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Der Wetzstahlfaden 2.0

carbo

Pontifex Maximus Culter
15+ Jahre im GSV
Es gibt schon einen Wetzstahlfaden, der stammt aber von 2015, deshalb dachte ich, ein neuer wäre nicht redundant und von allgemeinem Interesse. Ich bitte also eure Erfahrungen mit Wetzstählen zu posten. Bitte mit Fotos, auf denen man die Feinheit oder Grobheit der Züge beurteilen kann. Es soll allgemein um Wetzstäbe gehen. Stahl, Keramik, Sinterrubinkeramik, Diamantbeschichtete Stäbe, Titanbeschichtete Stäbe, oder sonstige Beschichtung - Hauptsache Stab mit Griff.

In letzter Zeit habe ich mir drei Wetzstähle schicken lassen. Bei temu habe ich gesehen, dass es dort neuerdings? - jedenfalls bin ich erst jetzt darauf gestoßen, Wetzstähle mit einem Griff gibt, die dem Dickeron Griff bis auf kleine Unterschiede gleichen. Die Klingen sind etwas anders. Die Preise liegen für eine 12 inch also 30 cm Klinge teilweise bei unter 20€. Entweder ist das Patent oder das Geschmacksmuster abgelaufen oder es wird einfach so kopiert. Allerdings glaube ich, dass Dick dagegen vorgehen würde, wenn es möglich wäre.

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Bei temu ist mir ein Stahl ins Auge fallen, der aussah wie der Dick 2000 oder ein Balkanstahl mit einer Klinge, die nochmal 15 mm breiter ist als der ovale Stahl. Den wollte ich testen. Gewicht laut Webseite 570g, Klingenlänge 30,5cm, Grifflänge bis zum Parierstück ohne Ring 14cm, Blattbreite 35mm. Der Stahl kostete 16,42 €. Das Problem war, dass in der Anzeige keine echten Fotos von den Zügen abgebildet waren, sondern die Fotos bearbeitet waren. Es stand dabei "finer lines and larger surfaces" und "fine teeth". Ich bin deshalb von einem Feinzug ausgegangen. In einer Anzeige von einem anderen Verkäufer sind die Züge etwas besser zu erkennen. Die Realität ist es trotzdem nicht. Der Wetzstahl kam ohne Karton in einer Tasche aus weißer Luftpolsterfolie.

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Hier nun die Fotos. Eigentlich sieht das Teil ganz gut aus. Aber die dicken Züge haben mich doch etwas erschreckt. Beim Parierblech dachte ich: Na ja die Spuren des Ausstanzens hätte man ja entfernen können. Das hat Dick bestimmt besser gemacht. Aber weit gefehlt. Auch dass man das nicht versäubern muss, haben Sie von Dick abgeschaut. In einer weiteren Vorstellung werde ich nochmal darauf zurückkommen.

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Der Ring hinten ist bei Dick dicker und es steht Dickeron auf dem Griff. Sonst nur minimale Unterschiede. Der Stahl greift gut und die Messer werden schnell wieder scharf.

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Auf den Fotos sieht man, dass die tiefen Züge in Dreiergruppen angeordnet sind mit einem Zwischenraum, der etwa der Breite der Züge entspricht. Der Zwischenraum ist nicht glatt, sondern hat Mikrozüge. Wahrscheinlich soll durch die tiefen Züge in Verbindung mit der breiten Klinge ein schneller Abtrag erfolgen und gleichzeitig soll durch die Zwischenräume mit Mikrozügen die Schneide geglättet werden. [Die Idee scheint vom Dick Multicut zu kommen. Der Dick sieht ein bisschen anders aus, weil die tiefen Züge nicht so Zahlreich und tiefer sind. Aber das Prinzip verschiedene Züge zu kombinieren ist ähnlich. Dick bewirbt den Wetzstahl so: Der DICK MULTICUT kombiniert 7 Stähle in Einem. Beim Arbeiten mit starkem Druck erreichen Sie eine Schleifwirkung und einen entsprechend hohen Abtrag. Feines Abziehen der Messerschneide erreichen Sie indem Sie das Messer nur mit leichtem Druck am Wetzstahl führen. Die flache Form ermöglicht eine breite Auflage des Messers auf der Wetzstahlklinge und dadurch einen schnellen Schärfeffekt. Mit weniger Wetzvorgängen erreichen Sie ein perfekt scharfes Messer. ]

