Für die Zeit zwischen den Jahren, in der ich Urlaub habe, hatte ich mir fest vorgenommen, mal eine richtig schöne große fette Gans auf den Grill zu hauen und die im Familenkreis zu verzehren. Zum Glück hatte ich den Vogel noch nicht geholt, weil mir das Schicksal nämlich was anderes ins Haus geweht hat:
Eine Wildschweinkeule. Ein Bekannter von mir ist Jäger, der hat mir die zukommen lassen (DANKE Carl).
Ein Mordstrumm, Gewicht: keine Ahnung, meine Küchenwaage geht nicht so weit. Und entbeint war die Keule auch schon:
Bisschen geputzt werden muß sie noch:
und in Form gebracht werden:
Was mach ich mit dem Ding
Smoker wäre gut, aber der ist hinter halbmeterhohen Schneebergen eingeschneit. Außerdem habe ich nach intensiven Forumsstudium festgestellt, daß der Grundtenor hier für das Schmoren spricht. Mal sehen, ob der Braten in den DO passt:
Ähmmm..... Nein. Also die Größe etwas anpassen, dann machen wir halt noch einen Topf Wildgulasch dazu.
Würzen den Braten innen mit S&P, Paprika, Knoblauch:
Bisschen für einigermaßen gleichen Querschnitt sorgen:
Und außen mit einer Mischung aus Öl, Rosmarin (Leute ausm Messerform bitte weggucken):
Pfeffer, Salz, ein paar zerdrückten Wacholderbeeren und wieder Knobipulver einpinseln:
und über Nacht marinieren. Weil ja neben dem Braten nicht viel Platz im DO verbleiben wird, habe ich schon mal vorab eine Soße aus den Knochen,
Suppengemüse, Tomatenmark,
Rotwein und Wildfonds gezogen. Ihr kennt das ja...anbraten, auffüllen einkochen absieben etc. Da ich eh noch am wurschteln war, das Wetter fürs Grillen ideal war:
und mir Gulasch aufgewärmt am besten schmeckt, habe ich kurzerhand den AZK in Betrieb genommen:
um das gleich zuzubereiten. Mit ordentlich Glut ist auch das Anbraten im DO kein Problem:
Leider habe ich keine brauchbaren Bilder davon, draußen wars saukalt und außer Dampf ist auf den Fotos nicht viel zu sehen gewesen. Aber hier weiß ja jeder, wie das aussieht, wenn man Zwiebeln, Bauchspeck und Fleisch anbrät. Das erste brauchbare Bild ist dann wieder das hier:
Weils schon wieder anfing zu schneien habe ich noch ein Dach drüber gebaut:
Nur die Harten grillen auch im Winter in Crocs
Erfahrungsgemäß wird Gulasch mit 2 Durchgängen Kohle perfekt, also nach gut 2 Stunden noch mal etwas nachlegen, aber nicht mehr so viel:
Währenddessen ist in der Küche die Soße schön einreduziert und wird nun abgesiebt. Am nächsten Tag, wenn die erkaltet ist, kann man bequem einen Teil des Fettes entfernen.
Damit es mir nicht langweilig wird, mache ich noch eine Orangensoße frei nach Cruiser für die geplante Nachspeise. Dazu einen halben Liter Orangensaft mit 2 EL braunem Zucker und 2 EL Puderzucker aufkochen:
auf die Hälfte einreduzieren, einen EL Honig und etwas Zimt dazu:
und mit etwas Speisestärke binden, damit die Soße sämig wird. Ein Schuß Cointreu oder ähnliches am Schluß dazu schadet nicht...
Mittlerweile ist das Gulasch fertig. Keine Ahnung, wieso das auf dem Bild so hell aussieht, wohl verblitzdingst, die Soße war so richtig schön schwer und dunkel...jedenfalls wird der ganze Gulasch in einen Topf umgefüllt und noch etwas abgeschmeckt. Die endgültige Würzung erhält das Gulsch dann am kommenden Tag nach dem Aufwärmen.
OK, genug der Vorbereitungen, Feierabend für Tag eins.
Am nächsten Tag gehts wieder mit einen AZK los:
Braten anbraten (passt grade so...):
Mit 1 Liter Brühe angießen:
Wie sich die Bilder doch gleichen...
