Da möchte ich Dir nicht widersprechen, gott bewahre. Das ist sicher so und mir wurde in dem Zusammenhang ja auch eindrücklich vom Konfikt zwischen den Generationen geschildert, der sich auftut, sobald Veränderungen anstehen.mehrheitlich von bäuerlichen Betrieben kommen, die eben so produzieren wie sie es gelernt haben
Höchst beeindruckend, was Du schilderst, und das ist jetzt ernst gemeint. Ich bin wirklich beeindruckt.In meinen Projekten
Und damit bringt es all denen, solche Typen eben wie mir, die auf der Suche nach anderen Quellen sind, eben nichts. Euer Produkt wird sicher von vielen Menschen genossen, aber in den Köpfen von Kindergartenkindern diesbezüglich etwas zu erreichen, halte ich für fraglich. Mit der Gastronomie geht es mir ähnlich. Nach meinen Erfahrungen, auch nach vielem, was ich hier lese, erwartet derjenige, der in ein Lokal geht, ein wohlschmeckendes Fleisch zum angemessenen Preis; dass dabei nach Nachhaltigkeit oder gar nach Tierwohl gefragt wird? Ich bezweifle es, weiß es aber nicht... Aber sei es drum, Euer Weg ist trotdem gut, alleine der Tiere wegen.Wie du schon vermutet hast, geht unser/mein Fleisch nicht in den Handel
Auch das bezweifle ich nicht. Respekt, wer eine solche Größe erreichen konnte um dann Randbedingungen zu schaffen, die Du beschrieben hast. Nun kann das aus welchen Gründen auch immer nicht jeder. Und damit muss ich jetzt wieder den Brückenschlag zurück zu mir schaffen. Meine Quellen sind begrenzt. Vor allem die Quellen, in die ich Einblick habe, oder diesen zumindest zu haben glaube.Um das zu machen braucht es eine gewisse Größe
Du schreibst in einem der vorangegangenen Beiträge hier selbst, das Vertrauen in die Lebensmittelindustier völlig unangeracht ist. Das sehe ich auch so. Das gilt dann auch für jegliches Bio-Siegel. Mag sein, dass Du/Ihr streng kontrolliert. Aber machen das andere auch?
Bei dem Stück Fleisch, das ich in der Metzgerei kaufe, weiß ich in aller Regel nicht, wo es herkommt. Und selbst wenn mir der Metzger das sagen würde, kann ich mit der Information nichts anfangen, solange ich den Hof nicht kenne. Aus verständlichen Gründen kenne ich nun halt sehr wenige; ausschließlich die ortsansässigen. Wenn mir aber die Quellen fehlen, kann ich Nachhaltigkeit nur bedingt unterstützen. mag sein, dass ich auch nur zu 'blind' bin, sie zu erkennen, aber bisher ist es halt nun mal so. In dieser Situation ist es - für mich, wohlgemerkt, ich spreche nur von mir - schon deutlich fortschrittlich zu wissen, wo ein Tier herkommt, wo und wie es gelebt hat. Auch wenn ich dabei sicher nicht alle Winkel des entsprechenden Hofes begutachte. Ich muss notgedrungen mit dem Vorlieb nehmen, was mir geboten wird.
Versteh mich bitte nicht falsch: Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Eure Produkte um ein Vielfaches besser - vielleicht sogar perfekt - sind, als das, was ich dann im Frühjahr vielleicht erhalte. Aber das, was ich erhalte ist vielleicht auch um ein Vielfaches besser als das, was ich im Supermakrt bekomme. Zumindest hinsichtlich des Tierwohls.
Es wird Dich nicht überraschen, wenn ich sage, dass ich das Fleisch aus Deiner Quelle jedem anderen bevorzugen würde; alleine der Weg dorthin ist mir verschlossen. Und ehrlich gesagt ist es auch nicht ganz fair, wenn Du die Vermarktungsstrukturen anderer bemängelst, dabei aber selbst einen Weg gehst, der fast allen, außer eben den genannten Organistation verschlossen bleibt. Und weil Du den Versandhandel angesprochen hast: Auch den bedienst Du nicht; allerdings hat der auch nicht immer viel mit Nachhaltigkeit zu tun.
Also bleibt das Dilemma, die Ansprüche, die man in vielerlei Hinsicht hat, bestmöglich mit dem in Denkung zu bringen, was realistisch umsetzbar ist. Dass es dabei für den normalen Kunden, der eben weder Organisation noch Gastronomie ist, zu Abstrichen kommen muss, ist so gut wie unumgänglich. Die Ausnahme sind Menschen wie Du, die berufsbedingt oder als Hobby eng mit der Branche zusammenarbeiten und deswegen an einer hervorragenden Quelle sitzen. Genieße, dass es so ist, ohne Zweifel hast Du Dir das verdient. Und ich gönne Dir das mit ehrlicher Überzeugung.
Um auf meinen ersten Beitrag hier zurückzukommen. Ich war einfach nur überrascht, dass es in meiner direkten Nähe Angus-Rinder gibt, deren Fleisch, in welcher Form auch immer, käuflich erworben werden kann (abgleich selten und nur in vorgegebenen Mischungen), und man mag davon halten was man möchte, ich sehe es als einen Versuch wert. Schon aufgrund der fehlenden Alternativen. Klar ist aber auch, dass dieser Weg niemlas der einzige sein kann, über den ich Rindfleisch beziehe.
So, und jetzt ruft demnächst die Tanzfläche. Ich wünsche einen schönen Abend und einen guten Appetit, solltest Du Dir/Euch aus dem Kühlhaus etwas Leckeres mitgebracht haben.