Suya-Spice - (Nigeria/Westafrika)
Hallo, nach dem Rezept für "Kuli-Kuli" hier ein Rezept für "Suya-Spice", eine Gewürzmischung die in mehreren westafrikanischen Ländern (u.a. Nigeria, Niger, Ghana, aber auch in Kamerun) verwendet wird. Dabei scheint Suya-Spice ähnlich wie "Curry" oder "Ras-El-Hanout" kein genau festgelegtes Rezept zu sein, sondern zu variieren.
Ich verwende das Rezept von Flo Madubike (http://www.allnigerianrecipes.com/howto/suya-spice.html), welches wohl aus Nigeria stammt.
Zutaten
110 gr. Kuli-Kuli
75 gr. Ingwerpulver
6 gr. Chiliflocken (Cayenne)
10 Stück "Senegalpfeffer" (Xylopia-aethiopica oder Mohrenpfeffer - der heißt WIRKLICH so ...)
4 gr. Brühwürfel
1/2 TL Salz
Meine Bilder zeigen die Zutaten für das halbe Rezept!
Das Kuli-Kuli sollte wirklich durch und durch Knochentrocken sein - also beim Zubereiten eher weniger als mehr Wasser verwenden und lieber dünner als zu dick ausrollen. Zur Not kann man es zum nachtrocknen in kleine Stücke brechen und in den auskühlenden Backofen legen, wenn man mal etwas gebacken hat. Meins ist dieses mal leider, wie man sieht, noch etwas feucht/fett - man KANN es trotzdem verwenden, wenn es nicht ZU feucht ist, sollte das Endprodukt dann aber schnell verwenden.
Ich verwende für die Chiliflocken normale, getrocknete Cayenne, die ich aufbreche um die Kerne zu entfernen - die Kerne kann man in anderen Rezepten noch gebrauchen:
Der Senegalpfeffer ist unverzichtbar und kann NICHT ersetzt werden - dieser Pfeffer sorgt lt. Flo für das typische Suya-Aroma - es lohnt sich!
In weiten Teilen (West)Afrikas sind Maggieprodukte (leider) ein elementarer Bestandteil der "traditionellen" Hausmannskost geworden - ich verwende trotzdem keine - hier substituiere ich mit 4 gr. Bio-Gemüsebrühpulver.
Zubereitung
Kuli-Kuli in kleine Stücke brechen und in der Gewürzmühle mahlen:
Senegalpfeffer ggf. in mehrere kleine Stücke brechen.
Alle Zutaten gut vermengen und dann in mehreren Portionen in der Gewürzmühle fein mahlen:
Danach das fertige Suya-Spice einmal durch das Küchensieb geben, um die faserigen Bestandteile des Senegalpfeffer herauszuholen:
Wie üblich in einer Luftdichte Tüte oder Dose lagern.
Verwendung
Suya-Spice eignet sich meiner Meinung nach nur bedingt als trockenes Rub für direkte, hohe Hitze, da das Ingwerpulver sehr schnell sehr bitter wird.
In einigen Rezepten werden Fleischspiesse geölt und dann in Suya gewendet, bis das Fleisch komplett bedeckt wird - dann werden die Spiesse bei moderater Hitze 20-30 Minuten "gegrillt" oder "gebacken".
in anderen Rezepten wie z.B. "Kilishi" (Beef Jerky) wird Suya-Spice mit Cyaenne Pfeffer in ein wässriges Extrakt aus Ingwer, Knoblauch, Nelken, Brühwürfel/Pulver gegeben, verrührt und als Mop während des Trockenvorgangs auf das Fleisch gepinselt.
Mit Erdnussöl vermengt kann man es sicher als Marinade verwenden, aber auch da würde ich nicht zu heiß grillen.