Während die Keule vor sich hin DOpft und das Gulasch und die Wildsoße wieder langsam aufgewärmt werden, gehts an die Vorbereitung für die geplanten Bratäpfel nach Weschnitzbube. Dazu eine halbe Zwiebel hacken und ein halbes Glas Leberwurst und ein halbes Glas Blutwurst:
mit einen Pfund Hackfleisch mischen, nach Geschmack würzen und einen Moment ziehen lassen:
Anschließend wird das Gulasch noch mal abgeschmeckt und die Wildschweinsoße mit einen Schuß Portwein und einem Löffel Apfelbrei verfeinert und gebunden:
Mitterweile hat Spatzel den Tisch gedeckt, die Klöße und das Rotkraut vorbereitet:
Die erste Runde Kohle ist mittlerweile auch durch, KT knapp 50°, also brauchts wohl noch ein paar:
Da machen wir ein paar mehr, damit wir uns draußen ein Glühbier warmmachen können:
1,5 l Schwarzbier mit 2 EL braunem Zucker, einem EL Honig, einem Schuß Orangen- einem Schuß Zitronensaft vermischen:
Der Strohrum ist eh fast alle, also hinein damit, dazu ein paar Nelken und etwas Zimtstange, am besten im Teeei:
Paar Kohlen aus dem AZK abzweigen:
Passt.
So, nach 2 Tassen Glühbier ist der Braten auf 70° KT, wird also langsam fertig. Zeit für die gegrillten Äpfel...halbieren, Kerngehäuse herausnehmen:
und mit dem oben angefertigtem Füllsel füllen. Den Weber auf mittelhohe Temperatur bringen:
Und die Äpfel ca. 35-45 Minuten indirekt grillen.
Der Braten ist mitterweile auf KT 75...laut Thermometer, und somit fertig, also rein in die Küche:
den Braten raus, einen Moment ruhen lassen, und aus dem Topfinhalt mit ein paar zerstoßenen und ein paar ganzen Pfefferkörnern, Gewürzen und etwas Speisestärke eine Pfeffersoße herstellen, kurz aufkochen, fertig. Die Bratäpfel vom Grill holen, die Grillkohle warmstellen (wird noch gebraucht) Braten aufschneiden:
Nie im Leben war das KT 75. Der Braten war für meinen Geschmack viel zu durch, hart an der Grenze zum trockenwerden. Zum Glück habe ich literweise Soßen gemacht. Geschmacksmäßig war das Fleisch 1a, der Garpunkt für fast alle meine Gäste genau richtig. Tellerbild ohne Rotkraut (ich mag das Zeug nicht besonders):
Es wurde richtig reingehauen, vielleicht war das ganz gut so, daß der Garpunkt nicht meinem, sondern dem allgemeinen Geschmack entsprach
. Ein Nachtisch passt noch. Am Weber die Lüftungen aufreißen, damit die Kohlen wieder richtig glühen. 5 Bananen halbieren, die Schnittfläche mit Butter einstreichen:
und kurz direkt angrillen, damits ein schönes Muster gibt.
Ein paar Minuten indirekt fertig garen, nicht zu weich werden lassen, weil die sich sonst nicht mehr handeln lassen. Mir ist auch eine von den Bananen zermatscht.
Im Original von Cruiser mit Vanilleeis, bei mir mit einer Prise Kakao, das passt sehr gut zur Orangensoße.
Die Orangensoße ist ein Hammer, super geschmackige Sache. Fanden auch alle meine Gäste, die haben die Reste, die noch in der Schüssel waren, mit dem Löffel rausgenascht...
Alles in allem ein gelungener Abend, die "neuen" Sachen, die ich das erste mal probiert habe wie das Glühbier (das hats ganz schön in sich) und die Orangensoße kamen super an. Über den Garpunkt vom Braten habe ich mich ja weiter oben schon ausgelassen, aber wenns den Gästen geschmeckt hat, dann bin ich zufrieden. Um mit Sportfreund Mag zu sprechen: "zufriedene Mienen danken es ihnen"
Und das Thermometer schmeiß ich weg. Das geht definitiv nach
Hier noch die Links zu den Rezepten, die ich schamlos kopiert habe:
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/dessert-sonntag-alles-obst-oder.134463/
http://www.grillsportverein.de/foru...-rotkraut-kloesse-brataepfel-gegessen.137645/
€ wieso finde ich, nachdem ich 20x den Thread vorm Absenden durchgelesen habe, immer noch Rechtschreibfehler?
