Hier mal noch ein bisschen Details zur gestrigen Produktion meiner ersten Blutwurst:
Nachdem ich dann endlich (nach 2 Stunden Kochzeit) die Schwarte weich hatte habe ich den Schwartenbrei mit den Zwiebeln im Mixbebecher mit dem Stabmixer hergestellt, vorher die Schwarte in kleinere Stücke geschnitten. Das ging bei der kleinen Menge (Schwarte von 1 Kg Schweinebauch) sehr einfach.
Zeitgleich habe ich das Bauchfleisch welches ich, ohne vorheriges anfrieren, zunächst auf der Aufschnittmaschine in ca. 8mm dicke Scheiben und dann in Würfel geschnitten habe 12 Minuten gekocht.
Dann die Würfel in ein Sieb abgeschüttet und anschließend mit dem Schwartenbrei in eine Schüssel gegeben und gewogen. Auf Basis des Gewichts habe ich dann 50% dessen an Blut aus Blutpulver angerührt. Das geht recht einfach und staubfrei wenn man zunächst das Blutpulver in eine große halbrunde Schüssel mit möglichst kleinem Standbdoden gibt und dann das Wasser (ich habe ca. 25% durch Milch mit 3,5% Fett ersetzt) vom Rand her anschüttet und dabei die Schüssel dreht.
Anschließend habe ich auf die Menge der Gesamtmasse inkl Blut die Gewürzmenge bestimmt, dieses zunächst direkt mit dem Blut verquirlt und anschließend zur Masse gegeben.
Nochmal alles gut durchgerührt und dann gefüllt.
Den Füller wollter ich für die geringe Menge nicht nehmen da hier immer ca. 300g/ml Rest im Füller bleiben.
Ich hatte einen Trichter mit großer Öffnung zum Marmelade abfüllen. Aber leider war es mir, wie schon beschrieben, damit nicht möglich ohne Helfer die Masse in die Rinderbutte zu füllen

Also Plan B - mit dem Kunststoffdarm ging es Problemlos. Schön fest abgedreht und mit Wurstgarn zugebunden ging es dann bei 85 Grad für 90 Minuten (hatte einen Darm vom Kaliber 90/40 der genau richtig war für die produzierte Menge von ca. 1 Kg) in den Einkocher.
Nach dem brühen war die Wurst recht weich aber prall gefüllt.
Anschließend habe ich die Wurst für 30 Minuten in kaltes Wasser gelegt damit sie nicht nachgart. Als ich die Wurst aus dem kalten Wasser holte war ich etwas erschrocken denn nun war sie nicht mehr wirklich prall. Ich habe noch überlegt sie nachzubinden habe es dann aber doch nicht gemacht sondern die Wurst erst mal bei Raumtemperatur liegen lassen.
Nach 1 Stunde war sie dann wieder schön prall und kam in den Kühlschrank... heute Morgen war sie dann noch etwas praller und fühlte sich schön fest (so wie man es bei einer Blutwurst erwartet) an. Heute oder morgen Abend werde ich sie anschneiden und dann noch ein Anschnittbild nachliefern.