Ein Servus aus Österreich,
in meiner Wurstküche fehlte mir ein Backofen, hauptsächlich um Leberkäse und die dazugehörigen Brötchen zu backen.
Im Internet habe ich, einen verbastelten „Wiesheu Minimat ELDO-M“ Ladenbackofen um € 25,- unangesehen, ohne Garantie und Rückgaberecht, erstanden.
Ich dachte irgendwie wird das schon was. Im Endeffekt habe ich eine „kalte, tote Leiche“ gekauft.
Zu Hause angekommen, dieses Teil mal aufgeschraubt, entstaubt und an den Strom angeschlossen – nichts, kein Licht – keine Funktion, aber auch kein Kurzschluss.
Geht nicht, gibt´s nicht!
Im Internet nach Schaltplänen gesucht, aber absolut nichts zu finden. Bei Wiesheu angerufen, nicht zu bekommen, nur ein Techniker könnte kommen. (ist mir zu teuer)
Da habe ich mein Messgerät herausgeholt, den Kabelbaum freigelegt und fleißig gemessen. Die mitleidigen Blicke von einen Freund ignorierte ich einfach.
Der Strom lief bis zu einem Sicherheitsthermostat, einfach mal überbrückt und siehe da – es leuchtete ein Licht auf der Platine.
„EIN“ gedrückt und schon fing der Heizkörper mit seinen 3,0 KW an zu heizen.
Erster Erfolg. ABER sonst nichts.
Der Lüfter drehte keine Runde, stand, wie unbeteiligt, einfach still. Direkt angeschlossen an 230 Volt – Stillstand. Ein neuer Lüfter kostet € 630,-.
(Gebrauchte Öfen gibt es ab ca. € 600,- bei Ebay)
Da fand ich doch glatt noch einen Kondensator, der irgendwie in die Elektronik reingebaut ist.
Dieser sah vernünftig und gut aus. Aber der Verdacht war groß, dass dieses Teil der Anlaufkondensator sein könnte.
Einfach mal einen Neuen um € 5,60 gekauft und eingebaut. Lüfter läuft.
Daraufhin habe ich mich mit dem Sicherheitsthermostat beschäftigt, ausgebaut, geöffnet und von Dreck befreit, Kontakte gereinigt und angeschlossen.
Auch dieser Patient lebt wieder. (Funktionstest mit dem Feuerzeug)
Ein Zeitrelais auf der Platine hat eine grüne LED, die noch nie geleuchtet hatte, also ausgebaut und gemessen, sollte funktionieren, laut Messgerät.
Den Kabeln nachspioniert und siehe da, auf der Platine war eine Unterbrechung in Form von Oxidation, Nachlöten war einfach.
Funktioniert nur weiß ich noch nicht, was das Teil macht.
Auch die Beschwadung zeigte, dass zwar Strom hinkommt aber das Magnetventil, die Wasserzufuhr, nicht öffnet.
Das Magnetventil ausgebaut und eins von einer alten Waschmaschine, vom Altstoffsammelzentrum, geholt und bei mir eingebaut. Funktioniert.
Jetzt fehlte noch der Türverschluss, der elektrisch funktionieren sollte. (die war nur mit dem mechanischen Sicherheitsschalter zu öffnen).
Das Schloss ausgebaut, den Kabeln gefolgt – Kabelbruch an einer Kante. Kein Beinbruch, Kabel ersetzt.
Funktioniert jetzt wieder, sogar mit der Automatik – bei Programmende und auch manuell auf Tastendruck.
Ein neuerlicher Funktionstest ergab, die grüne LED, am Zeitschaltrelais leuchtet und vermindert und ändert die Drehrichtung und Drehzahl,
beim Erreichen der eingestellten Temperatur.
Bei uns in Österreich sagt man „Massn g´hobt“ (Glück gehabt).
Jetzt fehlte nur noch der Zusammenbau, der sich als relativ einfach gestaltete obwohl da einige Schrauben fehlten und irgendwie das Gehäuse verzogen war.
Im Baumarkt Edelstahlschrauben besorgt, mit Schraubzwingen zusammengepannt und fertig war er – der alte – neu aufgebaute Backofen.
Zwei neue Drehregler (€ 11,20) bekam der Ofen auch noch, einer fehlte schon.
Die noch fehlenden Backbleche durfte ich meiner einzigen, aber besten Ehefrau, aus ihren UNOX Backöfen entwenden. (Sie hat so viele und ich keines – war doch ungerecht)
Eine kleine Membranpumpe mit Druckschalter (€ 14,-) habe ich extra noch verbaut, um destilliertes Wasser, zum Beschwaden, verwenden zu können und gleichzeitig, unabhängig von einer Wasserleitung zu sein. Somit ist auch eine Verkalkung ausgeschlossen.
FAZIT:
Einen 15 Jahre alten Profi-Backofen um kleines Geld, vor dem Verschrotten gerettet und wieder zu neuem Leben erweckt. *FREU*
Wertsteigerung ca. € 600,-.
Ein paar Bilder habe zwischendurch auch gemacht, die ich euch natürlich nicht vorenthalte.
in meiner Wurstküche fehlte mir ein Backofen, hauptsächlich um Leberkäse und die dazugehörigen Brötchen zu backen.
