Tut sich hier gar nix mehr?
Gestern hatte ich wirklich mal Zeit. Und Ruhe. Und angeblich halbwegs gutes Wetter. Eigentlich keine schlechten Voraussetzungen, um den jungen Raps im Auge zu behalten.
Gesagt, getan. Ich komme gegen viertel vor 7 an. Ich parke gut 300 Meter oberhalb, sehe im Angehen schon drei Rehe aus der Dickung springen. Geladen hatte ich schon, aber daß sie so direkt, also 30 Meter neben dem Auto aus der Deckung kommen, damit hatte ich nu nicht gerechnet, folglich war ich zu langsam. Egal.
Auf den Sitz, einrichten, dann die Klappen auf. Der Sitz ist eher ein Wachturm, Modell extra hoch. 360 Grad Schußfeld, keine Störenfriede.
Gegen halb 8 kommen gemeinhin die Rehe aus dem Wald, gestern eher zögerlich, es war recht windig. Und der Wind dreht ständig.
Halb 8. Ich sehe auf gemessene 150 Meter vor mir 2 Rehe auf der Fläche. Eigentlich hatte ich es ja auf die Schwarzen abgesehen, aber mit dem umlaufenden Wind schien mir das recht aussichtslos.
Es entsteht der Plan, eins von den Rehen zu erlegen und dann am anderen Ende vom Revier auf die Maisstoppeln zu gehen.
Die beiden lassen sich alle Zeit der Welt, bis sie dann so nach etwa 10 Minuten
in eine vertretbare Schußentfernung heran gekommen sind.
Ich führe ja im Moment den geerbten 98er mit dem Uralt 42er Habicht. Nicht unbedingt das Transmissionsmonster.
Durch das Fernglas konnte ich die beiden inzwischen als das bekannte Duo ansprechen, Bock und Schmalreh. Hab ich schon öfter gesehen, immer zu weit.
70 Meter. Der Bock steht breit, 7x64 geht los, ich seh den Bock fallen. Repetieren, SR steht ungerührt 5 Meter daneben. Ok, jetzt gilt´s, einstechen, päng.
Aber ich seh nix liegen. Das kann aber auch am hohen Gras am Bachlauf gelegen haben. Intensives Suchen mit dem Fernglas bringt Gewissheit, gefehlt, steht da und äst weiter. Ziel erkannt und angeprochen uswuswusw - allerhöchte Konzentration, einstechen, Schuß. Nix mehr zu sehen, aber auch keine Flucht. Seltsam.
Aber nur die Ruhe. Ruhe ist oberste Jägerspflicht. Repetieren. Sauerkrautsaft. Durchatmen. Fläche mit dem Fernglas absuchen.
Ich warte noch eine halbe Stunde, gehe zum Anschuß. Der Bock liegt 10 Meter weiter links, am mutmaßlichen Anschuß nix zu sehen. Ok, ist ja auch dunkel wie im Bärena...sch. Nur die Ruhe. Ich gehe nicht zum Bock, ich will Frau Braun nicht irritieren.
Am Auto angekommen fahren wir die 300 Meter vor den Sitz, Frau Braun aus dem Kofferraum, lange Leine, Messer und Waffe, Lampe. Frau Braun kommt auf Betriebstempereatur.
Aufregungsbach und los geht es. Wir gehen zum mutmaßlichen Anschuß. Keinerlei Reaktion. Aber die Nase geht in den Wind. Heißt übersetzt - liegt.
Ich denke mir, Sch....e, sie hat den Bock mitbekommen. Aber weit gefehlt, sie zieht mich 10 Meter weiter über den Bach und wir stehen vor dem Schmalreh.
Was lernen wir daraus? Nachts is dunkel, Jagd ohne Hund ist Schund und der Hund hat immer recht. Zumindest bei der Nachsuche.
Wobei Frau Braun diese Tatsache auch gerne auf andere Lebensbreiche ausdehnen möchte, aber da mache ich nicht mit.
Gegen viertel vor neun bin ich mit allem fertig und beziehe den Sitz an den Maisstoppeln. Ich hab sie gesehen, 200 Meter weiter. Sie wollten nicht kommen, der Wind war auch nicht so dolle, daß ich hätte iwi pirschen können. Halb 12 war ich daheim, mit den Hunden raus, duschen und dann ein paar kühle Blonde. Solche für Männer. Richtige Männer. Mit Alkohol.
Ich wollte die Rehe heute morgen abziehen und grob zerlegen, der Magnet unter dem Bett hat gewonnen.
