• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Black Angus

mehrheitlich von bäuerlichen Betrieben kommen, die eben so produzieren wie sie es gelernt haben
Da möchte ich Dir nicht widersprechen, gott bewahre. Das ist sicher so und mir wurde in dem Zusammenhang ja auch eindrücklich vom Konfikt zwischen den Generationen geschildert, der sich auftut, sobald Veränderungen anstehen.

In meinen Projekten
Höchst beeindruckend, was Du schilderst, und das ist jetzt ernst gemeint. Ich bin wirklich beeindruckt.

Wie du schon vermutet hast, geht unser/mein Fleisch nicht in den Handel
Und damit bringt es all denen, solche Typen eben wie mir, die auf der Suche nach anderen Quellen sind, eben nichts. Euer Produkt wird sicher von vielen Menschen genossen, aber in den Köpfen von Kindergartenkindern diesbezüglich etwas zu erreichen, halte ich für fraglich. Mit der Gastronomie geht es mir ähnlich. Nach meinen Erfahrungen, auch nach vielem, was ich hier lese, erwartet derjenige, der in ein Lokal geht, ein wohlschmeckendes Fleisch zum angemessenen Preis; dass dabei nach Nachhaltigkeit oder gar nach Tierwohl gefragt wird? Ich bezweifle es, weiß es aber nicht... Aber sei es drum, Euer Weg ist trotdem gut, alleine der Tiere wegen.

Um das zu machen braucht es eine gewisse Größe
Auch das bezweifle ich nicht. Respekt, wer eine solche Größe erreichen konnte um dann Randbedingungen zu schaffen, die Du beschrieben hast. Nun kann das aus welchen Gründen auch immer nicht jeder. Und damit muss ich jetzt wieder den Brückenschlag zurück zu mir schaffen. Meine Quellen sind begrenzt. Vor allem die Quellen, in die ich Einblick habe, oder diesen zumindest zu haben glaube.
Du schreibst in einem der vorangegangenen Beiträge hier selbst, das Vertrauen in die Lebensmittelindustier völlig unangeracht ist. Das sehe ich auch so. Das gilt dann auch für jegliches Bio-Siegel. Mag sein, dass Du/Ihr streng kontrolliert. Aber machen das andere auch?
Bei dem Stück Fleisch, das ich in der Metzgerei kaufe, weiß ich in aller Regel nicht, wo es herkommt. Und selbst wenn mir der Metzger das sagen würde, kann ich mit der Information nichts anfangen, solange ich den Hof nicht kenne. Aus verständlichen Gründen kenne ich nun halt sehr wenige; ausschließlich die ortsansässigen. Wenn mir aber die Quellen fehlen, kann ich Nachhaltigkeit nur bedingt unterstützen. mag sein, dass ich auch nur zu 'blind' bin, sie zu erkennen, aber bisher ist es halt nun mal so. In dieser Situation ist es - für mich, wohlgemerkt, ich spreche nur von mir - schon deutlich fortschrittlich zu wissen, wo ein Tier herkommt, wo und wie es gelebt hat. Auch wenn ich dabei sicher nicht alle Winkel des entsprechenden Hofes begutachte. Ich muss notgedrungen mit dem Vorlieb nehmen, was mir geboten wird.
Versteh mich bitte nicht falsch: Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Eure Produkte um ein Vielfaches besser - vielleicht sogar perfekt - sind, als das, was ich dann im Frühjahr vielleicht erhalte. Aber das, was ich erhalte ist vielleicht auch um ein Vielfaches besser als das, was ich im Supermakrt bekomme. Zumindest hinsichtlich des Tierwohls.
Es wird Dich nicht überraschen, wenn ich sage, dass ich das Fleisch aus Deiner Quelle jedem anderen bevorzugen würde; alleine der Weg dorthin ist mir verschlossen. Und ehrlich gesagt ist es auch nicht ganz fair, wenn Du die Vermarktungsstrukturen anderer bemängelst, dabei aber selbst einen Weg gehst, der fast allen, außer eben den genannten Organistation verschlossen bleibt. Und weil Du den Versandhandel angesprochen hast: Auch den bedienst Du nicht; allerdings hat der auch nicht immer viel mit Nachhaltigkeit zu tun.
Also bleibt das Dilemma, die Ansprüche, die man in vielerlei Hinsicht hat, bestmöglich mit dem in Denkung zu bringen, was realistisch umsetzbar ist. Dass es dabei für den normalen Kunden, der eben weder Organisation noch Gastronomie ist, zu Abstrichen kommen muss, ist so gut wie unumgänglich. Die Ausnahme sind Menschen wie Du, die berufsbedingt oder als Hobby eng mit der Branche zusammenarbeiten und deswegen an einer hervorragenden Quelle sitzen. Genieße, dass es so ist, ohne Zweifel hast Du Dir das verdient. Und ich gönne Dir das mit ehrlicher Überzeugung.

