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Sind Malt-Drinker hier?

Jetzt hört doch mal auf. Andreas mag´s hart und dreckig. Da sind so alte Sachen nicht das richtige.

Viele Grüße,
Gerhard
 
AW: Sind Malt-Drinker hier?

Die da wären? ... :prost:

Nur Kleinigkeiten. In den sonst im Fernsehen laufenden Dokus sind oft richtig dicke Schnitzer (teilweise auch einfach falscher Übersetzung geschuldet) drin. Daher ist die hier handwerklich ganz gut gemacht, bringt aber relativ wenig Info über den wirklichen Brennprozess. Klingt alles nach guter schottischer Handwerkskunst, obwohl die Herstellung genauso industrialisiert und maschinisiert abläuft, wie überall sonst auch. Ist meines Erachtens daher mehr Werbefilmchen als Doku, aber sei's drum.

Beim "neben der Steuererklärung gucken" sind mir folgende Sachen aufgefallen:

Die Hefe wurde im Beitrag vergessen. Der/die/das Wort (dt. Würze? Naja, jedenfalls das zuckergeschwängerte Wasser nach Auslaugen des Grist) wird nicht durch zauberei zum Wash.

Ardbeg reift nicht min. 10 Jahre. Hab den "peaty path to maturity" hier stehen mit deutlich jüngeren Abfüllungen. Zudem kann mir keiner weismachen, dass in Abfüllungen ohne Altersangaben von einer Brennerei mit fast leeren Lagern alle Bestandteile über 10 Jahre alt sind. Dann würde dieser Sachverhalt allein schon aus marketingtechnischen Gründen auch auf dem Etikett stehen.
 
Der Laphroaigh 10 ist ein guter "Gebrauchs-Whisky". Der 18-Jährige, als Nachfolger für den 15-Jährigen, schmeckt mir deutlich besser. Da ist auch die Nussigkeit (Pistazie?) wieder da, die den 15-Jährigen ausmachte.

Der ist auf der nächsten Einkaufsliste (schockschwerenot, es gibt schon wieder eine) :sonne:

Probier doch mal den Laphroaig Cask Strength Batch 004, der könnte Dir auch schmecken...

TWS scheint diesen zur Zeit nicht vorrätig zu haben...

Jetzt hört doch mal auf. Andreas mag´s hart und dreckig. Da sind so alte Sachen nicht das richtige.

Nach dem Laphroaig 18 und dem Corryvreckan mit etwas Wasser wird dies wahrscheinlich beantwortet sein. Teilweise ess´ich ja auch Jalapenos pur, vielleicht brauchts da auch einfach was gröberes damit ich überhaupt was spüre :-D

Auf der neuen Einkaufsliste sthet neben dem L18 auch

- Bookers Kentucky Bourbon, um auch mal einen Bourbon probiert zu haben
- Bowmore Tempest, um einen Bowmore zu testen - der hier scheint der rauchigste zu sein
 
Also bei dem Ardbeg Corrywrecken war ich mir nicht mehr sicher ob das dann nicht zuviel ist. Der ist schon heftig.

Jedenfalls kann ich mich an kaum einen anderen Whisky erinnern bei dem der Geschmack so lange präsent blieb.

Einen gab es, aber da war das sehr negativ: Finlaggen. Keine Ahnung welches Alter. Angeblich steckte da ein Laphroig dahinter. War jedenfalls mit das ekelhafteste was ich bisher an Malt getrunken habe. Also der Finlaggen, nicht der Ardbeg.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Der Corry ist doch einer der geilsten Whiskies, die es gibt.
 
Der Corryvreckan wurde jetzt nochmal mit ein wenig Wasser getestet. Irgendwie hat sich das allerdings nicht "richtig" angefühlt, oder es war zuviel Wasser (war ca. 1/4).

Im Grunde weiß ich, daß er mir schmeckt. Ich glaube aber das ich für den hier wahrscheinlich noch ein wenig Zeit brauche.
 
Der Corryvreckan wurde jetzt nochmal mit ein wenig Wasser getestet. Irgendwie hat sich das allerdings nicht "richtig" angefühlt, oder es war zuviel Wasser (war ca. 1/4).

Ja, mit soviel Wasser geht das schöne Mundgefühl der stärker abgefüllten (und nicht gefilterten) Whiskys leider verloren.
Versuch mal eine tropfenweise Zugabe von Wasser (Pipette).

So machen wir das bei den Tastings immer.
Allerdings hat mir noch kein Whisky nach Wasserzugabe wirklich besser geschmeckt - anders ja - manchmal mehr Rauch oder mehr Süße aber nie besser.
 
...Zugabe von Wasser (Pipette)....

Mir schmeckt der Whisky nach Wasserzugabe nur, wenn es sich um reines Quellwasser handelt...

