So, nun geht es endlich weiter, entschuldigt die Verzögerung bitte.
Ja, wir sind aufgewacht und das komischerweise auch dieses Mal ohne Kater

Das Ziel des heutigen Ausfluges inklusive einer Übernachtung ist die Ha Long Bay, welche wohl so gut wie jeder kennt, wenn er mal in Vietnam war.
Kurioserweise waren wir drei die Einzigen, die die Tour gebucht hatten und so hatten wir doch tatsächlich nen privaten Guide und einen eigenen Bus für uns
Als erstes ging es mit dem Bus von Hanoi an die Küste:
von der Küste aus, fuhren wir dann mit der Fähre nach Cat Ba:
hier sind wir schon auf der Fähre:
auf Cat Ba Island hatten wir dann wieder ein Gefährt für uns alleine, welch Dekadenz
Die Natur auf Cat Ba Island war schon sehr schön, muss man ganz klar sagen:
Hier warteten wir dann am Hafen von Cat Ba auf das Boot, welches uns durch die Ha Long Bay bringen würde.
Was man hier rechts sieht, ist ein Tintenfischanglerschiff. Die ganzen Glühbirnen werden nachts angeschalten und das soll angeblich die Tintenfische anlocken:
Welcome on board. Normalerweise sind hier sicherlich 20-30 Leute zugange, heute waren es drei Gäste plus ein Guide:
und dann ging es auch schon los. Hier kommen jetzt einige Bilder vom Wasser, Felsen etc. Leider kann keines der Bilder die wirkliche Schönheit und Stimmung einfangen,
aber ich kann euch sagen, dass es auf jeden Fall ein wunderschönes Erlebnis war:
So.viel.Essen.für.drei.Leute :O Obwohl wir gegessen haben wie die Scheunendrescher, blieb sehr viel Essen übrig.
War viel zu viel, aber die haben sicherlich auch nicht nur mit drei Leuten gerechnet....Gut geschmeckt hat es, abgesehen von den vorgestern frittierten Pommes
Die Felsformationen hier waren schon ziemlich eindrücklich:
Es kamen immer wieder Boote und wir wurden jedes Mal bejubelt wie Rockstars. Wieso?....
.....deswegen

Weil es gewirkt haben muss, als hätten wir unser eigenes kleines Boot für drei Leute , weil wir wie die drei Könige oben auf dem Deck standen und Bier tranken

Ungefähr nach der Hälfte der Zeit hielt das Schiff an einer seichten Stelle und man konnte ein wenig planschen.
Nach wenigen Minuten verging mir jedoch der Spaß am Planschen, da ich doch tatsächlich gegen eine Qualle geschwommen bin....
Das fühlte sich an, als hätte jemand einem ein Messer in den Bizeps gerammt:
Hatte Glück im Unglück, dass es wohl keine allzu giftige Qualle war. Nach ein paar Stunden ließ der Schmerz schon nach.
Nachdem die Fahrt durch die Ha Long Bay rum war, ging es per Boot auf die Insel, auf welcher wir ja noch übernachten wollten.
Die Insel war eine Privatinsel, welche dem Chef des Reiseunternehmens gehörte, bei dem wir die Tour buchten.
Und wer jetzt denkt, wir hätten dann auch die ganze Insel für uns gehabt, der liegt fast richtig

