann der Wecker und ich konnte in mein Abenteuer starten.

Fehler Nummer 1: Ich habe einen kompletten Anzündkamin voller Briketts angeheizt und voller Selbstvertrauen in die Brennkammer gegeben. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie blöd ich geschaut habe, als der Zeiger des Thermometers hoch schoss. Naja, alle Deckel auf und erst mal beruhigen lassen.

In den ersten Stunden hatte ich wirklich stark mit dem Fire Management zu kämpfen. Denn

Fehler Nummer 2: Ich war echt überrascht, als ich endlich rausfand, dass ich wirklich nur winzige Hölzer verwenden darf, weil mir sonst die Temperatur abhaut. Die Jungs auf YouTube mit den dicken Loks Habens echt schön. Mein windiges Teil reagiert extrem empfindlich auf alles was passiert. Heizt extrem schnell auf, wenn nachgelegt wird. Deswegen nur dünne Hölzer. Kühlt extrem schnell aus, wenn das Feuer ausgeht, deswegen muss man oft nachlegen. Ich musste quasi die gesamte Garzeit vor Ort bleiben, ich habe vermutlich so alle 10 bis 15 Minuten nachgelegt, das scheint der sweet spot zu sein.

Meine Vorgehensweise:
6:00 Fleisch drauf, zwischen 105 und 120 Grad angepeilt (es waren natürlich Ausreißer dabei)
So ab 65 Grad in Butcher Paper und Alufolie (sorry) gewickelt
Um 16:20 war es dann bei einer Kerntemperatur von 94 Grad schon sehr weich, es war kein Widerstand beim reinstechen. Es durfte dann noch ein wenig ruhen, um 17:15 haben wir es dann gegessen.

Konsistenz war hervorragend, genau so wollte ich es. Lies sich ohne Kraller zerrupfen, hab die Krallen aber dann doch verwendet weil es sehr heiß war. Saftig war es auch, keine trockenen Stellen. Geschmacklich war es eher fad. Ich will es definitiv nochmal machen, aber dann nehme ich mehr Rub, wickle vielleicht später ein, damit das noch ein wenig intensiver wird und ich spiele mit dem Gedanken, ein wenig Marinade zu spritzen.

Natürlich werde ich noch Fotos anhängen, aber ich hab noch eine Frage:
Muss ich damit leben, dass das mit dem Feuer bei meinem Smoker kompliziert ist, oder gibt es da Tricks?
("Kauf dir ein Ding für 2k, das ist viel stabiler" - ja, ich weiß, ich finde das ein bisschen verfrüht so nach dem ersten mal smoken)

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Muss ich damit leben, dass das mit dem Feuer bei meinem Smoker kompliziert ist, oder gibt es da Tricks?
Ich bin jetzt kein Lok Besitzer, aber ich habe meinem Nachbarn ca. zwei Jahre beim scheitern mit seinem "Billig-Smoker" zugeschaut. An dieser Stelle muss ich dazu sagen, dass ich damals als Neuling wahrscheinlich nicht mit einer Lok vom Baumarkt klar gekommen wäre. Ich habe mir als Einstieg vor guten 15 Jahren einen Weber Smokey Mountain gegönnt. Der Smoker verzeiht viele Fehler und ist sehr einfach zu handeln.
Mein Nachbar hat sich nach zwei Jahren Ärger mit der Baumarkt Lok den gleichen Weber Smoker gekauft und ist immer noch zufrieden.
Ab und an gibt es die WSM für schmales Geld bei ebay kleinanzeigen. Da würde ich dann zuschlagen...

Hier mal ein Beitrag über meinen WSM in Aktion
Pulled Pork 🐖 mit Blueberry-BBQ-Soße 🫐 aus dem R2D2

Beste Grüße aus der Oberpfalz wünscht dir Ludwig
 
Ich denke nicht das ein neuer Thread für Unmut sorgt, vor allem wenn man Fragen zu etwas hat & nachher auch abliefern möchte. Ist nur ärgerlich wenn man Zeit in eine Antwort steckt und nachher nicht am Ergebnis beteiligt wird.