Um auf meinen ersten Beitrag hier zurückzukommen. Ich war einfach nur überrascht, dass es in meiner direkten Nähe Angus-Rinder gibt, deren Fleisch, in welcher Form auch immer, käuflich erworben werden kann (abgleich selten und nur in vorgegebenen Mischungen), und man mag davon halten was man möchte, ich sehe es als einen Versuch wert. Schon aufgrund der fehlenden Alternativen. Klar ist aber auch, dass dieser Weg niemlas der einzige sein kann, über den ich Rindfleisch beziehe.

So, und jetzt ruft demnächst die Tanzfläche. Ich wünsche einen schönen Abend und einen guten Appetit, solltest Du Dir/Euch aus dem Kühlhaus etwas Leckeres mitgebracht haben.
 
@Bär
Hatte ich nicht gebeten den Bauern mit den 20 Rindern mal auszublenden? Nun unterstellen wir mal, er ist ein anständiger Mensch und sagt die Wahrheit. Dann ist das schön und wenn die Qualität stimmt, dann kann man sein Fleisch dort kaufen. Es wird was die Haltungsbedingungen und die Inhaltsstoffe betrifft, vermutlich besser sein als Fleisch unbekannter Herkunft aus dem Supermarkt (Edekalüge). Ebenso sollte man Fleisch vom Metzger des Vertrauens, der seine Tiere von Landwirten aus der Region bezieht, dem Industriefleisch vorziehen.

Das alles ändert aber nichts daran, dass konventionell produziertes Fleisch während und nach der Produktion keinerlei Kontrollen unterliegt und beliebig manipuliert werden kann und wird. Warum sollte ein Bauer ein besserer Mensch sein als alle anderen Menschen und den Verlockungen des höheren Ertrags widerstehen. Als Insider weiß ich das es anders ist.

Was die Veränderung in den Köpfen der Menschen betrifft, folgen wir wissenschaftlichen Studien und werden von der Uni begleitet. Es ist ich keine neue Erkenntnis, dass Kinder sehr früh an Geschmack und Produkte gewöhnt werden, denn schließlich macht das die Industrie seit Jahrzehnten und es funktioniert perfekt. Wir setzen die gleichen Methoden der Konditionierung ein, nur nicht mit dem Zweck schlechte Produkte mit möglichst hohem Profit zu vermarkten.
Bezüglich der Gastronomie fahren hier viele Menschen 50km und mehr, um solche Produkte gut zubereitet zu essen. Und es werden immer mehr Gäste, denn Preis und Qualität passen, während andere Restaurants leer sind. Der Erfolg gibt dem Konzept recht.

Ein Missverständnis möchte ich noch aufklären. Mir geht es nicht darum möglichst vielen Grillfreunden gutes Fleisch zu produzieren oder ein Biofleischgrosshändler zu werden. Ich will das was mir Freude macht so perfekt wie möglich machen und eine Veränderung einleiten und begleiten, solange mir das möglich ist. Heute freue ich mich darüber , daß Kunden in 10km Umkreis bei vielen Metzgern hochwertiges Rind- und Schweinefleisch kaufen können und das zu einem Preis der unter dem Preis von Versandhändlern liegt. Das war vor einigen Jahren noch anders, weshalb das alles seinen Lauf genommen hat.

