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Sind Malt-Drinker hier?

Geschmacklich passen seinen Bewertungen zwar auch nicht zu mir, aber ich schaue ihm trotzdem immer wieder gerne beim Süffeln zu ;-)

Das an seiner Objektivität gezweifelt werden kann, ist aus unternehmerischer Sicht wohl verständlich sein.
 
Ich zeige schon mal ein Horst Video in meinen Tastings.
Da hat man immer die Lacher auf seiner Seite.

Ansonsten halte ich mich bei Tastingnotes an Jim Murray oder das WhiskyMag.
 
Whisky Trinker Outing

Ja, bin auch ein Fan von Whisky und Malt im Besonderen.
Am liebsten mit Rauch und Torf oder die ganz andere Ecke aus Kentucky.

BG SamS
 
ich persönlich finde, ähnlich wie beim grillen, der Geschmack entscheidet. Wenn einer gern Jim Beam trinkt und das ihm schmeckt dann isses doch gut und wenn einer gern nen 20.000 € teuren single malt trinkt isses auch gut. Ich glaub jeder entscheidet selber ob der whisky gut ist oder nicht. Ich mein, Whisky oder allgemein Lebensmittel sind ja kein Auto wo ich sagen kann, ok hält 200.000 km ohne Reparatur, der is gut.

Btw, hab gestern den Connemara Peated in die Finger bekommen. Gar nich schlecht eigentlich und durchaus zu empfehlen.
 
Aber woran macht man das fest. Sicher nicht nur am Geschmack, oder?


:bbq4you_drinks:


.

Ich würde es am Geschmack und an der Originalität festmachen. Oder nenn´s Wiedererkennungswert. Ein gut trinkbarer, etwas malziger, sherrytöniger Speyside ist ganz nett. Gibt auch genug davon. Aber - fast - austauschbar. Aber es gibt da ja auch noch einen MacAllan (nicht den Fine Oak). Der ist genau wie vorher beschrieben. Aber einzigartig.

Für einen Springbank, MacAllan und diverse Inselwhiskys kann ich mich begeistern. Und auch mal tiefer in die Tasche greifen.

Nett aber beliebig kaufe ich auch. Allerdings nur wenn der Preis stimmt.

Und es gibt natürlich auch Abfüllungen die man einfach nicht trinken kann. Eine Zeitlang sind immer mal wieder unabhängige Tomatin Abfüllungen aufgetaucht. Grauselig. Oder seltsame Single-Malt unter Fantasienamen.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Glen Els

Moin.

Glen Els aus Zorge im Harz, ein genialer Singel Malt, dazu ein American Beef Nacken Steak auf 1,5 kg geschnitten und gemütlich "by the side" gegrillt, besser kann der Abend nicht laufen
 
Aber woran macht man das fest. Sicher nicht nur am Geschmack, oder?

Nein, nicht nur am Geschmack, sondern auch an der Präsentation und dem Hintergrund der Destillerie mache ich das fest.

Ein guter Whisky muss für mich mehrere Punkte erfüllen:

1. Klar, er muss mir schmecken.
2. Er ist nicht kühlgefiltert.
3. Er ist ungefärbt.
4. Bei Standards muss die Qualität gleichbleibend sein.
5. Der Preis muss stimmen. (Das heißt nicht, dass der Whisky billig sein muss)
6. Die Destillerie ist in Schottischer Hand und gehört keinem der Megakonzerne an.

Ein paar prominente Beispiele dazu habe ich auch ;)

Zum Beispiel Macallan: Da gibt es den Macallan Fine Oak 21 und den Macallan Fine Oak 25. Der 21er kostet knapp € 220, der 25er über € 400.
Beide Whiskys sind kühlgefiltert, wahrscheinlich gefärbt und werden mit 43% Alkohol abgefüllt. Hier kommen fast alle Negativpunkte zusammen. Das ist ein Prestigeprodukt, das kann schmecken wie es will, ich unterstütze das nicht.
Auch die "billigeren" Macallans sind mir immer noch zu teuer für das, was sie bieten. Bei Dalmore ist das übrigens ähnlich.

