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Forellen im Mono räuchern ?

Wahnsinn, die Brote 😳
Ich backe seit 8 Jahren mindestens alle zwei Wochen im Holzbackofen. Aber von solchen Ergebnissen kann ich nur träumen.

BTT: „Reinigen“ nur mit kaltem, klarem Wasser. Die Kiemen sind oft schon draußen. Wenn nicht: YouTube. Ist nicht schwer.
Zur Lake: ich nehme pro Liter kaltem Wasser ca. 70g Salz. Und pro 100g Fisch einen halben Liter Wasser. Da kommen dann noch ca 10g Zucker dazu zu pro Liter Wasser und das war's. Ich bin der Meinung, dass man weitere Gewürze nicht in der Lake braucht. Und auch im Fisch hinterher nicht schmeckt. Seien es Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfeffer, Kräuter....

Zum Räuchern nehme ich Buche und paar Wacholderbeeren.
 
Sorry, ich meinte mit "reinigen" nicht das Abwaschen unter fließendem Wasser, sondern das Einlegen in Salzlake, das wohl (auch) dem Entfernen des Schleims von der Haut dient.

Kollegen, die einen Holzbackofen bedienen und kontrollieren können, haben meinen großen Respekt, ist eine ganz andere Nummer als ein Haushaltsbackofen. Ein paar Wachholderbeeren werde ich jetzt wohl auch in die Glut geben. Und - ohne je die Alternative probiert zu haben - wohl auch etwas Zucker. Zwischenzeitlich habe ich mich regional weiter umgehört: Ich werde die Forellen wohl (frisch) online bestellen müssen.
 
Kann dir das Ei zum räuchern der Forellen nur empfehlen...

Forelle im Ei

Mach ich alle paar Wochen mal.

Gruß,

Hellboy76
 
@Hellboy

Deinen Bericht hatte ich über die Sufu gefunden. Er war mit den Kommentaren eine wichtige Informationsquelle für mich, vielen Dank !

Beste Grüße
Stefan
 
Habe jetzt für Freitag die Forellen bestellt und bin einigermaßen aufgeregt wegen des Experiments. Will mir noch einmal jemand bei der Zeitplanung helfen ? Wie lange dauert es in etwa, bis die Forellen getrocknet sind ? Eine Stunde ? Mehr ??

Danke im Voraus und beste Grüße
Stefan
 
Stefan das kommt auf die Temperatur an und die Luftfeuchtigkeit die gerade herrscht.
Ich versuche sie im Windzug zu haben. Dann trocknen sie schneller 😉
 
Danke, das dachte ich mir schon, ich beabsichtige, sie im Keller bei Luftzug zu trocknen. Der hat ca. 18°.
 
Habe jetzt für Freitag die Forellen bestellt und bin einigermaßen aufgeregt wegen des Experiments. Will mir noch einmal jemand bei der Zeitplanung helfen ? Wie lange dauert es in etwa, bis die Forellen getrocknet sind ? Eine Stunde ? Mehr ??

Danke im Voraus und beste Grüße
Stefan
Hab sie auch schon in den BO gestellt bei 30 Grad Umluft und die Türe einen Spalt offen gelassen, klappt sehr gut in einer Stunde.

Gruß,

Hellboy76
 
Ich mach’s nach Gefühl. Wenn die Haut leicht angetrocknet ist und nicht mehr schleimt beim anfingen dann sind sie bereit zum Auflegen
Ich hoffe es ist verständlich.
 
UPS hat das Paket nicht wie bestellt am Freitag ausgeliefert, am Samstag natürlich auch nicht. Jetzt werde ich die Annahme verweigern. Ich habe nur miese Erfahrungen mit UPS gemacht.

Ich habe aber jetzt einen Forellenteich ausgemacht, bei dem man auch frische Forellen kaufen kann. Ist zwar fast eine Stunde Fahrt, aber dann bekomme ich die Forellen, wann und wie ich sie will. Leider ist der Versuch damit nochmals aufgeschoben.
 
Zunächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich meinen alten Thread noch einmal ausgrabe und zu einem Abschluss bringe. Zuerst bin ich eben doch nicht an geeignete Forellen gekommen, dann wurde ich total verwirrt von völlig widersprüchlichen Infos im Web zum Thema, dann war der Sommer vorbei, dann habe ich eine Knieprothese eingesetzt bekommen... - aber jetzt, endlich, haben Freunde von Freunden beklagt, dass ihre Truhe überquillt von selbst geangelten Forellen, und dass Sie dringend Unterstützung in Form von Abnehmern suchen. Zeit, mein Projekt „geräucherte Forelle“ an zwei Stück dieser Monster in die Tat umzusetzen. Zuvor hatte ich mich entschieden, welchen Empfehlungen und Erfahrungen ich konkret folgen wollte. Ich berichte etwas ausführlicher, vielleicht sucht der eine oder andere ja wie ich nach Antworten:

Forellen 12 Stunden lang nur angetaut (um sie voneinander trennen zu können, sie hätten sonst nicht in die Wanne gepasst) in 6%ige Meersalzlake einlegen, gewürzt mit Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Piment und ordentlich schwarzen Pfefferkörnern. (Hätten durchaus auch 15 bis 16 Stunden werden dürfen.) Am Ende stellte ich fest, dass sie zwar ausgenommen waren, aber noch ihre Kiemen hatten. Auf mehrfache Empfehlung habe ich diese entfernt.

