Es war verdammt lecker
Gestern durfte ich ja das Menü von Thumsi grillen und DOpfen. Wie bei den meisten Menüs üblich, begann ich mit der Nachspeise, dem Cheescake.
Da ich leider die im Rezept angegebene Mohnbackmischung nirgend auftreiben konnte und ich ja zudem im Allgemeinen eine Abneigung gegen Fertigzeugs habe, machte ich also erst mal die Mohnbackmischung nach folgendem Rezept.
- 125 g gemahlener Mohn
- 60 ml heiße Milch
- 25 g weiche Butter
- 50 g Zucker
- Mark einer halben Vanilleschote
Den Mohn habe ich erst frisch im Mörser gemahlen und dann mit heißer Milch überbrüht. Danach habe ich ihn ca. 10 min quellen lassen. Die anderen Zutaten untergerührt und fertig.
Naja, da ich so was wie Vanillezucker nicht habe, habe ich das Mark einer halben Vanilleschote mit 25 Gramm Zucker vermischt ...
Ihr glaubt ja gar nicht, wie anstrengend es ist, so einen DO zu bewachen. Ich musste mir also eine Stärkung gönnen. Für die, die das Bier nicht kennen: Es ist zwar ein Schlenkerla, aber es ist ein Helles und kein Rauchbier. Das Bier ist wirklich der Bringer!
Thumsi schrieb, der Kuchen braucht ca. 55 Minuten. OK, dachte ich mir, da geht ne Entspannungszigarre, die ich noch von der Smoker's Night hatte
Bis hierher konnte ich die Nachspeise vorbereiten. Selbstredend habe ich die Glasur aus den Preiselbeeren auch gemacht. Bilder habe ich ehrlichgesagt vergessen. Naja, gab ja auch nicht viel zu sehen
Als nächstes hab ich also den Salat für die Vorspeise gemacht. War nicht viel Arbeit, einfach den Fenchel gerieben und mariniert und ab in den Kühlschrank damit.
Was ich noch recht gut vorbereiten konnte, war die Hauptspeise. Sowohl die Soße, als auch der Stampf (bis auf den Käse) wurde im Voraus gemacht.
Irgendwann am Abend war es dann endlich so weit. Da es bei uns immer mehr zuzog, habe ich im Garten wieder alles abbauen müssen und wieder in die Wohnung verfrachtet. Es war eine gute Entscheidung, da Blitz und Donner nicht gut zum Menü passen
Den Fisch habe ich ausgenommen und geschuppt bei
Fisch Jakob geholt und wie beschrieben vorbereitet. Direkt angegrillt und dann indirekt fertig gegart. Geht verdammt schnell, also aufpassen beim Nachbau
Zur allgemeinen Überraschung schmeckte uns sogar der Fenchelsalat

. Im Ernst, der Fenchelsalat war genau das Richtige für die gestrigen Temperaturen. Er schmeckte verdammt frisch und war einfach lecker.
Der Fisch ist genial. Schmeckt super mit dem Fenchelsalz und wären die Gräten bei den Viechern nicht gar so reichlich, wäre es absolut perfekt. Klasse

Zu so viel Frische gehöhrt auch unbedingt ein frisches Getränk. Deshalb servierte ich einen kühlen Riesling, den ich von meiner letzten Dienstreise in Bad Vößlau gekauft habe. Alles in allem ein wirklich stimmiges Gericht :happa:
Während der Fisch indirekt fertig garen durfte, hab ich das Filet vom Irish Angus (dry aged) mit FdS eingerieben und dann direkt von allen Seiten angegrillt.
Während wir die Vorspeise vertilgten, lies ich das Filet auf 57 °C hochziehen und bereitete schon mal die Teller mit dem Stampf und der Soße vor.
Der Stampf sieht zwar aufgrund des Schimmels nicht so toll aus, aber der Geschmack ist wirklich ganz hervorragend :happa: Was wirklich der Bringer ist, ist die Soße. Da ich mit dem Irish Angus ein doch sehr aromatisches Fleisch hatte, wandelte ich das Rezept leicht ab und nahm anstatt des Kalbsfonds einen selbst gemachten Rinderfond. Wirklich der Hammer

Für uns alle war die Hauptspeise wirklich der Burner
Zum Schluss wurde die Glasur auf dem Kuchen verteilt und der Nachtisch wurde serviert.
Zum Kuchen muss ich noch was los werden. Er war wirklich nicht schlecht, wir waren aber alle der Meinung, dass mindestens die doppelte Menge Zucker rein muss (wenn nicht sogar die dreifache Menge). Das kann natürlich auch an meiner selbst gemachten Mohnmasse liegen, da ich keine Ahnung habe, wieviel Zucker im Original vorhanden ist. Wenn ihr es nach meiner Vorgehensweise nachmachen wollt, nehmt von der Gesamtzuckermenge mindestens die doppelte Menge.
Was mir noch auffiel, war die etwas zu feste Masse. Wenn ich den Kuchen noch mal mache (das werde ich ...), werde ich die Eier trennen, das Eigelb einrühren und zum Schluss das zu Schnee geschlagene Eiweis unter die Masse heben, damit der Kuchen etwas fluffiger wird.
Meine Gäste und ich waren uns sehr einig darüber, dass das komplette Menü wirklich sehr lecker war. Das Highleight war definitiv die Hauptspeise. Danke Thumsi für diesen tollen Abend :friedi-danke:
Ich werde jetzt mal meine Nase in die Bücher um mich herum stecken und das Menü heraussuchen für den nächsten Kandidaten :schlaege:
Edit: Hab gerade noch ein paar Bilder nachgeschoben. Irgendwie zickt das ftp heute