Oder Talisker: Ohne Zweifel macht Talisker einen tollen Whisky. Sie machen bei der Präsentation alles richtig, sie sind nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert und haben einen dem Preis angemessenen Alkoholgehalt. Aber die Qualität sinkt. Der Besitzer Diageo hat gemerkt, dass hier ein riesen Markt ist und produziert auf Teufel komm raus. Da ist es egal, wenn mal ein Fass, das einfließt nicht so gut ist. Merkt eh keiner ;)
Das bemängele ich bei Diageo übrigens auch an deren anderen Destillerien.

Drittes Negativbeispiel: Glen Garioch (gespr. Glen Gieri) Tja... Alle Whiskys von denen, die vor 1997 destiliert wurden kann man nehmen, die jüngeren nicht mehr. Warum? Suntory, ein japanischer Konzern, dem auch Bowmore gehört, hat die Destillerie 1994 gekauft. Dann haben sie drei Jahre die Produktion ausgesetzt und 1997 wieder angefangen. Sowas gibt es ja öfters, aber was Suntory gemacht hat, war die Destillerie komplett umzubauen und zu modernisieren. Dabei kamen sie auch auf die Idee nur noch ungetorften Whisky herzustellen. Hier läuft alles nur noch auf maximalen Profit hinaus. Glen Garioch war bekannt für seine getorften Whiskys und die sind auch recht gut. Nun aber kommt aus der Brennerei ein komplett anderer Whisky. Das einer Destillerie anzutun, die eine der ältesten in Schottland ist, finde ich nicht ok.

So, nun haut auf mich drauf :)
 
Auf Diageo bin ich auch nicht gut zu sprechen. Die denken nur an Gewinnmaximierung. Muss ich dir zustimmen. Das ist aber das Problem generell, es gibt ja immer weniger Destillen die in schottischer Hand sind!

@hocci1967
Es mag ja durchaus auch gute deutsche (oder andere Länder) Whiskys geben. Ein Slyrs aus Bayern schmeckt wirklich gut. Aber ich verbinde nun mal mit einem Single Malt mehr als nur den Geschmack. Und dazu gehört auch das der aus Schottland kommt. Sollen das Zeug lieber "Getreidebrand nach Whisky" Art nennen. Aber nicht Whisky (und dann noch Glen Els) :hammer:

nun schlagt mich
 
2. Er ist nicht kühlgefiltert.
3. Er ist ungefärbt.

Das sind Punkte, die doch auf die wenigsten Whiskys zutreffen, oder?
Ich glaube ich habe nicht einen ungefärbten Whisky bei mir im Regal stehen. Und ja, es wundert mich schon, das (recht teure) Whiskys überhaupt gefärbt werden.

Gibt es Übersichten, wo ich als Anfänger ersehen kann, auf welche Whiskys diese Punkte zutreffen?
 
Das sind Punkte, die doch auf die wenigsten Whiskys zutreffen, oder?
Ich glaube ich habe nicht einen ungefärbten Whisky bei mir im Regal stehen. Und ja, es wundert mich schon, das (recht teure) Whiskys überhaupt gefärbt werden.

Gibt es Übersichten, wo ich als Anfänger ersehen kann, auf welche Whiskys diese Punkte zutreffen?