Wie du schon selbst schreibst, wäre etwas mehr Rub sicherlich kein Fehler gewesen.

Auf das spritzen kannst du meines Erachtens nach verzichten. Hier ist es so das sich die Fasern beim erwärmen im Fleisch ausdehnen und deine Flüssigmarinade gleich wieder rausdrücken. So zumindest die Theorie die ich hier im Forum aufgeschnappt habe, seitdem spritze ich meins auch nicht mehr & merke keinen Unterschied.

Ja, Temperatur ist natürlich immer ein Thema, ich hoffe du hast dich nicht an das Deckelthermometer gehalten? Leider fehlt der Temperaturwert vom 2ten Fühler auf den Bildern. Wichtig ist die Temperatur am Rost zu messen und nicht auf das Schätzeisen im Deckel zu verlassen. Hierbei kannst du auch den Temperaturbereich erhöhen, Pulled Pork kann man locker zwischen 120 und 140° fahren.


Nachdem du dein Fleisch gezupft hast, kannst du aber auch BBQ-Soße untermischen. Das gibt dann richtig viel Geschmack ins Fleisch.


Wie @Kinglui schon schreibt, macht es mit einem billigen Gerät natürlich weniger Spaß, ist halt einfach so. Aber für den Anfang geht das natürlich. Ich würde dir auch empfehlen hin und wieder in Kleinanzeigen unterwegs zu sein. Hier werden auch die etwas besseren billig gehandelt.


In diesem Sinne herzlich Willkommen im Forum!
 
Ja, Temperatur ist natürlich immer ein Thema, ich hoffe du hast dich nicht an das Deckelthermometer gehalten?
Nein, das Deckeltermometer funktioniert bei meinem Smoker so, dass die Nadel fest ist und ich die Skala frei drehen kann. Kannst du also überhaupt nicht gebrauchen. Ich habe die zweite Sonde verwendet, die auf dem Rost liegt. Meine Anzeige springt im 5 Sekunden Takt zwischen den Sonden hin und her, zufällig hat sie bei den beiden Fotos die Kerntemperatur angezeigt. Das mit 140 Grad war mir neu, ich hab irgendwo aufgeschnappt, dass 110 das Optimum ist. Weil ich erstaunt war, wie schnell ich die 50 Grad erreicht habe, hatte ich Angst, dass ich was falsch mache, viel zu früh fertig werde und das PP recht fasrig wird. Ich wollte dann deswegen die Phase zwischen 70 und 95 Grad so lange es geht ziehen, weil da scheinbar das Kollagen umgewandelt wird, bin dann in dieser Phase eher zwischen 100 und 110 gefahren. Aber gut zu wissen dass ich mich da gar nicht so stressen muss.

Nachdem du dein Fleisch gezupft hast, kannst du aber auch BBQ-Soße untermischen. Das gibt dann richtig viel Geschmack ins Fleisch.
Das haben mir auch alle Anwesenden geraten und selbst so gemacht, aber ich hab irgendwo aufgeschnappt dass das ein Zeichen für Versagen ist. Scheinbar ist das Ziel, dass es auch ohne BBQ Soße gut ist. Da ich mich nicht auskenne, war das jetzt auch meine Meinung :D

In diesem Sinne herzlich Willkommen im Forum!
Danke :)
 
Willkommen, gleich zu Anfang mal einen ordentlichen Beitrag, finde ich toll. Das PP sieht gut aus :thumb2:

Für die Zukunft musst Du Dir einfach überlegen, ob Du bei Offset Smokern bleiben willst (da gibts auch neu schon recht ordentliche um 1.2k) oder eine andere Möglichkeit nutzen möchtest wenn Dir die Smokerei gefällt. Ein Vorschlag ist da wie es der Kollege schon erwähnt ein WSM, dazu gibt es Kamados, günstige Portland Gassmoker, Pelletsmoker, E-Smoker wie Borniak, nicht zu vergessen Holzkohlesmoker wie z.b. den Chubby 3400 usw. Die Möglichkeiten sind gross.

