Wenn ich das so lese, dann fällt mir eine interessante Siutation aus meinem Leben ein.

Hmmm, naja, eher aus dem Leben meiner Frau.
Ich hoffe es langweilt nicht, aber ich fange mal an zu erzählen....
Es trug sich vor gut sechs Jahren zu, da war ich gerade in Düsseldorf am Flughafen. Der Freitag im August
war heiß und ich wollte nach Hause. Kurz vor dem Checkin rief mich meine Frau an. Sie war ganz schön
durcheinander, was nicht schlimm war - es sollte ja noch intensivieren.
"Du, ich habe gerade eine Schlange bei uns in der Hofeinfahrt gesehen. Ist die giftig?"
"Keine Ahnung, bin ja kein Schlangologe! Das ist bestimmt eine Bildschleiche oder eine Ringelnatter.
Guck doch nochmal, oder besser, mach' mal ein Foto für mich!"
Hier ist das Biest:
"Hoffentlich ist das keine Giftschlange, die von gegenüber ausgebüchst ist?"
Anmerkung: Wir haben einen Tierarzt direkt gegenüber - also nicht unrealistisch!
"Und wenn die Schlange zu mir ins Haus kommt?"
"Was soll die Schlange bei Dir im Haus??? Wenn sie Dich sieht, schwanger im achten Monat, ein Bauch, der einen Schatten
wie ein Zeppelin wirft, dann wird ihr kalt und sie geht wieder raus in die Sonne!", flaxte ich.
"Ha...ha...ha!"
"Mach Dir keine Sorgen, was soll die schon bei uns im Haus finden? Da gibt's nix für Schlangen zu essen."
Die Schlange machte sich aus dem Staub, wie ich dann beim Boarding noch erfahren habe.
Meine Frau lag dann so auf der Couch und las irgendein Buch oder Magazin. In diesem Moment hörte sie von der Terrassentür
kommend ein Geräusch: platsch, platsch, platsch
Das ist ja nicht alltäglich geschweige denn normal, dass es im Haus rumplatscht! Also schaute sie nach und erspähte zuerst
einen kleinen Frosch:
Der Frosch mag eklig gewesen sein, aber viel problematischer war, dass die Schlange Hunger hatte und dem armen Kermit folgte! :sk_shock::sk_shock::sk_shock:
Spätestens jetzt war Polen offen!
Meine Frau hechtete zum Telefon, verbarg sich hinter der Glastür zum Treppenhaus und rief die Polente an.
Ich war zu diesem Zeitpunkt vermutlich 30.000 ft über Frankfurt am Main...
Wenige Minuten später klingelte es und unser Maler stand in der Tür als meine Frau öffnete. Er fragte gleich, was los sei und warum
sie so aufgelöst sei? Sie erklärte die Sache mit dem Frosch und der Schlange. Der Maler, ein gestander Mann mit 60 Jahren, ging
in die Küche, nahm
MEINE Grillzange und suchte die Schlange. Diese verschwand schwuppdiwupp in der Ritze unter der Spülmaschine
und entzog sich so dem Zugriff. Also brauchte er einen Schaubendreher, um die Frontblende unter den Küchenschränken zu entfernen.
Diesen suchte meine Frau dann im Keller, während inzwischen Freund und Helfer eintrafen. Sie entfernten gemeinsam das Brett und
dann lagen zwei Polizisten und ein Maler auf dem Bauch vor der Spülmaschine. Der Maler griff zu und schnappte sich die Schlange:
"Och, ist ja nur eine Ringelnatter."
Meine Frau hatte dann noch einen verschließbaren Eimer zu organisieren. Dort kam die Schlange rein und alle machten sich wieder auf
den Weg. Der Maler, der nur etwas abzuholen hatte, als erstes. Die Polizisten mit dem Eimer in die Isarau, um das Tier dort frei
zu lassen.
Abschließend fragte noch meine Frau noch schnell nach, was mit dem Frosch sei. Der gehöre doch auch nicht ins Haus!
O-Ton des Polizisten: "Für Frösche sind wir nicht zuständig!"


Todesmutig schaffte es meine Frau mit allerhand Küchengerätschaften, den kleinen Frosch auf die Terrasse zu manövrieren.... :sk_hurra:
Und was lernen wir daraus?
Immer eine Grillzange zur Hand zu haben, führt zum häuslichen Frieden... :sk_doppellol: