Kurzes Feedback zu meinem Online Tasting von gestern mit dem Thema "New-Bottling-Tasting (Best Dram, Signatory Vintage, Scotch Universe)" mit Michel Reick als Gast, der Mann hinter den Abfüllungen von Best Dram und Scotch Universe, jetzt Whisky-Ambassador bei Kirsch Import. Moderiert von Peter Reichard, Genussverstärker/ Offenbach. Ein unglaublich sympathisches Team.
Dies ist kein Review, ich schildere nur kurz meine Eindrücke und fühle mich da auch noch als Anfänger. Nach 4 bis 5 Samples (alle Fassstärke) war mir eh alles schnurz und ich bekam auch nicht mehr alles mit.
Das Tasting selbst war fast Nebensache. Michel hat gut zweieinhalb Stunden über seine Tätigkeit (seine Reisen, sein Beruf, seine Reviews, wie das mit der Fässerauswahl geht, seine Whiskies, was er so auf dem Programm hat, usw.) erzählt. Auch sehr viele Anekdoten und sehr viel Platz für Fragen. Nach dem "Warmwerden" war es, wie mit Freunden zusammenzusitzen.
Mit Wasser verdünnt haben die Moderatoren keinen der Fassstärken, das macht alles der Speichel im Mund
Hier die Proben.
Hier leer, aber in Reihenfolge der Verkostung.
Der Mortlach hat mich schwer beeindruckt, sehr lecker. Insbesondere, da ich mal eine teure OA-Abfüllung hatte, die mich enttäuscht hatte.
Der Port Dundas aus dem Banyuls-Fass war super. Erst danach hat Michel erklärt, dass der Port Dundas ein Grain und kein Malt ist.
Der Monoceros, Benriach und Inchgower waren alle im Sherryfass gefinisht (PX, Amontillado, Oloroso). Den meisten haben diese sehr gut geschmeckt, ich musste feststellen, dass ich generell die Sherry-Whiskies nicht besonders mochte (evtl. eine Tagesformsache oder die Reihenfolge der Verkostung!?). Einen (ich glaube den Monoceros aus dem PX) fand ich sogar zu süß. Aber es war hochinteressant, die verschiedenen Sherry-Sorten aus den Whiskies herauszuschmecken und die Unterschiede zu beschreiben.
Der Staoisha war sehr außergewöhnlich. Er war stark rauchig und in einem jamaikanischen Rumfass gefinisht. Die meisten anderen Rum Finishs sind aus anderen oder südamerikanischen Rumfässern. Die jamaikanischen sind ja etwas besonderes wegen des hohen Esther-Anteils im Rum, das hat man auch deutlich rausgeschmeckt. Viele fanden ihn spektakulär, ich persönlich brauche ihn nicht unbedingt.
Die Whiskies kosten so zwischen 60 und 70€.
Heute Mittag dann in Offenbach von der Arbeit zum Laden gelaufen, mit Peter noch ein Schwätzchen gehalten und mir die beiden ersten mitgenommen. Bin froh, diese jetzt zuhause zu haben. Auf das nächste Tasting freue ich mich auch schon!
Hier nochmal mein Set Up während des Tastings. Cheers!