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aus Waschhaus soll ein Backhaus werden

Abend zusammen,

die rechte Ecke ist - bis auf ein paar Schönheitskorrekturen - fertig,
als Abdeckung habe ich kurzerhand eine MDF-Platte genommen - das bislang teuerste an dem Bau ;) - aber so bin ich noch nicht entgültig festgelegt, ist also reversibel ...
Damit habe ich aber erstmal etwas Ablagefläche geschaffen um den Raum halbwegs wieder nutzen zu können, der Winter ist ja nicht mehr sooo weit ;)

http:///i/cshn6f2whqrye0c5e.jpg

Das bisherige Provisorium gibt einem aber finde schonmal ein Gefühl für die Sache.

Schorni war letzte Woche im Urlaub, Termin steht also noch an, von daher kann&will ich jetzt erstmal links nicht weiter.
Habe aber irgendwie kein gutes Gefühl ... Naja abwarten und rankommen lassen, 'schaugn mer ma, dann segn mer scho' ;)

Bin grade am Überlegen, ob ich die provisorische MDF-Platte so (also roh) lasse oder sie in irgendeiner Form lackiere bzw. lasiere oder mit Firniss einfach nur öle?

Erstmal bis hierhin & Grüße aus dem Waschhaus
--
ps: achja Grappa fast vergessen, Danke für den Hinweis mit der Folie, dafür ist zwar rechts nun die Messe gelesen, aber links wäre ich dbzgl. noch flexibel ;)
 
Servus


Für dein rustikales Waschhaus beneide ich dich gefällt mir sehr gut. Auch deine rechte Ecke ist doch schon sehr schön geworden. Mach weiter so. Wie die Anderen würde ich die Eckvariante von Maze bevorzugen, weil du so viel Ablagefläche bekommst und am Ofen nach hinten viel Platz hast, zudem auch Optisch mehr her gibt. Bei deiner Zeichnung, meine da die linke Variante, würde ich das Ofenrohr vom Ofen schräg zum Kamin gehen und dann mit einem leichten Bogen seitlich in das Kamin hinein fahren. Aber vielleicht brauchst du da gar keinen leichten Bogen und kannst gleich schräg in den Kamin fahren. Das ist günstiger für den Zug und ich finde auch optisch schöner. In deinem Fall würde ich deine MDF-Platte auf jeden Fall wegen der Feuchtigkeit, Lackieren, Lasieren, Ölen oder sonst wie einlassen. Aber beachte das du die Oberseite und auch die Unterseite dann als Gegenzug lackieren mußt.
 
Gefällt mir bis hierhin sehr gut. Hoffe jetzt für dich das dein "Schornie" nicht grad so verbohrt ist und dir evtl. noch wichtige Tipps geben kann.
 
Folie so abschneiden, daß es der Schorni nicht sieht.;-) Und dann würde ich (so einfach nur zur Probe :pfeif: ) wenn der Schorni kommt, die MDF- Platte gegen ein paar Fliesen, die da dann Probe liegen, austauschen.:D
Und die MDF- Platte komplett aus dem Raum verbannen, daß nix brennbares in der Nähe ist.
Planst Du eigentlich die MDF- Platte fest ein, oder soll sie mal durch einen Fliesenbelag ersetzt werden?
 
Abend & :wink: ;),

Danke wiedermal für eure Hinweise.
Das Ganze hat heute eine gewisse Eigendynamik entwickelt, Schorni gestern schon da, nur wer nicht da war, war ich ....
Lange Rede, kurzer Sinn, grundsätzlich ist es machbar, paar Dinge wurden beanstandet, so zB. ein sicherer Tritt aufm Dach usw.,
allesinallem aber Dinge, die lösbar sind ohne in die Tausender zu gehen.

... und nun schlägt mein mir eigener weiblicher Wankelmut zu:

Ich weiss, ihr favorisiert alle die Eckvariante, da hab ich aber kein Fundament bzw. müsste erst noch eines giessen.
Desweiteren bereitet mir, jetzt wo es ernst wird, der Gedanke Bausatz versus selbstgemauert etwas Kopfschmerzen.
Vielleicht fahre ich ja doch besser, mir einen Ramster da reinzubasteln, als das Rad neu zu erfinden?

