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Wandisolierung eines HBO

chriskodat

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo Zusammen,
im letzten Sommer habe ich mir den indirekt befeuerten Bausatz von Kominki aus Polen aufgebaut.
Als Wandisolierung wurden Kalziumsilikatplatten mitgeliefert.
Soweit so gut. Ich habe diese mit einem feuerfesten Kleber klecksweise direkt auf die Schamottsteine geklebt und anschliessend verputzt.
Nach einer sorgfältigen Aufheizprozedur habe den Ofen im Herbst in Betrieb genommen.
Dabei habe ich festgestellt, dass der Putz einen langen waagerechten Riss bekam und zwar dort wor die Silikatplatten zusammengefügt (Stoß) wurden.
Durch den Winter wurde es somit nicht besser und heute habe ich festgestellt, dass die angeklebten Silikatplatten sich gelockert haben und somit auch der ganze Putz an dieser Wand locker ist.
Mir ist vollkommen klar, dass ich wohl bereits beim isolieren technische Fehler begangen habe. Und das rächt sich nun.
Da ich nun die gesamte Aussenhülle wieder abkloppen muss, um es neu zu machen möchte ich natürlich wissen wie es denn richtig geht.
Ich denke, dass ich die Silikatplatten bereits falsch angebracht habe. Womit klebe ich sie an die Schamottsteine, ohne dass sie sich nach dem aufheizen lösen?
Und womit verspachtele ich die Stoßfuge, damit mir der Aussenputz nicht wieder reißt?
Oder soll ich lieber ganz weg von der Silikatplatte und lieber mit Steinwolle o.ä. isolieren und dann verputzen?
Da meine Bodenplatte nicht groß genug ist, kann ich keine Aussenhülle mauern um Perlitte zu benutzen.

Was meint Ihr? Wie sind Eure Erfahrungen?

Über Anregungen und Tipps bin ich wirklich sehr dankbar!

Viele Grüße,
Chris
 
Hallo Chris,

Bausätze von Kominki gibt es viele. Wäre von Vorteil, wenn Du schreibst/zeigst welchen Du hast.
Die Silikatplattten als Dämmung für die Wand kenne ich nicht, denke dass die eher unter die Backfläche
kommen, um nach unten hin zum Beton zu isolieren. Wenn doch für die Wände, wäre es evtl sinnvoll, diese nicht
fest mit dem Schamottgestein zu verkleben, da Schamotte sich wohl anders ausdehnt als die Platten.
Wenn die Silikatplatten nur gegen die Wände gestellt werden und von aussen mit Drahtgeflecht zusammen
gehalten werden, welches dann mit eingeputzt wird, sollte das schon eher halten. Da kennen sich die Profis
hier besser aus.
Aber zeig erst mal welcher Ofen bei Dir steht.

Gruß
Manfred
 
Hallo Manfred,
ich habe genau diesen Bausatz:

indirekt1.jpg


Im großen und ganzen habe ich die Platten locker dagegen geklebt. Der benutzte Kleber, welcher nur kleksweise angebracht war, hielt ja nicht ;-)
OK, ich hatte es nicht mit Hasendraht eingewickelt, was sicherlich besser gewesen wäre.
Es löst aber noch nicht mein Problem mit der Stoßfugen der aneinander gelegten Platten. Dazwischen kommt ja die Temperatur durch und lässt so den Putz reissen. Wahrscheinlich auch mit Hasendraht.
Die Silikatplatten gehören zum Bausatz dazu und sind für die Wandverkleidung gedacht. Ich frage mich nur, ob es wirklich so eine gute Idee ist, diese zu benutzen oder ggf Steinwolleisolierung nicht besser geeignet wäre...
 
hast du auch Bilder von deiner Baustelle? sozusagen von deiner Problemzone.
und eine einfache Handskizze wo was für ein Teil wie rangeklatscht wurde (evtl mit Maßangaben) würde auch helfen
 
Ich war beruflich unterwegs, sorry erstmal für die verspätete Antwort.
Ich habe auf der einen Seite den Putz schon abgemacht, da er ganz locker war. Ich fürchte, dass es nochmal komplett verputzt werden muss..
Ein paar Bilder habe ich angefügt und denke, dass es einigermaßen klar ist was ich meine oder?

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wo ist da die Isolierschicht?
da sieht man doch schon den eigentlichen Ofen, oder ? Also die Schamottesteine.
 
Die Isolierschicht ist komplett mit weggefallen, so wie das aussieht.

Sie war nicht sauber verklebt, sondern nur mit ein paar Klecksen "geheftet" - der Beschreibung nach.

