Funktioniert auch im Glas
Ich erinnere mich, dass meine Eltern auch immer Sauerkraut in einem braunen Steinzeugtopf "angesetzt" haben. "Industrie-Sauerkraut" ist mir regelmäßig viel zu sauer.
Ich habe vor Weihnachten einen (1) Weißkohlkopf zu Sauerkraut verarbeitet. Letzte Woche habe ich die erste Portion zubereitet-es war sehr lecker und sehr gut verdaulich-was ich von dem Industriekraut nicht behaupten kann. Das sorgt bei mir regelmäßig für "durchschlagende" Wirkung. Daher stand Sauerkraut bisher auch nur im Ausnahmefall auf meiner Speisekarte!
Zubereitung:
Über die kleingehobelten Blätter habe ich Salz gestreut - auf 1KG Kohl 20 Gramm Salz. Dann habe ich alles gut durchgeknetet - bis der Saft austrat.
Anschließend habe ich alles in Gläser gefüllt-fest hineingepresst. Genutzt habe ich die Pflaumengläser, die ich von der Currysauce nach aufbewahrt hatte-drei Stück reichten für den mittelgroßen Kopf aus. Die Gläser und die Deckel habe ich kurz vor dem Befüllen mit kochendem Wasser ausgespült. Oben aufs Sauerkraut habe ich noch Frischhaltefolie gelegt, bevor ich die Deckel draufgeschraubt habe. Ich habe mich erinnert, dass meine Mutter immer so ein Blatt oben auf das Einmachgut gelegt hat-ob das nötig oder sinnvoll ist? Keine Ahnung-geschadet hats nichts. s
Ich habe die Gläser dann erstmal in der Spüle vergessen-was gut war, denn es trat bereits nach wenigen Stunden Saft aus...da dachte ich schon: Das wars! Aber denkste-das gehört wohl dazu

! Ich habe die Gläser einfach in die Ikea-Bratenreine gestellt und im Keller deponiert. Da läuft noch einiges an Saft raus, habe ich festgestellt.
Nach ca. 4 Wochen hatten wir jetzt erstmals wieder ein richtig leckeres Sauerkraut! Der Auftrag für die nächsten Portionen wurde bereits erteilt!
Beim nächsten Mal versuche ich es mal mit der Zugabe von Buttermilch oder Molke (wie in dem o.a. Link beschrieben) und sofort etwas Kümmel dazugeben, kann sicher auch nicht schaden.