Hallo zusammen,
ich würde Euch gerne unser Familienrezept für Heidesand vorstellen. Das Rezept habe ich von meinem Vater geerbt und obwohl der Name der gleiche ist unterscheidet sich das Rezept von dem der @Bienenkönigin. Ich hoffe, Sie hat nichts dagegen dass ich Ihren Thread "kapere"!?
Das Rezept verzichtet auf Backpulver und Kakao, dafür wird die Butter gebräunt. Der Geschmack erinnert ein wenig an Shortbread wie man es beispielsweise von "Walkers" kennt. Die Konsistenz erinnert, wenn die Plätzchen perfekt werden, tatsächlich ein wenig an Sand weil sie sich im Mund sehr schnell auflösen. Ich habe meinem Vater ein Jahr, bevor er uns verlassen hat, noch einmal genau beim backen über die Schulter geschaut, konnte jedoch bis heute nicht genau ergründen warum die Plätzchen bei Ihm jedesmal perfekt wurden. Bei mir scheint es noch ein wenig Glückssache zu sein - mal sind die Plätzchen in der Mitte zu fest, mal zu knusprig. Aber der Geschmack ist unverkennbar und stimmt jedesmal.
Am besten lässt man die Plätzchen übrigens mindestens eine Woche kühl und dunkel lagern, danach schmecken sie noch besser.
Zutaten:
250g Butter
180g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
350g Mehl
Rezept:
Die Butter schmelzen und unter ständigem rühren goldbraun werden lassen:
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Danach die Butter abkühlen lassen, dabei schadet es nichts wenn sie wieder ein wenig fest wird. Währenddessen kann man schon mal den Zucker abwiegen und mit Salz und Vanillezucker vermischen:
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Entschuldigt bitte die Verwendung von fertigem Vanillezucker aber so richtig guter Selbstgemachter ist uns noch nicht gelungen obwohl's ja eigentlich kein Hexenwerk ist.
Das Mehl kann man jetzt auch schon abwiegen, dann hat man alle Zutaten für den Teig parat:
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Als nächstes die runtergekühlte Butter mit dem Gemisch aus Zucker, Salz und Vanillezucker schaumig rühren:
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Anschliessend das Mehl unter die Masse kneten:
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Einer meiner früheren Fehler war es den Teig nur bis zu dem unten gezeigten Zustand zu kneten ...
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Ich hoffe das Bild lässt die Konsistenz erkennen die erreicht werden sollte. Der Teig muss herrlich locker, luftig, schaumig sein, da dauert das Kneten schon ein paar Minuten und man darf auch gerne die schnelleren Stufen seines Rührgerätes nutzen.
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An dieser Stelle ein Warnhinweis: lasst Euch jetzt nicht dazu verführen vom Teig zu naschen, es fällt verdamt schwer damit wieder aufzuhören. Nachher habt Ihr Bauchweh und weniger Plätzchen und damit ist ja auch niemandem geholfen.
Den Teig zu Rollen formen was bei der Konsistenz für mich nicht ganz einfach ist, aber mit ein wenig Übung gelingt auch das:
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Das ganze abdecken und für 1-2 Stunden runterkühlen lassen. Das schöne an dieser Jahreszeit ist die Aussentemperatur, man muss also nicht extra Platz im Kühlschrank schaffen.
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Den Backofen auf 170° O/U vorheizen, den kalten Teig in fingerdicke Taler schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen:
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Keine Sorge wenn der Teig beim Zerschneiden etwas krümmelt, die Krümmel einfach oben auf die Plätzchen legen und etwas andrücken.
Den Heidesand dann ca. 15 Minuten backen, die Plätzchen sollten dabei eine hellgelbe Farbe behalten:
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Wie man auf dem Foto oben sieht sind die Plätzchen nach dem Backen noch sehr weich. Der Heidesand wird erst beim Abkühlen fest weshalb man das Gebäck 10 Minuten auf dem Blech auskühlen lassen sollte bevor man es beispielsweise auf ein Abkühlgitter legt.
Fertig!
Viele Grüße,
Thomas