Im Internet habe ich, einen verbastelten „Wiesheu Minimat ELDO-M“ Ladenbackofen um € 25,- unangesehen, ohne Garantie und Rückgaberecht, erstanden.
Ich dachte irgendwie wird das schon was. Im Endeffekt habe ich eine „kalte, tote Leiche“ gekauft.
Zu Hause angekommen, dieses Teil mal aufgeschraubt, entstaubt und an den Strom angeschlossen – nichts, kein Licht – keine Funktion, aber auch kein Kurzschluss.
Geht nicht, gibt´s nicht!
Im Internet nach Schaltplänen gesucht, aber absolut nichts zu finden. Bei Wiesheu angerufen, nicht zu bekommen, nur ein Techniker könnte kommen. (ist mir zu teuer)
Da habe ich mein Messgerät herausgeholt, den Kabelbaum freigelegt und fleißig gemessen. Die mitleidigen Blicke von einen Freund ignorierte ich einfach.
Der Strom lief bis zu einem Sicherheitsthermostat, einfach mal überbrückt und siehe da – es leuchtete ein Licht auf der Platine.
„EIN“ gedrückt und schon fing der Heizkörper mit seinen 3,0 KW an zu heizen.
Erster Erfolg. ABER sonst nichts.
Der Lüfter drehte keine Runde, stand, wie unbeteiligt, einfach still. Direkt angeschlossen an 230 Volt – Stillstand. Ein neuer Lüfter kostet € 630,-.
(Gebrauchte Öfen gibt es ab ca. € 600,- bei Ebay)
Da fand ich doch glatt noch einen Kondensator, der irgendwie in die Elektronik reingebaut ist.
Dieser sah vernünftig und gut aus. Aber der Verdacht war groß, dass dieses Teil der Anlaufkondensator sein könnte.
Einfach mal einen Neuen um € 5,60 gekauft und eingebaut. Lüfter läuft.
Daraufhin habe ich mich mit dem Sicherheitsthermostat beschäftigt, ausgebaut, geöffnet und von Dreck befreit, Kontakte gereinigt und angeschlossen.
Auch dieser Patient lebt wieder. (Funktionstest mit dem Feuerzeug)
Ein Zeitrelais auf der Platine hat eine grüne LED, die noch nie geleuchtet hatte, also ausgebaut und gemessen, sollte funktionieren, laut Messgerät.
Den Kabeln nachspioniert und siehe da, auf der Platine war eine Unterbrechung in Form von Oxidation, Nachlöten war einfach.
Funktioniert nur weiß ich noch nicht, was das Teil macht.
Auch die Beschwadung zeigte, dass zwar Strom hinkommt aber das Magnetventil, die Wasserzufuhr, nicht öffnet.
Das Magnetventil ausgebaut und eins von einer alten Waschmaschine, vom Altstoffsammelzentrum, geholt und bei mir eingebaut. Funktioniert.
Jetzt fehlte noch der Türverschluss, der elektrisch funktionieren sollte. (die war nur mit dem mechanischen Sicherheitsschalter zu öffnen).
Das Schloss ausgebaut, den Kabeln gefolgt – Kabelbruch an einer Kante. Kein Beinbruch, Kabel ersetzt.
Funktioniert jetzt wieder, sogar mit der Automatik – bei Programmende und auch manuell auf Tastendruck.
Ein neuerlicher Funktionstest ergab, die grüne LED, am Zeitschaltrelais leuchtet und vermindert und ändert die Drehrichtung und Drehzahl,
beim Erreichen der eingestellten Temperatur.
Bei uns in Österreich sagt man „Massn g´hobt“ (Glück gehabt).
Jetzt fehlte nur noch der Zusammenbau, der sich als relativ einfach gestaltete obwohl da einige Schrauben fehlten und irgendwie das Gehäuse verzogen war.
Im Baumarkt Edelstahlschrauben besorgt, mit Schraubzwingen zusammengepannt und fertig war er – der alte – neu aufgebaute Backofen.
Zwei neue Drehregler (€ 11,20) bekam der Ofen auch noch, einer fehlte schon.
Die noch fehlenden Backbleche durfte ich meiner einzigen, aber besten Ehefrau, aus ihren UNOX Backöfen entwenden. (Sie hat so viele und ich keines – war doch ungerecht)
Eine kleine Membranpumpe mit Druckschalter (€ 14,-) habe ich extra noch verbaut, um destilliertes Wasser, zum Beschwaden, verwenden zu können und gleichzeitig, unabhängig von einer Wasserleitung zu sein. Somit ist auch eine Verkalkung ausgeschlossen.
FAZIT:
Einen 15 Jahre alten Profi-Backofen um kleines Geld, vor dem Verschrotten gerettet und wieder zu neuem Leben erweckt. *FREU*
Wertsteigerung ca. € 600,-.
Ein paar Bilder habe zwischendurch auch gemacht, die ich euch natürlich nicht vorenthalte.
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und herzlichen Glückwunsch zum 5 jährigen und den 1000 Beiträgen. Weiter so!!