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[Jagd] Der Jagdthread

um dem Thema wieder etwas Leben einzuhauchen:
Ein erfolgreicher Jagtag geht zu Ende. Auf der Drückjagd heute ein Reh erlegt, am Abendansitz im Revier dann noch ein Rotkalb.
Unter den Corona Auflagen sind Drückjagden schon eine komische Sache, erparen einem jedoch einen Haufen Jägerlatein :D
 
sodele. Gestern hatten wir die erste "öffentliche" Treibjagd. "Öffentlich" deswegen, weil die erste reserviert war für die Pächter/Partner und gute Freunde.

30 MannInnen (m/w/t) waren genehmigt, incl. der Treiber. Striktes Zusammenrottungsverbot, 1 Mann, 1 Auto, nix mit jagdlockeligem Brauchtum. Jagen. Wer nichts geschossen/ zu versorgen hat, fährt bitte zügig heim.

Herrliches Wetter, mittags 15 Grad. Wir haben das Herzstück unser Jagd getrieben, etwa 400 Hektar. Schützen haste da nie genug, aber ganz unabhängig von Corinna, mehr wären es nicht geworden. Es sind schlicht und ergreifend überall Jagden. Und wenn du nicht unter der Woche Treibjagd abhalten willst, dann ist das halt so.

Ich wurde zum "Chef de Ligne" ernannt. *Schmunzel* Der Auftrag war "stell den auf die Freifläche vor dem Sitz". Sicherheitseinweisung beim Anstellen, hab ich auf französisch vorher extra auswändig gelernt.

Also - im Lichten Hochwald, der von Aufwuchs durchzogen ist, hab ich den Kammeraden abgestellt, bin 300 Meter weiter, in eine Senke, Schußfeld umlaufend 100 Meter mit bestem Kugelfang.

Ich hab in Gedenken an den verstorbenen Jagdfreund seine geliebte .444er-Marlin ausgeführt. Doctorsight, auf 100 Meter eingeschossen. Das hat er noch gemacht.

Der Trieb ging über gut 3 Stunden. Etwa eine halbe Stunde nach Beginn sehe ich eine starke Sau im gestreckten Galopp ankommen. Ich fahre mit, der Schuß bricht zwischen zwei Bäumen durch. Keine Reaktion, dann sehe ich die Sau im Kreis rennen und verhoffen. (verhoffen, ok, nix jockeliges mehr) Wissend, daß ich mich frei bewegen kann, laufe ich in Richtung Sau, setze nach, die Sau verschwindet im Buchenaufwuchs.

Ich hab als Jägerlein ja inzwischen gelernt, daß Ruhe die oberste Jägerspflicht ist. Ich präge mir - so gut es geht - den Ort des Geschehens an und gehe zurück auf meinen Platz. Runter kommen. Ich rufe den Chef an und bespreche mit ihm, was zu tun ist, damit nicht am Ende die Treibe in dem Verhau auf eine verletzte Sau auflaufen.

Es wird der Plan geschmiedet, daß ich eine halbe Stunde warte, den Anschuß markiere und versuche rauszufinden, wo die Sau ins Gebüsch rein ist. Gesagt getan.
Ich finde die Spur im Laub, den Anschuß und Schweiß. Viel Schweiß. (schon wieder ein Jockelterminus. Wenn das so weiter geht, kommt beim nächsten mal ein Fünfer in die Jockel-Sparsau) Ich folge der Spur und markiere, wo die Sau ins Gebüsch ist.

Etwa eine dreiviertel Stunde später kommen die Treiber, die vorgewarnt sind. Ich gehe mit dem Treiberscheff an den Ort des Geschehens. Ich hab vorher das Gebüsch umrundet, geht ohne Probleme, es war nix zu sehen, daß die Sau rausgekommen wäre.

Die Hunde stehen neben dem Treiberchef, kaum noch zu bremsen. Drei Terrier verschwinden im Verhau und kommen recht schnell wieder raus. "keine Gefahr" war sein lakonischer Kommentar.