So richtig traue ich mir das Kuppelmauern mit Schamotte nun auch wieder nicht zu, Steinsäge hab ich auch keine ...

Letztens im Baumarkt mal auf die Schamottesteine geachtet, 3.50/Stein, das ist etwas arg teuer,
was mich aber dabei am meisten abschreckt ist, dass ich soo teures Material, ohne jegliche Erfahrung verbauen würde.

Vielleicht macht es in meinem Fall ja doch eher Sinn auf einen Bausatz
(Ramster) zurückzugreifen?

Sorry für meinen Wankelmut, aber ich komme grade etwas ins Grübeln ...
 
Und ein Ferig- Ofen aus Polen? Oder das Modell aus Kroatien, das Du irgendwo in meinem Fred findest, oder schau´ mal in der Bucht.....
Und wenn du bei Schamotte online schaust, erschrickst Du bei den Preisen nicht ganz so arg.
 
Moin Moin,
das ist ja echt ein genialer Ort um einen Backofen zu bauen. Hast Du schon mal über Lehm(Grünlinge) nach gedacht, ist günstiger und sehr leicht zu bearbeiten. Da brauchst Du auch keine Steinsäge. Ich hab meinen Ofen aus alten Lehmziegeln gebaut, die Steine haben mich 20€ gekostet der Lehmmörtel(Sackware) dazu noch mal ca.45€.
Den Tritt auf dem Dach könntest Du umgehen indem Du im Obergeschoß(sofern begehbar) eine Reinigungsöffnung einbaust wie sie an der Sohle vorhanden ist. Einbauort in ca.1,80m Höhe. Materialkosten ca.10-30€.
Viel Spaß noch bei der weiteren Planung :thumb2:
 
Danke für eure Tips,

ist aber nicht wirklich einfach sich zu entscheiden, wenn man Null Erfahrung hat ...

Jörn, dein Thread mit dem Lehmbackofen finde ich klasse, also nicht nur einfach klasse, sondern klasse im doppelten Sinn,
leider bin ich nicht so handwerklich begabt, soll heissen, vielleicht etwas, aber beiweitem nicht so wie Du;-)
Deswegen scheue ich mich vor dem 'Kuppelmauern' egal womit und der Ofentür.
Mit Lehm hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt, denke das reisst irgendwann und dann hat man Sand zwischen den Zähnen?

Grappa, wollte mal auf deinen Fred schauen, komischerweise war das Wort 'Fred' unterstrichen, aber es ist kein Link im herkömmlichen Sinne gewesen. Aber egal - ich suche mal danach, dann werd ich sicher fündig :)

Dem Prinzip nach, finde ich einen Ramster schon genial, zumindest hat man da zwei Backfächer, also ein Feuer-/Backfach unten und ein reines Backfach oben.
Dem Prinzip nach, wird man bei einem Ramster aber grob gerechnet auch 1k Euronen los (nix da mit 363 Euro),
die Schamotteaufsätze kommen ja noch drauf.

Will das aber jetzt um Gotteswillen nicht schlecht reden, ganz im Gegenteil, damit kommt man zeitnah zu einem brauchbaren Ofen.

Und genau das isses was mich rupft ... zeitnah versus 'irgendwann mal',
meine Oma ist jetzt 84 und noch fit, mein Opa ist seit 9 Jahren tot, beide zusammen hatten in der 'Zone' eine Bäckrei/Konditorei/Eisdiele.

Würde schon gerne noch zu Lebzeiten meiner Oma den Ofen haben wollen um auch aus Ihren früheren Erfahrungen Wert zu ziehen,
wenn Omi noch lange fit bleibt, umso besser.

Ich glaub ich kauf mir so nen Ramsterteil incl. diverser Einsätze, als da selber anzufangen rumzubasteln ...

