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Grundausstattung Messer

Bacboy,
gut, Du kannst Dich nicht entscheiden, das ist natürlich etwas problematisch.
Wenn Du meine ehrliche Meinung hören würde: Kauf Dir ein schönes europäisches Messer. Ein Japaner ohne Schleiferfahrung und ohne angemessene Schneidtechnik wird Dir vermutlich weniger Freude bereiten, als ein richtig gutes europäisches Messer. Das Sabatier XC75 ist eine Idee, ansonsten bin ich persönlich ein großer Fan von dem Herder 1922 und dem Karl Güde. Die ersten beiden sind bzw gibt es als Carbonstahlmesser, was auf jeden Fall empfehlenswert ist.
Dass ich von Dick, Zwilling, Wüsthof und Böker abrate, hat sich vermutlich inzwischen ebenfalls herumgeschwiegen.

@andiman: nach dem Nassschleifen sollte man das Messer noch abledern.
Nein, völlig überflüssig.
 
Windmühlenmesser von Herder sind auch sehr leicht. Die Santokus dürften noch vor den allermeisten japanischen Santokus liegen. Die Herdermesser haben auch eine ausgezeichnete Schneidfähigkeit. Schneidfähigkeit ist die Leichtigkeit (also die geringe Kraft) die man benötigt, um vor allem durch dickes Schnittgut, Gemüse zu kommen. Meines Erachtens macht gerade die Schneidfähigkeit einen wesentlichen Punkt im Komfort eines Messers aus. Bei vielen Japanern vor allem im unteren Preissegment, ist die Schneidfähigkeit nicht berauschend. Der Anschliff der Tosa Standard z.B. geht einfach nicht hoch genug, um wirklich leicht Gemüse zu schneiden. Wegen des Blaupapierstahls werden sie zwar affenscharf, aber für dickes Gemüse ist der Anschliff nicht optimal.

Einen Schleifstein brauchst du im übrigen für europäische Messer auch. Wenn die stumpf sind nützt dir der Wetzstahl auch nichts mehr. Der Wetzstahl ist nur dazu da um die Zeit zwischen dem erneuten Schleifen des Messer auf dem Stein erheblich rauszuzögern, also die Schleifintervalle zu verlängern und die Messer auf einem hohen Schärfeniveau zu halten. Deshalb würde ich einen 1000/3000 Stein gleich vom Budget abziehen (Einstieg: Naniwa Homstone bei Schmid- FeineWerkzeuge für 17€. Und natürlich Ikea Keramikstab. Vielleicht noch ein Leder mit Paste oder eine glatte Holzlatte mit Polierpaste.

Im Ganzen würde ich dazu raten dir zu überlegen, welches Gesamtbudget du zur Verfügung hast. Dann klärt sich das andere viel schneller. Da du bisher deine Messer in die Spüle gepackt hast, würde ich dir eh ein anderes Vorgehen nahelegen. Kauf dir erstmal e i n Messer, das du pflegen musst z.B. ein Herder Standardsantoku in der Carbonstahlausführung für 50€ und die Schleifutensilien. Dann kriegst du erstmal ein ganz anderes Weltbild, was Messer betrifft, und dann kannst du auch entscheiden, was du an Pflege in ein Messer investieren willst oder ob Messer abspülen und abtrocken ein zu großer Umstand für dich ist. Man kann ja auch mischen, nicht jedes Messer muss ein rostendes sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo kauft ma denn Messer im Netz??

Habe da folgendes gefunden:

Messer Roedter gegr. 1909 scharferLaden.de Messer Kochmesser Rasiermesser Scheren aus Solingen Laden Versand Schleiferei

Sabatier Kochmesser - Messer Roedter gegr. 1909 scharferLaden.de Messer Kochmesser Rasiermesser Scheren aus Solingen Laden Versand Schleiferei

Danke und Gruß

Bacboy

Bacboy,
gut, Du kannst Dich nicht entscheiden, das ist natürlich etwas problematisch.
Wenn Du meine ehrliche Meinung hören würde: Kauf Dir ein schönes europäisches Messer. Ein Japaner ohne Schleiferfahrung und ohne angemessene Schneidtechnik wird Dir vermutlich weniger Freude bereiten, als ein richtig gutes europäisches Messer. Das Sabatier XC75 ist eine Idee, ansonsten bin ich persönlich ein großer Fan von dem Herder 1922 und dem Karl Güde. Die ersten beiden sind bzw gibt es als Carbonstahlmesser, was auf jeden Fall empfehlenswert ist.
Dass ich von Dick, Zwilling, Wüsthof und Böker abrate, hat sich vermutlich inzwischen ebenfalls herumgeschwiegen.


Nein, völlig überflüssig.
 
Warum nicht beides?

