Es gibt schon einen Wetzstahlfaden, der stammt aber von 2015, deshalb dachte ich, ein neuer wäre nicht redundant und von allgemeinem Interesse. Ich bitte also eure Erfahrungen mit Wetzstählen zu posten. Bitte mit Fotos, auf denen man die Feinheit oder Grobheit der Züge beurteilen kann. Es soll allgemein um Wetzstäbe gehen. Stahl, Keramik, Sinterrubinkeramik, Diamantbeschichtete Stäbe, Titanbeschichtete Stäbe, oder sonstige Beschichtung - Hauptsache Stab mit Griff.
In letzter Zeit habe ich mir drei Wetzstähle schicken lassen. Bei temu habe ich gesehen, dass es dort neuerdings? - jedenfalls bin ich erst jetzt darauf gestoßen, Wetzstähle mit einem Griff gibt, die dem Dickeron Griff bis auf kleine Unterschiede gleichen. Die Klingen sind etwas anders. Die Preise liegen für eine 12 inch also 30 cm Klinge teilweise bei unter 20€. Entweder ist das Patent oder das Geschmacksmuster abgelaufen oder es wird einfach so kopiert. Allerdings glaube ich, dass Dick dagegen vorgehen würde, wenn es möglich wäre.
Bei temu ist mir ein Stahl ins Auge fallen, der aussah wie der Dick 2000 oder ein Balkanstahl mit einer Klinge, die nochmal 15 mm breiter ist als der ovale Stahl. Den wollte ich testen. Gewicht laut Webseite 570g, Klingenlänge 30,5cm, Grifflänge bis zum Parierstück ohne Ring 14cm, Blattbreite 35mm. Der Stahl kostete 16,42 €. Das Problem war, dass in der Anzeige keine echten Fotos von den Zügen abgebildet waren, sondern die Fotos bearbeitet waren. Es stand dabei "finer lines and larger surfaces" und "fine teeth". Ich bin deshalb von einem Feinzug ausgegangen. In einer Anzeige von einem anderen Verkäufer sind die Züge etwas besser zu erkennen. Die Realität ist es trotzdem nicht. Der Wetzstahl kam ohne Karton in einer Tasche aus weißer Luftpolsterfolie.
Hier nun die Fotos. Eigentlich sieht das Teil ganz gut aus. Aber die dicken Züge haben mich doch etwas erschreckt. Beim Parierblech dachte ich: Na ja die Spuren des Ausstanzens hätte man ja entfernen können. Das hat Dick bestimmt besser gemacht. Aber weit gefehlt. Auch dass man das nicht versäubern muss, haben Sie von Dick abgeschaut. In einer weiteren Vorstellung werde ich nochmal darauf zurückkommen.
Der Ring hinten ist bei Dick dicker und es steht Dickeron auf dem Griff. Sonst nur minimale Unterschiede. Der Stahl greift gut und die Messer werden schnell wieder scharf.
Auf den Fotos sieht man, dass die tiefen Züge in Dreiergruppen angeordnet sind mit einem Zwischenraum, der etwa der Breite der Züge entspricht. Der Zwischenraum ist nicht glatt, sondern hat Mikrozüge. Wahrscheinlich soll durch die tiefen Züge in Verbindung mit der breiten Klinge ein schneller Abtrag erfolgen und gleichzeitig soll durch die Zwischenräume mit Mikrozügen die Schneide geglättet werden. [Die Idee scheint vom Dick Multicut zu kommen. Der Dick sieht ein bisschen anders aus, weil die tiefen Züge nicht so Zahlreich und tiefer sind. Aber das Prinzip verschiedene Züge zu kombinieren ist ähnlich. Dick bewirbt den Wetzstahl so: Der DICK MULTICUT kombiniert 7 Stähle in Einem. Beim Arbeiten mit starkem Druck erreichen Sie eine Schleifwirkung und einen entsprechend hohen Abtrag. Feines Abziehen der Messerschneide erreichen Sie indem Sie das Messer nur mit leichtem Druck am Wetzstahl führen. Die flache Form ermöglicht eine breite Auflage des Messers auf der Wetzstahlklinge und dadurch einen schnellen Schärfeffekt. Mit weniger Wetzvorgängen erreichen Sie ein perfekt scharfes Messer. ]
Der Stahl wird als "Professional Knife Stick for Slaughter" beworben. Und das ist er. Wenn es auf Effektivität beim Wetzen ankommt, spielt der Stahl seine Stärken aus. Wer den ganzen Tag schneidet, der wird das zu schätzen wissen. Für den Privatgebrauch ist das aber eher unerheblich. Ich wollte einen feineren Wetzstahl haben, der feiner ist als mein Dick Titan und gröber als mein Polierstahl. Außerdem ist er schwer und groß, irgendwie ungewohnt. Deshalb habe ich ihn zurückgeschickt. Für 4 € Teilrückerstattung hätte ich ihn behalten können. Dann wäre der Stahl auf ca. 12,50 € gekommen, was wirklich günstig gewesen wäre.
