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Bau einer Grillhütte - Bautagebuch

DerJo85

Grillkaiser
10+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,
nach dem Kauf eines Grills kauft man sich noch einen, dann denkt man, aller guten Dinge sind drei und irgendwann geht der Platz aus...glücklicherweise haben wir auf dem Grundstück eine Gartenhütte, die wir im Grunde nicht brauchen und an deren Stelle soll nun die Grillhütte entstehen. Nach Recherche hier im Forum haben wir Pläne gemacht, das Internet durchforstet, (...) und dann mit der Umsetzung begonnen. Was bisher zu kurz kam ist das Bautagebuch, auch wenn einige Fotos entstanden sind. Daher nun Schritt für Schritt der Baubericht bis hin zum aktuellen Stand, chronologisch korrekt, aber etwas im Zeitraffer :-D

Schritt 1:
Rückbau des alten Gartenhauses. Es wandert als Fahrradschuppen zu Freunden von uns, bekommt also ein wohlverdientes zweites Leben. Links wurde bereits der alte Kompost weggebuddelt.

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Dach runtergewuppt, das alte Bitumenzeug drauf kleinzuschneiden ist nochmal eine Herausforderung für sich. Unglaublich abrasiv, glücklicherweise hatte ich noch eine alte Stichsäge vom Hornbach herumliegen, die kann man dafür opfern ;-)

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Die gepflasterte Bodenplatte wurde freigelegt, unter dem Haus hat das Eichhörnchen die halbe Nussernte der Nachbarn versteckt.


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Steine entfernt und per Ebay Kleinanzeigen verschenkt, da bekommt man wirklich alles los.

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Der feine Split lag auf einer Plane, das war sehr praktisch um ihn vom Boden wegzubekommen. Er wurde in Wannen und Eimern zwischengelagert und soll unter die Steinplatten am Boden der neuen Küche kommen.


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Los geht die Buddelei für das Streifenfundament am Rand der Hütte.
 
Das sieht schon viel versprechend aus. Ich bring mal nen Fass :bier: mit und setz mich auf die Bank.
Bin gespannt wie es weiter geht.
 
Interessant, da bleibe ich dran :thumb2:
Und nicht vergessen :bilder:
 
Mal schauen, was hier noch so passiert!


:flash:
 
Hallo Jo,

da setze ich mich auch mal dazu und schau interessiert zu.

Gruß

Tommy
 
Guten Morgen,
ein Post ohne Bilder, aber zur Planung:

Nach längeren Überlegungen, Vergleichen und Kalkulationen habe ich mich gegen einen Selbstbau der Grillhütte entschieden, sondern für einen fertigen Bausatz. Preislich gibt es sich nicht viel, man spart sich aber unglaublich viel Arbeit und hat saubere Statik etc. und ein geprüftes Konzept. Hier ist es die Firma Azalp geworden. Nach der Bestellung kamen ein paar Nachfragen (ich habe statt 30mm Wandstärke die 45mm Wandstärke bestellt) und man vergewissert sich hier nochmal, lief alles sehr schnell und professionell ab. Nach ein paar Wochen gab es eine Angebotsaktion und die Hütte war ein ganzes Stück billiger. Nach Kontaktierung von Azalp hat man sich bereit erklärt, einen Großteil des Preisnachlasses zu erstatten und ich habe eine Überweisung bekommen, d.h. fast den späteren, billigeren Preis bekommen obwohl meine Bestellung schon Wochen alt war. Das ist absolut ungewöhnlich und sehr bemerkenswert, daher ein dickes Lob und Danke an der Stelle.
Nachdem die Bebauung im Grunde direkt auf der Grenze ist und die 2m Höhe auch überschritten werden sollen, war es notwendig die Bauvorschriften und Fachbegriffe in Baden-Württemberg zu wälzen. Daher Bauamt kontaktiert, Informationen eingeholt, wie besprochen einen formlosen Schrieb zur Zustimmung aufgesetzt und unterschreiben lassen. Der ist jetzt auf der Gemeinde hinterlegt (wenn der Nachbar es jahrzehntelang toleriert, dann sein Grundstück verkauft und der Käufer mit dem Bau nicht einverstanden wäre, müsste ich ihn entfernen, wenn das schriftlich hinterlegt ist, dann nicht, weil "Altlast"...krass...).
Dazu brauchte ich noch eine Bestätigung des Herstellers über den umbauten Raum in Kubikmetern, auch hier hat Azalp sehr schnell geantwortet und geholfen und sogar einen kleinen Fehler in meiner Rechnung gefunden und korrigiert. Es wurde also wirklich bearbeitet und nicht nur abgenickt.

