das "juckt nicht" war auch eher darauf bezogen, dass der Heckbrenner nicht das einzige Kriterium wäre.
es war meine Vermutung dass der erst vor kurzem dazu kam, weil ich den vorher noch nie bei einem Weber gesehen habe. und anscheinend ist das ja auch nur extrem selten der fall, denn in anderen Modellen gibts de halt schlichtweg nicht.
bzgl des Preises habe ich auch nichts anderes damit gemeint, der Großteil gibt aber eben sicherlich keine 3k, 15k oder 20k für so etwas aus.
was ich ursprünglich sagen wollte ist ganz einfach: Weber ist für seine Preisvorstellung meines Erachtens einfach zu teuer, weil du bei anderen Herstellern mehr für dein geld bekommst.
es hat auch anscheinend seinen Grund, warum fast kein bekannter YouTube griller einen Weber nutzt, Weber gefühlt nur in Baumärkten zu finden sind und viele Fachgeschäfte diese nichtmal anbieten!
so falsch, kann meine aussage, oder die von z. B. @CordonHack also nicht sein
Also ich bin auch der Meinung, dass Weber da falsch abgebogen ist, was:
Erstens das vermarkten im Baumarkt angeht. Denn das tut einer Marke nicht gut. Man kann nicht Premium sein wollen und gleichzeitig über die Billigschiene vermarkten. Warum sollten Santos und andere Grillspezialisten Weber anbieten, wenn Sie mit dem Baumarkt um die Ecke in Konkurrenz stehen?
Zweitens, dass sie nicht innovativ genug sind. Ich z.b kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass man als Grillhersteller nicht einfach modular baut. Seitentische mit unterschiedlicher Funktion z.b Sizzle Zone, Seitenbrenner, integrierte Rotisserie oder was auch immer anbietet, die per Schnellkupplung zu wechseln sind. Dann kann sich jemand einen Grundgrill kaufen und wenn er Spaß hat eine Sizzle Zone nachrüsten. Ich könnte immer weiter Zubehör Seitentische rausbringen, die gekauft würden. Mit integrierter Elektronik oder was auch immer..
Ich würde ausbaubare Unterschränke anbieten, wo man Regalsysteme oder Schubladen einbauen kann.
Ich könnte damit als Kunde meinen Grill aktuell und auf dem Stand der Zeit halten und an meine wachsenden Bedürfnisse anpassen.
Denn sind wir doch mal ehrlich. Die meisten Leute fangen irgendwann an mit einem Gasgrill und sagen sich, ich brauche keinen Seitenbrenner. Und nach einer Weile denken sie sich: Mensch ein Seitenbrenner wäre toll..
Oder man legt los mit einem Unterschrank wo gerade mal eine Gasflasche drin steht und dann kommt plötzlich der Wok dazu, ein anderer Rost, Reinigungsmaterial, Thermometer, eine Plancha.
Da habe ich mir meinen Summit, dessen Unterschrank eigentlich total bescheuert konstruiert ist, selber umgebaut und ein Regalsystem eingebaut.
Gäbe es das fertig von Weber, hätte ich mir das gekauft.
Und mir gefällt auch das Design von Weber nicht mehr, vor allem dieser Trend mit dem Elektronik-Firlefanz, der ist für mich völlig sinnfrei.
Und die anderen Hersteller haben natürlich aufgeholt, auch keine Frage. Wenn ich mir heute einen Grill neu kaufen würde, würde ich wahrscheinlich auch eher nach einem Schickling schauen.
Aber am Ende des Tages: Dem einen gefällt eben der Napoleon und der braucht unbedingt eine Sizzle Zone, die ich persönlich für völlig sinnfrei halte. Ein Freund von mir hat einen Napoleon mit einer solchen Sizzle Zone aber sein Napoleon hat viel weniger Leistung als mein Summit. Was der mit seiner Sizzle Zone hinbekommt, kriege ich mit meiner Sear Zone locker hin.
Und das Influencer nicht mit dem Weber grillen, mag daran liegen, dass die anderen Hersteller, den Influencern die Grills stellen und Weber sagt: "Die Werbung brauchen wir nicht." Es liegt bestimmt nicht daran, dass die Webers nicht grillen können.
Aber wie dem auch sei: Es ist doch schön, dass es heute einen breiten Markt gibt und jeder vom Enders, bis zum Highend Otto Wilde, heimischen Schickling, Napoleon, Broil King oder Baumarktgrill alles finden kann.
Mit oder ohne Heckbrenner, Rotisserie, Seitenköcher, Sizzle, Beleuchtung etc...