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Der Stahl wird als "Professional Knife Stick for Slaughter" beworben. Und das ist er. Wenn es auf Effektivität beim Wetzen ankommt, spielt der Stahl seine Stärken aus. Wer den ganzen Tag schneidet, der wird das zu schätzen wissen. Für den Privatgebrauch ist das aber eher unerheblich. Ich wollte einen feineren Wetzstahl haben, der feiner ist als mein Dick Titan und gröber als mein Polierstahl. Außerdem ist er schwer und groß, irgendwie ungewohnt. Deshalb habe ich ihn zurückgeschickt. Für 4 € Teilrückerstattung hätte ich ihn behalten können. Dann wäre der Stahl auf ca. 12,50 € gekommen, was wirklich günstig gewesen wäre.

Und nicht vergessen: "Vier Dinge braucht der Messermann" und der Stahl ist eines davon.
Fortsetzung folgt.
 
Runde 2:
Nachdem der breite Schlachterwetzstahl wieder zurückging, habe ich mir einen weniger breiten ovalen Wetzstahl der Firma TUPI bestellt.

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Beim Tupi waren auf den Fotos die Züge zu erkennen. Außerdem war von "4000 Grit" und 66Hrc oder ~67 Hrc die Rede. Der Preis lag bei 17,21 €. Das runde Pendant kostet unter 15 €. Die Preise schwanken. Es gibt diesen Stahl auch mit anderer aufgelaserter Marke bei Amazon.com und bei Amazon.de. z.B. von KOPALA oder von MITSUMOTO SAKARI für 37-39 $. Auf Amazon.de kostet er dann von derselben Marke 56 €
Auf die ganze Bestellung mit dem Sinterrubinstein gab es erstmal 5€ Rabatt und als ich Rückgabe beantragt habe, gab es nochmal 6€ Rückerstattung, sodass also vom Preis oben nochmal 11€:2= 5,5€ runtergehen, sind dann ca. 12€. Das schreibe ich nicht um damit anzugeben, was für ein tolles Schnäppchen ich gemacht habe, sondern wegen den enormen Preisdifferenzen 12 € : 56 € also mehr als das 4,5 fache für dasselbe Produkt bei unterschiedlicher "Brand", die tatsächlich nur im Brandzeichen, im mittels Laser eingebrannten Logo besteht.

Auch hier haben wir wieder die Kopie des schönen Dickgriffes vor uns, der so wunderbar nach Wetzstahl ausschaut. Es ist m.E. ein ikonisches Design, wie man so schön sagt. Der Stahl kommt in einer schönen schwarzen Schachtel mit silbernem Tupi-Logo.

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Macht schonmal einen guten Eindruck finde ich. Im Unterschied zu dem vorigen Stahl und den Dick-Stählen ist mir gleich aufgefallen, dass die Stanzstruktur vom abgescherten Metall an der Parierstange/blech entfernt worden ist. Da hat sich vor dem Verchromen jemand die Mühe gemacht, das glatt zu schleifen. Sieht gleich besser aus.