Wasserzugabe hat mir schon so manchen Whisky verbessert und so manchen verwässert. Da ist jeglicher Vergleich müsig, da subjektiv.
Aber: einen Tip zur Wasserdosierung. Wenn man in einem Lokal (Bar) einen Whisky verdünnen will, erübrigt sich die Frage nach einer Pipette. Sonst ist man der Brüller des Tages.
Meine Vorgehensweise: Zu einem Whisky trinke ich stets ein Glas Wasser (stilles Wasser, Leitungswasser) um zwischendurch meine Geschmacksnerven zu neutralisieren. Wenn dann eine Wasserzugabe ansteht, frage ich nach einem Kaffeelöffel. Damit kann man mit etwas Übung eine Dosierung sehr gut hinbekommen.
 
Welcher ist zu empfehlen

Hallo,

ich habe naechste Woche die Moeglichkeit in Paraguay guenstig folgende Whiskeys zu kaufen:

AnCnoc 12 Jahre
Dalmore 12 Jahre
Glenmorangie 10 Jahre
Macallan 10 Jahre
Old Pulteneye 12 Jahre

ich weiss das ist alles Geschmackssache, aber vll ist ja einer davon eine
Kaufempfehlung und diesen sollte man vll auf alle Faelle haben.

Vielen Dank schon mal im voraus....

LG

Christian
 
...Habe Volvic dafür genutzt...

Vor längerer Zeit habe ich (mit Unterstützung von GöGa) eine Blindverkostung mit Wasserzugabe durchgeführt. Einen meiner Lieblingswhiskies in abgemessener Menge mit verschiedenen Wassern verdünnt. Ebenfalls in gleich abgemessener Menge. Es waren alles stille Wasser. Vom Edlen bis zur Supermarktmarke und Leitungswasser.
Eindeutiges Ergebnis meines Geschmacks, das Leitungswasser. Das ist natürlich auch nicht weiter verwunderlich,wenn man recherchiert, daß unser Leitungswasser zu den Besten gehört.
Übrigens unterliegt Leitungswasser in Deutschland stärkeren Kontrollen als Mineralwasser aus Flaschen.

PS: Die Idee mit dem Strohtrinkhalm ist auch gut.
 
AW: Sind Malt-Drinker hier?

Vor längerer Zeit habe ich (mit Unterstützung von GöGa) eine Blindverkostung mit Wasserzugabe durchgeführt. Einen meiner Lieblingswhiskies in abgemessener Menge mit verschiedenen Wassern verdünnt. Ebenfalls in gleich abgemessener Menge. Es waren alles stille Wasser. Vom Edlen bis zur Supermarktmarke und Leitungswasser.
Eindeutiges Ergebnis meines Geschmacks, das Leitungswasser. Das ist natürlich auch nicht weiter verwunderlich,wenn man recherchiert, daß unser Leitungswasser zu den Besten gehört.
Übrigens unterliegt Leitungswasser in Deutschland stärkeren Kontrollen als Mineralwasser aus Flaschen.

PS: Die Idee mit dem Strohtrinkhalm ist auch gut.

Leitungswasser ist aber nicht überall in Deutschland gleich.

Unser Wasser Hier in Köln ist zb. knüppelhart. Da ist ein französisches stilles Wasser die bessere Alternative.

Wichtig ist halt, ein möglichst mineralienarmes Wasser zu nehmen.
Ob das nun aus Schottland, Frankreich oder der deutschen Leitung kommt, ist relativ egal.
Destilliertes Wasser geht übrigens auch ;)
 
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Heute schmeckt dann alles nach Ardbeg
 

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Der Corryvreckan wurde jetzt nochmal mit ein wenig Wasser getestet. Irgendwie hat sich das allerdings nicht "richtig" angefühlt, oder es war zuviel Wasser (war ca. 1/4).

So, es wird Zeit, zu Kreuze zu kriechen und zu gestehen. Teil o.g. Probe war nicht der Corryvreckan, sondern tatsächlich der Ardbeg Ten. Irgendwie habe ich wohl die Flaschen verwechselt und den Ten erfolgreich mit 1/4 Wasser verdünnt. Das es dann nach "ein wenig zuviel Wasser" geschmeckt hat überrascht dann wohl nicht. Gemerkt habe ich es auch nur, weil die Ten-Flasche direkt vorne im Schrank stand...der C. war ganz hinten, also konnte dieser nicht Teil der Probe gewesen sein.

Probe nachgeholt, also Corryvreckan und 1/4 Wasser, und es hat gepasst. Wundervolles Aroma, voller, reifer und kräftiger Geschmack, und dies vom Anfang bis durch den langen Abgang hindurch...einfach großartig. :sonne:

Im übrigen finde ich die Ideen mit Strohhalm und Kaffeelöffel zur Wasserbeigabe richtig gut. Spricht eigentlich etwas dagegen, zuerst das Wasser ins Glas zu tun und dann den Whisky?
 
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