Anbei mal ein paar Fotos von dem, was ich materialmässig da hätte, viel isses aber nicht:

Die Ziegel für den Unterbau:

http:///i/csksnymbwiri1klmq.jpg

einen alten ausgemusterten Kamin:

http:///i/csksud0gdr55xl282.jpg

... und paar Edelstahlrohre und paar Glasplatten:

http:///i/cskt1bqp7o621nhxe.jpg

... aus dem Ganzen liesse sicher sich mit dem nötigen handwerklichen Geschick was zaubern,
aber was solls des hoab i ned, bzw. nur bedingt (ich stapel nicht gerne hoch, andere würden eine andere Wortwahl nehmen) ;)
 
Man braucht handwerklich nicht begabt sein um einen HBO herzustellen. Da darf man vorher nicht groß drüber nachdenken sonst wird man wirr. Man hat genug Zeit zwischen dem Setzen der Steine zu überlegen.
Das arbeiten mit dem Lehm fand ich Klasse. Kannst immer wieder aufrühren und wiederverwenden. Steinschneidmaschine ist empfehlenswert. Jetzt über Winter eine gebrauchte suchen und zum Beispiel ersteigern. Lässt sich immer wieder verkaufen. Mit dem "Radiusarm" lässt sich perfekt die Kuppel erstellen. Gibt aber auch einfachere Bauformen mit Backsteinen die schneller gehen.
 
Man braucht handwerklich nicht begabt sein um einen HBO herzustellen. .....

Aber 10 linke Daumen an zwei linken Händen helfen auch nicht weiter.
Aber das was Waschhausofen (hier könnte auch ein Name stehen) bisher gezeigt hat, ist schon mal ein guter Anfang. Und mit Sicherheit und unserer Unterstützung könnte sie auch eine Kuppel bauen.
 
Bis jetzt sieht das Projekt doch recht gut aus. Wenn das eine gelingt warum soll das andere nicht auch gelingen. Von zehn linken Daumen braucht man sicher nicht sprechen. Und wenn man mal ne Hilfe braucht so ist man hier im Forum doch recht gut aufgehoben.
 
Danke für euren Zuspruch, aber ganz ehrlich? Ich trau es mir nicht wirklich zu ;)
Schorni meinte auch (wir hatten dazu nochmal telefoniert) mit einem werkseitig gefertigten Ofen ist man auf der sichereren Seite,
ok - er nimmt ihn ja auch ab.

Hab mir mal zu einem Ramsterkauf Gedanken gemacht, etwas im Unklaren bin ich noch über die Höhe des Unterbaus,
kann den ja schlecht direkt auf Beton setzen, allerdings sehr viel höher als in der Skizze würde ich ihn nicht haben wollen,
bliebe alternativ den Mittelteil etwas niedriger anzusetzen.

Wo ich planungsmäßig auch noch in den Seilen hänge ist, dämm ich das Teil oder laß es offen stehn, der Wärmeeintrag käm dem alten Gemäuer sicher zugute.

http:///i/csnq2t3050gni45mq.jpg

Den Part ganz links, das ist mal einfach so gesponnen - soll nicht eine ganz so schwere Ausführung werden, also ohne extra Fundament und gemauerten Bogen. Von der Optik her, dachte ich da an eine Art sichtbaren alten Holzbalken/Stammabschnitt, quasi entrindet aber nicht gehobelt o.ä.
Eine durchgehend geflieste Arbeitsfläche von links nach rechts wäre denke dann am besten.
Aber das Links ist konkret noch nicht so wichtig ...

Wichtig wäre das mit der höhenmäßigem Einordnung des Ramsters incl. Dämmung über OK Beton, ich bin 1.70m, die Unterkante der oberen Tür läge derzeit bei ca. 1.35m (geschätzt kenne die genauen Maße nicht), hab aber auch keine Dämmung/Trennschicht von unten eingerechnet.

Sorry, dass ich jetzt so 'umgekippt' bin, hoffe ihr seid mir nicht bös ..., aber mal ehrlich nach längerem Auseinandersetzen mit der Situation in einem geschlossenem Nebengebäude wägt man anders ab, als irgendwo 'auf der grünen Wiese' ohne Abnahme ...