Es waren, wie es der Zufall so will, noch zwei weitere deutsche Gäste (die aber auch unabhängig voneinander) auf der Insel.
Hier sind wir schon auf der kleinen Insel. Im Hintergrund ist schemenhaft Cat Ba zu sehen.
Das Gebilde am Strand ist ein Überbleibsel vom Halong Day Festival, welches wohl ziemlich exzessiv gefeiert wurde:
Blick auf den Strand:
Hier das eigenwillige aber durchaus schöne Haus auf der Insel, welches Dreh- und Angelpunkt der Insel ist.
Fast schon schade, dass wir hier lediglich zu fünft waren:
Das war der Blick vom Balkon:
Hier der Weg zur Unterkunft:
Die Rückseite hielt nicht, was die Vorderseite des Partygebäudes versprach
Am Abend gab es dann noch für uns fünf (sechs, wenn man unsere junge Guide dazu zählt) ein Lagerfeuer am Strand. Passend dazu war auch noch fast Vollmond.
Das war schon sehr sehr sehr idyllisch und Klasse, muss man ganz klar sagen. Der Abend war wunderschön:
Berühmt war die Insel auch für ihren Sonnenaufgang, also sind wir Volldeppen alle schön viel zu früh aufgestanden, nur um dann enttäuscht zu werden, weil es zu bewölkt war um was zu sehen
Aber so begann der Morgen auch schön, nachdem wir uns nochmal für eine Stunde in die Betten gelegt hatten, wenn schon der Sonnenaufgang nicht zu sehen war:
Hier nochmal die Vorderseite. Deswegen sagte ich vorher, die Rückseite hält nicht, was die Vorderseite verspricht
Und so schnell wir auf die Insel kamen, so schnell verließen wir sie auch wieder.
Der kurzen Zeitdauer auf der Insel war geschuldet, dass wir nicht viel von der Insel gesehen hatten, außer halt das Partyhaus und unser Schlafhaus.
Der eine Deutsche, welchen wir auf der Insel trafen, meinte, dass am vorigen Abend eine Gruppe von 20 Spaniern da gewesen sei und sie da am Strand eine riesige Party gefeiert hätten und es richtig eskaliert wäre. Das erklärte dann auch, wieso das Bier alle ging, als wir da waren. Die Spanier hatten am Vorabend einfach so gut wie alles weggetrunken.
So hatten wir eine entspannte Nacht auf der Insel, aber als Partyinsel taugt sie sicherlich genauso:
auf Cat Ba machten wir dann auch noch einen Abstecher in den dort gelegenen Nationalpark.
War ein kurzer Wandertrip von 1-1,5h durch den Park auf zwei Aussichtstürme. Nett, aber nichts wirklich aufregendes:
Unfassbar, diese Aussicht. Noch unfassbarer? Man steht mitten im "Dschungel" und hat 4G-Empfang

Der Empfang in Vietnam war wirklich durchgehend einfach nur grandios.
Eine SIM-Karte für 30 Tage mit 60(!) GB LTE kostete einfach mal 11€, das war einfach absurd. Da machte man sich schon gar nicht mehr die Mühe,
sich ins WLAN einzuloggen, weil LTE eh schneller und besser war:
Irgendwo da unten bei den Häusern war unser Busle
Was nirgends fehlen darf: der obligatorische Baden-Württemberg Aufkleber.
Wir hatten tatsächlich einen zum Verteilen dabei, aber als wir gesehen hatten, dass uns schon jemand zuvor gekommen war, ließen wir es
Hier die Aussicht von einem anderen Turm auf den Turm mit dem Ba-Wü-Aufkleber:
Achja, TÜTE!!!
Hier zu sehen bin ich, mit meinem 2,50€ Rucksack von Decathlon, welcher der Geheimtipp schlechthin ist. War die drei Wochen über mein Daypack.
Witzigerweise habe ich den in Vietnam auf dem Markt gesehen, für 4€

) Das die Fälschung teurer als das Original ist, das ist auch selten

Nachdem auch der nationalpark abgehakt war, ging es wieder mit der Fähre von Cat Ba nach Hanois Küste zurück und dann wieder nach Hanoi Stadt.
Die Ha Long Bay ist sehr touristisch, aber auch schön. Wir hatten wirklich Glück, dass wir nur zu Dritt auf unserem Boot waren und das dann gar nicht so touristisch war.
Die Boote, welche uns mit 30 betrunkenen Engländern etc. entgegen kamen, zeigten uns immer wieder ein Negativbeispiel, wie es hätte sein können.
Als wir wieder in Hanoi waren, machten wir einfach zu Fuß die Stadt unsicher und schauten, was es so zu entdecken gab.
Genau: Parks und noch mehr Tempel
hier zu sehen eine wohl legendäre Schildkröte, deren Hintergrundgeschichte ich leider vergessen habe
Nach der Entschleunigung auf der Insel, traf uns hier wieder die volle Beschleunigung:
Dieser wurde aber direkt mit einem romantischen Sonnenuntergang am See entgegengewirkt
Für den Abend in Hanoi war der Besuch des Wasserpuppentheaters geplant. Bevor wir uns jedoch auf den Weg dorthin machten, gab es vietnamese egg coffee.
Irgendwo in den Tiefen des Forums habe ich den auch schon mal gezeigt und präsentiert und ich muss sagen, meiner schmeckte deutlich besser als der, den ich in Vietnam bekam:
Hier sieht man die Puppenspieler des Wasserpuppentheaters, welche sich am Ende des Theaterstückes zeigten:
Nach dem Kaffee und dem Wasserpuppentheater ging es indisch essen, da wir wieder mal eine Vietnamesisches-Essen-gesättigt-Phase hatten.
Womit wir nicht gerechnet hatten, war, dass ein Naan im Format eines Handtuchs auf dem Tisch kam

