Lieber Doc,
selbermischen regelt
Ich hab für meine Sri-Lanka-Woche drei Sorten Currypulver angemischt. Die haben mit den indischen Currypulvermischungen nicht so viel gemein, sind aber so grandios, dass ich ständig am Gläschen schnüffeln könnte. Hier mal exemplarisch die Mischung für Fleischgerichte (hab ich auch schon auf Schweinebauch gestreut und gegrillt - gigantisch!) - einfach ein Auszug aus meinem Blogbeitrag.
Currypulver für Fleischgerichte
Das Currypulver für Fleischgerichte ist eine sehr scharfe Mischung. Eher unüblich für Currypulver ist zum einen die Tatsache, dass nur eine Prise Kurkuma enthalten ist – das Currypulver ist also kaum gelb. Zum anderen enthält es einige feuchte Bestandteile, nämlich Pandanblatt und Zitronengras. Durch das Anrösten wird ein Teil der Feuchtigkeit entzogen, so dass man die Zutaten dann gut pulverisieren und mischen kann. Auffällig ist auch der hohe Anteil an Koriander, ein Gewürz, das ich sehr gern mag.
Folgende Zutaten sind in dem Currypulver enthalten:
- 20 getrocknete große Chilischoten
- 25g Koriander
- 1 TL Fenchelsamen
- 1,5 TL Bockshornkleesamen
- 1 Gewürznelke
- 1 grüne Kardamomkapsel
- 1 Stück Zimtstange
- 1 Stück Pandanblatt, 3cm
- 1 Stück Zitronengras, 3cm
- 1/2 TL schwarze Senfsamen
- 1 Prise Kurkuma
Wie schon erwähnt habe ich die Gewürze angeröstet und zwar in einer trockenen Eisenpfanne. Dabei habe ich immer mal das durch das Auftauen recht feuchte Pandanblatt an den Pfannenboden gedrückt. Man sollte das regelmäßige Rühren aber nicht vergessen, damit die Gewürze gleichmäßig rösten. Sie beginnen nach kurzer Zeit sehr aromatisch zu duften.
Wenn sie fertig geröstet sind, kann man sie kurz abkühlen lassen und dann im Mörser grob zerstoßen, danach in einer Gewürzmühle fein mahlen.
Wenn sie gemahlen sind, kommt noch das Kurkumapulver dazu und wird gründlich untergemischt.
Das Currypulver duftet sehr aromatisch, es ist sehr sehr scharf. Mit einem Currypulver aus dem Supermarkt hat es nichts zu tun.