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Wo sind die Rumtrinker?

Der El Dorado 12 ist inzwischen wohl auch nicht mehr gezuckert. Hatte den vor ein paar Jahren Mal, da würde noch nachgeholfen. Die neue ungezuckerte Abfüllung erkennt Mal wohl an der schwarzen Kappe überm Korken. Den English Harbor 5J hab ich hier noch stehen, aber noch nicht probiert. Bei Rum hab ich nicht so viel offen. Aktuell nur den Wagemut PX ( ja ich weiß, ist kein echter Rum) und den Appleton 12.
 
Der El Dorado 12 ist inzwischen wohl auch nicht mehr gezuckert. Hatte den vor ein paar Jahren Mal, da würde noch nachgeholfen. Die neue ungezuckerte Abfüllung erkennt Mal wohl an der schwarzen Kappe überm Korken. Den English Harbor 5J hab ich hier noch stehen, aber noch nicht probiert. Bei Rum hab ich nicht so viel offen. Aktuell nur den Wagemut PX ( ja ich weiß, ist kein echter Rum) und den Appleton 12.
Was soll an dem Wagemut PX denn kein richtiger Rum sein? Soweit ich weiß, Barbados Rum, der in der Karibik zehn Jahre in ex Bourbon Fässern gelagert und in Deutschland drei Jahre in PX Fässern nachgereift wird.

Ich oute mich im übrigen auch als jemand, der 90 Prozent seines Rums als Old Fashioned trinkt. Ob er gesüßt ist oder nicht, macht für mich daher wenig Unterschied. Demerara Rums waren traditionell immer gesüßt. Ich finde es ziemlich albern, dass das gesetzlich jetzt verboten wurde.
 
Ich finde es grundsätzlich gut, dass es für Rum endlich strengere Regeln gibt und es gekennzeichnet werden muss, wenn mit Zucker/Aromen nachgeholfen wurde.

Jahrelang wurden Kunden verarscht. Wenn ich da nur an A. H. Riise Reihe denke...da ist man teilweise am Glas kleben geblieben und das Zeug hat wie ein Christstollen geschmeckt.

Wenns einem schmeckt, dann ist ja egal wie der Geschmack zustande kommt, aber niemandem sollte vorgetäuscht werden, dass der Geschmack natürlich ist.

Dazu dann noch Preise von 50€+ aufrufen, obwohl ich da schon bald junge Singlecask Abfüllungen bekomme.
 
Wagemut PX ist kein Rum. Ist "nur" eine Spirituose auf Rumbasis. Die Nachreifung im Sherryfass- da ist zuviel Sherry drin, darf sich nicht mehr Rum nennen.
Für mich ist das nix, ist alles vom Sherry erschlagen.
Wagemut lässt etwas Sherry im Fass und das ist nicht erlaubt bei Rum. Daher steht auch nur Spirituose drauf.
Ich Mal den hin und wieder ganz gerne, bevorzuge aber eher trockene Rums.
 
Für mich schmeckt das zu sehr nach Sherry, hat in meinen Augen nichts mit Rum zu tun. Zum Glück darf es nicht Rum heißen.
Aber die Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Trotzdem finde ich es richtig das Prioritäten gesetzt werden und Rum jetzt auch offiziell reguliert ist.
 
Ich stelle mich dann mal auf die entgegengesetzte Position: Die letzten 350 Jahre wird in der Karibik Rum gebrannt. Dieser wurde regelhaft gesüßt und mit Gewürzen versetzt. Jetzt geht die EU her und sagt: Über 20g Zucker pro Liter ist das kein Rum. Welches Recht haben wir, die Konsumenten dieses Getränks, den Herstellern in der Karibik zu sagen, wie ihre historisch gewachsenen Getränke auszusehen oder zu heißen haben? Meinetwegen sollen sie die Inhaltsstoffe auszeichnen, aber ich finde das ein irres Stück Vermessenheit.
 
Meinetwegen sollen sie die Inhaltsstoffe auszeichnen, aber ich finde das ein irres Stück Vermessenheit.

EU-Regulierungswahn, Heerscharen von hochbezahlten Verwaltungsfuzzies suchen sich halt eine Beschäftigung...
 
Beim Süßen gebe ich dir Recht, da hätte ich eine Kennzeichnungspflicht besser gefunden. Das hätte auch den Vorteil gehabt, dass man direkt erkennen könnte ob der Rum trocken ist oder nicht. Was mich vor der Regulierung gestört hat, das man mit dem Alter schummeln und das älteste Faß angegeben konnte. Auch untergemischte Aromen find ich nicht gut, aber auch hier hätte mir eine Kennzeichnungspflicht gereicht.
 
Völlig ohne mein Zutun ist hier eine Flasche English Harbour 5yo aufgetaucht. Hier meine Tasting Notes:

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English Harbour 5yo
Erster Eindruck etwas.. Verwirrt. Dezenter Klebstoff, Fuselfruchtigkeit und Pfeffer in der Nase. Nichts davon will wirklich eine Leitnote sein, alles onduliert etwas diffus durch die Gegend. Das verfliegt dann ein bisschen und macht Platz für etwas Karamell. Es ist tragisch, dass da nicht viel von den anderen Rum Funk Noten wie zum Beispiel Ananas oder Banane ist. Der Geschmack ist ganz solide. Karamell und Pfeffer, Vanille und Bienenwachs. Der Alkohol ist mittelgut integriert. Das ist fraglos kein schlechter Rum, aber die wilden Lobeshymnen von Nicolas Kröger kann ich nicht bestätigen.
 