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Man kann hoffentlich die feinen Züge erkennen, die absolut gleichmäßig verlaufen. Ein großen Unterschied zu dem Foto auf der Webseite (das 4te von oben, Großaufnahme diagonal) kann ich nicht erkennen. Außer vielleicht das vornehme grauen Metall, das tatsächlich silberner ist. In Wirklichkeit kann ich die Züge mit bloßem Auge nicht mehr erkennen, aber man kann sie fühlen. Mit Lesebrille sehe ich die Züge gerade so, also ein Junger mit top Sehschärfe sieht sie wahrscheinlich. Ohne Brille sieht die Oberfläche wie Samt aus, absolut gleichmäßig. Es ist auf jeden Fall ein Feinzug, aber vielleicht nicht ganz so fein, wie der Dickeron Micro. Der Dickeron Micro glänzt ja ein bisschen, was auf noch feinere Riefen schließen lässt, die aber nicht so gleichmäßig verlaufen. Beim Dick sehen die Züge wie gebürstet aus, auch unterschiedlich tief. Zum Vergleich hier mal mein Dick Titan, bei dem das Parierstück aus Plastik besteht und das Zwischenstück aus Metall, wie bei den Dickerons, fehlt.

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Am auffälligsten ist vielleicht, dass die Züge bei Tupi 16mm vor dem Fingerschutz aufhören. Das ist jedoch nicht so tragisch, weil man eh nicht bis an den Fingerschutz wetzen sollte und somit das Risiko eingeht, dass die Schneide gegen den Fingerschutz stößt. Bei Dick ist an dieser Stelle das eingeschlagene Logo angebracht, das im Endeffekt die nutzbare Länge ebenfalls verkürzt.

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Der Vorteil des eingelaserten Logos ist, dass der Laser die Oberfläche praktisch nicht verändert (siehe Klemm-Mikroskop Fotos weiter unten), während die Punze bei Dick deutlich zu spüren ist. Dick sollte ebenfalls eine Lasergravur verwenden. Ein weiterer Unterschied ist, den ich nicht sofort bemerkt habe, dass die Züge auf der einen Seite nicht ganz nach außen gehen. Ob das fertigungstechnisch bedingt ist, oder ein Fehler darstellt, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls wird es das Wetzen wahrscheinlich nicht beeinträchtigen. Zum weiteren Vergleich lege ich jetzt noch meinen ebenfalls recht neuen Polierwetzstahl ohne Züge von Starrett dazu.

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Diesen gibt es bei Amazon zur Zeit noch für 8 € inkl.Versand mit grünem Griff. Amerikanische Firma aber in China gefertigt. Wer schon immer sowas wollte, sollte zuschlagen. Er glättet die Schneide, nach der Benutzung von Stählen mit Zügen. Man merkt einen Schärfegewinn, aber man hat das Gefühl, dass das Messer ohne Widerstand über den Wetstahl gleitet. Er "zieht" nicht wie ein Wetzstahl mit Zügen. Das Griffdesign kommt vom Dick Eurocut. Der Ring des Dick Titan ist am dicksten, dann kommt der Ring des Starrett. Der Ring des Tupi ist dünner, aber natürlich trotzdem ausreichend. Am sichersten liegt der Starrett auf der Arbeitsplatte, der Dick legt sich immer auf eine schräge Fläche des Fingerschutzes. Der Tupi bleibt auch liegen, aber er wippt auf dem Fingerschutz hin und her.

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Jetzt die Daten.
Dick:
Klingenlänge = 29,7 cm, Oval: l = 21,5 mm b = 9,5 mm, m = 457g, Gesamtlänge ohne Ring 44,3 cm
Tupi:
Klingenlänge = 30 cm, Oval: l = 20 mm b = 10 mm, m = 449 g, Gesamtlänge ohne Ring 44,2 cm
Starrett:
Klingenlänge = 33,2 cm + 6mm Kegelspitze Durchmesser = 13 mm m = 431 g, Gesamtlänge ohne Ring 45,8 cm

Jetzt noch die Fotos vom Klemmmikroskop. 1. Dick Titan

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Die Unschärfe im oberen Bereich liegt daran, dass der Stahl oval ist und damit aus dem scharfen Bereich rutscht. Man sieht, dass die Züge beim Titan zwar vorhanden aber irgendwie aufgelöst sind. Als hätte man zuerst einen Stahl mit Zügen produziert und ihn dann in eine ätzende Säure gehängt, damit sich die dünnen Züge teilweise auflösen und als hätte man dann die Titanbeschichtung aufgebracht. So ergibt sich am Ende eine feine Kornstruktur mit einzelnen Erhebungen wie auf einem Stein oder einem Schleifpapier. Kein Wunder, dass der Dick Titan für abrasiv gehalten wird.

