@Direktgriller Also, ich kann dir auch nicht mehr sagen als das, was ich bereits geschrieben habe. Ich kenne weder die Fertigungstoleranzen von Wilfa noch deren genaue Produktionsvorgaben. Ich kann letztlich nur das Verhalten bestätigen, das der Kollege @Pizza Mampf bereits beschrieben hat.
Bei mir läuft der Aluminiumhaken furzgerade, da eiert nichts. Beim Edelstahlhaken habe ich dagegen fünf Anläufe gebraucht, bis ich einen gefunden habe, mit dem ich zufrieden bin.
Die ersten drei Exemplare waren gefühlt die schlimmsten. Dabei geht es nicht darum, dass die Hakenspitze unten am Schüsselboden mehrere Zentimeter hin und her läuft. Auffällig ist vielmehr die Platte, an der der Schaft angeschweißt ist, der in die Maschine kommt. Die hat sich bei manchen Haken während der Rotation gefühlt um einen Zentimeter auf und ab bewegt. Wenn man beim Kneten draufschaut, denkt man sich schon: „Alter, der wackelt aber ordentlich.“
Bei meinem aktuellen Haken ist das deutlich besser. Da gibt es zwar auch eine leichte Bewegung, aber die liegt eher im Bereich von zwei bis drei Millimetern. Kann sein, dass ich da etwas picky bin, aber mir fällt sowas eben auf.
Was mich zusätzlich wundert: Bei manchen Exemplaren steht der Schaft ziemlich genau im 90-Grad-Winkel zur Platte, auf die er aufgeschweißt ist. Bei anderen sieht die Verbindung deutlich schiefer aus. Wenn ich die Abweichung vom idealen 90-Grad-Winkel rein nach Augenmaß einschätzen müsste, würde ich bei manchen sogar von ungefähr 20 Grad sprechen. Der Schaft stünde dann also eher in einem Winkel von 70 Grad zur Platte. Das habe ich natürlich nicht nachgemessen, ist nur mein Eindruck. Aber das ist schon eine deutliche Abweichung.
Ich weiß nicht, ob das konstruktionsbedingt so sein soll oder ob die Fertigung hier einfach eine große Streuung hat. Ich kenne weder das 3D-Modell noch die Produktionsvorgaben von Wilfa. Dass ich nach fünf Versuchen einen Haken gefunden habe, bei dem die Aufnahme ziemlich gerade ist und der entsprechend ruhig läuft, lässt mich aber eher vermuten, dass diese Unterschiede nicht beabsichtigt sind.
Wilfa ist für mich jedenfalls nicht unbedingt der Inbegriff einer konstanten Fertigungsqualität. Wir hatten hier im Forum schließlich auch schon Diskussionen über unrund laufende Schüsseln. Bei älteren Edelstahlhaken gab es zudem Probleme mit der Einstellung der Mutter, über die festgelegt wird, wie tief der Haken in die Maschine eingesetzt wird. Teilweise musste man da ab Werk mit dem Maulschlüssel nachjustieren. Und Berichte über verklemmte Maschinen, bei denen der Haken nicht mehr herausging, gab es ebenfalls. Sowas sollte meiner Meinung nach eigentlich nicht passieren.
Vielleicht ist die Unwucht für das eigentliche Knetergebnis völlig irrelevant. Das kann ich nicht beurteilen, und letztlich ist mir das in dieser Hinsicht auch egal. Ich weiß nur, dass ich für einen Edelstahlhaken, der regulär um die 100 Euro kostet, eine vernünftige Verarbeitung erwarte. Selbst wenn es nur ein optischer Mangel ist, sollte die Aufnahme meiner Meinung nach möglichst gerade sein, gerade wenn der Aluminiumhaken zeigt, dass das grundsätzlich funktioniert.
Dazu kommt, dass ich bei manchen Exemplaren auch die Verarbeitung von Guss unsauber fand. Ob dort nicht ordentlich nachgeschliffen oder poliert wird, weiß ich nicht. Da war aber von teilweise oben Richtung Aufnahme alles von Mondlandschaft zu Baby-Popo alles dabei. Ich kenne die Produktionsschritte schlichtweg nicht, jedoch bekräftigt dieser Punkt ebenfalls meine Vermutung.
Das ist ausdrücklich alles meine persönliche Meinung. Ich bin von Haus aus vielleicht etwas genauer und mir fallen solche Dinge einfach auf. Ich will auch gar nicht behaupten, dass die schiefe Aufnahme das Knetergebnis verschlechtert. Ich bin jetzt zufrieden, dass ich endlich einen Haken gefunden habe, der vernünftig läuft.
Was ich allerdings schade finde: Am Ende müssen die Händler die ganzen Retouren bearbeiten, weil man offenbar mehrere Exemplare durchprobieren muss, bis man eines bekommt, mit dessen Verarbeitung man zufrieden ist.