Damit waren die Rahmenbedingungen klar: Halboffener Schuppen mit zwei Wänden auf der Grundstücksgrenze und einem Pfosten an der freien Ecke, Satteldach parallel zum Haus und das ganze direkt an der Grenze. Bausatz 4,50m x 3,50m.
 
Parallel dazu liefen derzeit andere Projekte (Strandkorb der bei Gelegenheit bei den "Eigenbauten aus Holz" kommt, Garten dahinter, Seitenbeet, ... ). Fun Fact: Wenn man irgendetwas verschwinden lassen will, egal was, dann öffnet sich das Bermudadreieck des Internets: Ebay Kleinanzeigen. Völlig egal ob alte Pflastersteine, Betonplatten oder Baumsetzlinge aus dem Hochbeet, inserieren und im Zweifel verschenken, das geht alles weg...

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"verschenkt"



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Fundament vollständig entfernt und Schalung zum Betonieren gebaut, Streifenfundament mit Baustahlkörben zur Armierung. Den Split unter den alten Platten habe ich in die dort liegende Plane eingeschlagen und via Schubkarre in Wannen umgelagert, der kommt später wieder rein unter die Bodenplatten.
 
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Aushub hat begonnen - formschön ins Gebüsch integriert der beste Bagger aka "meine Frau", die allerdings im Internet unerkannt bleiben will :-D
 
Da setze ich mich mal auch auf die Bank.
:anstoޥn:
 
Weiter geht's, krankheitsbedingt war ich eine Weile außer Gefecht, die Seuche geht um...

Streifenfundament fertig und ausgeschalt, nun die Fläche ausgebuddelt:

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Praktischerweise hat mein Nachbar eine Stelle an seinem Grundstück, die er etwas aufgefüllt haben will, deshalb ist der Aushub einfach über den Zaun in die Schubkarre gewandert und war dank tatkräftiger Helfer gleich verräumt:
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(es sind übrigens zwei Helfer, einer schwer getarnt, aber im Bild...)

Nach kurzer Freude war dann wieder Arbeit vorm Haus:
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Und nach vielen Schubkarrenfahrten wieder weg:
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Und wieder woanders ein Haufen:
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Wir mussten am Rand noch etwas nachgraben und wenn das mal glattgezogen und verdichtet ist, bleibt viel weniger übrig, als man denkt. Die Menge hat sich als "genau richtig" herausgestellt.
 
Weiter geht es, im September wurde die Hütte geliefert:
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Alles dabei, Dachrinne/Dacheindeckung. Lediglich eine Kleinigkeit werde ich anders machen: H-Pfostenanker statt dem mitgelieferten Schraubfuß, da ich Druckbelastbarkeit bei einer zweiseitig offenen Hütte nicht mit meinem Bauchgefühl vereinbaren kann, ich will den Eckpfosten druck- und zugfest verankert haben.
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Super verpackt und top Qualität. Die schicken Felgen im Hintergrund gehören übrigens zu mir :-D
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Da habe ich dann realisiert, wie oft ich ums Haus laufen muss, bis alles an seinem Platz ist...


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Geschafft! Terrasse abgeräumt und Streichstation eingerichtet, erstmal alles grundieren.
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Das ist echt verdammt viel Zeug...
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Langsam wird es, grundiert und mit Farbe gestrichen, Decke ausgemessen und die Innenseite der Decke auch gleich mit der Endfarbe gestrichen, dann muss man das hinterher nicht über Kopf machen.

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Und weil wir sonst nichts zu tun haben, noch zwei Anhänger Erde ins Beet hinter dem Strandkorb geschaufelt.

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Aufgrund schlechten Wetters über mehrere Tage dann erstmal Pause.
 