Hallo,

hier wurden ja schon mehrfach die Vor- und Nachteile Japanischer Messer angesprochen.
Wenn man auf die Robustheit eines europäischen Messers nicht verzichten möchte, kann man sich ja auch wenn der Geldbeutel es zulässt sowohl ein deutsches als auch ein japanisches Messer kaufen und dann je nach EInsaztgebiet das passende Messer nehmen.
Ich persönlich würde auf die Schärfe meiner Japaner nicht mehr verzichten wollen. Richtige Schneidtechnik hin oder her (die habe ich bestimmt nicht), die Dinger sind einfach schärfer und es macht mehr Fun damit zu schneiden und es gibt inzwischen gute und günstige Messer aus Japan mit VG-10 Kern. Ich kann die günstigsten von Tojiro empfehlen, hab ich jetzt seit 2 Jahren im Einsatz und komm damit sehr gut zurecht. Gibts hier ab 39,- Euro: www.scharfesjapan.de .

Grill on!
Ich mach mir jetzt erstmal nen Steak, hab Hunger bekommen :-)

Gruß Daniel
 
http://www.tosa-hocho.de/favorite.htm

Moin,

da es jetzt das Bunkaboocho wieder gibt, wollt ich eigentlich mal zum probieren eines kaufen....

Sollte ich dazu gleich den passenden Schleifstein mitbestellen??
Einen anderen wählen oder erstmal ganz drauf verzichten???


Danke und Gruß
 
Schleifsteine wirst du immer brauchen, wenn du lange Freude an einem scharfen Messer haben möchtest. Egal wie scharf es am Anfang ist, irgendwann ist die Schärfe dahin und du musst es nachschleifen. Mit dem Keramikstab vom Schweden lässt sich die Schärfe eine Zeit lang sehr gut erhalten.

Viele Spaß mit dem Tosa. :thumb2:

Grillkeks :keks:
 
Moin,

Ok, konkreter gefragt...

Schleifstein bei tosa hocho mitbestellen oder anderen kaufen??

Ich habe hier etwas von einem Cerax Super Kombistein 1000/3000 gelesen, ist der die bessere Wahl zu dem Messer oder langt da der von Tosa Hocho??


Danke und Gruß
 
Ich würde mich hüten, jedes mal mit einem 1000er nachzuschleifen. Du nimmst damit viel Material weg und erreichst damit keine sehr hohe Schärfe.
Wenn Du einen Stein willst und nicht mehr, dann würde ich dir den 1000/3000er Cerax empfehlen. Günstig und sehr gut, die 3000er-Seite ist wesentlich eher zum Aufrechterhalten der Schärfe geeignet und du hast einen 1000er in der Hinterhand, sollte mal ein neuer Grundschliff fällig werden.
 
100€

Ja, verstanden...

Mein Budget für den Anfang Messer + Schleifstein sollte die 100€ +- 20% nicht übersteigen...

Meinst du, dass das Bunkaboocho da ein guter Kompromiss ist oder sollte ich da auf ein anderes Zurückgreifen??
 
Das Bunka ist kein schlechtes Messer und sein Geld auf jeden Fall wert. Es ist aber auch nicht toll. Geometrie und Wärmebehandlung lassen schon noch gut Platz nach oben. Es wird dir auf jeden Fall mehr Spaß machen, als alles andere für <40€. Ich kann dir nur noch einmal sagen: Ich würde 40€ mehr investieren und das Karl Güde kaufen. Keramikstab von Ikea, Stein kannst Du in einerm Vierteljahr nachschieben. Damit bist Du bei etwa 120€. Wenn Du dann doch einen Japaner willst, ist das Güde recht verlustfrei verkäuflich und die Steine hast Du eh schon.
 
Suche auch nach Messerblock!

Sehr interessante Diskussion. Danke an alle Teilnehmer. Auch bin ich nämlich heute auf der Suche nach einem Messerblock, der meinen alten aus Studienzeiten endlich ersetzen soll. Die beste Webseite, die ich zu diesem Thema bisher entdeckt habe, ist hier:
www.messerblockwelt.de

Ich interessiere mich besonders für den WMF Gourmet Messerblock. Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit diesem Produkt gemacht?
 
Tom, vergiss einfach die Messerblocks.
Die Hälfte der Messer wirst du niemals benötigen.
Überleg mal, was du wirklich benötigst:
ein gutes Küchenmesser, ein Petty und vielleicht noch ein Brotmesser.
Damit hast du sicher 95% deiner Anwendungsfälle erschlagen.
Abgesehen davon ist WMF nun auch nicht die erste Wahl, wenn man wirklich über Messer redet.
 
Tom, vergiss einfach die Messerblocks.
Die Hälfte der Messer wirst du niemals benötigen.
Überleg mal, was du wirklich benötigst:
ein gutes Küchenmesser, ein Petty und vielleicht noch ein Brotmesser.
Damit hast du sicher 95% deiner Anwendungsfälle erschlagen.
Abgesehen davon ist WMF nun auch nicht die erste Wahl, wenn man wirklich über Messer redet.
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...heißt: Ich unterstreiche das. :-D
 
Jetzt muß ich doch mal fragen.
Mr Pink hat mir erklärt, das es sich bei WMf Dick Zwilling und so on..., nicht um geschmiedete Messer handelt. Also gestanzt und im Stauchschmiedeverfahren hergestellt.
Aber was macht das schlechter?
Ich meine es ist nun wirklich so, das Brigarden von Köchen mit F. Dick Messern arbeiten.
Täglich und Stundenlang. Also warum wird da jedem abgeraten?
 
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