Gestern hatte ich wirklich mal Zeit. Und Ruhe. Und angeblich halbwegs gutes Wetter. Eigentlich keine schlechten Voraussetzungen, um den jungen Raps im Auge zu behalten.
Gesagt, getan. Ich komme gegen viertel vor 7 an. Ich parke gut 300 Meter oberhalb, sehe im Angehen schon drei Rehe aus der Dickung springen. Geladen hatte ich schon, aber daß sie so direkt, also 30 Meter neben dem Auto aus der Deckung kommen, damit hatte ich nu nicht gerechnet, folglich war ich zu langsam. Egal.
Auf den Sitz, einrichten, dann die Klappen auf. Der Sitz ist eher ein Wachturm, Modell extra hoch. 360 Grad Schußfeld, keine Störenfriede.
Gegen halb 8 kommen gemeinhin die Rehe aus dem Wald, gestern eher zögerlich, es war recht windig. Und der Wind dreht ständig.
Halb 8. Ich sehe auf gemessene 150 Meter vor mir 2 Rehe auf der Fläche. Eigentlich hatte ich es ja auf die Schwarzen abgesehen, aber mit dem umlaufenden Wind schien mir das recht aussichtslos.
Es entsteht der Plan, eins von den Rehen zu erlegen und dann am anderen Ende vom Revier auf die Maisstoppeln zu gehen.
Die beiden lassen sich alle Zeit der Welt, bis sie dann so nach etwa 10 Minuten
in eine vertretbare Schußentfernung heran gekommen sind.Ich führe ja im Moment den geerbten 98er mit dem Uralt 42er Habicht. Nicht unbedingt das Transmissionsmonster.
Durch das Fernglas konnte ich die beiden inzwischen als das bekannte Duo ansprechen, Bock und Schmalreh. Hab ich schon öfter gesehen, immer zu weit.
70 Meter. Der Bock steht breit, 7x64 geht los, ich seh den Bock fallen. Repetieren, SR steht ungerührt 5 Meter daneben. Ok, jetzt gilt´s, einstechen, päng.
Aber ich seh nix liegen. Das kann aber auch am hohen Gras am Bachlauf gelegen haben. Intensives Suchen mit dem Fernglas bringt Gewissheit, gefehlt, steht da und äst weiter. Ziel erkannt und angeprochen uswuswusw - allerhöchte Konzentration, einstechen, Schuß. Nix mehr zu sehen, aber auch keine Flucht. Seltsam.
Aber nur die Ruhe. Ruhe ist oberste Jägerspflicht. Repetieren. Sauerkrautsaft. Durchatmen. Fläche mit dem Fernglas absuchen.
Ich warte noch eine halbe Stunde, gehe zum Anschuß. Der Bock liegt 10 Meter weiter links, am mutmaßlichen Anschuß nix zu sehen. Ok, ist ja auch dunkel wie im Bärena...sch. Nur die Ruhe. Ich gehe nicht zum Bock, ich will Frau Braun nicht irritieren.
Am Auto angekommen fahren wir die 300 Meter vor den Sitz, Frau Braun aus dem Kofferraum, lange Leine, Messer und Waffe, Lampe. Frau Braun kommt auf Betriebstempereatur.
Aufregungsbach und los geht es. Wir gehen zum mutmaßlichen Anschuß. Keinerlei Reaktion. Aber die Nase geht in den Wind. Heißt übersetzt - liegt.
Ich denke mir, Sch....e, sie hat den Bock mitbekommen. Aber weit gefehlt, sie zieht mich 10 Meter weiter über den Bach und wir stehen vor dem Schmalreh.
Was lernen wir daraus? Nachts is dunkel, Jagd ohne Hund ist Schund und der Hund hat immer recht. Zumindest bei der Nachsuche.
Wobei Frau Braun diese Tatsache auch gerne auf andere Lebensbreiche ausdehnen möchte, aber da mache ich nicht mit.
Gegen viertel vor neun bin ich mit allem fertig und beziehe den Sitz an den Maisstoppeln. Ich hab sie gesehen, 200 Meter weiter. Sie wollten nicht kommen, der Wind war auch nicht so dolle, daß ich hätte iwi pirschen können. Halb 12 war ich daheim, mit den Hunden raus, duschen und dann ein paar kühle Blonde. Solche für Männer. Richtige Männer. Mit Alkohol.
Ich wollte die Rehe heute morgen abziehen und grob zerlegen, der Magnet unter dem Bett hat gewonnen.