Auf jeden Fall weiter so.:beercheers:
 
@phinothedino es gibt hier im Forum einen ziemlich guten Tread zum Thema Pulled Pork:
Mythos Pulled Pork
Hieraus habe ich mein Wissen für die ersten paar mal Pulled Pork gezogen.
Das wichtigste ist dranbleiben und nicht aufgeben. Notiere dir die groben Eckpunkte deiner bisherigen Versuche (oder stell sie ins Forum) und versuche dann gezielt ein paar Parameter zu ändern. Jeder Smoker oder Grill verhält sich anders. Irgendwann wirst du dann für dich das perfekte Ergebnis treffen.
Mit dem von dir gezeigten Pulled Pork brauchst du dich auf jeden Fall nicht zu verstecken, da haben meine ersten Gehversuche schlimmer ausgesehen.
 
Hallo zusammen,

vor kurzem hab ich als absoluter Neuling auf Kleinanzeigen einen sehr billigen Smoker geschossen. Er ist nicht besonders groß und die Bleche sind sehr dünn. Völlig klar, was man in so einer Situation macht:

Pulled Pork.

Ich hab mich natürlich vorab extrem viel informiert, etliche Youtube Videos geschaut, hier im Forum gelesen und mit ChatGPT gestritten. Alles, was ich in einem Video gelernt habe, wurde im nächsten wieder dementiert und so weiter. Meine größte Unsicherheit war natürlich der Zeitplan, war auch ein paar Mal versucht hier einen Thread diesbezüglich zu eröffnen, aber ich möchte nicht in meinem ersten Beitrag hier schon für Unmut sorgen.

Also hab ich mir für Freitag einen Nacken organisiert, einen Rub gemacht, über Nacht im Kühlschrank einziehen lassen und eine grauenhafte Nacht voller Aufregung geschlafen. Samstag 5:00 ging dann der Wecker und ich konnte in mein Abenteuer starten.

Fehler Nummer 1: Ich habe einen kompletten Anzündkamin voller Briketts angeheizt und voller Selbstvertrauen in die Brennkammer gegeben. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie blöd ich geschaut habe, als der Zeiger des Thermometers hoch schoss. Naja, alle Deckel auf und erst mal beruhigen lassen.

In den ersten Stunden hatte ich wirklich stark mit dem Fire Management zu kämpfen. Denn

Fehler Nummer 2: Ich war echt überrascht, als ich endlich rausfand, dass ich wirklich nur winzige Hölzer verwenden darf, weil mir sonst die Temperatur abhaut. Die Jungs auf YouTube mit den dicken Loks Habens echt schön. Mein windiges Teil reagiert extrem empfindlich auf alles was passiert. Heizt extrem schnell auf, wenn nachgelegt wird. Deswegen nur dünne Hölzer. Kühlt extrem schnell aus, wenn das Feuer ausgeht, deswegen muss man oft nachlegen. Ich musste quasi die gesamte Garzeit vor Ort bleiben, ich habe vermutlich so alle 10 bis 15 Minuten nachgelegt, das scheint der sweet spot zu sein.

Meine Vorgehensweise:
6:00 Fleisch drauf, zwischen 105 und 120 Grad angepeilt (es waren natürlich Ausreißer dabei)
So ab 65 Grad in Butcher Paper und Alufolie (sorry) gewickelt
Um 16:20 war es dann bei einer Kerntemperatur von 94 Grad schon sehr weich, es war kein Widerstand beim reinstechen. Es durfte dann noch ein wenig ruhen, um 17:15 haben wir es dann gegessen.

Konsistenz war hervorragend, genau so wollte ich es. Lies sich ohne Kraller zerrupfen, hab die Krallen aber dann doch verwendet weil es sehr heiß war. Saftig war es auch, keine trockenen Stellen. Geschmacklich war es eher fad. Ich will es definitiv nochmal machen, aber dann nehme ich mehr Rub, wickle vielleicht später ein, damit das noch ein wenig intensiver wird und ich spiele mit dem Gedanken, ein wenig Marinade zu spritzen.