Völlig ohne mein Zutun ist hier eine Flasche English Harbour 5yo aufgetaucht. Hier meine Tasting Notes:

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English Harbour 5yo
Erster Eindruck etwas.. Verwirrt. Dezenter Klebstoff, Fuselfruchtigkeit und Pfeffer in der Nase. Nichts davon will wirklich eine Leitnote sein, alles onduliert etwas diffus durch die Gegend. Das verfliegt dann ein bisschen und macht Platz für etwas Karamell. Es ist tragisch, dass da nicht viel von den anderen Rum Funk Noten wie zum Beispiel Ananas oder Banane ist. Der Geschmack ist ganz solide. Karamell und Pfeffer, Vanille und Bienenwachs. Der Alkohol ist mittelgut integriert. Das ist fraglos kein schlechter Rum, aber die wilden Lobeshymnen von Nicolas Kröger kann ich nicht bestätigen.
Danke für deine Eindrücke zu dem Rum 👍

Wenn du nach Banane und Ananas suchst, wärst du bei Rum aus Jamaika gut aufgehoben 🤔

Habe mir auch wieder 3 neue Flaschen bestellt, auf die ich schon sehr gespannt bin 😋
 
Danke für deine Eindrücke zu dem Rum 👍

Wenn du nach Banane und Ananas suchst, wärst du bei Rum aus Jamaika gut aufgehoben 🤔

Habe mir auch wieder 3 neue Flaschen bestellt, auf die ich schon sehr gespannt bin 😋
Jou, die Jamaikaner sind ja berühmt für dieses Geschmacksprofil. English Harbour kommt aus Antigua, deren Stil ich bisher nur theoretisch kannte. Ich meinte auch nicht, dass ich volles Pfund Banane in dem Rum wollte, aber ein kleines bisschen Fruchtfunk würde dem Geschmackssprofil enorm gut anstehen. Ich muss ihn die Tage nochmal als Old Fashioned trinken. Möglicherweise tut sich da noch ein bisschen mehr auf.
 
Heute gab's das erste Tasting einer meiner drei Neuerwerbungen.

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Ein richtig extremer Kandidat aus Jamaika.
Die Tasting Notes sind sehr passend, deshalb übernehme ich die einfach mal:
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Wer extreme Esther Noten liebt, ist hier genau richtig. Bei der ersten Nase aus dem Glas, riecht man eigentlich nur Pattex. Erst danach kommen die überreifen (fast schon verfaulten) Früchte rüber. Bananen, verfaulte Erdbeeren, aber auch süßer Kuchenteig erfüllen den Raum.

Geschmacklich kommen die (über-)reifen Früchte gut rüber, aber auch die leicht säuerliche Note der Olivenlake ist present. Jedoch muss man sagen, dass der Geschmack nicht das liefern kann, was die Nase verspricht.

Die 52% merkt man dem Rum überhaupt nicht an. Der Alkohol ist wirklich schön eingebunden. Blind würde ich hier auf maximal 40% tippen.

Wer auf außergewöhnlichen und extremen Rum steht, ist hier völlig richtig. Für Preis/Leistung unschlagbare 50€ könnt ihr im Cognac Paradies bedenkenlos zuschlagen.

Für Einsteiger ist dieser Rum jedoch nicht geeignet.
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Heute gab's Rum Nr. 2
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Nase ist typisch Guyana. Leicht, süßlich, Vanille und erst gaaaanz am Ende meint man ein bisschen Rauch wahrnehmen zu können.

Im Mund gibt's aber dann die volle Dröhnung Rauch/Torf, gepaart mit der leichten Süße des Guyana Rums. Gefällt mir insgesamt sehr gut und ist mal wieder was Außergewöhnliches.

Alkohol merkt man schon ein gutes Stück mehr als beim 52% Jamaikaner von gestern, obwohl dieser Rum "nur" 49% hat.

Auch hier wieder eine klare Kaufempfehlung für Rum- und Islayliebhaber für 49€.
 
Danke, @Klesi das sind doch mal beschreibende Aussagen.
 
Hier ein Bild von meiner kleinen Bar
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Und von meinem größten "Schatz" in Flaschenform
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Richtig geniales Zeug 😍
Jetzt aber leider fast schon zu teuer um ihn zu trinken 🫠

Wurde vor 10 Jahren für 75€ pro Flasche (für eine 17 Jahre gereifte Einzelfassabfüllung) fast schon verschenkt...war eine der ersten Abfüllungen bevor der große Caroni Hype anfing.

Velier hat kurz danach Caroni Abfüllungen für anfangs mehrere hundert und später sogar tausende Euro pro Flasche verkauft, die auch noch meist nach wenigen Minuten ausverkauft waren.
 
Beim dritten Neuerwerb bin ich hier eigentlich grundsätzlich falsch 🙈

Es handelt sich hier nämlich nicht um einen Rum, sondern um einen Whisky der im Rumfass vollendet wurde.

Hier gibt es nämlich den Flip im Vergleich zum vorherigen Guyana Rum mit Whisky Finish. Die Nase hämmert dir hier eindeutig rauchig/torfige Islaywhisky Noten rein.

Der Rum ist hier leider völlig unriechbar. Beim Geschmack ändert sich das Bild komplett. Nach der ersten kräftigen Whisky Note, kommt der Rum zum Vorschein und rundet die rauchig/torfigen Noten, mit süßen vanilligen Noten ab. Gefällt mir insgesamt sehr gut, aber ich bin auch grundsätzlich sehr offen für außergewöhnliche Geschmäcker 😂

Grundsätzlich muss man hier schon sagen, dass der Alkohol hier nicht gut eingebunden wurde und extrem im Vordergrund steht, was bei lächerlichen 43% fast schon ein Armutszeugnis ist.
👎🏻
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