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Spitzer Schlabberkappes mit Einlage aus'n DOpf

Sp@rrow

☠️Pirat!☠️
5+ Jahre im GSV
Foto des Monats
★ GSV-Award ★
Nachdem ich heute Morgen irgendwie über diesen Thread von @wursthansel gestolpert bin und dadurch dermaßen angefixt wurde, bekam ich spontanen Heißhunger auf Schlabberkappes. Passt ja auch perfekt bei der Kälte.

Also kurzerhand in der Mittagspause schnell Kohl und Hack (den Rest hatte ich im Haus) eingeholt und den DOpf angeschmissen. Das ist eine schnelle Nummer, der man nicht viel Aufmerksamkeit widmen muss. Nur am Anfang muss man dabei stehen. Nach knapp um die 60 Minuten ist der Spuk schon vorbei, wobei man eigentlich nur knappe 30 Minuten aktiv ist. :)

Zutaten
  • 1 Spitzkohl
  • 500g gemischtes Hack
  • 6 Kartoffeln
  • 4 Mettenden
  • 200g Bauchspeck
  • 200ml Kochsahne
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 TL Cumin
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung
  • Zuerst dem DOpf Zunder machen (für den FT 9 habe ich wieder mal 24 Briketts angemacht, davon nehme ich dann am Anfang 15 Stück zum Anbraten).
  • Jetzt wird auf die Schnelle geschnippelt. Nachdem der Strunk entfernt wurde, wird der Spitzkohl in ca. 5cm große Streifen geschnitten.
  • Kartoffeln werden geschält und halbiert, bzw. geviertelt, Würstchen in Scheiben geschnitten, Speck gewürfelt, Schwarte aufgehoben.
  • Nun sollten die Kohlen durch sein, waren sie bei mir auch. Das dauert bei der Menge im großen Anzündkamin so ca. 15-20 Minuten.
  • Angebraten wird zunächst der Speck, die Schwarte wird ausgelassen, dann entfernt, danach die Würstchen anbraten. Speck und Würstchen werden herausgenommen.
  • Dann kommt das Hack mit etwas Butterschmalz rein und wird ebenfalls angebraten.
  • Hinzu gesellen sich die Zwiebeln und das Cumin. Nun immer schön anbraten lassen und ab und zu umrühren.
  • Wenn das Hack Farbe bekommen hat, kommt die Hälfte vom Spitzkohl rein und der Deckel für 2 Minuten drauf.
  • Dann ist der Kohl schon etwas zusammengefallen und der restliche Kohl kommt hinzu, ordentlich umrühren, damit die Hitze vom anderen Kohl und das Hack den Vorgang etwas beschleunigt.
  • Wieder den Deckel zu, dieses Mal ca. 4 Minuten.
  • Danach ist der Kohl schon gut zusammengefallen. Jetzt kann mit der Brühe abgelöscht werden.
  • Auch die Würstchen und der Speck kommen wieder mit rein und es wird einmal ordentlich umgerührt.
  • Deckel drauf und mal 10 Minuten so laufen lassen.
  • Zuletzt kommen die Kartoffeln hinzu, nur mit der Sahne warten wir noch etwas. Die Kartoffeln kommen nach unten in die Brühe, werden abgedeckt mit dem, was so im DOpf ist.
  • Nun wird das mit 15 Kohlen auf dem Deckel und 9 Kohlen unten 20 Minuten in Ruhe gelassen. Dann mal schauen, ob die Kartoffeln durch sind, wenn nicht so lange laufen lassen, wie die Kartoffeln brauchen.
  • Zuletzt kommt die Sahne rein und es wird nochmal für 5 Minuten aufgekocht. Abschmecken mit Salz und Pfeffer, das war's schon.
Eine schnelle und leckere Nummer, die schmeckt wie früher bei Muddern. Wenn ihr es nicht kennt:

IHR.MÜSST.DAS.AUSPROBIEREN!