Viele Grüße
Onkelchen
 
Ja, auf dem letzten Bild hab ich sie per Hand angedeutet. Sie ist direkt abgefallen, nachdem ich den Putz abmachte...
Lt. Der Erklärung von Kominki, sollte ich es aber so machen.
Wie würdet ihr es lösen?
Viele Grüße,
Chris
 
mit was wurde die Isolierung ans Schamotte geklebt?
wobei ich da soeieso ein Problem sehe, direkt am Schamotte was befestigen zu wollen (bei den thermischen Verhältnissen müsste das Zeug ja regelmäßig wieder runterfallen)
 
Ja, genau. Ich habe für diese punktuelle Befestigung ich glaube einfach nur sowas wie baukleber benutzt.
So rein logisch gesehen, wird es durch die unterschiedlichen thermischen Eigenschaften immer abfallen denke ich...
Also, wie macht man es richtig? Sind die Platten überhaupt die richtige Wahl?
 
mach mal 1-2 bilder von vorne und von der seite, wo man den ganzen HBO sieht.
ich glaub ich hätte da schon eine Idee
 
Also gut.
Anbei ein paar Fotos, auf denen man mehr sieht.
Ich hoffe auf eure Ideen und Vorschläge...

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Und gestern habe ich den restlichen Pütz abgemacht und es sieht nun so aus:

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nach den Bildern sehe ich eigentlich 2 Fehler:
1.: am Schamotte "befestigen" wird immer problematisch sein
2.: das ganze schaut zusätzlich ordendlich feucht aus

für die Sanierung sehe ich 2 Möglichkeiten:
Variante 1 - vom Boden eine neue Mauer aufziehen, auf Betonplattenhöhe einen kleinen Absatz mauern, dann mit 5-10cm Luft zum Schamotte bis OK mauern und eigenständiges Dach drübermachen.
Zwischenraum mit Perlite oder ähnlichem lose verfüllen, du kannst auch die alten Platten wieder nehmen (aber ohne Verbindung zum Schamotte).

Variante 2 - an der Betonplatte Stahlwinkel rundum dübeln und auf diese eine neue Aussenhülle mit Dach aufziehen, Perlite oder Dämmwolle wie oben.

auf jeden Fall muss der Regenschutz von oben bis zur UK Betonplatte reichen (durch passenden Aussenputz,...) damit die Feuchte nicht so viel Möglichkeiten hat.
Das schwarze sind wahrscheinlich so Glasschaumplatten?

Als Erstmaßnahme aber vorsichtig trocknen / trockenheizen und dann sofort abdecken oder Pavillion drüberstellen bis alles dicht ist. Luftzirkulation muss aber erhalten bleiben!
 
Hallo Willi,

Ja, das Schwarze sind Glasschaumplatten.
Eine Aussenhülle will ich aus Platzgründen vermeiden.
Könnte der nachfolgende Vorschlag eine weitere Variante sein?
1. Mit Steinwolle umwickeln
2. Mit Hasendraht oder Armierungsgewebe fixieren
3. Verputzen
4. Aussenputz

Es wird noch eine Pergola aufgebaut, mit welcher dann das Ganze überdacht werden soll.
Was meinst Du?

Viele Grüße,
Christian
 
Eine Aussenhülle will ich aus Platzgründen vermeiden.
da brauchst du rundum ca 5-10cm mehr, das sollte es dir schon wert sein.
1. Mit Steinwolle umwickeln
bleib bei den Platten, die sind schon gut dafür
Mit Hasendraht oder Armierungsgewebe fixieren
3. Verputzen
vergiss das, .... der selbe Murks
der kommt erst auf einen STABILEN Putzträger drauf, solange das so matschig ist kommen immer wieder Risse und dementsprechend auch wieder Wasser rein.

Mein Vorschlag:
die Seitenwand reicht mit 5 cm
IMG_9121.jpg


wichtig ist, zu verhindern, daß über den Kamin Wasser rein kann
 

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OK, verstehe. Ich werde mich mit der Aussenhülle wohl anfreunden müssen
Ist Ytong hier denn die richtige Wahl? Es ist normalerweise nur für Innenräume gedacht? Gibt es sonst eine geeignete Möglichkeit für eine Hülle?
 
Hm...Mauerziegel kamen mir auch schon in den Sinn und sie durchzuschneiden wäre für mich ein Riesenaufwand.
Wenn ich weiter über Ytong nachdenke...wie bekommt man Ytong als Aussenhülle denn Wasserdicht?
 
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