Es gibt nichts Gutes außer man tut es.

.
 
@bbq4you
Besteht ein Interesse deinerseits, diese, deine, Bezugsquelle anderen Mitgliedern zugänglich zu machen? Ansonsten ist das imho nur Posing - ist das notwendig? Woher du kommst steht auch nirgends.
 
Hatte ich nicht gebeten den Bauern mit den 20 Rindern mal auszublenden
Doch, hattest Du...

dass konventionell produziertes Fleisch während und nach der Produktion keinerlei Kontrollen unterliegt und beliebig manipuliert werden kann und wird
Bei der Betrachtung der Gesamtsituation folge ich auch Deiner Bitte und da wirst Du von mir auch keinen Widerspruch hören, das sehe ich genauso wie Du.

Wenn ich dann die Betrachtung wieder auf meine persönliche Situation eingrenze, muss ich diesen einen Bauern mit seinen 20 Rindern zwangsläufig wieder einblenden. Und weil ich, naiv wie ich bin, jedenm Menschen dann tatsächlich auch erst mal unterstelle, dass er anständig ist und die Wahrheit sagt, ist es einen Versuch wert. Allerdings will ich nicht verschweigen, dass es Aspekte gibt, die mir nicht unbedingt uneingeschränkt gefallen. Aber das ist meine Sache, die muss ich mit mir und meinen Ansprüchen ausmachen.

Bezüglich der Gastronomie fahren hier viele Menschen 50km und mehr, um solche Produkte gut zubereitet zu essen. Und es werden immer mehr Gäste, denn Preis und Qualität passen, während andere Restaurants leer sind
Ja, sicher sind gute, qualitativ gute Produkte im Sinne von Geschmack und Textur, die gut zubereitet sind, der Schlüssel zum Erfolg. Daran habe ich keinen Zweifel. Ob aber alle Gäste sich Gedanken darüber machen, wo das wohlschmeckende Steak herkommt, da bin ich weniger sicher. Aber wenn es so ist, dass auch dies hinterfragt wird und Motivation für das entsprechende Lokal ist, dann ist das toll, keine Frage. Dann habt ihr tatsächlich eine Veränderung bewirkt.

Ein Missverständnis möchte ich noch aufklären.
Da gab es eigentlich nichts aufzuklären. Das habe ich schon verstanden. Weiterhin viel Erfolg für Euch.

Grüße
Gerhard
 
Heute freue ich mich darüber , daß Kunden in 10km Umkreis bei vielen Metzgern hochwertiges Rind- und Schweinefleisch kaufen können und das zu einem Preis der unter dem Preis von Versandhändlern liegt. Das war vor einigen Jahren noch anders, weshalb das alles seinen Lauf genommen hat.
.


Ich finde es toll was Du machst und dass Du hier mal ein wenig Einsicht gewährst.

Mich würde interessieren, wo dieser Umkreis von 10 km ist, bzw. bei welchen Metzgern wir dieses perfekte Produkt kaufen können. Meines Erachtens stört es diese Metzger und auch Dein Konzept/Projekt nicht, wenn ein paar von uns GSVler mal hin fahren und ein paar € liegen lassen.
 
Irgendwie frage ich mich, warum aus der Freude von @Bär, Fleisch von Tieren die auf der Weide gehalten werden und sicher ein artgerechtes Leben leben, zu bekommen so eine Grundsatzdiskussion geführt wird. Ich finde es toll wenn jemand sich Gedanken über sein Fleisch macht, und nicht vom Metro Fleisch aus Argentinien oder sonstwoher kauft.
@bbq4you . Ich finde Dein Projekt wirklich toll , es sollte mehr solche geben aber es bringt halt den Privatleuten die Fleisch kaufen wollen nichts. Darum finde ich seltsam daß Du @Bär " sein " entdecktes Fleisch so madig machst.
 
