schneide meinen Wein immer im Herbst zurück
Zu dem Thema - generell, nicht speziell zu Weinreben - mal eine Übelegung von einem echten Laien:
Pflanzenschnitt, wegen mir auch Rückschnitt genannt, kann zwei Gründe haben: Entweder man möchte das Wachstum anregen, oder man möchte das Wachstum hemmen. Als dritter Grund sei die reine Optik, also Zierde genannt, den ich in diesen Überlegungen aber außen vor lassen möchte.
Will man das Wachstum hemmen, schneidet man sinvollerweise im frühen Sommer, oder eben dann, wenn die Pflanze im vollen Blattwerk steht. Nimmt man ihr Blätter, hemmt das den Wuchs.
Will man das Wachstum anregen, schneidet man wohl kurz bevor dieses einsetzt, damit entsprechend neue und starke Triebe gebildet werden; dieser Zeitpunkt ist meist im Frühjahr.
Der Vorteil eines Schnitts im Herbst, also vor dem Winter, zu einem Zeitpunkt, in dem sich die Pflanze in der Ruhephase befindet, will sich mir nicht erschließen. Er bringt nicht mehr als der Schnitt im Frühjahr drauf, birgt aber das Risiko von Frostschäden, die einen zusätzlichen Rüschnitt erforderlich machen.
Sind meine Überlegungen falsch? Berücksichtige ich bestimmte Punkte nicht? Sind bei Weinreben andere Faktoren zu berücksichten, als bei Zierpflanzen?
Ich lasse mich geren aufklären und korrigieren.
Viele Grüße
Gerhard