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Man sieht hier, dass die Lasergravur (wenn es eine ist) die Züge praktisch nicht verändert und wie gleichmäßig die Züge aufgebracht sind.

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Es ist für mich erstaunlich wie sauber die Züge geschnitten sind. Am Anfang ergeben sich kleine spitzwinklige Dreiecke.

Fazit: Der Tupi Wetzstahl hat mir sehr gut gefallen. Die Verarbeitung ist sehr gut. Ich würde ihn als feinen Feinzug einstufen.
Durch die ovale Form schärft er effektiv und durch die feinen Züge wird eine hohen Schärfe erreicht. Ein sehr guter Stahl zu einem günstigen Preis.
 
Runde 3
Ein günstiger Keramikstab von Aliexpress. Kostete 6,09€ bei den Kombiknallern. Er liegt also im Preisbereich des Ikea Flaksa für 8€. Der Flaksa ist jedoch nur 23 cm lang. Der Alistab wird jedoch mit 39cm angegeben. Zum Vergleich habe ich noch meinen alten Tchibo Keramikstab dazugelegt. Der meinem Eindruck nach ein bisschen feiner wie der Flaksa ist und gleich lang.

Der Stab kam in keiner Schachtel, sondern schlecht verpackt in der Tüte und innen nochmal von einer Tüte geschützt. Der Briefträger von Hermes hat das Paket auf den Briefkasten gestellt. Die Zusteller verziehen sich immer gleich, wenn man sich an der Sprechanlage meldet. Wäre das Paket auf den Boden gefallen, wäre der Stab mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Bruch gegangen.

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Das größte Problem des Stabes ist, dass der Fingerschutz rund ist, statt wie auf den Fotos oval. Der runde Fingerschutz führt dazu, dass der Stab auf dem Tisch hin und her rollen kann und wenn man Pech hat landet er auf dem Boden und ist hinüber. Das ist ein offensichtlicher Konstruktionsfehler. Man muss hinten durch das Loch etwas durchziehen z.B. einen Kabelbinder oder eine oder zwei Schrauben...damit das verhindert wird. Ich habe das reklamiert und daraufhin das Teil geschenkt bekommen - auch gut.

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Der rote Griff besteht aus einem festen gummiartigen Kunststoff, d.h. wenn man mit dem Fingernagel reindrückt gibt das Material nach. Die Keramik ist nicht fest eingegossen, sondern kann durch drehen aus dem Griff herausgezogen werden. Immerhin steckt die Keramik 10 cm im Griff also bis fast vor dem hinteren Loch. Die Gefahr, dass der Stab versehentlich herausrutscht besteht also nicht. In herausgezogenen Zustand sieht man, dass die Keramik innen hohl ist, was den Stab leichter macht. Im Vergleich zum Tchibo stab ist er nur 5g schwerer obwohl er 4 cm länger ist und und der Durchmesser des Stabes 1,5 mm größer. Konstruktiv ist das in Ordnung, weil die Kräfte wie bei einem Ei außen übertragen werden. Der Kern hat keine statische Funktion.

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Zusammen mit den Unebenheiten in Längsrichtung vermutet ich deshalb, dass die rosa Keramik extrudiert wurde. In Längsrichtung ist die Keramik glatt. Wenn man den Stab dreht, spürt man mit den Fingern kleine Unebenheiten, die ich versucht habe oben zu zeigen. Es ist als hätte der Stab Züge. Das Schärfen funktioniert gut. Ich habe nicht den Eindruck, das diese Unebenheiten das Wetzergebnis beeinträchtigen. Der Tchibostab ist glatt ohne Unebenheiten.

