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Schleifstein vom Urgroßvater

Scharbil

Zwiebelkönig
10+ Jahre im GSV
★ GSV-Award ★
Guten Abend,

hierbei handelt es sich nicht um ein schlecht gebratenes Rib-Eye, sondern um einen Schleifstein.

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Anschnitt:

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Mein Vater hat ihn mir zu Weihnachten gegeben mit dem Hinweis, daß er von meinem Urgroßvater ist (also damit mindestens ca. 100 Jahre alt). Er lag 50 Jahre unbenutzt rum, bis ich meinem Vater davon erzählt habe, daß ich dazu übergehe, meine Messer selbst zu schleifen. Da hat er sich daran erinnert und gesagt, daß der Urgroßvater seine Messer mit stoischer Ruhe über diesen Stein gezogen hat.

Er liegt sehr gut in der Hand, ist ziemlich schwer und die Oberfläche ist aalglatt. Man sieht sehr gut, wie die Messer immer rechts über die Kante gewetzt wurden, dort ist der Stein etwas abgewetzt.

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Hat jemand zufällig eine Vorstellung, um was es sich dabei handelt? Ich hab ihn mal versucht auszuprobieren, konnte aber keinen richtigen Effekt feststellen. Da muß man schon lange wetzen, ehe sich was tut.

Bin für jeden Hinweis dankbar!
 

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Zuerst war ich skeptisch, ob es sich um einen Schleifstein handelt, weil er so glänzt. An der Bruchkante sieht man aber, dass er durchgehend gelb ist. Deshalb vermute ich, dass es ein zugeölter/verdreckter gelber belgischer Brocken ist. Also erstmal mit Waschbenzin oder Aceton oder Fettlöseputzmittel rundrum säubern. Dann die Oberseite mit einer feinen Diamantplatte einem ebenen Schleifstein oder feinem Schleifpapier eben schleifen. Dabei müsste sich wieder das ursprüngliche Gelb des gelben belgischen Brockens zeigen. Der GBB ist ein wertvoller Abziehstein. Solche Brocken lassen sich sinnvoll nur als Abziehstein benutzen, weil man mit ihnen am Abschluss der Schleifsitzung mit wenigen Zügen nur den Grat entfernt. Scharfhalten geht auch. Für das eigentliche Schärfen bei stumpfen Klingen braucht man noch einen gröberen Stein, weil das nur mit einem Abziehstein zu lange dauert und auch keine befriedigenden Resultate bringt.
 
Ich würde mich da vorsichtig carbo anschließen. Ohne den Stein wirklich selber in der Hand zu haben, ist sowas nicht mit Sicherheit zu sagen. Aber was uns den wirklichen Stein zeigt, ist die Bruchkante und die sieht auf jeden Fall am ehesten nach einem Sedimentstein aus, was zu einem Belgischen Brocken passen würde.
 
Vielen Dank für Eure Antworten. Ich hab mal danach gegoogelt und die Bilder von den gelben Belgischen Brocken kommen mit meinem Stein schon hin. Hab mit der Reinigung mit Aceton begonnen und die braune Färbung hellt sich tatsächlich auf; es scheint sich so eine Melange aus bräunlich und beige zu ergeben. Ich werde mal ein bißchen weiter reinigen und dann nochmal Bilder posten. Die Oberfläche werde ich mal professionell glattschleifen lassen.
 
So, nach einer langwierigen Reinigung mit allen zur Verfügung stehenden Mittelchen sieht der Stein jetzt so aus:

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Das ist ein ganz anderes Bild als vorher. Ich hätte nicht für möglich gehalten, daß der Stein so eine Wandlung erfährt! Er ist tatsächlich richtig gelb. Der Stein hat eine "schwarze Ader" und auf der Oberfläche feine gerade Einschnitte oder Risse.

Die Oberfläche ist nicht mehr sauberer zu kriegen (oder besser gesagt nur durch schleifen). Würdet Ihr das tun, um die Optik noch etwas schöner zu gestalten?
 

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Wow. Der Stein ist ja wieder richtig gelb geworden. Das hat echt was gebracht. Hast du schon was damit abgezogen? Die Oberfläche sieht eigentlich gut aus. Ich würde da erst wieder rangehen, wenn sich durch die Benutzung Unebenheiten ergeben haben. Es ist ja nicht nötig den Stein bloß aus Schönheitsgründen zu verschleißen.
 
Auf jeden Fall ein schöner Stein. Irgendwie haben Natursteine doch ein bisschen mehr Charakter wie so ein synthetischer... :-)
 
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