@Karlskron3 hat recht. Kochwürste werden immer flüssig wenn man sie warm macht. Nimm einfach ein Rezept für grobe Leberwurst (Pfälzer, Hausmacher oder was weiß ich wie man die in verschiedenen Regionen nennt).
hätte eine Idee, wie man die herstellt?
Ja, hab ich:
25% rohe Leber, Gallengänge entfernt (im Notfall funktioniert es sogar mit gekochter Leber, hab ich ausprobiert!)
75% gekochtes fettes Fleisch
Diese Angabe ist als Anhaltspunkt zu verstehen, auf das Gramm kommt es nicht an.
Als Fleischanteil eignen sich: fetter, weicher Bauch, Schweine-Fettbacken (Drüsen entfernen); eigentlich ist alles weiche Fett, vor das es einem ansonsten grausen würde in einer Leberwurst bestens aufgehoben

)
Zum Fleisch/Fett/Leber kommt eine schöne Hand voll frischen Zwiebeln. Wenn man Zeit hat, kann man sie vorher andünsten, manche bilden sich ein, dass das ein feineres Aroma gibt. Das alles lässt man durch die 3mm-Scheibe. Dann schüttet man eine Portion Kesselbrühe (da wo das fette Fleisch drin gekocht wurde) dazu, schön die Fettschicht oben abschöpfen - Leberwurst lebt vom Fett. Die Masse sollte nun eine schöne breiige Konsistenz haben. Abgewürzt wird mit Salz, Pfeffer, viel Majoran, etwas Piment und etwas Muskat - genaue Mengenangaben hab ich nicht, weil ich das von den Hausmetzgern so gelernt habe, dass man das abschmeckt. Aus meiner bisherigen Erfahrung schätze ich mal pro kg:
Salz 20g (kein Pökelsalz, Hausmacher-Art soll grau sein)
Pfeffer 4g
Majoran 3g
Piment 1g
Muskat 1g
(ohne Gewähr)
Gefüllt werden kann eigentlich in alles von Krausdarm über Dünndarm bis hin zu Sterildärmen und Gläsern/Dosen. Zum späteren warm machen ist ein Schweinedünndarm Kaliber 28/30 am zweckmäßigsten. Diese werden nach dem Füllen (Darm NICHT wie bei einer Bratwurst stippen!) etwa eine halbe Stunde bei 80°C gebrüht. Schaut dann ungefähr so aus:
Nichts für die Fastenzeit

Für eine längere Haltbarkeit kurz anräuchern. Zum warm essen find ich sie aber ohne Rauch besser.
Gruß,
Alex