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Die Daten:
rosa Keramikstab mit rotem Griff: Durchmesser 15,5 mm, nutzbare Länge 27cm, Griff 11,1 cm, Gesamtlänge 38,8 cm Gewicht 212g
weißer Keramikstab mit schwarzem Griff: Durchmesser 13,95 mm, nutzbare Länge 22,8 cm, Griff 11,6 cm, Gesamtlänge 34,6 cm, Gewicht 207 g

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Fazit: Die Länge ist ein Vorteil gegenüber dem Flaksa von Ikea. Der runde Fingerschutz ein kleiner behebbarer Mangel. Ich kann nichts wirklich negatives sagen. Der Stab funktioniert. Er schärft schneller als ein Rollschleifer und ist besser als ein Durchziehschärfer egal ob Rollen, Keramik oder Hartmetall. Irgendwie ist er für Leute, die gerade erst entdeckt haben, dass es ratsam ist, seine Messer scharf zu halten und die Messer mit Plastikgriffen besitzen, die man in die Spülmaschine pfeffern kann, aber nicht sollte. Wer jedoch ein Messer jenseits der 100 € besitzt, der wird wohl eher zu den roten Sinterrubinstäben greifen, die bei Ali in der 12 Zoll Version so 15 € kosten. Wahrscheinlich sind die noch eine Runde besser, vollkommen eben, haben einen ovalen Fingerschutz, der das Rollen auf dem Tisch verhindert und die Keramik wird auch feiner sein. Wer so einen Stab besitzt, den möchte ich gerne einladen, hier ein paar Fotos einzustellen, seinen Eindruck zu schildern und meine Vermutungen zu falsifizieren oder zu verifizieren.
 
Auf Grund des Berichts hat mir meine Frau zum Geburtstag den Tupi geschenkt und noch einen zweiten deutlich kürzeren mit einer Spitze vorne.

Ich werde berichten.
 
Ich bin immer noch nicht dazu gekommen.
 
Ich bin schon gespannt. Den Tupi gibt es zur Zeit übrigens für 12,30€. Mit rotem Griff statt schwarz.
ich hab ihn mir mal bestellt. Momentan mache ich in der Küche alles mit dem IKEA Flaksa Keramikstab, irgendwie macht der mich nicht mehr so richtig an, da muss mal was neues her.

Hast Du eventuell noch eine Empfehlung für einen Polierstab, der sich gestalterisch an den Tupi-Griff anlehnt?
 
Schade, dass es kein "gelesen" emoji gibt. Denn "like" passt nicht so richtig manchmal.
Der Tupi-Griff ist ja der Dick-Griff. Bei Temu habe ich aber noch keinen Polierstab gesehen, ich hab aber noch nicht danach gesucht. [Das hab ich jetzt nachgeholt und diesen gefunden, Er ähnelt dem Starrett, Die Spitze verjüngt sich ein bisschen, was ein bisschen eleganter aussieht, das Parierelement ist nicht sechseckig, es gibt ihn in allen Farben, vielleicht kann man die Griffarben abstimmen. Die Farben kosten aber stark unterschiedlich. Gelb 5€, Schwarz 6€, Rot 9€ Den tupi hab ich jetzt für 11,58€ gefunden. ]
Ich kann wärmstens den Starrett empfehlen, der oben zu sehen ist. Den gibt es in verschiedenen Farben und für 8€ (nur rot zu diesem Preis und nur noch 3 Auf Lager, weiß und Gelb sind teurer) bei Amazon, ist er fast geschenkt. Nutzt aber bloß was bei noch scharfen Messern. z.B. wenn die Tomatenschärfe nicht mehr da ist, holt der Starrett die Schärfe wieder hervor. Will sagen, der Starrett ist eine Ergänzung und als alleiniger Wetzstab nicht unbedingt geeignet. Aber du hast ja noch ikea und vielleicht bald tupi.
 