Also so ein riesiges Naan-Brot ist mir wirklich noch nie begegnet. Geschmeckt hat es allerdings sehr gut:
Gestärkt von den indischen Speisen, schlappten wir über die wirklich endlos erscheinende Marktmeile in Hanoi.
Das war so viel, das war einfach absurd:
Fernab des Marktes und der Tourispots sieht man dann eher das "natürliche" nächtliche Vietnam mit seinen fleißigen Müllfrauen und dem sonstigen nächtlichen Treiben:
Neuer Tag, neues Glück. Am nächsten Tag mieteten wir uns wieder mal Roller. Aber nicht um wieder eine große Tour zu machen, sondern einfach nur um mal bisschen aus Hanoi raus zu fahren.
Und so landeten wir doch direkt mitten im Blumenparadies

Das war irgendwie eine Kreuzung aus Landesgartenschau und Selfie Park.
Überall waren Frauen, welche sich entweder selbst fotografierten oder fotografieren ließen. Dafür bot der Park allerlei Blumen und Motiv-Hintergründe.
Hier liefen so viele Tüten rum, da streikte die Kamera fast:
Alle Frauen sahen glücklich aus, alle Fotografen und männlichen Begleiter eher genervt...
die bezauberndste Dame im ganzen Park ist hier zu sehen. Kirschblüten und darunter eine Schönheit mit grünem Schirm:
Nachdem wir genug an den Blumen geschnüffelt hatten, ging es noch ein wenig weiter quer durch die Pampa.
Der Weg führte - wie so oft- an einem Tempel vorbei:
Nachdem wir hier am Ufer standen, fuhren wir wieder zurück nach Hanoi. Und als wir auf Hanoi zufuhren, sahen wir das erste Mal so richtig die Smogglocke die über Hanoi hing.
Das war wirklich eindrücklich und erschreckend zugleich. Klar wusste man sowas, aber sowas mal selbst zu sehen, das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber....
Nachdem es zum Frühstück und Mittagessen vietnamesisch gab, gab es zum Abend Essen aus einem american diner. Fast so schlimm, wie Jehova zu sagen, aber egal
Mit übervollem Magen vom double cheeseburger, ging es nochmal per pedes durch das nächtliche Hanoi:
hier war ein Treiben, das war schon sehr interessant. Man konnte seine Sensationsgier gar nicht befriedigen, weil es einfach zu viel zu sehen gab.
Die Straßen Hanois leben einfach! Sowas findet man in der westlichen Welt einfach nicht:
Kurz dachte ich ja, ich wäre zu weit gelaufen und bei Notre Dame geendet:
So, nun ist auch dieser Teil der Reise beendet. Die Ha Long Bay zu sehen war sehr schön und wir hatten, wie oben schon erwähnt, echt Glück,
dass wir nur zu dritt waren und die Landschaft und Natur so recht gut genießen konnten.
Mit ner Horde Besoffener mit an Bord wäre das wohl nicht so idyllisch abgelaufen.
Und Hanoi ist eben Hanoi. Come in and find out!
Es folgt noch der entspannendste Teil der gesamten Reise durch Vietnam. Wohin? Stay tuned
Wie immer, Danke fürs Lesen! Wer Fragen hat, einfach her damit
Viele Grüße
Dustin