Eine Wildschweinkeule. Ein Bekannter von mir ist Jäger, der hat mir die zukommen lassen (DANKE Carl).
Ein Mordstrumm, Gewicht: keine Ahnung, meine Küchenwaage geht nicht so weit. Und entbeint war die Keule auch schon:
Bisschen geputzt werden muß sie noch:
und in Form gebracht werden:
Was mach ich mit dem Ding
Smoker wäre gut, aber der ist hinter halbmeterhohen Schneebergen eingeschneit. Außerdem habe ich nach intensiven Forumsstudium festgestellt, daß der Grundtenor hier für das Schmoren spricht. Mal sehen, ob der Braten in den DO passt:Ähmmm..... Nein. Also die Größe etwas anpassen, dann machen wir halt noch einen Topf Wildgulasch dazu.
Würzen den Braten innen mit S&P, Paprika, Knoblauch:
Bisschen für einigermaßen gleichen Querschnitt sorgen:
Und außen mit einer Mischung aus Öl, Rosmarin (Leute ausm Messerform bitte weggucken):
Pfeffer, Salz, ein paar zerdrückten Wacholderbeeren und wieder Knobipulver einpinseln:
und über Nacht marinieren. Weil ja neben dem Braten nicht viel Platz im DO verbleiben wird, habe ich schon mal vorab eine Soße aus den Knochen,
Suppengemüse, Tomatenmark,
Rotwein und Wildfonds gezogen. Ihr kennt das ja...anbraten, auffüllen einkochen absieben etc. Da ich eh noch am wurschteln war, das Wetter fürs Grillen ideal war:
und mir Gulasch aufgewärmt am besten schmeckt, habe ich kurzerhand den AZK in Betrieb genommen:
um das gleich zuzubereiten. Mit ordentlich Glut ist auch das Anbraten im DO kein Problem:
Leider habe ich keine brauchbaren Bilder davon, draußen wars saukalt und außer Dampf ist auf den Fotos nicht viel zu sehen gewesen. Aber hier weiß ja jeder, wie das aussieht, wenn man Zwiebeln, Bauchspeck und Fleisch anbrät. Das erste brauchbare Bild ist dann wieder das hier:
Weils schon wieder anfing zu schneien habe ich noch ein Dach drüber gebaut:
Nur die Harten grillen auch im Winter in Crocs

Erfahrungsgemäß wird Gulasch mit 2 Durchgängen Kohle perfekt, also nach gut 2 Stunden noch mal etwas nachlegen, aber nicht mehr so viel:
Währenddessen ist in der Küche die Soße schön einreduziert und wird nun abgesiebt. Am nächsten Tag, wenn die erkaltet ist, kann man bequem einen Teil des Fettes entfernen.
Damit es mir nicht langweilig wird, mache ich noch eine Orangensoße frei nach Cruiser für die geplante Nachspeise. Dazu einen halben Liter Orangensaft mit 2 EL braunem Zucker und 2 EL Puderzucker aufkochen:
auf die Hälfte einreduzieren, einen EL Honig und etwas Zimt dazu:
und mit etwas Speisestärke binden, damit die Soße sämig wird. Ein Schuß Cointreu oder ähnliches am Schluß dazu schadet nicht...
Mittlerweile ist das Gulasch fertig. Keine Ahnung, wieso das auf dem Bild so hell aussieht, wohl verblitzdingst, die Soße war so richtig schön schwer und dunkel...jedenfalls wird der ganze Gulasch in einen Topf umgefüllt und noch etwas abgeschmeckt. Die endgültige Würzung erhält das Gulsch dann am kommenden Tag nach dem Aufwärmen.
OK, genug der Vorbereitungen, Feierabend für Tag eins.
Am nächsten Tag gehts wieder mit einen AZK los:
Braten anbraten (passt grade so...):
Mit 1 Liter Brühe angießen:
Wie sich die Bilder doch gleichen...
