Westfälisches Drei-Gänge-Menü
So Leute, tut mir Leid, wenn es sich etwas gezogen hat. Aber in der Zeit lagen
neben Weihnachten und Silvester auch ein paar Familienfeiern, so dass die
freien Wochenenden etwas knapp wurden.
Aber los geht es:
Vorspeise: Pumpernickelsüppchen mit Maronen und Sellerie
Hier das Ausgangsmaterial:
Dann war Hacken und Schnippeln angesagt:
Alle Zutaten wurden bereitgestellt:
Dass Pumpernickel wird zuerst in Butter angeröstet.
Dann wird der Lauch angeschwitzt und die Maronen und der Sellerie sowie
Knoblauch und Pumpernickel hinzugeben.
Mit Weißwein ablöschen.
Dann Brühe und die Crème fraiche dazugeben, aufkochen etwas köcheln
lassen. Crème fraiche haben wir aber nur ca. 200g genommen.
Ein paar Maronen werden noch als Garnitur angeröstet.
Das Süppchen noch schnell mit der ESGE zerkleinern und dann wird angerichtet.
Sieht doch toll aus:
Resümee: Vom Geschmack her war das gar nicht schlecht, aber das ganze
war doch sehr mächtig. Bereits nach einem halbem Teller waren wir beide
Papp satt, und haben für den Rest des Tages nichts mehr gebraucht.
Aber wenn man sich das Rezept mal anguckt ist das kein Wunder:
250g Pumpernickel
400g Maronen
300g Sellerie
0,5l Crème fraiche
30g Butter
Man, das ist ja ein Frühstück für Bergarbeiter, aber selbst hier im Pott arbeitet
ja keiner mehr auf dem Pütt. Hätten wir die ganzen 500ml Crème fraiche
genommen wäre das ganze wohl leichter geworden.

Ne Leute, das war echt
zu mächtig.
Hauptgericht: Sauerbraten vom Rinderfilet mit Klößen und Rotkohl
Zuerst wurde 1 kg Rinderfilet besorgt (ca. 45 EUR) und gespickt.
Das Gemüse wurde gewürfelt und in der Beize aufgekocht.
Das ganze abkühlen lassen, und das Filet darin einlegen.
Und das war der Moment, wo das Verhängnis seinen Lauf nahm. Eigendlich
gehört Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen zu unseren Standards, deshalb
fühlte ich mich einiger Maßen sicher.
3-4 Tage Einlegen? 3-4 Wochen waren mir da eher geläufig. Also habe ich
auf 2 Wochen verlängert.
Naja, weiter mit Klößen und Rotkohl:
Der Rotkohl kam aus der Tiefkühltruhe. Wurde aber von uns frisch geschnitten
und eingefroren. Äpfel und den Rest dazu, ziehen lassen und köcheln.
Die Klöße:
Ein Teil der Kartoffeln kochen, den Rest reiben und beides vermengen. Salz,
Muskat und Kartoffelmehl dazu und mischen. Daraus werden dann Klößchen
geformt.
So sah der gute aus als er aus der Beize kam:
Dann anbraten, Gemüse dazu und schmurgeln:
Nun wurde es problematisch, denn erst jetzt wurde mir bewusst, dass der
Braten laut Rezept nur 15 Min. gekocht werden sollte. Na super, da wird
er innen noch kalt sein. Hätte ich mir das ganze nur vorher genau durchgelesen.
Das Ganze soll wohl eher ein Sauerrostbeef werden. Ich kenne Sauerbraten
ehe so, dass er schmurgelt bis er fast zerfällt.
Und nun kam mein großer Fehler, ich entschied mich den Braten nur bis zu
einer KT von 50° zu ziehen.
So sah das aus:
Die Klöße sahen vor dem Kochen ja echt prima aus, sind im Wassere aber
praktisch sofort zerfallen.
Die kamen also in den Müll. Bei meiner Mama konnten wir uns wenigstens noch
Kochbeutelknöde leihen. Besser als nix.
Tellerbild:
Resümee: Der Rotkohl war klasse. Wird öfter so gemacht, wenn auch der Zimt
nicht seien muss.
Das Fleisch war aber leider ungenießbar, und auch die Soße war nicht der
Hammer. Das Filet ist leide komplett in den Müll gewandert.
Es war sicher ein Fehler das Fleisch zwei Wochen zu beizen, und dann nur
kurz zu garen. Ich glaube aber, dass Sauerbraten und rosa Fleisch grund-
sätzlich nicht passen. Wenn das Fleisch englisch oder medium sein soll mache
ich Roastbeef. Sauerbraten muss zerfallen!
Wir werden demnächst hier einfach einen Sauerbraten mir Rotkohl und Klößen
nachliefern, so wie wir den sonst machen. Im Moment ist unser Bedarf aber
gedeckt.
Nachtisch: Gefüllter Boskoop mit warmer Bierschaumcreme
Hier lasse ich mal Bilder sprechen:
Resümee: Die Nachspeise war wirklich lecker. Ich hatte statt Kirschwasser
Himbeergeist genommen. Beim nächsten Mal werde ich aber Amaretto nehmen,
dass passt bestimmt noch besser.
Schade, dass es nicht so geklappt hat wie geplant, aber so ist das Leben.
Den Sauerbraten mit Rotkohl und Knödeln werden wir hier demnächst nach
unserer Art nachreichen. So kann ich das nicht stehen lassen.
Aber jetzt werde ich erst mal am Menü für den nächsten basteln.