Die beste Bauhilfe ist am Start - da kann es ja nur vorangehen!
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Das Streifenfundament wurde mit Körben aus Baustahlmatten armiert, damit in alle Richtungen auch Zugfestigkeit vorhanden ist. Tiefe je nach Stelle 60-80 cm, da war dann das alte Betonfundament der Grundstücksgrenze, hier sitzt es dann auf. War baulich nicht anders machbar, aber reicht für den Zweck. Gerüttelt und glatt gestrichen, jetzt aushärten lassen. Parallel dazu die Grube auf Endmaß angepasst und die Randsteine rundherum gesetzt. Vorne rechts ist absichtlich eine Lücke, da kommt erst der Eckpfosten hin, bevor der Rest der Steine gesetzt wird. Den Verdichtungsschotter haben wir einigermaßen verteilt, gerüttelt wird erst, wenn der Pfosten an der Ecke ebenfalls einbetoniert ist.
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Hallo Jo,

eine gute Bauüberwachung ist schon was wert und fast 90% vom
Vorhaben erledigt. :ks::muhahaha:

Gruß

Tommy
 
Den Verdichtungsschotter
Was da so alles als Schotter verkauft wird :o

Würde mich mal interessieren, was man dafür zu zahlen hat.
Oder anders gesagt: Wieviel Geld hat Dir der Dealer gegeben, dass Du das Zeug für ihn entsorgst.:domina:

Entschuldige, ich bin Straßenbauingenieur :fahne:

Viel Spaß weiterhin bei Deinem Projekt, ich bleibe interessierter Zuschauer :thumb2:
 
Was da so alles als Schotter verkauft wird :o

Würde mich mal interessieren, was man dafür zu zahlen hat.
Oder anders gesagt: Wieviel Geld hat Dir der Dealer gegeben, dass Du das Zeug für ihn entsorgst.:domina:

Entschuldige, ich bin Straßenbauingenieur :fahne:
Wahrscheinlich falscher Begriff von mir, für Schotter ist das glaube ich viel zu feinkörnig - nachdem unter dem alten Gartenhaus eine Schicht Splitt war hatte ich den Gedanken, das als Bett für die Platten zu verwenden ohne nennenswert zusätzlich nachkaufen/transportieren zu müssen. Daher wollte ich dann unter dem Splitt feinkörnigeres Material, damit es insgesamt passt. Hoffentlich stimmt der Gedankengang :-D
Preis lag bei 5€/Tonne, mir ist schon klar, dass das eher Entsorgung ist.
 
Es geht voran!
Nachdem die Grube gefüllt und einigermaßen glattgestrichen wurde, liefen parallel die Arbeiten zur Grundierung und zum Anstrich des ganzen Holzes.
Ausgangslage: Fundament betoniert, Randsteine bis auf die geplante Lücke auch, alles bereit.
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Grundleiste gelegt. Das ganze auf eine 10mm starke Rollbahn aus Gummigranulat, ähnlich den Antivibrationsmatten von Waschmaschinen, dann steht die Grundleiste nicht so im Wasser.
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Die ursprünglich geplante Position wurde noch ein paar Zentimeter korrigiert, daher steht es nicht ganz mittig auf dem Streifenfundament, das dürfte aber vollkommen egal sein. Platzausnutzung ist so definitiv besser.

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Erste Wandreihen sind drauf, nun lange dünne Löcher durch die Leisten bohren, um Grundleiste und Wände zu verbinden. Auf die Länge mit so einem wabbeligen Bohrer gerade bleiben ist nicht ganz einfach. Daher erstmal mit einem normalen Bohrer sauber rechtwinklig vorgebohrt und dann das lange Ding in die bestehende Bohrung gesetzt, so kann weniger nebenraus gehen.

Gute Vorbereitung ist so viel wert - man kommt gefühlt tagelang nicht voran und dafür geht es dann bei der eigentlichen Arbeit rasend schnell. Danke an unsere Nachbarn, dass die das an einem Sonntag toleriert haben.
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Thema Bauaufsicht wurde ja schon besprochen ;-)
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Und so schnell steht der Rohbau:
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Zusammen mit der Frau und dem #weltbesterNachbar aufgestellt, der hat bei First und Pfetten geholfen, da braucht's einfach Kraft.


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Wegen Wetterverschlechterung und absehbar aus beruflichen Gründen weniger Zeit in den kommenden Tagen dann erstmal wieder alles unter die Plane gepackt, aber das war ein echt sensationeller Tag.
 
Hallo,

einfach Klasse was da zu sehen is.🤩👍🤩

Freue mich schon auf die Fortsetzung. 😍

Aber mit solchem Werkzeug ist das auch kein Wunder.
Besonders die Bohrmaschine auf dem 3. Bild geht, eine
wirkliche Kraftmaschine und merklich besser als die
Vorgängermaschine.

Gruß

Tommy
 
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