Während die Keule vor sich hin DOpft und das Gulasch und die Wildsoße wieder langsam aufgewärmt werden, gehts an die Vorbereitung für die geplanten Bratäpfel nach Weschnitzbube. Dazu eine halbe Zwiebel hacken und ein halbes Glas Leberwurst und ein halbes Glas Blutwurst:
mit einen Pfund Hackfleisch mischen, nach Geschmack würzen und einen Moment ziehen lassen:
Anschließend wird das Gulasch noch mal abgeschmeckt und die Wildschweinsoße mit einen Schuß Portwein und einem Löffel Apfelbrei verfeinert und gebunden:
Mitterweile hat Spatzel den Tisch gedeckt, die Klöße und das Rotkraut vorbereitet:
Die erste Runde Kohle ist mittlerweile auch durch, KT knapp 50°, also brauchts wohl noch ein paar:
Da machen wir ein paar mehr, damit wir uns draußen ein Glühbier warmmachen können:
1,5 l Schwarzbier mit 2 EL braunem Zucker, einem EL Honig, einem Schuß Orangen- einem Schuß Zitronensaft vermischen:
Der Strohrum ist eh fast alle, also hinein damit, dazu ein paar Nelken und etwas Zimtstange, am besten im Teeei:
Paar Kohlen aus dem AZK abzweigen:
Passt.
So, nach 2 Tassen Glühbier ist der Braten auf 70° KT, wird also langsam fertig. Zeit für die gegrillten Äpfel...halbieren, Kerngehäuse herausnehmen:
und mit dem oben angefertigtem Füllsel füllen. Den Weber auf mittelhohe Temperatur bringen:
Und die Äpfel ca. 35-45 Minuten indirekt grillen.
Der Braten ist mitterweile auf KT 75...laut Thermometer, und somit fertig, also rein in die Küche:
den Braten raus, einen Moment ruhen lassen, und aus dem Topfinhalt mit ein paar zerstoßenen und ein paar ganzen Pfefferkörnern, Gewürzen und etwas Speisestärke eine Pfeffersoße herstellen, kurz aufkochen, fertig. Die Bratäpfel vom Grill holen, die Grillkohle warmstellen (wird noch gebraucht) Braten aufschneiden:
Nie im Leben war das KT 75. Der Braten war für meinen Geschmack viel zu durch, hart an der Grenze zum trockenwerden. Zum Glück habe ich literweise Soßen gemacht. Geschmacksmäßig war das Fleisch 1a, der Garpunkt für fast alle meine Gäste genau richtig. Tellerbild ohne Rotkraut (ich mag das Zeug nicht besonders):
Es wurde richtig reingehauen, vielleicht war das ganz gut so, daß der Garpunkt nicht meinem, sondern dem allgemeinen Geschmack entsprach
. Ein Nachtisch passt noch. Am Weber die Lüftungen aufreißen, damit die Kohlen wieder richtig glühen. 5 Bananen halbieren, die Schnittfläche mit Butter einstreichen:und kurz direkt angrillen, damits ein schönes Muster gibt.
Ein paar Minuten indirekt fertig garen, nicht zu weich werden lassen, weil die sich sonst nicht mehr handeln lassen. Mir ist auch eine von den Bananen zermatscht.
Im Original von Cruiser mit Vanilleeis, bei mir mit einer Prise Kakao, das passt sehr gut zur Orangensoße.
Die Orangensoße ist ein Hammer, super geschmackige Sache. Fanden auch alle meine Gäste, die haben die Reste, die noch in der Schüssel waren, mit dem Löffel rausgenascht...
Alles in allem ein gelungener Abend, die "neuen" Sachen, die ich das erste mal probiert habe wie das Glühbier (das hats ganz schön in sich) und die Orangensoße kamen super an. Über den Garpunkt vom Braten habe ich mich ja weiter oben schon ausgelassen, aber wenns den Gästen geschmeckt hat, dann bin ich zufrieden. Um mit Sportfreund Mag zu sprechen: "zufriedene Mienen danken es ihnen"
Und das Thermometer schmeiß ich weg. Das geht definitiv nach

Hier noch die Links zu den Rezepten, die ich schamlos kopiert habe:
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/dessert-sonntag-alles-obst-oder.134463/
http://www.grillsportverein.de/foru...-rotkraut-kloesse-brataepfel-gegessen.137645/
€ wieso finde ich, nachdem ich 20x den Thread vorm Absenden durchgelesen habe, immer noch Rechtschreibfehler?
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