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Sind Malt-Drinker hier?

Mir gefallen solche Diskussionen auch. Es ist in manchen whisky Foren aber oft so, daß Unsachlichkeiten und Animositäten stören. Ich freue mich hier einen tread vorzufinden, in dem es anders ist. Vielen Dank dafür!


Sehe ich genauso und habe aus den Beiträgen gelernt. Verstehe Gerhards
Argument, frei übersetzt wenn er von guter Qualität ist und mir schmeckt dann
ist das ok, verstehe aber auch Moxi, der er gern ursprünglich/natur pur mag.

Ich wandere da zwischen den Welten und experimentiere mit Whisky.
Dazu gehört es auch, einen Supernova mit einem Tropfen Ruby Port
anzureichern oder gebe einem Lagavulin etwas Sangiovese zu. Es ist
im Prinzip nichts anderes als ich es mit fester Nahrung mache - ständig
neue Geschmackserlebnisse erzeugen. Will allerdings auch nicht verschweigen,
dass dies gelegentlich nach hinten losgeht und der Ausguss angetrunken ist ;-)


Zum Wohl

:bbq4you_drinks:
 
Aber wie macht sich diese Kältefilterung bemerkbar?

Optisch ist eine Trübung durch Wasserzugabe zu erkennen.
Geschmacklich wird er "flacher", da duch die Kältefilterung feinste Schwebstoffe aus dem whisky entfernt werden, die sich ohne Filterung im Aroma bemerkbar machen.
Sprich: Man filtert Geschmacksstoffe heraus.
Da es aber im Amerika üblich ist mit Eis aus dem Tumbler zu trinken, wird durch das "Schmelzwasser" der whisky trüb. Das gefällt nicht jedem.
Es spricht sich aber ganz langsam herum, somit wird es immer öfter auch Unfiltrierte geben. Die großen Massenwaren allerdings nicht.
 
Fand das irgendwie lecker und habe mir dann diesen ...gekauft.

Hierbei handelt es sich aber um Blends. Schon Klar? Oder?
Man hat mir erzählt (also hörensagen) daß der famous grouse zu den meistgetrunkendsten whiskys in Schottland gehört.
Mir ist er zu "flach". Wenig Aromen, die schnell verschwinden. Also ganz kurz im Abgang. Dafür sehr preiswert, was dem typischen Schotten entgegen kommt :-D
Meiner Meinung nach für's Wirkungstrinken gedacht.

Was aber stimmt, daß Johny Walker das Moorhuhnspiel erfand um die "Konkurenz abzuschießen". Der Werbeerfolg ging aber nach hinten los.
 
Man hat mir erzählt (also hörensagen) daß der famous grouse zu den meistgetrunkendsten whiskys in Schottland gehört.

Mein Informant spricht davon, dass der "Black Bottle" der am meisten verbreitetste Whisky sei und sogar trinkbar sein soll.
 
Hallo,

glaube ich kaum daß der Black Bottle am weitesten verbreitet ist. Aber gut ist er. So eine Art Blend für Malt Trinker. Falls es sowas geben kann.

Viele Grüße,
Gerhard
 
@falkenstadl nein ist nicht klar. Sorry, wie gesagt kenne mich nicht aus. Was ist der Unterschied zwischen "blend u malt"? Hoffe das ist jetzt keine dumme frage.
 
@falkenstadl nein ist nicht klar. Sorry, wie gesagt kenne mich nicht aus. Was ist der Unterschied zwischen "blend u malt"? Hoffe das ist jetzt keine dumme frage.

Fangen wir mal oben an.

Single Cask: Whisky aus einem Fass einer bestimmten Destillerie, enthält auf den Etikett immer die Fass-Nummer und meist die Flaschennummer, da ja aus diesem Fass nur eine bestimmte Zahl von Flaschen herauskommt.
Wenn die getrunken sind, ist der Whisky aus.
Oft ist auch Destillations- und Abfüllungsdatum angegeben.

Single Malt: Whisky einer Destillerie, aber aus mehreren Fässern "verheiratet".
Die Brennerei versucht durch die Fassauswahl einen gleichbleibenden Hausstil herzustellen.
Das angegebene Alter ist das Alter des jüngsten Whiskys.

Blended Malt Whisky: nannte man früher auch oft Vatted. Mischung aus Malt Whiskys verschiedener Destillerien, relativ selten

Blended Whisky: Mischung aus Malt Whisky und anderen Getreidedestillaten, z.B. auf ungemältzter Gerste, Roggen, Weizen, Mais. Diese anderen Getreidedestillate werden in der Regel Grain genannt und werden statt in Brennblasen wie der Malt in einem kontinuierlichen Brennprozess hergestellt (Coffee Still). Eigentlich handelt es sich um einen industriell hergestellten Korn.
Damit werden Handelsmarken hergestellt.
Je höher der Anteil der Malt Whiskys und je älter diese sind, umso teurer ist der Blend.

Bekannte Blends sind: Johnny Walker, Teachers, Famous Grouse, Dimple, Chicas Regal, ...

BTW: Amerikanischer Whiskey (also z.B. Jim Beam oder Jack Daniels) ist nochmal etwas anderes...
 
Zuletzt bearbeitet:
Gehört aus meiner Sicht in die gut sortierte Bar. Hast Du den Powers Gold Label schon probiert?


:bbq4you_drinks:

Hab da noch einen kleinen Liter vom Gold Label stehen. Und ein 10 Jahre alten Black Bottle.

Habe grade Lust bekommen den Black Bottle auf zu machen.

Melde mich gleich wieder. Habe den schon ein paar Tage nicht mehr getrunken

Viele Grüße,
Gerhard
 
Jetzt bekomme ich auch Durst. Geh mir jetzt einen Laphroig cask strenght eingießen. Verdünnen mit Gletscherwasser, lecker!!!
 
So, den ersten Black Bottle 10 habe ich mir eingebaut. Das ist ein feines Zeug.

Im Malt-Teil sind alle 7 aktiven Islay Brennereien(inzwischen gibt es eine neue, 8. Brennerei). Der Grain Anteil macht ihn sehr mild.

Fazit: Ein Blend für Islay Fans. Und mehr geschmack als ein milder Malt.

Und zu meiner großen Freude festgestellt daß es eine Literflasche ist....

Viele Grüße,
Gerhard
 
Apropos 8. Islay Brennerei

Hat schonmal jemand den Kilchoman probiert? Lohnt sich das schon? Bin mir im Moment nicht sicher ob ich mir mal eine Flasche "auf Verdacht" zulegen soll. Für maximal 5 Jahre sind die Abfüllungen recht ambitioniert bepreist.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Wir hatten einen Kilchoman beim letzten Tasting. Ich mag ja Islay Whisky. Aber der war nicht mein Fall. Entweder war er noch zu jung oder ...... Ehrlich gesagt: ne glatte 4 (Schulnotensystem). Da kauf ich mir lieber einen Laphroig 10 Jahre. Der ist besser.
 
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