Hallo GSVler,
zurzeit bin ich auf der suche nach einem neuen Sportgerät und habe meinen alten Q3000 verkauft, super Grill, aber da ich aber auf dauer nicht immer tricksen will beim indirekten Grillen habe ich mich für einen neuen Entscheiden.
Die Entscheidung ist eigentlich bereits gefallen, nur Preislich doch etwas teuerer ^^ .. Weber Genesis E330.
Wisst ihr, ob die US Importe außer dem Gasanschluss Unterschiede hat? Müsste doch Reichen den Druckminder auf den Deutschen zu ändern?
Jemand Erfahrungen im Bezug auf ein US Modell? Material, Verarbeitung, ...
Danke und Gruß,
Matthias
Ich habe seit geschätzt mind. 8-10 Jahren (weiß gar nicht wie alt der Grill nun schon ist) einen Weber Spirit E310 aus Amerika, in der Familie haben wir nochmals einen E310 sowie einen Genesis E320, auch beide auch aus den Staaten. Alle 3 Geräte laufen seit Beginn problemlos mit den originalen Ami Druckminderern und einem "amerikanischen Grilladapter" von Wynen Gas.
https://www.wynen-gas.de/grill-adapter.html
Es gibt 2 Ausführungen von dem Adapter, einmal mit Manometer und einmal ohne. Wir haben 2 mal den mit und einmal den ohne Manometer im Einsatz.
Der Manometer zeigt logischerweise nicht genau an wieviel sich noch in der Flasche befindet da die Füllmenge entweder über den Füllstand oder das Gewicht ermittelbar ist, dennoch gibt er einen sehr groben Anhaltspunkt was mir vollkommen ausreicht (Tauschflasche steht immer bereit). Ich sehe damit zumindest, ob noch genug in der Flasche ist für die anstehende Grill Session oder ob ich besser gleich die Flasche tausche. Gerade bei Steaks ist es unpraktisch wenn beim scharf angrillen mit hoher Temperatur das Gas aus geht.
Von der Funktion selbst ist es egal welchen der beiden Adapter Du nimmst, ich finde allerdings das Anschrauben von dem Adapter mit Manometer angenehmer da er eine Überwurfmutter hat und dauerhaft an dem Druckminderer angeschraubt bleiben kann. Bei dem einfachen Adapter muß man (beim Flaschentausch) doppelt schrauben, heißt erstmal an die Gasflasche und danach an den Druckminderer der dann über eine Art Überwurfmutter verfügt.
Da ich bzw. wir sehr viel grillen und das schon ewig so benutzen, sehe ich da absolut kein Risiko. Wenn ich Du wäre, würde ich diese Option (neben einen anderen Druckminderer) auch mal in Betracht ziehen, vor allem weil es Plug and Play ist. Denk auch mal an die vielen tausend Amerikaner welche in den letzten Jahren in Deutschland stationiert sind/waren und Ihre Grills natürlich aus preisgründen in den Army Shops kaufen.
Alle die sich auch deutschen Gasflaschen bedienen (und das sind viele) nutzen entweder Gasadapter die man dort direkt kaufen kann, alternativ sowas wie von Wynen Gas.
Ich selbst hatte mit den Adaptern noch nie Probleme, auch habe ich noch nie von einem Vorfall gehört, wo es durch einen solchen Adapter zu Problemen gekommen ist.
Wenn Du es also mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst, hol Dir einen Adapter, ansonsten lass einfach den Druckminderer tauschen. Anregungen gabs ja hierzu schon ein paar.
Was soll am Material der US Modelle anders sein?

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein in Deutschland verkaufter Weber (mit deutschem Druckminderer) anders oder woanders produziert wird als die Modelle die man direkt in den Staaten kaufen kann. Wenn ein Amerikaner einen Golf kauft, wird der in der Regel auch dort produziert, wo alle anderen Golfs dieses Modells auch produziert werden. Es kann lediglich länderspezifische Unterschiede in der Ausstattung geben oder daß eben aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen andere Lichter, Stosstangen oder Getriebeübersetzungen genutzt werden. Das ändert aber alles nichts an der Qualität selbst.
Beim meinem Weber Grill aus den Staaten hast Du beispielsweise an der rechten Seite die Möglichkeit eine Ami Gasflasche aufzuhängen. An diesem angeschraubten Halter mit Öse ist dann eine Waage integriert die dir dann optisch anzeigt wieviel noch in der Flasche ist (Scala mit Balken). Für deutsche Flaschen ist der Halter natürlich unbrauchbar da diese ein anderes Gewicht haben.
Das deutsche Modell hatte diesen Halter einfach nicht dran. Ansonsten konnte ich vom äußeren Erscheinungsbild keine Unterschiede feststellen.
Mein Grill steht Sommer wie Winter draußen und ich habe keine Probleme mit Rost oder ähnlichem. Das einzige was über die Jahre tauschen mußte, war der Grillrost und die Aromaschienen. Hier hat einfach die Hitze über die Jahre Ihre Spuren hinterlassen. Der Rest vom Grill ist nach wie vor technisch prima und macht keine Probleme. Das Gerät sieht nach vielen hundert Vergrillungen und ca. 10 Jahren nicht mehr aus wie frisch aus dem Laden, aber auch nicht schäbig. Man sieht ihm das Alter und die vielen Vergrillungen nicht an.
Auf die Qualität des Grills bezogen wäre es für mich daher keine Frage, ob es Unterschiede zwischen den deutschen und den USA Geräten gibt.
Die Erfahrung hat mir gezeigt, daß die Ami Modelle tip top sind. Also mach die keinen Kopp und schlag zu wenn das Angebot interessant ist. Interessant heißt für mich allerdings deutlich günstiger und nicht nur ein paar Prozent.
Grüsse macroy
PS: Was ich allerdings schon mehrfach feststellen mußte (bei aktuellen Ausstellungsgeräten in Grillgeschäften), daß die Qualität der Spirit Modelle über mehrere Modellwechsel nachgelassen hat. Mein Spirit wirkt hochwertiger verarbeitet als die aktuellen Nachfolge Modelle. Ich habe das Gefühl man wollte den Spirit entweder über die Jahre einfach günstiger machen oder eben einen größeren Unterschied zu den Genesis erzeugen indem die Spirit's über diverse Modellwechsel nach und nach abgewertet wurden. Das ist aber ein anderes Thema