Ich klinke mich bei der Frage von chrism mal ein und würde auch selbiges gerne wissen.
Bin im Landkreis Ulm. Habe aber auch Connections im Nordschwarzwald, falls es da bessere Möglichkeiten gibt.
Wäre sehr schön, wenn du da vllt. ein paar Tipps hättest!

In dieser Region kenne ich mich leider nicht aus und kann die keinen Tip geben.

.
 
Ich finde Dein Projekt wirklich toll , es sollte mehr solche geben aber es bringt halt den Privatleuten die Fleisch kaufen wollen nichts. Darum finde ich seltsam daß Du @Bär " sein " entdecktes Fleisch so madig machst.

Das freut mich.

Es bringt selbstverständlich etwas, doch das braucht Zeit. Erst wenn es ausreichend Nachfrage und Angebot an Tieren gibt, wird sich der Anteil an ökologisch erzeugtem Fleisch signifikant erhöhen, weil die Produktionskosten und damit der Verbraucherpreis sinkt. Den paar Biobauern und Hofläden ist das in den letzten 20 Jahren nicht gelungen.

Wenn man alle Beiträge ließt wird klar, dass es ausdrücklich nicht um das "entdeckte Fleisch" geht. Es geht um die irrige Annahme, dass auf einer Weide stehende Rinder und eine direkte Vermarktung an den Endkunden automatisch etwas Gutes ist.
.
 
Es wird dies mein letzter Beitrag hier sein, aber eine Anmerkung sei mir noch erlaubt.

Es geht um die irrige Annahme, dass auf einer Weide stehende Rinder und eine direkte Vermarktung an den Endkunden automatisch etwas Gutes ist.

Was etwas Gutes ist und was nicht mag nicht immer einfach zu beurteilen sein, aber: Ein Rind, das auf einer Weide steht und normal fressen kann, ist (hat es) besser als eines in Massentierhaltung mit Mais-Mast-Fütterung in einem Stall steht.
Und eine Direktvermakrung ist besser als eine unnötige lange Handelskette, bei der alle nur abschöpfen wollen, weil mehr beim Produzent und nichs in einer aufgeblähten Verteilkette liegen bleibt. Womöglich eine, bei der auch noch Aktionäre glauben vorrangig partizipieren zu müssen, weil sie meinen ihr Geld sei mehr wert als das von anderen.

Ich bin einfach gestickt. Es mag alles nicht gut sein, aber manchmal reicht das BESSER.
 
@bbq4you Könntest Du ein paar Bilder von Deinen Projekttieren einstellen. Mich würde das echt interessieren. Danke schon mal
 
Bei "meinem" Züchter werden die Galloway-Rinder das ganze Jahr frei gehalten und einzeln zum Schlachter gebracht, wo sie noch 1 Tag aklimatisieren bevor sie geschlachtet werden. Abgehangen wird das Fleisch 2-3 Wochen am Knochen und dann vakuummiert. Kontrollieren kann ich das natürlich nicht, ich sehe aber die Herde auf der Weide stehen, egal ob ich im Sommer oder Winter komme.

Ich nehme aber gerde, wie chrism, Tipps und Informationen entgegen. Ich wohne am Bodensee, deutsche Seite.

Da ich in der Nähe wohne: kannst du mir den Züchter verraten? Gerne auch per PM.

Gruß, Michael
 
@jolokia

Servus Michael,

der ist in Sigmaringen.

http://galloway-gourmet-fleisch.de/

Hört sich professioneller an als es ist...

Ich habe einiges von dem Züchter vergrillt. Alle meine Galloway Vergrillungen sind von dem Züchter. Kannst ja mal guggn...

Näher bei Dir, in Pfullendorf, gibt's Bisons. Ich habe 10kg Mischpaket für 180€ reserviert. Ich bestelle da zum ersten mal, also keine Erfahrung.

http://www.bio-mit-gesicht.de/15287.html
 
Zurück
Oben Unten