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nachdem ich in den letzten Wochen nur gegrillt habe, es aber leider nicht geschafft habe hier was zu dokumentieren, muss ich doch heute glatt mal den freien Tag dazu nutzen. Da ich nicht jedes Mal einen neuen Thread aufmachen möchte für einzelne Vergrillungen, kommen hier in diesem Fred alle Fischli Vergrillungen hinein. Dadurch bleibt der Fred immer halbwegs aktuell und ich habe eine schöne Sammlung Einige von euch kennen das ja schon von meinen anderen Threads. Also dann auf immer gut Glut und leckere Ergebnisse.
Angefixt von einem Thread den ich gerade nicht finden kann, sollte es diese Woche mal geräucherte Regenbogenforelle geben. Also schnell 3 Stück a 500g gekauft. Mit Wasser abgespült und trockengetupft. Salz, Pfeffer und n bisschen Zitronensaft rein.
Den Smokenator mit etwa 20 ausgegasten Brekkies befüllt und mit meinem Abbrenner 4-5 Stück entfacht. Wasserschale rein und auf Temperatur kommen lassen. Angepeilt waren etwa 120-130°C. Als die Temperatur dann konstant bei 120°C lag, Rost rauf und Deckelhalter von Ikea rauf. Forllen mit der Bauchöffnung über die Stäbe des Deckelhalters gestülpt (das Foto ist irgendwie verloren gegangen). Und dann 2 Hände voll Pflaumen und Buchenchips auf die Kohlen.
Die werten Gäste haben Platz genommen.
Jetzt nur noch 1h warten und dann kann es verspeist werden. Ich hatte eigntlich 45 Minuten angepeilt, aber bei Zupfen an der Flosse, gab die Haut noch nicht so richtig nach. Da habe ich lieber nochmal 15 Minuten draufgepackt.
Endergebnis frisch vom Grill. Nun nur noch häuten und Fischstückchen runterpuhlen.
Verspeist wurde die Forellen mit frischem Brot oder zum Schluss von GöGa auch pur.
Fazit: Schnelle und leckere Sachen. der Rauchgeschmack war relativ dezent im Vergleich zum richtig geräucherten Fisch, aber mir hat es so sogar besser gefallen. Und beim nächsten Mal werde ich noch stärker würzen oder die Fische einlegen. Wir hatten eine Forelle dabei, die etwas muffig geschmeckt hat (irgendwie nach Erde). Das war nicht ganz mein Fall. Aber auf jeden Fall wird das wiederholt. Für ein schnelles Abendbrot mit frischem Fisch eine Alternative zum Räucherfisch vom Stand. Kann ich jedem nur empfehlen. Die Deckelhalter haben da ganze Arbeit geleistet.
Da wir meine Familie zu Besuch hatten, und diese ausgesprochene Fischesser sind, wollte ich mal ein Rezept ausprobieren, das ich schon lange auf meiner To-Do Liste hatte. Planenlachs nach folgenden Rezept der GSV Datenbank: http://www.grillsportverein.de/grillrezepte/rezept/Lachs-vom-Buchebrett
Ausgangsmaterial waren ~1,7kg Lachsseite mit Haut. Da das Stück noch Bauchlappen und das kleinere Schwanzstück dran hatte, wurde erst einmal getrimmt (Trimmreste nicht wegschmeißen), um 2 schöne gleichmäßige Stücken zu bekommen. Ich musste es auf 2 aufteilen, weil ich im Moment nur die kleinen 25cm Bretter hatte. Hat aber nicht geschadet. Marinade wie in dem Rezept angegeben im Mixer zubereitet und zur Seite gestellt. Dann einen AZK mit 1/2 Brekkies 1/2 Steakholzkohle befüllt und gezündelt. Bei der Steakholzkohle habe ich die durch den Transport enstandenen kleineren Stücke genommen (Die fallen mir einzeln durch die Kohlenkörbe, aber ich Kombi mit den Brekkies sind sie ideal) und ein paar große Stücke.
Während der AZK anglüht schnell die Lachsseiten in eine 10% Salzlake gegeben (Hatte hier mal einer als Tipp gegeben, um den Proteinaustritt zu verhindern) und die Trimmreste von der Haut befreit und auf Holzspieße gesteckt. In Ermangelung eines Fischgewürzes mit meinem selbstgemachten MD Mix (Meathead und Mike Mills 1:1) gepudert.
Lachs in der 10% Salzlake
Die Lachsspieße mit MD Mix gewürzt.
Dann den AZK auf beide Kohlenkörbe verteilt und die Körbe mittig aufgestellt. Die Kugel auf 200°C bringen. Die Buchenplanken hatte ich 24h in einer Auflaufform mit Wasser liegen. Die Planken mit der sauberen Seite nach unten direkt über die Kohlen und ~5 Minuten anschmörgeln lassen.
In der Zwischenzeit den Lachs aus der Lake nehmen, abtupfen und mit Pfeffer würzen. Dann mit einem Messer in das Fleisch bis zur Haut einschneiden und auf ein mit Jehova bedecktes Backblech legen. Die Marinade nochmals mit dem Mixer durchmischen und auf dem Lachs verteilen. Dabei auch die Spalten etwas öffnen. 3 Limettenhälften pro Schlitz zugeben und ab zum Grill.
Sah schon sehr lecker aus.
Die Planken umdrehen und den Lachs auf die Planken geben. Die Spieße seitlich legen, damit sie indirekt gar ziehen können. Da mein Neffe mit dabei war und meine Schwester im Moment aufgrund der Schwangerschaft nur durchgegarten Fisch essen darf, durfte das leckere Essen 26 Minuten bei ~180°C in der Kugel verbleiben. Die Temperatur war gesunken, nachdem die Planken drin war. Aber da in dem Rezept 180-200°C angegeben sind, habe ich mir da keine Sorgen gemacht.
Und so sahen der Lachs aus. Tellerbild habe ich leider nicht mehr geschafft, da die Fleischesser auch noch was zu Essen haben wollten und ich mich dann darum kümmern musste.
Fazit: Der Tipp mit der 10% Salzlake hat funktioniert. Es ist nur minmal was an den Schnitträndern und den Einschnitten ausgelaufen. Aber die Optik hat überzeugt. 26 Minuten waren ausreichend, um den Fisch gar zu ziehen, der aber trotzdem noch saftig war. Die Spieße mit dem MD Mix waren so schnell weg, dass ich leider selbst nicht kosten konnte, aber sie wurden für gut befunden. Meinem Neffen waren sie nur etwas zu scharf, aber verspachtelt hat er sie trotzdem . Die Spieße sind eine super Verwertung der Trimmschnitte Dazu gab es Fächerkartoffeln und selbstgemachte Sour Creme. Diese Kombination hat super gepasst. Die Marinade war durch das süß saure sehr lecker, jedoch in meinen Augen etwas zu flüssig. Ich würde beim nächsten Mal nur noch 50mL Öl nehmen, damit es etwas dickflüssiger ist und besser am Lachs haftet. Ich bin eigentlich kein wirklicher Fischesser, aber das war echt lecker und kommt definitv in meine Rezept Sammlung. Ich kann jedem nur zum Nachbau raten. Das nächste Mal werde ich es dann mal mit der Pasta Variante als Beilage versuchen. So ich hoffe ihr habt jetzt alle Hunger bekommen und rennt raus zum Grillen