Jedenfalls nochmal Danke für eure bisherigen Ideen & Tips :)

Viele Grüße Nancy
 
Moin Moin Nancy,
ich würde, sofern Du Dich für den Ramster entscheidest, den Ofen ruhig an die rechte Seite bauen. Somit hättest Du links eine große zusammenhängende Arbeitsfläche, evtl. den Ramster dann etwas über Eck stellen. Dämmung würde ich ruhig machen, er hält die Wärme dann besser und warm genug wird es auch noch werden in dem geschlossenen Raum. Die Rückwand wirst Du ja nach Modell evtl. eh dämmen müssen um die gemauerte Wand und deren Rückseite nicht zu stark zu erwärmen. Hängt vom Abstand zur Wand und deren Aufgabe ab, aber das wird Dir Dein Schorni schon erzählen.
 
Hallo Jörn und alle,

den Ramster vielleicht schräg in die rechte Ecke zu bauen, die Idee hat was, Danke :)
Einziger Nachteil ist der, dass die Ramstertüren durchweg links gehangen sind.
Aber noch bin ich flexibel ...

Bin jetzt rechts bei immernoch 85cm OK Ziegel-MW, wenn ich dem Part linkerhand noch zwei Läuferschichten hinzufüge,
käme ich auf etwa gleiche Höhe.

http:///i/cszxrfczyk0mqg8zm.jpg

Geplant ist, da einfach Hohldielen drüberzulegen, welche gefliest werden können.
Aber dann wäre ich bei OK HD ca. bei 95cm wenn ich beide Seiten auf ein Niveau bringen wöllte, dabei wärs dann egal, auf welche Seite ich final den LeRond stelle,
weiss aber nicht, obs dann zu hoch wird?

Links der Esse bin ich noch flexibel in der Höhe, kommen halt rechts + links nur noch eine Ziegelschicht drauf, vorne aber zwei.

Den Übergang der Holzbalkendecke vom EG-OG haben wir umlaufend um den Schornstein vorsichtshalber mal ausgesägt und ausbetoniert, das war auch sehr notwendig,
der Schornstein im OG sah eigentlich noch gut aus, aber die offenen Fugen im Fehlboden zw. EG und OG ... 'gehmirwech'

http:///i/cszxs6sf3nnbyitfm.jpg

Grüße aus dem Waschhaus und einen schönen Wochenstart! :)
 
Achja Nachtrag:

Ich wohne in einem Hochwassergebiet, nach 1956 (was meine Omi noch miterlebt hat), habe ich bislang 'nur' zwei Hochwasser miterlebt,
August 2002 und August 2010, wobei 2010 ungefähr entlang des blauen Pinsels der Höchststand war, 2002 stand es etwa 40cm tiefer.

http:///i/cszyvc5p9qaxwor5u.jpg

Ich möchte den Ofenbau nicht nach den Hochwasserständen ausrichten, aber ganz ausblenden will ich es auch nicht.
Denke aber mal, notfalls bringt man die Schamotteeinsätze in Sicherheit, danach kann auch das Wasser 'durchmarschieren'.
Wobei ich nicht glaube, dass wir nochmal sowas Schlimmes wie 2010 erleben, das war eine regelrechte Flutwelle, innerhalb 2h stand ich hüfttief im Wasser
bei Null Vorbereitungszeit.

Das 2013'er HW verlief hingegen bei uns sehr moderat und mit langer 'sensorischer' Einrichtungszeit aus Wetterbeobachtungen/Netzwerken etc.,
da hat es die Anlieger der Flussunterläufe maximal härter getroffen, als uns 'Gebirgler' die quasi nur am oberen Ende der Kette standen, wo dann das Wasser auch recht flott wieder weg war.
Die Sauerei bleibt aber trotzdem ... ;)
 
Bevor mir der Ofen absäuft, würde ich ihn höher machen und wenn es sein müsste würde ich eine Treppe davor installieren, damit ich nicht über Kopf arbeiten müsste.

Das Wetter wird nicht mehr besser. Kann sein, dass du ein zwei Jahre Glück hast, aber darauf würde ich mich nicht verlassen.

Überlege es dir gut.
 
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