• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Bauernbratwurst-Experiment

Alex W.

Räucherkini
5+ Jahre im GSV
Servus,

Zur Zeit läuft ein kleines Experiment bei mir. Vor acht Jahren hab ich zum allerersten Mal selbst gewurstet. Damals hatte ich eine Bauernbratwurst nach einem Rezept aus einem meiner Bücher gemacht. Einen Teil dieser Würste hatte ich damals, obwohl sie ohne NPS hergestellt waren, kalt geräuchert. Die schmeckten mir damals sehr gut, sie hatten mich an klassische geräucherte Bratwürste, die bei uns bei der Hausschlachtung hergestellt werden, erinnert. Da aber jeder der Meinung war bzw. ist, dass man sich in Lebensgefahr begibt, wenn man Rohwürste ohne Nitritzusatz herstellt, hab ich mich daraufhin nicht mehr getraut, sowas nochmal zu machen.

Jetzt, nach langjähriger Erfahrung, sehe ich vieles Entspannter. So hab ich mich nun getraut, es nochmal zu versuchen. Das Rezept unterscheidet sich zwar etwas von dem damals, ist aber recht konservativ gehalten, ohne exotische Gewürze. Dazu später mehr...
1700505999785.jpg

Einen Teil hab ich direkt im Anschluss an das Wursten in die Pfanne gehauen. Einem Wurstspezl von mir hab ich auch zwei Paar gegeben; er hat ein Paar gleich im Wasser warm gemacht. So wie unsere Bauernwurst, die ja nichts anderes ist, als eine Bauernbratwurst. Letztere ist quasi die Urform davon. So waren sie schon mal nicht schlecht.
1700505999809.jpg

1700505999798.jpg

1700505999752.jpg

Der Rest ging in den Rauch:
1700505999775.jpg

1700505999763.jpg

Ein Paar hab ich dann frisch aus dem Rauch warm gemacht:
1700505999736 - Kopie.jpg

Nicht schlecht! Aber es fehlt etwas vom Geschmack her.. Wir haben unser Bauernwurst-Rezept doch nicht umsonst so ausgetüftelt.. Den Rest lasse ich jetzt etwas trocknen, dann bin ich gespannt, was dabei heraus kommt!

Grüße,

Alex :)
 
Servus,

Zur Zeit läuft ein kleines Experiment bei mir. Vor acht Jahren hab ich zum allerersten Mal selbst gewurstet. Damals hatte ich eine Bauernbratwurst nach einem Rezept aus einem meiner Bücher gemacht. Einen Teil dieser Würste hatte ich damals, obwohl sie ohne NPS hergestellt waren, kalt geräuchert. Die schmeckten mir damals sehr gut, sie hatten mich an klassische geräucherte Bratwürste, die bei uns bei der Hausschlachtung hergestellt werden, erinnert. Da aber jeder der Meinung war bzw. ist, dass man sich in Lebensgefahr begibt, wenn man Rohwürste ohne Nitritzusatz herstellt, hab ich mich daraufhin nicht mehr getraut, sowas nochmal zu machen.

Jetzt, nach langjähriger Erfahrung, sehe ich vieles Entspannter. So hab ich mich nun getraut, es nochmal zu versuchen. Das Rezept unterscheidet sich zwar etwas von dem damals, ist aber recht konservativ gehalten, ohne exotische Gewürze. Dazu später mehr...
Anhang anzeigen 3280522
Einen Teil hab ich direkt im Anschluss an das Wursten in die Pfanne gehauen. Einem Wurstspezl von mir hab ich auch zwei Paar gegeben; er hat ein Paar gleich im Wasser warm gemacht. So wie unsere Bauernwurst, die ja nichts anderes ist, als eine Bauernbratwurst. Letztere ist quasi die Urform davon. So waren sie schon mal nicht schlecht.
Anhang anzeigen 3280524
Anhang anzeigen 3280523
Anhang anzeigen 3280519
Der Rest ging in den Rauch:
Anhang anzeigen 3280521
Anhang anzeigen 3280520
Ein Paar hab ich dann frisch aus dem Rauch warm gemacht:
Anhang anzeigen 3280517
Nicht schlecht! Aber es fehlt etwas vom Geschmack her.. Wir haben unser Bauernwurst-Rezept doch nicht umsonst so ausgetüftelt.. Den Rest lasse ich jetzt etwas trocknen, dann bin ich gespannt, was dabei heraus kommt!

Grüße,

Alex :)
Moin Alex,

Verstehe gerade nicht auf was du hinaus willst…was genau suchst du? Was schwebt dir vor?
 
Moin Alex,

Verstehe gerade nicht auf was du hinaus willst…was genau suchst du? Was schwebt dir vor?
Eine geräucherte Bratwurst zum roh essen. Quasi wie deine Mettenden, aber halt ohne NPS und mit der typischen Bratwurst-Würzung. Sowas in die Richtung wie die hier:
https://www.umdiewurst.de/bratwurst-fraenkisch/fraenkische-bratwurst-geraeuchert

Ich weiß dass das angeblich nicht geht, aber ich versuch es jetzt mal. Das war früher bei uns die einzige Wurst, die bei der Hausschlachtung hergestellt wurde, von den Kochwürsten abgesehen. Bei uns gab es keine "richtige" Rohwurst, nach allen Regeln der Kunst. Die einzigen "Rohwürste" waren die geräucherten Bratwürste. Was nicht in Därme gefüllt wurde, kam ins Glas und wurde eingekocht. Und natürlich wurde die rohe Wurstmasse auch gleich nach dem wolfen roh gegessen. Also das Äquivalent zum norddeutschen Mett.
 
Eine geräucherte Bratwurst zum roh essen. Quasi wie deine Mettenden, aber halt ohne NPS und mit der typischen Bratwurst-Würzung. Sowas in die Richtung wie die hier:
https://www.umdiewurst.de/bratwurst-fraenkisch/fraenkische-bratwurst-geraeuchert

Ich weiß dass das angeblich nicht geht, aber ich versuch es jetzt mal. Das war früher bei uns die einzige Wurst, die bei der Hausschlachtung hergestellt wurde, von den Kochwürsten abgesehen. Bei uns gab es keine "richtige" Rohwurst, nach allen Regeln der Kunst. Die einzigen "Rohwürste" waren die geräucherten Bratwürste. Was nicht in Därme gefüllt wurde, kam ins Glas und wurde eingekocht. Und natürlich wurde die rohe Wurstmasse auch gleich nach dem wolfen roh gegessen. Also das Äquivalent zum norddeutschen Mett.

Bei der Hausschlachtung haben wir das auch immer ohne NPS hergestellt. Hieß bei uns auch „Bratwurst“ kam aber in kranzdärme vom selbst geschlachteten Rind.

Die Würzung war nichts besonderes…Pfeffer, Muskat und an einen Teil kam Knoblauch.

Für Bratwurst wäre es ja in etwa Pfeffer, Muskat, Majoran, Ingwer und etwas Piment.
 
Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht.
Die Wurst sieht zumindest sehr gut aus!
 
Für Bratwurst wäre es ja in etwa Pfeffer, Muskat, Majoran, Ingwer und etwas Piment.
Pfeffer, Majoran, Piment und Kümmel waren es in meinem jetztigen Fall. Wollte ein recht einfaches Rezept haben zum Ausprobieren. Hab gerade eine probiert, schmeckt schon recht gut. Hab die Selch nochmal angeschürt, weil die Würste noch ein paar blasse Stellen haben. Jetzt lass ich die noch etwas hängen.

Bratwurst ist ein sehr weit gefasster Begriff, der eigentlich, so weit ich informiert bin, nicht direkt mit dem Begriff des Anbratens zu tun hat. Deshalb die Verwirrung. Bei uns ist es aber so, dass man diese Bratwurst durchaus in der Pfanne braten bzw. grillen kann, wenn sie frisch ist.

Wie wurde eure "Bratwurst" weiter verarbeitet? Auch geräuchert und dann reifen gelassen?
 
Bratwurst ist ein sehr weit gefasster Begriff, der eigentlich, so weit ich informiert bin, nicht direkt mit dem Begriff des Anbratens zu tun hat. Deshalb die Verwirrung
Im Osten ist die Bratwurst teilweise eine dauerwurst, also sprich Mettwurst oder Salami. Es ist nicht einfach. :)
Aber wenn es schmeckt ist es auch egal wie ich finde
 
Liegt halt daran das Bratwurst von Brät kommt und nicht von braten.
:ks:AUS
Mach bei den Bauernwürsten auch immer einen Teil ohne NPS für den Grill, mit NPS lass ich sogar welche zur Dauerwurst reifen(geräuchert), da ist dann aber Propedin mit drin, ein Teil kommt in Gläser und ein Teil geräucherter zum Brühen.
Aus ein und dem selben Grundbrät lassen sich somit vier verschieden Würste herstellen.
Edith: mit schwarz geräucherten sogar fünf:D
Die erste Verwurstung letztes Jahr mit @mike war auch ohne NPS
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/dann-halt-auch-mal-meine-saison-2022-23.357707/
 
Servus,

Zur Zeit läuft ein kleines Experiment bei mir. Vor acht Jahren hab ich zum allerersten Mal selbst gewurstet. Damals hatte ich eine Bauernbratwurst nach einem Rezept aus einem meiner Bücher gemacht. Einen Teil dieser Würste hatte ich damals, obwohl sie ohne NPS hergestellt waren, kalt geräuchert. Die schmeckten mir damals sehr gut, sie hatten mich an klassische geräucherte Bratwürste, die bei uns bei der Hausschlachtung hergestellt werden, erinnert. Da aber jeder der Meinung war bzw. ist, dass man sich in Lebensgefahr begibt, wenn man Rohwürste ohne Nitritzusatz herstellt, hab ich mich daraufhin nicht mehr getraut, sowas nochmal zu machen.

Jetzt, nach langjähriger Erfahrung, sehe ich vieles Entspannter. So hab ich mich nun getraut, es nochmal zu versuchen. Das Rezept unterscheidet sich zwar etwas von dem damals, ist aber recht konservativ gehalten, ohne exotische Gewürze. Dazu später mehr...
Anhang anzeigen 3280522
Einen Teil hab ich direkt im Anschluss an das Wursten in die Pfanne gehauen. Einem Wurstspezl von mir hab ich auch zwei Paar gegeben; er hat ein Paar gleich im Wasser warm gemacht. So wie unsere Bauernwurst, die ja nichts anderes ist, als eine Bauernbratwurst. Letztere ist quasi die Urform davon. So waren sie schon mal nicht schlecht.
Anhang anzeigen 3280524
Anhang anzeigen 3280523
Anhang anzeigen 3280519
Der Rest ging in den Rauch:
Anhang anzeigen 3280521
Anhang anzeigen 3280520
Ein Paar hab ich dann frisch aus dem Rauch warm gemacht:
Anhang anzeigen 3280517
Nicht schlecht! Aber es fehlt etwas vom Geschmack her.. Wir haben unser Bauernwurst-Rezept doch nicht umsonst so ausgetüftelt.. Den Rest lasse ich jetzt etwas trocknen, dann bin ich gespannt, was dabei heraus kommt!

Grüße,

Alex :)
verdammt jetzt hab ich hunger...
 
Pfeffer, Majoran, Piment und Kümmel waren es in meinem jetztigen Fall. Wollte ein recht einfaches Rezept haben zum Ausprobieren. Hab gerade eine probiert, schmeckt schon recht gut. Hab die Selch nochmal angeschürt, weil die Würste noch ein paar blasse Stellen haben. Jetzt lass ich die noch etwas hängen.

Bratwurst ist ein sehr weit gefasster Begriff, der eigentlich, so weit ich informiert bin, nicht direkt mit dem Begriff des Anbratens zu tun hat. Deshalb die Verwirrung. Bei uns ist es aber so, dass man diese Bratwurst durchaus in der Pfanne braten bzw. grillen kann, wenn sie frisch ist.

Wie wurde eure "Bratwurst" weiter verarbeitet? Auch geräuchert und dann reifen gelassen?
Ja, kräftig geräuchert und nach und nach verzehrt. Am besten war sie meiner Meinung nach ganz frisch, lies sich gut streichen war auch gröber (5mm) wir haben auch den Rest eingekocht(da kam immer noch Kochbrühe vom kochwurstmachen dazu) bis sie schön seidig glänzte. Die war auch prima!

Der Geschmack steht und fällt mit dem räuchern. Die Wurst kann noch so gut abgeschmeckt sein beim räuchern kann man alle vorherige Arbeit zunichte machen.

Nur mit „Strauch“ Gewürzen schmeckt Wurst halt sehr „langweilig“, du kannst mit „Knollen“ Gewürzen gegensteuern.

Die sind aber in pulverform nicht einfach zu beschaffen im Markt um die Ecke. Aber dafür gibt es ja das Internet 😊

Liebstockwurzel (nicht das Grün!), Selleriesaat, Sellerieknolle, Lauch, Knoblauch, Zwiebel, Pastinake, Bockshornklee.

Alles gemahlen.

Nur um einige zu nennen. Hier kann man im 0,1g Bereich anfangen und sich rantasten.

Auch Sojasauce (bitte kein Maggi 🙄) hilft. Zugabe zwischen 0,5-2g Gramm (abtrocknung beachten)

Das sollte deiner Wurst deutlich auf die Beine helfen.
 
Ein interessantes Experiment, Alex.
Bis hierher sehen Deine Probanden tip top aus :thumb2:
Bin schon gespannt, wie sie ausgereift aussehen. Ich tippe, dass es nahe an eine Art Mettenden/Schinkenwürstchen herankommt.
Auch umgerötet, aber nicht so intensiv wie mit NPS oder Salpeter.
Ein wenig erinnert mich Dein Experiment an die Bregenwürste, wie sie früher bei uns hergestellt wurden.
Mal abgesehen von evtl. Hirn sind die nicht viel anders.
Viele ließen die auch ausreifen - durchgesetzt hat sich das Ausreifen aber eher mit Varianten ohne Zwiebeln.
Das Ergebnis wurde dann entweder roh gegessen oder warm gemacht.
Lediglich das Räuchern war hier nicht so verbreitet - viele ließen die einfach lufttrocknen.
 
Mach bei den Bauernwürsten auch immer einen Teil ohne NPS für den Grill, mit NPS lass ich sogar welche zur Dauerwurst reifen(geräuchert), da ist dann aber Propedin mit drin, ein Teil kommt in Gläser und ein Teil geräucherter zum Brühen.
Aus ein und dem selben Grundbrät lassen sich somit vier verschieden Würste herstellen.
Genau das "Ein Brät für alles" will ich jetzt erzielen. Ich plane nämlich gerade schon die Verwurstung des heurigen Weihnachtsschweins - und das möchte ich heuer gern nach guter alter "Nord-Oberbayerischer" Hausschlachtungsart durchführen. Will heißen: Keine Extrawünsche! Es wird ein Schwein mit den zugehörigen Innereien gekauft. Die Fleischstücke werden zu schönen Braten- bzw. Surfleischstücken zugeschnitten. Die Abschnitte von den Edelteilen werden zu der generischen Bauernbratwurst-Masse verarbeitet, die dann für alles hergenommen wird. Geplant wäre einen Teil frisch zu verwenden, einen Teil räuchern, und auch noch ein paar Gläser füllen - je nachdem wie es sich von der Masse her ausgeht. Die weniger edlen Teile werden für mehrere Kochwurstsorten (hoffentlich dieses Mal auch mit Blut) verwendet. Da bin ich aber noch am planen. Schlachtwarm wird es zwar leider nicht sein, aber man kann (noch ;)) nicht alles haben.

Es ist auch interessant, wie verschieden die Hausschlacht-Traditionen sind: Bei uns in etwa so, wie oben geschrieben, das heißt es wurden viele "schöne" Fleischstücke als Surfleisch bzw. Geräuchertes ("Schinken") konserviert, später dann auch als Bratenstücke eingefroren. Verwurstet wurden nur Abschnitte. In anderen Gegenden dagegen, war die Konservierungsmethode die Rohwurstherstellung. Dagegen hat dort die Schinkenherstellung nicht so die Bedeutung, dort kamen bzw. kommen dann "Edelteile" in die Wurst.
du kannst mit „Knollen“ Gewürzen gegensteuern.

Die sind aber in pulverform nicht einfach zu beschaffen im Markt um die Ecke. Aber dafür gibt es ja das Internet 😊

Liebstockwurzel (nicht das Grün!), Selleriesaat, Sellerieknolle, Lauch, Knoblauch, Zwiebel, Pastinake, Bockshornklee.
Das ist ein gutes Stichwort. Ein bekannter Metzger, der mit die besten Bauernwürste bei uns hat, hat mir mal sein Rezept verraten. Salz, Pfeffer, Majoran.... und Zitrone. Und dann hat er mir eine Tüte eines bekannten Wurstgewürz-Herstellers (V.. H...) gezeigt. Irgendwie war ich ziemlich enttäuscht, aber gleichzeitig sind diese Würste einfach so unglaublich schmackhaft! Man kann förmlich nicht genug davon bekommen.

Einerseits würde es mich durchaus reizen, mal versuchsweise eine Charge mit besagtem Geschmacksverstärker/Aroma-Präparat (enthält laut Produktbeschreibung auch Sellerie!) zu machen. Andererseits bin ich ein großer Freund von Naturgewürzen. Ich denke die Idee mit Sellerie-/Liebstöckel wäre ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Knoblauch und Zwiebel gehören ja bei mit eh zum Standardrepertoire. Die Ideen gehen mir nicht aus!
Ein interessantes Experiment, Alex.
Bis hierher sehen Deine Probanden tip top aus :thumb2:
Bin schon gespannt, wie sie ausgereift aussehen. Ich tippe, dass es nahe an eine Art Mettenden/Schinkenwürstchen herankommt.
Auch umgerötet, aber nicht so intensiv wie mit NPS oder Salpeter.
Ein wenig erinnert mich Dein Experiment an die Bregenwürste, wie sie früher bei uns hergestellt wurden.
Mal abgesehen von evtl. Hirn sind die nicht viel anders.
Viele ließen die auch ausreifen - durchgesetzt hat sich das Ausreifen aber eher mit Varianten ohne Zwiebeln.
Das Ergebnis wurde dann entweder roh gegessen oder warm gemacht.
Lediglich das Räuchern war hier nicht so verbreitet - viele ließen die einfach lufttrocknen.
Ja, so ähnlich kenn ich die vom Hausschlachten. Aussen grau, innen ein rötlicher Kern. Die schmecken aber ganz anders als die übliche NPS-Ware, nicht so nach "Mettwurst", wenn du verstehst was ich meine. Zwiebeln hab ich dieses Mal auch nicht mit drin. Und interessant ist mal wieder, das verschiedene Regionen ähnliche Produkte mit ganz anderen Namen haben.

Grüße
 
Van hees meintest du?😂

Ist leider stand der Technik. Aber die gewürzfirmen arbeiten viel mit Extrakten, um immer gleichmäßige Ware liefern zu können, damit kann man rohstoffschwankungen ausgleichen.

Geschmacksverstärker enthalten diese Mischungen in der Regel ca 5% immer häufiger aber auch garkeine Verstärker mehr.

Dir muss klar sein das du mit den „üblichen“ Gewürzen einen wirklich harmonischen Geschmack nicht erreichen kannst. Die gewürzhersteller haben da ja auch lange getüftelt, und nicht selten enthält so eine Mischung bis zu 10 Gewürze.
 
Nicht nur Salz hat eine konservierende Wirkung, auch Gewürze wie
-Nelken
-Muskat
-Oregano
-Salbei
-Thymian
-Majoran
-Zimt
-Pfeffer
wahrscheinlich noch viele andere auch und können eine konservierenden Einfluß haben. Die Gewürze wurden also nicht nur wegen des Geschmack verwendet. Das nicht nur in der Wurst sondern auch in Backwaren wie Pfefferkuchen, Lebkuchen und anderen Lebensmitteln.
In welchem Ausmaß diese in hoch verarbeiteten Gerwürzen durch die Lebensmittelindustrie noch vorhanden sind kann ich nicht beurteilen.
Über Pfeffer hab ich letztens erst einen guten Bericht gesehen
https://www.zdf.de/dokumentation/zd...s-der-lebensmittelindustrie-weltweit-100.html
ab Minute 14:00 geht es um Pfeffer und Piperingehalt.
Vieles was wir kaufen ist leider nur noch schwarzes Pulver.

Weiterhin viel Erfolg:thumb2:
 
Van hees meintest du?😂

Ist leider stand der Technik. Aber die gewürzfirmen arbeiten viel mit Extrakten, um immer gleichmäßige Ware liefern zu können, damit kann man rohstoffschwankungen ausgleichen.

Geschmacksverstärker enthalten diese Mischungen in der Regel ca 5% immer häufiger aber auch garkeine Verstärker mehr.

Dir muss klar sein das du mit den „üblichen“ Gewürzen einen wirklich harmonischen Geschmack nicht erreichen kannst. Die gewürzhersteller haben da ja auch lange getüftelt, und nicht selten enthält so eine Mischung bis zu 10 Gewürze.
Ja, diese Firma meinte ich :sun: Das was er hatte war aber keine dieser typischen fertig abgestimmten Gewürzmischungen ("Bratwurst mit Kümmel", "Mettwurst mitteldeutsche Art" etc.), sondern ein Präparat mit dem aussagekräftigen Namen "SMAK". Laut Angabe Geschmacksverstärker und Aromen. Zugabemenge 1g/kg.

Dass es unmöglich ist, einen harmonischen Geschmack ohne Fertigmischungen zu erzielen, hab ich schon oft gehört. Nach meinen jetzigen Erfahrungen, auch mit Brühwurst, finde ich diese Aussage völlig übertrieben. Natürlich wird es unmöglich sein, den Geschmack genau so hinzubekommen, wie man es aus dem Laden kennt. Aber "unharmonisch" ist dann auch übertrieben. Dann kann man es ja gleich bleiben lassen. Meist schmeckt das ein- oder andere Gewürz etwas hervor, was das Produkt aber noch lange nicht ungenießbar macht.

Viel eher ist es doch so, dass unser Geschmackssinn durch die ganzen Fertigmischungen "verlernt" hat, wie klassische Gewürze schmecken. Was hat man denn produziert, als es noch keine Fertigmischungen gab? Ohne, dass ich jetzt ein großes Problem damit hätte, dass die Metzger sowas verwenden.

Das ist ähnlich wie in der Baubranche. Wenn man sich da die Produktkataloge ansieht, fragt man sich auch, wie es vor der Gründung der Firma PCI überhaupt möglich war, irgendein Bauwerk zu errichten 🤣 und ganz offensichtlich ging das auch..

Ich schweife schon wieder ab...
 
Ja, diese Firma meinte ich :sun: Das was er hatte war aber keine dieser typischen fertig abgestimmten Gewürzmischungen ("Bratwurst mit Kümmel", "Mettwurst mitteldeutsche Art" etc.), sondern ein Präparat mit dem aussagekräftigen Namen "SMAK". Laut Angabe Geschmacksverstärker und Aromen. Zugabemenge 1g/kg.

Dass es unmöglich ist, einen harmonischen Geschmack ohne Fertigmischungen zu erzielen, hab ich schon oft gehört. Nach meinen jetzigen Erfahrungen, auch mit Brühwurst, finde ich diese Aussage völlig übertrieben. Natürlich wird es unmöglich sein, den Geschmack genau so hinzubekommen, wie man es aus dem Laden kennt. Aber "unharmonisch" ist dann auch übertrieben. Dann kann man es ja gleich bleiben lassen. Meist schmeckt das ein- oder andere Gewürz etwas hervor, was das Produkt aber noch lange nicht ungenießbar macht.

Viel eher ist es doch so, dass unser Geschmackssinn durch die ganzen Fertigmischungen "verlernt" hat, wie klassische Gewürze schmecken. Was hat man denn produziert, als es noch keine Fertigmischungen gab? Ohne, dass ich jetzt ein großes Problem damit hätte, dass die Metzger sowas verwenden.

Das ist ähnlich wie in der Baubranche. Wenn man sich da die Produktkataloge ansieht, fragt man sich auch, wie es vor der Gründung der Firma PCI überhaupt möglich war, irgendein Bauwerk zu errichten 🤣 und ganz offensichtlich ging das auch..

Ich schweife schon wieder ab...
Klar kannst du einen tollen Geschmack ohne Fertiggewürz hinbekommen. Das sge ich jetzt obwohl ich ja bei einem bekannten Gewürzmischer arbeite. Letztendlich war der Anfang dieser Gewürzfirmen der, den Metzgern eine kontinuierliche Qualität zu liefern damit der Metzger immer die gleiche Qualität hat. Also am Anfang stand da auch nur das Gewürz. Es gibt halt Mischungen die sind ausgereifter und Runder durch die hohe Anzahl an Kompenenten in der Mischung.

Aber mal zu dem Thema runder Geschmack. Zuhause stelle ich meine Gewürze auch selber zusammen und verzichte in den meisten Fällen auf Geschmacksverstärker - in den meisten Fällen. Was ich für mich festgestellt habe, bei nicht umgeröteter Ware fehlt mir auch oft der Geschmack/das runde und da setze ich dann schonmal glutamat ein. Gering dosiert meist so 0,1-0,2g/kg. Gerade bei Weißwurst hilft das meiner Meinung nach enorm. Ich hole mir das geile Zeug im Asia Laden in reiner Form. Mir gefällt das Glutamat und bin, wenn richtig angewendet, ein Fan davon.

Vg Andreas
 
Ware fehlt mir auch oft der Geschmack/das runde und da setze ich dann schonmal glutamat ein. Gering dosiert meist so 0,1-0,2g/kg. Gerade bei Weißwurst hilft das meiner Meinung nach enorm. Ich hole mir das geile Zeug im Asia Laden in reiner Form. Mir gefällt das Glutamat und bin, wenn richtig angewendet, ein Fan davon.
Bin ich bei dir.
Maggi nehme ich gerne zum Abrunden. Bei Cevapcici Vegeta.
Privat ist erlaubt, was gefällt :)
 
Ja, diese Firma meinte ich :sun: Das was er hatte war aber keine dieser typischen fertig abgestimmten Gewürzmischungen ("Bratwurst mit Kümmel", "Mettwurst mitteldeutsche Art" etc.), sondern ein Präparat mit dem aussagekräftigen Namen "SMAK". Laut Angabe Geschmacksverstärker und Aromen. Zugabemenge 1g/kg.

Dass es unmöglich ist, einen harmonischen Geschmack ohne Fertigmischungen zu erzielen, hab ich schon oft gehört. Nach meinen jetzigen Erfahrungen, auch mit Brühwurst, finde ich diese Aussage völlig übertrieben. Natürlich wird es unmöglich sein, den Geschmack genau so hinzubekommen, wie man es aus dem Laden kennt. Aber "unharmonisch" ist dann auch übertrieben. Dann kann man es ja gleich bleiben lassen. Meist schmeckt das ein- oder andere Gewürz etwas hervor, was das Produkt aber noch lange nicht ungenießbar macht.

Viel eher ist es doch so, dass unser Geschmackssinn durch die ganzen Fertigmischungen "verlernt" hat, wie klassische Gewürze schmecken. Was hat man denn produziert, als es noch keine Fertigmischungen gab? Ohne, dass ich jetzt ein großes Problem damit hätte, dass die Metzger sowas verwenden.

Das ist ähnlich wie in der Baubranche. Wenn man sich da die Produktkataloge ansieht, fragt man sich auch, wie es vor der Gründung der Firma PCI überhaupt möglich war, irgendein Bauwerk zu errichten 🤣 und ganz offensichtlich ging das auch..

Ich schweife schon wieder ab...

„smak“ ist ein Präparat das aus dextrose, geschmacksverstärker, und je nach
Nachdem welches Smak (gibt mehrere) Aromen besteht.

Womit wir wieder bei meinem Anfangspost sind: die Aromen sind überwiegend Extrakte aus Sellerie, liebstock, Lauch ect.

Es hebt den Gesamteindruck eines Lebensmittels. Mittlerweile gibt es das aber auch als „clean“ also ohne irgendwelche Verstärker oder Allergene.

Wie gesagt man kann das auch mit Gewürzen nachbauen ☝🏻
 
Ab und an, gerade bei einigen Kochwürsten helfe ich auch ein wenig nach.
Mit "Glutafree" von Lay.
Ich müsste noch mal draufschauen, was genau drin ist - der überwiegende Teil sind Sellerie, Zwiebel, Lauch, Möhre, Pastinake und einiges mehr.
Hefeextrakte oder Glutamat ist nicht drin.
Es macht den Geschmack runder und hebt ihn auch.
 
Also, Ich nehme es vorweg: So richtig vom Hocker haben mich die Würste nicht gehauen. Der Geschmack ist irgendwie nichtssagend, langweilig, würde ich sagen. Ein paar hab ich noch, mal schauen, ob sie sich noch zum guten entwickeln. Ansonsten werden sie Suppeneinlage.

Da ich das mal wieder nicht auf mir beruhen lassen konnte, hab ich gestern nochmal eine Kleinmenge nach unserem bewährten Bauernwurst-Rezept gemacht. Und dieses Mal ein selbstgemachtes Wurzelgemüse-Gewürzpulver mit dazu getan. So ähnlich wie es mir empfohlen wurde @intothefire. Hab mal einen Teelöffel/kg Wurstmasse dazu gegeben (entspricht etwa 3g/kg).

Bilder von der Herstellung hab ich nicht, aber vom Räuchern und vom fertigen Produkt:
1701115332774.jpg

1701115332761.jpg

Das Räuchern hat super funktioniert! Nach ca. einer halben Stunde mit gemischtem Feuerholz (War auch a bissl Kien mit dabei) hatten sie die leichte, gewünschte Rußschicht angenommen. Durch die recht hohe Rauchtemperatur haben sich die Würste während des Räucherns schnell aufgewärmt, und durch günstige klimatische Verhältnisse sind sie plötzlich, innerhalb weniger Minuten bei geöffneter Selchtür abgetrocknet! Das hat mir sehr gut gefallen, so hab ich gleich einen zweistündigen, etwas wärmeren Kaltrauch-Durchgang dran gehängt. Ergebnis nach insgesamt ca. 3h:
1701115332748.jpg

Heute hab ich ein paar warm gemacht:
1701115332737.jpg

1701115332718.jpg

Da ist Geschmack drin! Allerdings könnte ich nicht sagen, dass ich von meinem Würzpulver etwas merke, sie schmecken eigentlich wie immer. Vielleicht muss ich noch mehr nehmen, oder ich greife doch mal zu härteren Mitteln ;) :D

Grüße,

Alex
 
Zurück
Oben Unten