Natürlich werde ich noch Fotos anhängen, aber ich hab noch eine Frage:
Muss ich damit leben, dass das mit dem Feuer bei meinem Smoker kompliziert ist, oder gibt es da Tricks?
("Kauf dir ein Ding für 2k, das ist viel stabiler" - ja, ich weiß, ich finde das ein bisschen verfrüht so nach dem ersten mal smoken)

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Um was Leckeres zu fabrizieren benötigt man aus meiner Sicht kein dickes Blech.
Die Dauerhaftigkeit? Das ist ein anderes Thema.😉
 
Je größer und schwerer smoker desto mehr verzeiht er dir. Ob man dann aber die ganze Kiste anheizt und ne Schubkarre Holz dafür verschwendet ist die andere Sache.
Ich überlege mir auch schon des öfteren einen smoker zuzulegen aber ständig dabei zu stehen stundenlang ist leider nicht mein Ding, deshalb bleibe ich doch beim kamado. Da heißt es ein Regeln, Fleisch drauf und Holz und dann lege ich mich schlafen.

Wobei der Reiz nach einer Lok immernoch da ist :D

Ansonsten gut gemacht fürs erste Mal!
 
Nein, das Deckeltermometer funktioniert bei meinem Smoker so, dass die Nadel fest ist und ich die Skala frei drehen kann. Kannst du also überhaupt nicht gebrauchen. Ich habe die zweite Sonde verwendet, die auf dem Rost liegt. Meine Anzeige springt im 5 Sekunden Takt zwischen den Sonden hin und her, zufällig hat sie bei den beiden Fotos die Kerntemperatur angezeigt. Das mit 140 Grad war mir neu, ich hab irgendwo aufgeschnappt, dass 110 das Optimum ist. Weil ich erstaunt war, wie schnell ich die 50 Grad erreicht habe, hatte ich Angst, dass ich was falsch mache, viel zu früh fertig werde und das PP recht fasrig wird. Ich wollte dann deswegen die Phase zwischen 70 und 95 Grad so lange es geht ziehen, weil da scheinbar das Kollagen umgewandelt wird, bin dann in dieser Phase eher zwischen 100 und 110 gefahren. Aber gut zu wissen dass ich mich da gar nicht so stressen muss.
Zu Früh gibt es eigentlich beim PP nicht, warmhalten geht immer! Ist natürlich schöner wenn man es nahezu perfekt timen kann, auf der anderen Seite ist es gerade wenn ich alle 15 min Holz nachlegen muss ja auch schön wenn du in der Zeit den Tisch decken oder Beilagen hinrichten kannst



Das haben mir auch alle Anwesenden geraten und selbst so gemacht, aber ich hab irgendwo aufgeschnappt dass das ein Zeichen für Versagen ist. Scheinbar ist das Ziel, dass es auch ohne BBQ Soße gut ist. Da ich mich nicht auskenne, war das jetzt auch meine Meinung :D
Erlaubt ist, was schmeckt! Ich spare mit der BBQ-Soße beim PP auch, mir schmeckt's auch so. Bei zu viel Soße schmeckt man vom Schwein halt auch nichts mehr.
 
Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten geglückten BBQ-Einstand (mit Verbesserungspotential).

Du musst dich nicht "rechtfertigen" für deinen Smoker - es ist ein Gerät um Speisen zuzubereiten. Nicht mehr, nicht weniger. Niemand hat behauptet, dass Essen nicht gut werden kann auch auf günstigen Geräten - es ist nur mehr Aufwand und kostet teilweise mehr Nerven (Temperatursteuerung zB).

