Ich möchte mal vorsichtig hinterfragen, wie sinnvoll Wagyu Tartar ist. Ich habe inzwischen schon etliche meiner kulinarischen Helden über Wagyu und Kobe Beef reden hören und der weitestgehende Konsens ist, dass ein Burger oder Tartar daraus eigentlich Verschwendung sind. Das einzige, was dieses Fleisch auszeichnet, ist die sehr ausgeprägte, gleichmäßige Marmorierung bei recht zartem Grundfleisch. Zart muss das Ausgangsfleisch für Gehacktes nicht sein - das passiert durch das Hacken schon gut von allein - und wenn man einen höheren Fettanteil haben will, kann man einfach fettigere Stücke hinein hacken. Gerade bei Tartar ist aber rohes Fett eigentlich nicht einmal schön zu haben. Für Tartar eignet sich daher ein sehr geschmackvolles, vergleichsweise mageres Stück viel besser.
Servus Mr. Pink, sehr gern darfst du das hinterfragen.
Ich hab mir da gar keine großen Gedanken darüber gemacht. Ich hatte ein kleines Stück Wagyu da für das es sich kaum gelohnt hätte den Grill anzuwerfen, ein paar Tage vorher war ich beim Alexander Herrmann zum Gourmetworkshop und da haben wir das Tatar ähnlich gemacht, also von den anderen Komponenten her, nicht vom Wagyu und ich hatte einfach Bock drauf. Ich fand es sehr gut und das Fett, das beim Japanischen Wagyu ja schon bei Raumtemperatur schmilzt hat kein bisschen gestört, sondern mMn sehr gut dazu gepasst.
Also als Verschwendung würde ich persönlich es keineswegs bezeichnen.