Gegrillt!
Hellau
Sodele, am Samstagabend wurden drei 5cm und ein 8cm-Porthousesteaks vom Allgäuer Weiderind gegrillt.
Und ich machs kurz - es war der Hammer.
Da es mir wichtig ist, dass erstens meine Grillfreunde beim Grillen & Branding live dabei sind und auch alle gleichzeitig das Steak auf dem Teller, bzw. Holzbrett haben, habe ich mich für die Vorgarmethode (Rückwärtzgrillen) entschieden. Wobei ich das Fleisch nicht bis kurz vor KT im Ofen vorgaren wollte, sondern auf ca. 15° darunter. Dies aus dem Grunde, dass ich nach dem Grillen dem Fleisch im Ofen nochmals mit etwas Wärme den letzten Kick geben konnte. Dank Jehovamäntelchen sollten die Steaks auch Zeit zum Entspannen haben. Hat dann auch so funktioniert.
Kurze Beschreibung, wie's gemacht wurde:
- Freitagabend 18Uhr: Steaks mit Gewürzmischung und Erdnussöl leicht marinieren, vakuumieren und wieder zurück in den Kühlschrank
- Freitagnacht 24Uhr: das grosse Stück kommt aus dem Kühlschrank und wird bis Samstagmorgen im Keller vortemperiert
- Samstagmorgen: nun die drei 5cm-Stücke aus dem Kühli und nach 3 Stunden Kellertemperatur zusammen mit dem Grossen in die Küche
- 13Uhr: das grosse 1.4kg schwere und 8cm dicke Porterhouse (aktuelle KT 16°) kommt bei schwachen 50-60° in den Ofen
- 15Uhr: nun gesellen sich die anderen drei mit ca. 1.1kg "leichteren" und 5cm dicken PH's zum obigen Schmuckstück in die Wärmekammer
- 20Uhr: aktuelle KT: 8cm = 42° und 5cm = 39° - nun aber raus aus dem Ofen
- und ab gehts auf den Grill: ca. 3-4 Minuten auf jeder Seite auf dem Gussgrillrost anbraten und danach in Jehova wieder zurück in den Ofen bei ca. 100-110°
- nach ca. 15Minuten: jedes Steak mit etwas Koscher Salz bestreuen und bis zum Finale in Jehova belassen, wobei die Oberseite geöffnet bleibt
- nach total 30 Minuten im Ofen: KT (9cm) von 56° und KT (5cm) von 57° werden die wunderbar duftenden Steaks auf Holzbretterl serviert
Schaut euch die Anschnitte an! Was man nicht so gut sieht ist, dass das Fleisch erstens wunderbar saftig und zweitens traumhaft zart war.
Das Fleisch hielt den Saft wie einen Schwamm das Wasser. Wenn man mit dem Messer flach auf ein abschnittenes Stück drückte, dann sprudelte der Fleischsaft links und rechts vom Messer nur so hervor. Die 5cm-Steaks haben auf dem Holzbrett so gut wie nichts an Saft verloren, ausser das 8cm-Stück ein ganz wenig. Ich denke, das kommt den 6 Wochen Reifezeit zugute.
Was mich nebst dem tollen Fleischgenuss am meisten überraschte und v.a. freute war, dass ich trotz der unterschiedlichen Fleischdicke die KT's am Ende auf ein Grad genau hingekommen habe. Dürfte auch viel Glück dabei gewesen sein. Egal, toll, dass wir alle zusammen gleichzeitig das feine Fleisch bei einer guten Flasch Wein geniessen konnten. So ganz nebenbei: der Knochen vom 8cm Steak hatte ein Gewicht von 270g, der Rest war puren Fleischgenuss.
In Zukunft werden aber wieder alle Steaks die gleich Dicke (eher gegen 4cm) haben. Macht das Vorbereiten und Grillen einfach stressfreier...
Möchte mich auch bei euch für eure Tipps und Hinweise bedanken. Dieser Background war bei den Vorbereitungen und Grillen und gute Hilfe.
Grüsse
Robert