Zu deinen "Problemen" hätte ich ein paar Anmerkungen:
- Platziere eine feuerfeste Schüssel mit Wasser zwischen SFB und GK. Das Wasser nimmt "überschüssige" Energie auf, stabilisiert den Temperaturverlauf und sorgt für ein feuchteres Klima, in der die Wärmeübertragung zwischen Smoker und Gargut besser gelingt. Einer meiner Smoker (der Backwood's Fat Boy) hat so ne Wasserschale schon eingebaut.
- Für einen Offset-Smoker: Für den besten Geschmack solltest du rein mit Holz feuern (vielleicht Kohle für das Glutbett zum Anheizen am Anfang). Ja, das bedeutet ca. alle x Minuten ein Scheit Holz nachlegen, aber der dadurch erzielte Rauchgeschmack bei einer sauberen Verbrennung ist sehr dezent und appetitlich (im Gegensatz zu bitterem Qualm, den manche als "gutes Smokingerlebnis" sehen - im Smoker macht man kein Schwarzgeräuchertes, es ist auch kein Köhlermeiler!). Saubere Verbrennung muss man üben, vor allem im Zusammenhang mit der Temperatursteuerung (-> Wasserschale!!). Setze dir da als Ziel, dass dein Smoker im Betrieb (wenn Fleisch aufliegt) im Schnitt nur den sichtbaren Rauch einer Zigarette von sich gibt (beim Nachlegen eines Holzscheits kann es durchaus auch mal kurzzeitig mehr rauchen).
- Ergebnis saftig, aber relativ langweilig: Bedenke, dass die meisten Anleitungen im Netz normalerweise sagen: "Nimm das Fleisch, puder es ein über Nacht und dann ab auf den Smoker". Das in dem Rub enthaltene Salz dringt in den vielleicht 12 Stunden gerade mal so 2cm ins Fleisch vor. Die restlichen Gewürze bleiben auf der Oberfläche (was wie wo weshalb, dazu hat Spiccy vor einiger Zeit mal eine Gewürzabhandlung verfasst, guck da mal durch seine Threads durch, sehr aufschlussreich). Wie soll also da Geschmack in die Mitte des Stücks gelangen? Eine Methode wäre, das Fleisch länger zu salzen. Das bewirkt dann auf die Zeit noch andere Nebenwirkungen (Konsistenz zB). Was ich mittlerweile mache: Nachdem das Stück fertig ist und ich es zerrupft habe, dann nehme ich nochmal den originalen Rub her, mit dem ich es ursprünglich eingepudert habe und mische das nochmal mit unter. Und natürlich auch die Säfte aus dem Butcher-Papier, wenn ich die Texas-Krücke verwendet habe.

Ich wünsche dir noch viel Spaß mit deinem neuen Spielzeug, viel Vergnügen beim Entdecken und Verbessern.

Gut Glut!
 
Ich wollte mir evtl. eine Flint Pelletsmoker von Burnhard kaufen, da kannst Du 24h durchsmoken ohne nachzulegen mit automatischer Temperaturregelung und so. Kostet 949€ abzgl. meist mind. 15% Rabatt manchmal mehr.
 
Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten geglückten BBQ-Einstand (mit Verbesserungspotential).

Du musst dich nicht "rechtfertigen" für deinen Smoker - es ist ein Gerät um Speisen zuzubereiten. Nicht mehr, nicht weniger. Niemand hat behauptet, dass Essen nicht gut werden kann auch auf günstigen Geräten - es ist nur mehr Aufwand und kostet teilweise mehr Nerven (Temperatursteuerung zB).

