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Reh in Buttermilch einlegen ?

Dachsmett

Metzgermeister
Ist normalerweise nicht nötig, ich weiß.
Nun habe ich aber eine Person (ratet mal welches Geschlecht) die extrem empfindlich ist.
Mein Opa hat früher immer Heidschnucke eingelegt, um den Geschmack neutraler zu bekommen.

Hat jemand damit Erfahrungen ?

Dachs
 
Ich hatte letzte Woche Rehgulasch, das war sehr sehr lecker. Ich mag Wild eigentlich nicht, das war aber 2 Tage in Buttermilch eingelegt und war perfekt.

Grüsse, Achim
 
Da Reh m.M.n. keinen intensiven Wildgeschmack hat ist das Einlegen
nicht notwendig. Ausserdem ist Rehfleisch feinfasrig und zart.
Anders sieht das bei Wildschwein bzw. Hirsch aus.
 
Das finde ich immer schade wenn der Geschmack überdeckt werden soll.
Heidschnucke darf nach Lamm/Wild schmecken, Lamm, Reh, Frischling nach der Tierart.
Dieses ‚es darf nicht danach schmecken‘ kommt wirklich von früher. Da wurden die Tiere geschlachtet und erlegt als sie älter waren. Das Abhängen war auch nicht im Klimaraum mit Fliesen. Sondern irgendein Raum der halt dafür geeignet war. Da hat es schon teilweise streng geschmeckt und der Geschmack musste übertüncht werden. Wie oft habe ich schon gehört „Iih Lamm.(Frischling, Reh, Aal) Esse ich nicht.“ Und dann bleibt das Ersatzessen stehen weil das ja so gar nicht intensiv schmeckt.
Bereite wenn Du magst eine Alternative für die Dame zu und das Reh so wie Du magst.
 
Mit Buttermilch macht meine Frau auch immer wieder.
Das soll das Fleisch zarter machen........Ich weiß nicht.......
 
Ich habe das Wild das ich von meinen Jäger bekomme noch nie eingelegt obwohl meine Göga sehr empfindlich ist.
Ich meine das es halt sehr darauf ankommt wie das Tier geschossen wurde und wie alt es ist.
Edit sagt: es sind aber einige Jäger hier im Forum die können das sicher besser erklären
 
Wie ich schon schrieb, ich habe Wildfleisch auch noch nie eingelegt.
Hier möchte ich es aber mal anders machen.

Frage an Bayern Griller : Wieso ist es wichtig, wie das Tier geschossen wurde?

Der Bock ist ca 1,5 Jahre alt, wurde im Oktober von mir beim Ansitz auf ca. 90 m mit der 6,5x55 geschossen
und brach im Knall zusammen...;)

Dachs
 
Der Bock ist ca 1,5 Jahre alt, wurde im Oktober von mir beim Ansitz auf ca. 90 m mit der 6,5x55 geschossen
und brach im Knall zusammen...;)
Das meinte ich damit, so ist es ja auch i. O.
Aber eine Sau die den ganzen Vormittag durch ein Maisfeld gehetzt worden ist oder ein Reh dem in den Bauch geschossen wurde
hat halt nicht die Qualität die ich auf dem Tisch haben möchte.
Und alle Jäger gehen halt auch unterschiedlich mit dem Fleisch um.😶
Aber da du ja selbst Jäger bist weist du ja wie es gemacht wird und wo es her kommt.
 
so einen "Fall" habe ich auch im engeren Umfeld. Ich habe es aufgegeben, weil das "ich esse "kein..." Kopfsache ist. Solange die betreffende Person weiß, um welches Tier es sich handelt, kann ich machen was ich will, es wird zwar probiert aber dann abgelehnt. Ich habe das einmal ausgetestet, indem ich die Herkunft des Fleisches verschwiegen habe und da hat es ganz wunderbar geschmeckt. Weil ich aber niemanden dauerhaft austricksen will, gibt es eben ein Ausweichgericht.
 
Das kenne ich auch.... Rouladen einmal Rind, einmal Pferd... der der auf keinen Fall Pferd essen würde, hat
sich aus der "falschen" Schale genommen, es hat ihm ganz prima geschmeckt.
Wir haben es ihm nicht gesagt, leider lebt er nicht mehr.
 
@Bayern Griller
Da sagst Du was, Drückjagdwild (vor allem Sauen) ist auch nicht meins.
Bei uns ist es so, sofort nach dem Schuß nach Hause, (4 km) dort wird aufgebrochen, da ist Licht, einAufbrchbock und frisches Wasser vorhanden.
Es kann jeder mal einen schlechten Schuß antragen, aber ich habe keinen Druck, wenn es nicht passt , dann beim nächsten mal.

Dachs
 
oft nicht nötig -> sehe ich auch so. Meist junge Stücke, nur so lange wie nötig abgehangen, kein hautgout (das mag ich einfach nicht)

Erfahrung mit Einlegen -> ja klar. Aber Rotwein ist mir meist zu heftig, Weißwein manchmal interessant, Buttermilch geht auch. Meistens mariniere ich nur kurz, gerade bei kurzgebratenem. Muss man testen was einem schmeckt, finde ich, das wird teilweise sehr schnell sehr intensiv. Halt alles nicht zu lange, außer beim alten Keiler oder so ;-)
 
Warum legst du nicht im Namen der Wissenschaft z. B. eine Keule ein paar Stunden ein und die zweite nicht und bereitest sie ansonsten identisch zu?
Gut wird sicher beides sein, da versaust du ja kein Lebensmittel, aber so ein direkter 1:1 Vergleich wäre ja sicher mal interessant.
Und denk dran:
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