Anschließend abwaschen, mit Küchenkrepp möglichst sorgfältig abtrocknen und im VARIERA drei Stunden lang im warmen Heizungskeller (mit Ventilatorunterstützung) trocknen lassen, bis sich die Haut ledrig anfühlte. Nach zwei Stunden waren sie noch zu feucht, 150 Minuten wären optimal gewesen. Die Bauchhölen habe ich mit Rosmarinzweigen so gefüllt, dass sie auseinandergedrückt wurden und der Rauch das Innere besser erreichen konnte.
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Vor dem Einzug in den Mono habe ich sie dann wieder mit dem Bauch nach unten gedreht.
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Die Deflektorplatten in Aluminiumpapier einhüllen, den Mono direkt hinter der Einfüllöffnung für Räucherholz an nur einem Punkt entzünden und von der Automatik auf 120° erhitzen lassen. Der herrschende starke Wind erforderte es, einen Windschutz um das Gebläse herum zu formen. Bei 95° die Forellen mit dem Bauch nach unten auf dem VARIERA auf den Rost gestellt. Einige Minuten bei 120°, fallend, gegart (und sterilisiert), Räucherchips trocken eingeführt und die Zieltemperatur auf 80° heruntergestellt.

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Nach 30 Minuten waren erst 85° erreicht, ein vorsichtiger Blick unter den Deckel offenbarte, dass die Forellen fast noch keine Farbe angenommen hatten. Also habe ich die Zieltemperatur wieder auf 90°C erhöht und die wartende Gemeinde, insgesamt waren wir vier Personen, aufs Warten eingestellt.
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Weitere Deckelöffner bei 60 (Chips nachfüllen) und 90 Minuten zeigten, dass ich auf dem richtigen Weg war. Die Rückengräte ließ sich bereits leicht herausziehen. Dennoch gab ich den Forellen weitere 15 Minuten, bevor sie aus dem Rauch geholt wurden.

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Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Die Forellen, sie waren immerhin so groß, dass sie mit Mühe unter den Deckel passten, hatten einen idealen Garpunkt erreicht. Gar, aber noch absolut saftig. Einer der Gäste meinte allerdings, das Raucharoma sei noch vergleichsweise mild, es gebe Leute, die es auch deutlich rauchiger und trockener möchten. Man hätte also noch weitere 30 Minuten zugeben können, aber nicht weniger als die Räucherzeit von 105 Minuten. Alle (auch dieser Kollege) empfanden das Ergebnis als hervorragend, nicht nur für den ersten Versuch. Das Rosmarin hatte die Forellen köstlich aromatisiert, und, ganz wichtig, es ist kein wie auch immer gearteter Fischgeruch zu verspüren gewesen. Weder außerhalb noch innerhalb des Mono.

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Kurz: Bis auf die erforderlich gewordene Zeitanpassung war mein erster Räucherversuch ein voller Erfolg. Insgesamt gestaltete sich die Angelegenheit als deutlich einfacher, als ich befürchtet hatte. Die beste Ehefrau von allen regte sogar noch an Ort und Stelle an, uns eine Räuchertonne zuzulegen (und stand vor allem zu diesem Gedanken auch noch, als die beiden Essensgäste uns wieder verlassen hatten ;-)). Eure Erfahrungen Napoleon Apollo 200 vs. Rösle Smoker No.1 F50-S sind hoch willkommen, wobei ich für die Ausstattungsmerkmale darauf hinweisen will, dass ich den Räucherofen im Normalfall ausschließlich fürs Räuchern (also nicht als Grill oder Smoker) verwenden werde.

Beste Grüße, und nochmals besten Dank für die mir entgegengebrachte Unterstützung
Stefan
 
Sehr schöne Forellen, sehen Klasse aus!

Gruß,

Hellboy76
 
So, jetzt habe ich auch verstanden, weshalb man die Kiemen entfernen soll: Sie laufen sonst während des Räucherns aus und hinterlassen hässliche Flecken (hier gefunden). Wahrscheinlich nicht von Bedeutung, wenn man die Forellen liegend räuchert, aber gut zu wissen.
 
Zunächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich meinen alten Thread noch einmal ausgrabe und zu einem Abschluss bringe. Zuerst bin ich eben doch nicht an geeignete Forellen gekommen, dann wurde ich total verwirrt von völlig widersprüchlichen Infos im Web zum Thema, dann war der Sommer vorbei, dann habe ich eine Knieprothese eingesetzt bekommen... - aber jetzt, endlich, haben Freunde von Freunden beklagt, dass ihre Truhe überquillt von selbst geangelten Forellen, und dass Sie dringend Unterstützung in Form von Abnehmern suchen. Zeit, mein Projekt „geräucherte Forelle“ an zwei Stück dieser Monster in die Tat umzusetzen. Zuvor hatte ich mich entschieden, welchen Empfehlungen und Erfahrungen ich konkret folgen wollte. Ich berichte etwas ausführlicher, vielleicht sucht der eine oder andere ja wie ich nach Antworten:

Forellen 12 Stunden lang nur angetaut (um sie voneinander trennen zu können, sie hätten sonst nicht in die Wanne gepasst) in 6%ige Meersalzlake einlegen, gewürzt mit Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Piment und ordentlich schwarzen Pfefferkörnern. (Hätten durchaus auch 15 bis 16 Stunden werden dürfen.) Am Ende stellte ich fest, dass sie zwar ausgenommen waren, aber noch ihre Kiemen hatten. Auf mehrfache Empfehlung habe ich diese entfernt.

Anschließend abwaschen, mit Küchenkrepp möglichst sorgfältig abtrocknen und im VARIERA drei Stunden lang im warmen Heizungskeller (mit Ventilatorunterstützung) trocknen lassen, bis sich die Haut ledrig anfühlte. Nach zwei Stunden waren sie noch zu feucht, 150 Minuten wären optimal gewesen. Die Bauchhölen habe ich mit Rosmarinzweigen so gefüllt, dass sie auseinandergedrückt wurden und der Rauch das Innere besser erreichen konnte.
Anhang anzeigen 2605673

Vor dem Einzug in den Mono habe ich sie dann wieder mit dem Bauch nach unten gedreht.
Anhang anzeigen 2605674

Die Deflektorplatten in Aluminiumpapier einhüllen, den Mono direkt hinter der Einfüllöffnung für Räucherholz an nur einem Punkt entzünden und von der Automatik auf 120° erhitzen lassen. Der herrschende starke Wind erforderte es, einen Windschutz um das Gebläse herum zu formen. Bei 95° die Forellen mit dem Bauch nach unten auf dem VARIERA auf den Rost gestellt. Einige Minuten bei 120°, fallend, gegart (und sterilisiert), Räucherchips trocken eingeführt und die Zieltemperatur auf 80° heruntergestellt.

Anhang anzeigen 2605676Anhang anzeigen 2605677

Nach 30 Minuten waren erst 85° erreicht, ein vorsichtiger Blick unter den Deckel offenbarte, dass die Forellen fast noch keine Farbe angenommen hatten. Also habe ich die Zieltemperatur wieder auf 90°C erhöht und die wartende Gemeinde, insgesamt waren wir vier Personen, aufs Warten eingestellt.
Anhang anzeigen 2605681

Weitere Deckelöffner bei 60 (Chips nachfüllen) und 90 Minuten zeigten, dass ich auf dem richtigen Weg war. Die Rückengräte ließ sich bereits leicht herausziehen. Dennoch gab ich den Forellen weitere 15 Minuten, bevor sie aus dem Rauch geholt wurden.

Anhang anzeigen 2605675

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Die Forellen, sie waren immerhin so groß, dass sie mit Mühe unter den Deckel passten, hatten einen idealen Garpunkt erreicht. Gar, aber noch absolut saftig. Einer der Gäste meinte allerdings, das Raucharoma sei noch vergleichsweise mild, es gebe Leute, die es auch deutlich rauchiger und trockener möchten. Man hätte also noch weitere 30 Minuten zugeben können, aber nicht weniger als die Räucherzeit von 105 Minuten. Alle (auch dieser Kollege) empfanden das Ergebnis als hervorragend, nicht nur für den ersten Versuch. Das Rosmarin hatte die Forellen köstlich aromatisiert, und, ganz wichtig, es ist kein wie auch immer gearteter Fischgeruch zu verspüren gewesen. Weder außerhalb noch innerhalb des Mono.

Anhang anzeigen 2605678Anhang anzeigen 2605679

Kurz: Bis auf die erforderlich gewordene Zeitanpassung war mein erster Räucherversuch ein voller Erfolg. Insgesamt gestaltete sich die Angelegenheit als deutlich einfacher, als ich befürchtet hatte. Die beste Ehefrau von allen regte sogar noch an Ort und Stelle an, uns eine Räuchertonne zuzulegen (und stand vor allem zu diesem Gedanken auch noch, als die beiden Essensgäste uns wieder verlassen hatten ;-)). Eure Erfahrungen Napoleon Apollo 200 vs. Rösle Smoker No.1 F50-S sind hoch willkommen, wobei ich für die Ausstattungsmerkmale darauf hinweisen will, dass ich den Räucherofen im Normalfall ausschließlich fürs Räuchern (also nicht als Grill oder Smoker) verwenden werde.

Beste Grüße, und nochmals besten Dank für die mir entgegengebrachte Unterstützung
Stefan
Super schönes Ergebnis. Vielen Dank für deine Erfahrungen. Das wird bei Zeiten nachgeräuchert. 🎣 💨
 
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