Zu deinen "Problemen" hätte ich ein paar Anmerkungen:
- Platziere eine feuerfeste Schüssel mit Wasser zwischen SFB und GK. Das Wasser nimmt "überschüssige" Energie auf, stabilisiert den Temperaturverlauf und sorgt für ein feuchteres Klima, in der die Wärmeübertragung zwischen Smoker und Gargut besser gelingt. Einer meiner Smoker (der Backwood's Fat Boy) hat so ne Wasserschale schon eingebaut.
- Für einen Offset-Smoker: Für den besten Geschmack solltest du rein mit Holz feuern (vielleicht Kohle für das Glutbett zum Anheizen am Anfang). Ja, das bedeutet ca. alle x Minuten ein Scheit Holz nachlegen, aber der dadurch erzielte Rauchgeschmack bei einer sauberen Verbrennung ist sehr dezent und appetitlich (im Gegensatz zu bitterem Qualm, den manche als "gutes Smokingerlebnis" sehen - im Smoker macht man kein Schwarzgeräuchertes, es ist auch kein Köhlermeiler!). Saubere Verbrennung muss man üben, vor allem im Zusammenhang mit der Temperatursteuerung (-> Wasserschale!!). Setze dir da als Ziel, dass dein Smoker im Betrieb (wenn Fleisch aufliegt) im Schnitt nur den sichtbaren Rauch einer Zigarette von sich gibt (beim Nachlegen eines Holzscheits kann es durchaus auch mal kurzzeitig mehr rauchen).
- Ergebnis saftig, aber relativ langweilig: Bedenke, dass die meisten Anleitungen im Netz normalerweise sagen: "Nimm das Fleisch, puder es ein über Nacht und dann ab auf den Smoker". Das in dem Rub enthaltene Salz dringt in den vielleicht 12 Stunden gerade mal so 2cm ins Fleisch vor. Die restlichen Gewürze bleiben auf der Oberfläche (was wie wo weshalb, dazu hat Spiccy vor einiger Zeit mal eine Gewürzabhandlung verfasst, guck da mal durch seine Threads durch, sehr aufschlussreich). Wie soll also da Geschmack in die Mitte des Stücks gelangen? Eine Methode wäre, das Fleisch länger zu salzen. Das bewirkt dann auf die Zeit noch andere Nebenwirkungen (Konsistenz zB). Was ich mittlerweile mache: Nachdem das Stück fertig ist und ich es zerrupft habe, dann nehme ich nochmal den originalen Rub her, mit dem ich es ursprünglich eingepudert habe und mische das nochmal mit unter. Und natürlich auch die Säfte aus dem Butcher-Papier, wenn ich die Texas-Krücke verwendet habe.

Ich wünsche dir noch viel Spaß mit deinem neuen Spielzeug, viel Vergnügen beim Entdecken und Verbessern.

Gut Glut!

Das mit dem Wasser hab ich gemacht, ich hatte drei Aluwannen mit Wasser gefüllt am Boden des Garraums und hab die auch nachgefüllt. Ich könnte mir noch vorstellen, Vulkanstein oder Schamott rein zu legen, einfach um die Masse zu erhöhen.

Das mit dem sauberen Rauch ist auch so ein Thema, da musste ich viel rumprobieren bis ich das raus hatte. Im Endeffekt hat sich dann rausgestellt, dass ich den Deckels des Brennraumes offen lassen muss, bis das Holz ein wenig Feuer gefangen hat. Das hat mich dann kurzfristig oft bis zu 15 Grad Garraumtemperatur gekostet, die dann aber recht schnell wieder drauf waren.


Der Tipp mit dem Würzen nach dem zerrupfen ist wirklich gut, danke dir. Da hätte ich selbst drauf kommen müssen :D
 
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So in etwa schaut das in meinem Stickburner aus, wenn ich ein Feuer mache. Die Wasserschale ist direkt mit in der SFB und kriegt die Hitze ab, schon bevor es in die Garkammer geht.
 
Moin PinoTheDino.
So ein Dünnblech hatte ich vor einigen Jahren auch als Einstieg ins Smoken gewählt - und es begleitet mich noch heute, wenn auch meist nur als direkter Begleitgrill für Kinderwürstchen, Grillgemüse und andere Späße bzw. als Wurst-, Wing- und Steakmaschine zum Flachgrillen.

Ja, das Feuermanagement in der SFB war anspruchsvoll und arg wetterempfindlich. Das hat mich aber nicht daran gehindert von Rippchen bis Brisket viel auszuprobieren und sehr bald wirklich gute Ergebnisse damit zu erzielen. Den Hauptauschlag zum Upgrade auf eine lange 20"-Lok vom Letten gab dann schlicht der Bedarf nach mehr Fassungsvermögen. Meine erfolgreich angefütterten Freunde, Bekannten und Familie mussten mit angemessen Portionen versorgt werden, und ich hatte genug Freude am Smoken gefunden, um mir die langfristige Anschaffung eines weniger günstigen Geräts schön zu reden *hust* - ich meine natürlich: mich der zwingenden Logik diverser wahrhaftig weiser innerer Stimmen nicht länger zu verschließen und eine vernünftige Folge-Anschaffung zu tätigen.
Das ist kein Sachzwang. :camouflage:

Dein PP Erstversuch sieht echt schmackhaft aus. Tipps zur verbesserten Bedienung hast Du ja bereits reichlich erhalten. Windschutz ist noch ein Thema, das helfen kann, das hängt aber sehr an Deinem Grillort. Böen in Längsrichtung sind fies, alles andere passt schon. Bleibt mir also nur, Dir weiterhin viel Freude, gutes Gelingen und Genuss zu wünschen. Am besten schmeckt es dann mit guten Freunden und anderen lieben Menschen.

Viele Grüße
Mumpitz
 
find ich gut! Hau rein, auch mit sowas kann man gute Ergebnisse produzieren - wie du ja gezeigt hast.
Zum Thmea Geschmack - ja das is halt ein ganzer Nacken oder was auch immer. Da brauchts ein wenig Zeit um Geschmack rein zu bringen.
Afaik dringt von außen nur Salz ein, die anderen Gewürze sind "zu groß". Also entweder spritzen, oder länger vorher salzen, oder (dirty trick), nach dem pullen nen Schuss rauchige Sauce drauf kippen. Letzteres mache ich auch so, alleine um die gewünschte "schlotzigkeit" einzustellen.
Ich koche dafür meistens Osaft mit (möglichst selbstgemachter) bbq-sauce und Gewürzen auf, aber da gibts keine echten Regeln.
 
Ich habe seinerzeit auch mit einer dünnwandigen Billiglok angefangen und mit der durchaus brauchbare Ergebnisse erzielt.
So wie auch Du, wollte ich erst mal probieren ob mir das auf Dauer Spaß macht oder ob es nach kurzer Zeit nicht mehr
interessant ist.

Probier also durchaus erst mal mit der Billiglok aus, wieviel Spaß Dir das smoken macht, dann kannst Du immer noch auf
ein teureres (und meistens auch besseres) Sportgerät umsteigen. Ich hatte mir als nächstes einen WSM angeschafft, der
momentan leider ein sehr einsames Leben als Backuplösung für größere Veranstaltungen fristet. PP war für mich nach
den ersten paar mal keine Sache mehr die mich interessiert hätte, deshalb habe ich sowas schon seit Jahren nicht mehr
gemacht (ist aber meine persönliche Entscheidung, wenn es Euch schmeckt, haut rein). Nach und nach hab ich mir dann
diverse Sportgeräte für unterschiedlichste Bedürfnisse angeschafft, aber auch das ist eine Entscheidung, die Du für Dich
persönlich treffen kannst.

Momentan erfreue ich mich an meiner 57er Kugel und dem Borniak. Den WSM hab ich lange Zeit fürs kalträuchern ver-
wendet, seit ich den Borniak hab, steht er fast nur noch rum (Schade eigentlich).

Dein PP sieht jedenfalls gut aus, Schweinenacken hat nun mal die Angewohnheit, mal mehr, mal weniger saftig zu sein,
genauso wie es sogenannte "Turboschweine" und lahmarschige Nacken gibt. Ist halt ein Naturprodukt mit unterschied-
lichen Eigenschaften.

Mach einfach weiter Dein Ding und schau in den unterschiedlichsten Threads nach Tipps.
 
Dein PP sieht jedenfalls gut aus, Schweinenacken hat nun mal die Angewohnheit, mal mehr, mal weniger saftig zu sein,
genauso wie es sogenannte "Turboschweine" und lahmarschige Nacken gibt. Ist halt ein Naturprodukt mit unterschied-
lichen Eigenschaften.
absolute Zustimmung! Ich dachte auch schon manches Mal "beim letzten Mal wars besser", und hab überlegt ob und was ich falsch gemacht hab. Aber da ich nix gefunden hatte (realistisch - perfektionieren kann man immer), hab ich so weiter gemacht, und beim nächsten Mal wars dann das beste PP bisher. Liegt echt oft am "Werkstoff".
 
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