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Zwiebelwurst

Tombraider

Militanter Veganer
Hab gestern ein paar Zwiebelwürste gemacht.
Auch mal wieder was aus eigener Herstellung zum Vesper.
Hab Schweinehals und Bauch genommen.
Sind vom Brät her sehr gut geworden.
Wir mögen es nicht so ganz mager, und hab drum 2/3 Hals und 1/3 Bauch genommen.
Gruß Tom
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Hallo Tombraider,
schau doch mal bitte hier: Zwiebelwurst. Da wirst Du fündig!
 
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Darf bei keinem Frühstück fehlen!
Wie lange halten die bei dir?

Gruß Jens
 
Da hätte ich jetzt auch gerne eine davon, sehn sehr lecker aus.:thumb1:
LG Jürgen
 
Die Zwiebelwurst hält so 1 Woche.
Länger muss sie auch nicht halten, weil sie nicht länger überlebt bei uns.
Haben zwei Söhne, 25, und 29 Jahre alt.
Die Essen den ganzen Tag. Ha Ha
 
Es ist ein Fertiggewürz von Hagesüd.
Wenn ihr das Rezept trotzdem wollt, dann gerne.
Habe viele Rezepte und Zusammenstellungen im Kopf.
Kommt so einiges zusammen nach 40 Jahren im Metzger Beruf.
War wärend der Ausbildung schon mit Wurst produzieren beschäftigt.
Hat mir immer gefallen. Es gab und gibt für mich nichts schöneres, als verschiedene Wurstsorten zu produzieren. Habe nach der Ausbildung nichts anderes mehr gemacht, als Wursten.
Bis ich Krankheitsbedingt mit 54 Jahren in Frührente gehen musste.
 
Hallo
Wenn in einer Metzgerei Wurst produziert wird, wird 99 % mit Fertiggewürzen gemacht.
Was ist daran verkehrt?- meiner Meinung nichts... Es ist auch nur eine Zusammenstellung von Naturgewürzen mit ein paar Hilfsstoffen, damit die verehrte Kundschaft die Wurst bekommt, die Sie verlangt.
Die Wurst muss schön ausschauen, und muss eine gewisse Zeit halten.
Das geht nur mit den Zusätzen an Hilfsmitteln, die die Wurst über einen längeren Zeitpunkt schön rötlich , frisch aussehen lässt, und natürlich auch Haltbarer macht.
Jeder muss selber wissen wie er seine Wurst macht, und ich kenne es nicht anders als mit Fertiggewürzen.
Ich habe z.b. in der Woche so ca. 2 Tonnen Wurst produziert.
Und die wurde mit Fertiggewürzen gemacht.
Ich habe natürlich bei jeder Wurst noch mit Naturgewürzen zugearbeitet. Das wissen die Gewürzfirmen, das die Wurstmacher die Fertiggewürze mit einigen " Gewürzen " verfeinern.
Ich hab z.b Muskat, Peffer weiss und schwarz, Piment, Nelken, Kümmel ganz und gemahlen, Coriander, Macisblüte, Knoblauch flüssig und Paste und Granulat. Zitronenaroma,Vanillzucker, usw und was weiss ich noch alles, benutzt, um meiner Wurst, meinen Stempel aufzudrücken.

Drum, jeder so wie er will. Und am Ende ist sowieso alles Wurst
 
Und nun noch mein Rezept für Zwiebelwurst Privat Zuhause
Material: 2/3 Schweinehals . 1/3 Schweinebauch
Gewürze: 22 g Nitritpöckelsalz
12 g Zwiebelwurstgewürz- dieses ist von Hagesüd, bei anderen Gewürzenfirmen stehen die empfohlenen Gramm auf der Packung.
1 g Pfeffer weiss gemahlen
1 g Geschmacksverstärker- Fondor usw..
2 g Pök Umrötehilfe

Verarbeitung wie gewohnt. Viel Spaß beim Ausprobieren
Gruss Tom
 
@Tombraider wenn du NPS verwendest warum dann noch 'Pök Umrötehilfe'???
 
Wie gesagt, jeder wie er will.
Ich mag halt die Farbe, die dadurch entsteht.
Mit NPS wird es auch Rot, aber es dauert länger, und es wird an den Rändern schnell grau.
Drum verwende ich es in meiner Wurst
 
Das Thema Fertiggewürz ist in der Tat kontrovers. Aber man sollte da nicht mit missionarischem Eifer diskutieren. Es kommt da wirklich auf die Umstände an. In einer großen Metzgerei wird man kaum um vorgefertigte Gewürzmischungen herumkommen. Zum einen aus Zeitgründen, aber auch weil der Kostendruck nicht zu verachten ist.

Aber gerade deshalb sehe ich persönlich als großen Vorteil des Hobbywurstens, dass diese Zwänge wegfallen. Wenn ich meine Wurst "selbst" würze, hat sie eben nicht den Einheitsgeschmack der Großmetzgerei, und sei die Wurst dort handwerklich auch noch so gut gemacht. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und würze nicht streng nach Rezept, sondern nach Lust und Laune jedesmal etwas anders. Abwechslung ist mir wichtiger als professionelle, konsistente Ergebnisse.

Dazu kommt noch, dass ich als Hobbyist es mir erlauben kann, hochwertige Gewürze und ruhig auch mal exotische Pfeffersorten zu verwenden und diese auch noch wenn nötig von Hand zu mörsern. Bei den Kleinmengen, die ich produziere (im Schnitt höchstens 3 kg pro Sorte) fällt das preislich und vom Arbeitsaufwand nicht ins Gewicht. Beim Profi-Metzger wäre sowas kaum denkbar, wenn er nicht die Kundschaft hat, die dann auch 50% mehr für die Wurst zahlt.
 
Ich habe die Rezepte für die Wurstsorten die ich produziert habe, alle selber zusammen gestellt.
Und die Wurst kam sehr gut an.
Und wenn ich jetzt Zuhause etwas Wurst mache, dann möchte meine Familie auch das die Wurst ähnlich schmeckt., wie in dem Betrieb in dem ich bis zur Krankheit war. Und den Wunsch erfülle ich meinen lieben Zuhause. Wenn ich jetzt auch mal ein Rezept probiere, wo ich mit Naturgewürzen arbeite, wird gleich gemeckert , das die Wurst nicht mehr so "gut" schmeckt wie sonst. Drum mach ich es halt so.
Und ich finde auch nix schlimmes daran. Ich würde auch nie über jemanden meckern der nur mit Naturgewürzen arbeitet.
Jeder so wie er will. Und wenn es manchen hier nicht gefällt wie ich Würze, dann müssen sie es ja nicht lesen.

Ich habe in einer kleinen Metzgerei gearbeitet, die mehrere Verkaufswägen hätte.
Ausser der Wurst haben wir in Der Woche bis zu 4 Tonnen Schwarzwälder Schinken hergestellt.
Es wurde im Betrieb auch selbst geschlachtet, wobei die Schweine aus dem angrenzenden Stall kamen.
Also da auch null Transportstress für die Tiere. Wir hätten immer so um die 1000 Schweine im Stall. Es War ein Familienbetrieb mit Landwirtschaft und Schweinezucht.
 
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