Der Tupi Schärfer in der relativ wertigen Verpackung



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Der Schärfer ist relativ glatt.
 
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Das ist der andere Schärfer, der ist viel rauher. Mein Eindruck ist auch, dass er etwas besser schärft.
 
ich hab ihn mir mal bestellt. Momentan mache ich in der Küche alles mit dem IKEA Flaksa Keramikstab, irgendwie macht der mich nicht mehr so richtig an, da muss mal was neues her.

Hast Du eventuell noch eine Empfehlung für einen Polierstab, der sich gestalterisch an den Tupi-Griff anlehnt?
Ich auch - ist, glaub' ich eine gute Ergänzung zum DICK.....
 
Die schärfen ja sowieso nicht.
Diamantbeschichtete Stähle schärfen schon. Die sind ungleich abrasiver als ein Stahlstab. In etwa vergleichbar mit einem Stein mit 3000-4000er Körnung. Der Nachteil an dem Teil oben ist, dass es relativ kurz ist. Gut ist die flache Form, was das Teil noch effektiver macht.

Beim Tupi hätte ich auf jeden Fall zu der ovalen bzw. linsenförmigen Variante gegriffen, die ja neuerdings auch nicht teurer ist als die runde. Die Linse hat eine größere Auflagefläche als der runde Querschnitt, dadurch ist das Schärfen effektiver. Rund geht aber auch. Glatt ist eigentlich gut. Die Feinzugstähle und Mikrofeinzugstähle sind in der Regel teurer als Standardzugstähle. Ein Standardzug wäre auch bei Temu nochmal günstiger gewesen.

Es ist so: Je gröber die Züge bzw. die Körnung, desto stumpfere Messer kann man wetzen, aber desto niedriger ist die erreichbare Schärfe. Je feiner die Züge, desto schärfer muss ein Messer noch sein, damit das Schärfen noch klappt und desto höher die erreichbare Schärfe. Es ist deshalb keine schlechte Idee bei einem sehr stumpfen Messer einen Diamantstab zu verwenden und anschließend einen feinen Stab um die Schärfe nochmal zu pushen. Benutzt man jedoch regelmäßig einen Feinzug oder Mikrofeinzug, braucht man den groben Diamantstab nur selten. Man würde mit dem Diamantstab das Messer nur unnötig verschleißen. Abtrag der Stäbe von grob nach fein: Diamantbeschichteter Stab - Keramikstab - Sinterrubinkeramikstab - Standardzug - Feinzug - Mikrofeinzug - Polierstahl

Den Tupi würde ich zwischen Feinzug und Mikrofeinzug einordnen.
 
Diamantbeschichteter Stab - Keramikstab - Sinterrubinkeramikstab - Standardzug - Feinzug - Mikrofeinzug - Polierstahl
Wäre es vielleicht eine Idee, dass du zu den jeweiligen Stäben links zu Beispielen und Empfehlungen, vielleicht im Startpost, verlinkst?
 
Der Startpost ist ja ein Review eines bestimmten Stabes. Da will ich jetzt innerhalb des Beitrags kein zweites Thema aufmachen. Was ich aber machen kann ist im Startpost zu einem anderen Beitrag verlinken, der Links und Beispiele zu Stäben enthält. Mit Empfehlungen wird es jedoch schwierig, weil ich auch nicht alle Stäbe aus eigener Anschauung kenne. Streng genommen kann ich nur empfehlen, was ich auch in der Hand gehabt und getestet habe. Das war ja die Idee zu diesem Thread. Das Schwarmwissen des Forums zu nutzen und die Erfahrungen zu Wetzstählen von den Mitgliedern an einem Ort zu sammeln. Wenn ich das recht verstanden habe, dann sollte das in etwa so aussehen.

