Ich lehne die Kultur und Lebensweise von Islamisten ab. Kann sie in keinster Weise nachvollziehen. Außerdem bin ich kein Freund von Kulturrealtivismus irgendwelcher Art. Ich halte die westliche Kultur für objektiv besser. Ob meine Kultur und mein Lebensstil irgendwelchen Islamisten nicht gefällt ist mir sowas von scheißegal.
Und einen Terroristen als jemanden zu bezeichnen der "aufsteht und handelt" weil er nicht mehr bereit ist die Außenwirkung unseres Lebensstil hinzunehmen klingt mir nicht nach Distanzierung.
Und selbst wenn Du unbedingt den großen Bogen zur Fleischerzeugung schlagen willst. Hast Du mal gesehen wie sie in diesen anderen Kulturkreisen mit Tieren umgehen?
Gerhard
Es geht ja auch nicht darum, was denen gefällt oder nicht, sondern was wir für vertretbar halten.
Das von mir angesprochene Prinzip "mag ich, will ich, kauf ich" ohne aktives Hinterfragen, ob das moralisch zu verantworten ist, halte ich für unvernünftig und nicht vertretbar.
Wie in andern Weltteilen mit Tieren umgegangen wird, weiß ich. Dafür bin ich weit genug gereist. (Nutz-)Tierhaltung hat gestimmt auch niemanden dazu bewegt, Terrorist zu werden.
Ich gebe Dir recht, der Bogen ist schon ganzschön groß, aber industrielle Tiermast ist nunmal - finde ich - ein sehr schönes Beispiel, das veranschaulicht, wie kurzfristig unsere Denkweise und Planung und wie unnachhaltig unser Lebensstil ist. Das Produkt nur anhand von Kriterien wie Geschmack und Konsistnz zu bewerten, ohne zu Hinterfragen, woher es kommt, und ob das vertretbar ist (manch einer wird aus seiner Desinformiertheit heraus behaupten, das sei vertretbar), halte ich für, achtung: dumm. Und zwar dumm im Sinne einer irrationalen Entscheidung trotz Kenntnis des Hintergrundes.
Rational betrachtet ist so manches, was ich auch schon gegessen haben einfach nur eklig oder Müll.
Terroristen als eben solche zu beschreiben, wie ich es getan habe, halte ich für vertretbar, da ich Anschläge nicht als "Angriff" verstehen muss, sondern eher als völlig unkonstruktive Kritik an bestimmten Lebensweisen und Werten. Das kann ich nachvollziehen, auch wenn der Zweck nicht die Mittel heiligt.
Was mich wundert ist, dass nicht die Ärmsten der Armen und die, die durch unseren Lebensstil am stärksten negativ beeinflusst werden, aufstehen und handeln, sondern irgendwelche religiösen Eiferer. Es ist ja auch egal, wer uns terrorisieren möchte. Motivation haben wir genug geliefert. Dass irgendwann die Quittung "ins Haus flattert" (sorry für deisen sarkastischen Terminus, das Haus hätte aber auch gut bei uns stehen können), war zu befürchten, wurde aber erfolgreich verdrängt. Deswegen sind die Gesichter bei jedem neuen Anschlag auch so lang.
[hoffentlich liest keiner von der CIA mit, sonst wird es das nächste Mal beim Zoll ein langes Interview]
So, ich denke meine Position zu diesem Thema in hinreichend detailierter Form dargelegt zu haben. Back to Beef.