Und nicht vergessen: "Vier Dinge braucht der Messermann" und der Stahl ist eines davon.
Fortsetzung folgt.
In letzter Zeit habe ich mir drei Wetzstähle schicken lassen. Bei temu habe ich gesehen, dass es dort neuerdings? - jedenfalls bin ich erst jetzt darauf gestoßen, Wetzstähle mit einem Griff gibt, die dem Dickeron Griff bis auf kleine Unterschiede gleichen. Die Klingen sind etwas anders. Die Preise liegen für eine 12 inch also 30 cm Klinge teilweise bei unter 20€. Entweder ist das Patent oder das Geschmacksmuster abgelaufen oder es wird einfach so kopiert. Allerdings glaube ich, dass Dick dagegen vorgehen würde, wenn es möglich wäre.
Bei temu ist mir ein Stahl ins Auge fallen, der aussah wie der Dick 2000 oder ein Balkanstahl mit einer Klinge, die nochmal 15 mm breiter ist als der ovale Stahl. Den wollte ich testen. Gewicht laut Webseite 570g, Klingenlänge 30,5cm, Grifflänge bis zum Parierstück ohne Ring 14cm, Blattbreite 35mm. Der Stahl kostete 16,42 €. Das Problem war, dass in der Anzeige keine echten Fotos von den Zügen abgebildet waren, sondern die Fotos bearbeitet waren. Es stand dabei "finer lines and larger surfaces" und "fine teeth". Ich bin deshalb von einem Feinzug ausgegangen. In einer Anzeige von einem anderen Verkäufer sind die Züge etwas besser zu erkennen. Die Realität ist es trotzdem nicht. Der Wetzstahl kam ohne Karton in einer Tasche aus weißer Luftpolsterfolie.
Hier nun die Fotos. Eigentlich sieht das Teil ganz gut aus. Aber die dicken Züge haben mich doch etwas erschreckt. Beim Parierblech dachte ich: Na ja die Spuren des Ausstanzens hätte man ja entfernen können. Das hat Dick bestimmt besser gemacht. Aber weit gefehlt. Auch dass man das nicht versäubern muss, haben Sie von Dick abgeschaut. In einer weiteren Vorstellung werde ich nochmal darauf zurückkommen.
Der Ring hinten ist bei Dick dicker und es steht Dickeron auf dem Griff. Sonst nur minimale Unterschiede. Der Stahl greift gut und die Messer werden schnell wieder scharf.
Auf den Fotos sieht man, dass die tiefen Züge in Dreiergruppen angeordnet sind mit einem Zwischenraum, der etwa der Breite der Züge entspricht. Der Zwischenraum ist nicht glatt, sondern hat Mikrozüge. Wahrscheinlich soll durch die tiefen Züge in Verbindung mit der breiten Klinge ein schneller Abtrag erfolgen und gleichzeitig soll durch die Zwischenräume mit Mikrozügen die Schneide geglättet werden. [Die Idee scheint vom Dick Multicut zu kommen. Der Dick sieht ein bisschen anders aus, weil die tiefen Züge nicht so Zahlreich und tiefer sind. Aber das Prinzip verschiedene Züge zu kombinieren ist ähnlich. Dick bewirbt den Wetzstahl so: Der DICK MULTICUT kombiniert 7 Stähle in Einem. Beim Arbeiten mit starkem Druck erreichen Sie eine Schleifwirkung und einen entsprechend hohen Abtrag. Feines Abziehen der Messerschneide erreichen Sie indem Sie das Messer nur mit leichtem Druck am Wetzstahl führen. Die flache Form ermöglicht eine breite Auflage des Messers auf der Wetzstahlklinge und dadurch einen schnellen Schärfeffekt. Mit weniger Wetzvorgängen erreichen Sie ein perfekt scharfes Messer. ]
Der Stahl wird als "Professional Knife Stick for Slaughter" beworben. Und das ist er. Wenn es auf Effektivität beim Wetzen ankommt, spielt der Stahl seine Stärken aus. Wer den ganzen Tag schneidet, der wird das zu schätzen wissen. Für den Privatgebrauch ist das aber eher unerheblich. Ich wollte einen feineren Wetzstahl haben, der feiner ist als mein Dick Titan und gröber als mein Polierstahl. Außerdem ist er schwer und groß, irgendwie ungewohnt. Deshalb habe ich ihn zurückgeschickt. Für 4 € Teilrückerstattung hätte ich ihn behalten können. Dann wäre der Stahl auf ca. 12,50 € gekommen, was wirklich günstig gewesen wäre.
Und nicht vergessen: "Vier Dinge braucht der Messermann" und der Stahl ist eines davon.
Fortsetzung folgt.