Diamantstab: Links - Empfehlungen - ein paar Worte zur Einordnung.

Diamantstäbe würde ich eigentlich gar nicht zum Scharfhalten empfehlen, weil die zu sehr Richtung Schärfen gehen. Stähle tragen auch etwas ab, aber nicht in vergleichbarem Ausmaß. Wenn es aber um Schärfen geht ist ein Stab zu unkontrolliert und auch langsam im Vergleich zum Stein. Das geht schon aus der relativ kleinen Auflagefläche hervor. Man kann natürlich mit dem Diamantstab schärfen. Aber ich würde einen Stein oder Rollschleifer vorziehen, der mehr abträgt. So einen Diamantschärfer wie oben von Reh vorgestellt, würde ich z.B. in die Ferienwohnung mitnehmen, wo man nichts scharfes erwarten darf und schnell und transportabel Schärfe benötigt. Andererseits: Wer damit gut zurechtkommt, kann auch mit dem Diamantstab schärfen. Viele Wege führen zum scharfen Messer. Ich denke eben immer an das sehr gute Wetzvideo von Ambrosi Cutlery auf youtube. "Stay away from the abrasives". Scharfhalten mit dem Stab, schärfen mit dem Stein. Die Wetzvideos auf temu darf man sich übrigen nicht anschauen. Das grenzt schon an Körperverletzung so verkehrt sind die teilweise. Ich verlinke mal zwei Diamantstäbe auf temu. Der eine ist oval und hat deswegen eine große Auflagefläche und eine Körnung von 600. Der andere ist quadratisch, hat also eine noch größere Auflagefläche, und hat zwei Körnungen 360 und 600.
Das sind eindeutig Schärfstäbe keine Scharfhaltestäbe. Also eine ganz andere Baustelle.
 
Wer gerne Dick Wetzstähle hätte und kräftig sparen möchte, der Werksverkauf versendet auch gegen vorkasse. Mindesbestellwert 200 euro. Wenn man sich zusammentut, kann man so einiges sparen.
Der Sinterrubin von Ali Express habe ich da, als ergänzung zu einem IOXIO stab. Ist recht fein, sollte aber zeitweilig mal gereinigt werden. Einen Sinterrubin Bankstein habe ich auch da, den nutze ich aber nur mir Öl.
 
Zeig doch mal bitte deine Wetzstäbe, Stähle. Auch die F. Dicks sind interessant. Schön wäre auch der IOXIO und der Sinterrubin von Ali im Vergleich.
Auch eine Großaufnahme wäre schön, damit man die Feinheit beurteilen kann oder ob Unebenheiten vorhanden sind. Ich habe so einen roten Stab schon ne Weile im Warenkorb bei Temu liegen. Dort ist er nochmal ein bisschen günstiger. Aber der blöde Mindestbestellwert hält mich davon ab und dass ich ihn eigentlich nicht brauche. Denn ich habe auch so einen Sinterrubin Bankstein. Den Sinterrubin empfinde ich als genau den Übergang zwischen Schärfen und Scharfhalten. Alles feinere würde ich zum Scharfhalten rechnen und alles gröbere zum Schärfen. Das ist ein subjektive willkürliche Einschätzung. Ist mir schon klar.
 
Nur als Korrektur:
Wetzstähle von F.Dick habe ich nicht, stehen auf der Wunschliste. Beim Werksverkauf hatte ich angerufen und nachgefragt, weil in einem anderen forum sowas gesagt wurde. ICh wollte nur die Information teilen, mehr nicht. Eventuell ist das für den einen oder anderen intressant.
Bilder sind immer etwas kompliziert. Da Fehlt mir noch die optimale ausrüstung.
Wenn man bei Ali Express bestellt, hat man die Probleme mit Temu nicht. Eventuell geringfügig teuer, aber weniger ärger.
 
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