Es gibt schon sehr viele Whiskys auf die das zutrifft. Ich habe aber noch keine Liste gesehen... Hier mal ein paar Destillerien, bei denen ich mir sicher bin, dass sie diese Voraussetzungen erfüllen (ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit):

Ardbeg
Arran
Balblair
Bladnoch
Benriach
Benromach
Bruichladdich
Bunnahabhain (Achtung, nur die neueren Abfüllungen mit 46,3 %)
GlenDronach
Kilchoman
Old Pulteney 17er und älter
Speyburn
Springbank

Edit: Nach dem Post unten Laphroaig und Talisker entfernt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt schon sehr viele Whiskys auf die das zutrifft. Ich habe aber noch keine Liste gesehen... Hier mal ein paar Destillerien, bei denen ich mir sicher bin, dass sie diese Voraussetzungen erfüllen (ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit):

Ardbeg
Arran
Balblair
Bladnoch
Benriach
Benromach
Bruichladdich
Bunnahabhain (Achtung, nur die neueren Abfüllungen mit 46,3 %)
GlenDronach
Kilchoman
Laphroaig
Old Pulteney 17er und älter
Speyburn
Springbank
Talisker

Obacht, Laphroaig färbt definitv. Die Standardabfüllung (10 Jahre) ist definitiv gefärbt und bei dem neuen 18-jährigen glaube ich mich auch an den Hinweis auf Zuckercouleur gesehen zu habe. Die Standardabfüllung Talisker ist auch gefärbt.
 
Talisker behauptet, sie färben nichts. Nun denn... Ich nehme die beiden aus der Liste.

Oops, lass mich mal lieber heute Abend nachschauen, bevor ich hier Gerüchte in die Welt setze. Bei mir auf dem Schrank sollten von Talisker irgendwo noch eine Standardabfüllung, ein 18-Jähriger und die Destiller's Edition stehen.

Vielleicht schaue ich mal den ganzen Vorrat auf diese beiden Kriterien (Färbung und Filterung) durch. Das könnte ganz interessant sein.
 
Oops, lass mich mal lieber heute Abend nachschauen, bevor ich hier Gerüchte in die Welt setze. Bei mir auf dem Schrank sollten von Talisker irgendwo noch eine Standardabfüllung, ein 18-Jähriger und die Destiller's Edition stehen.

Vielleicht schaue ich mal den ganzen Vorrat auf diese beiden Kriterien (Färbung und Filterung) durch. Das könnte ganz interessant sein.

Dann aber auch Vorsicht. Manche Abfüller schreiben auf die Flaschen "Gefärbt" auch wenn es nicht stimmt. Außerdem ist diese Angabe nur in wenigen Ländern Pflicht.
Und die Filterung braucht leider gar nicht erwähnt werden :(

Dein Ergebnis würde mich aber trotzdem interessieren.
 
Nur wenn Zuckercoleur drauf steht ist es echt gefärbt (denke ich). Denn Zutaten müssen angegeben sein wenn man den in D kauft. Hab das zumindest schon gelesen auf der Flasche.
 
Nur wenn Zuckercoleur drauf steht ist es echt gefärbt (denke ich). Denn Zutaten müssen angegeben sein wenn man den in D kauft. Hab das zumindest schon gelesen auf der Flasche.

Leider kann man danach nicht immer gehen. Es gibt Abfüller (Diageo mal wieder vorneweg), die Labeln alles mit Zuckercoleur, nur um sicher zu gehen. Egal ob mit oder ohne Farbstoff. Es gibt aber in Deutschland auch Importflaschen aus Ländern zu kaufen, die das nicht angeben müssen und dann steht auch nichts drauf, obwohl gefärbt.

Das einzige, was sicher ist, wenn draufsteht "Natural Color, not chilledfiltered", dann ist es so.
 
Leider kann man danach nicht immer gehen. Es gibt Abfüller (Diageo mal wieder vorneweg), die Labeln alles mit Zuckercoleur, nur um sicher zu gehen. Egal ob mit oder ohne Farbstoff. Es gibt aber in Deutschland auch Importflaschen aus Ländern zu kaufen, die das nicht angeben müssen und dann steht auch nichts drauf, obwohl gefärbt.

Das einzige, was sicher ist, wenn draufsteht "Natural Color, not chilledfiltered", dann ist es so.

Verdammt, ich hätte es mir denken können. Diese Gauner! Also nach Scottland fahren und selber abfüllen ;-)
 
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