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Sieht das lecker aus :wiegeil: :::Sabber:!:
 
Auch eine schöne variante. Gefällt mir wenn ich dich inspirieren konnte.
Danke fürs zeigen.
Ja, hast das auf jeden Fall aus dem Hinterkopf erweckt. Nachdem Muddern nicht mehr ist, sind viele ihrer Gerichte, die ich als Kind (auch als Erwachsener ;) ) so gerne gegessen habe, in Vergessenheit geraten, obwohl ich sie immer gerne vorgetischt bekommen habe.

Schmeckt halt meistens nicht so wie bei Muddern. Aber einige Rezepte habe ich mir vor vielen Jahren notiert und später auch kopiert und das meistens mit Erfolg. Dieses hier ist definitiv eines davon. Bestimmt fünf, wenn nicht mehr Jahre nicht mehr gegessen, doch nach dem ersten Löffelchen davon...

Das ist wie "nach Hause kommen"!

Definitiv!

Sieht das lecker aus :wiegeil: :::Sabber:!:
Glaub mir, das ist es auch. Das ist so ein richtiges Wohlfühlfutter.

Kaltes und nasses Wetter, die Klamotten sind klamm nach der Hunderunde. Man kommt rein, schmeißt die Klamotten in die Ecke, zieht die kurze Joggingbuchse und nen Pulli an, schmeißt den Kamin an und dann... rein damit und glücklich sein.

Wenn ich mal ein Dutch Oven Kochbuch schreiben sollte (was ich nicht glaube :D ... aber wenn doch... ), dann ist Schlabberkappes in jedem Fall ganz oben auf der Liste. Eines, wenn nicht das geilste Wintergericht. Sieht nach nichts aus, riecht jetzt auch nicht soooo aufregend, aber nach jedem Löffelchen ein fettes Grinsen im Gesicht. :)

Keine Ahnung, warum ich vor einiger Zeit Schichtkohl, Kohlrouladen, usw. gemacht habe, aber daran bisher nicht gedacht habe.

Der @wursthansel der hat was ähnliches vorgemacht und ich habe erstmal überlegt, wie das bei uns früher immer hieß... Dann! Klar! Schlabberkappes! Und mit Spitzkohl Spitzkappes! Und das Rezept hatte ich mir auch notiert, da war ich mir sicher, also mal in die PDF-Sammlung geschaut. YES! Da war es.

Sorry! Man merkt mir die Begeisterung gerade überhaupt nicht an, oder? ;)

Das Beste ist aber, ich hab's ja im FT9 gemacht. Das heißt, das gibt es morgen und übermorgen auch noch und mit ganz viel Glück wird sogar noch etwas davon eingefroren für schlechte Zeiten. Mit Letzterem rechne ich aber eher nicht. Frauchen hat vorhin reingepiekst und probiert, bekam ebenfalls große Augen und meinte, dass sie sich davon etwas mit auf die Arbeit nehmen will. :D
 
Mit was für Ner Wurst aus dem fränkischen kann man mettenden vergleichen, so vom Geschmack her. Bei uns gibt's sowas ja nicht, oder heißt anders.
 
@Frankenbu Mettenden sind geräucherte dicke Mettwürstchen. So wie Pfefferbeißer, aber ohne viel Pfeffer ( o_O ) und dicker.

Ich meine, bei euch heißen die Knacker. Das sind Rohwürste, also grobgewolfte, geräucherte, dicke, luftgetrocknete Mettwürstchen.
 
Mettwurst ist bei uns ja auch anders denn bei uns ist ne Mettwurst das was ihr unter Teewurst versteht 😉. Aber vom Aussehen her hab ich mir das schon gedacht, Knacker ist bei uns das was bei euch ne dicke Bockwurst ist :v:.....
 
Wie immer ein informativer und ausführlicher Fred mit schönem Essen! :anstoޥn: Merci! :cook:
 
OK ne grobe Mettwurst also. Vielen Dank für die Aufklärung und noch größeren Dank für die Rezeptidee. Werde ich nachbauen.
 
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