Zwei Treiber zerren die Sau aus dem Strauch. Vor mir liegt eine Überläuferbache. Nein, nicht angezogenm. Monströs groß, 62 Kilo nachher gewogen. Ein Fötus ist mir beim Aufbrechen begegnet.

Kurze Zeit später kommt aus der entgegengesetzten Richtung die nächste Sau, der Schuß bricht, ich seh die Sau zeichnen, aber sie rennt unbeeindruckt weiter und verschwindet über die Kuppe.Weil ich nicht wußte, wo dahinter der nächste Schütze steht, hab ich nur den Anschuß markiert. Nachher hab ich erfahren, daß er es noch 50 Meter über die Kuppe geschafft hat um dann in Sichtweite des nächsten Schützen umzufallen. Der war so nett sich darum zu kümmern, ich meine so um die 70 Kilo.

Treiben zu Ende, inzwischen hatte ich die Sau aufgebrochen und den Nachbarschützen, den ich angestellt hatte, zu Hilfe gerufen. 400 Meter bis zum Weg. Ich hätte das Quad rufen können, das war aber genau am anderen Ende unterwegs. Der Bauer hat uns dann noch Verstärkung geschickt und zu dritt im Wechsel haben wie das Monster (von wegen 62 Kilo. Gefühlt 3 Zentner.) auf den Weg gezerrt. Eine gute halbe Stunde. Sau verladen, entgegen der gesetzlichen Auflagen haben wir Picknick veranstaltet. Jeder mit seiner Flasche Bier. Genau wegen solcher Situationen fahre ich nie ohne einen kalten Kasten Bier im Kofferraum auf eine Jagd.

Ein paar Rehe hab ich auch gesehen, ein Bock ist 20 Meter vor mir stehen geblieben. Die .444 macht fürchterliche Löcher, deswegen hab ich vom Schuß Abstand genommen.

Insgesamt die schönste Treibjagd in meiner noch relativ jungen Jägerskarriere (7 Jahre meine ich). Wunderbares Wetter, guten Anblick, sogar zwei Stücke erlegt. Herz, was willst du mehr. Auch das Bergen - so mit einem Tag Abstand - war gut. Unglaublich anstrengend, heute Muskelkater vom anderen Stern, aber egal. Alles ist gut gegangen, keine Unglücke passiert, erstaunlich zu sehen, wie dizipliniert die Sache abgelaufen ist. Keine Nachsuchen. Hund und Mensch wohlauf.

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in der Mitte die, das isse.

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coole Frisur, Haare schön. Findet ihr nicht?

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Ich kann euch nur raten - legt Vorräte an. Der Winter wird hart. Unglaublich gut im Futter die Sau.....
 
Es wird der Plan geschmiedet, daß ich eine halbe Stunde warte, den Anschuß markiere und versuche rauszufinden, wo die Sau ins Gebüsch rein ist. Gesagt getan.
Ich finde die Spur im Laub, den Anschuß und Schweiß. Viel Schweiß. (schon wieder ein Jockelterminus. Wenn das so weiter geht, kommt beim nächsten mal ein Fünfer in die Jockel-Sparsau) Ich folge der Spur und markiere, wo die Sau ins Gebüsch ist.

Kurze Zeit später kommt aus der entgegengesetzten Richtung die nächste Sau, der Schuß bricht, ich seh die Sau zeichnen, aber sie rennt unbeeindruckt weiter und verschwindet über die Kuppe.

Der Bauer hat uns dann noch Verstärkung geschickt und zu dritt im Wechsel haben wie das Monster (von wegen 62 Kilo. Gefühlt 3 Zentner.) auf den Weg gezerrt.

Insgesamt die schönste Treibjagd in meiner noch relativ jungen Jägerskarriere (7 Jahre meine ich). Wunderbares Wetter, guten Anblick, sogar zwei Stücke erlegt.
Waidmannsheil ... und ich schick dir dann meine Kontodaten wegen der Jockelkasse :D
 
Ich habe fertig. Heute war abziehen und zerlegen angesagt. Wir erinnern uns, Sonntag Triebjagd. Ich hab die 62 Kilo Sau, Einen 30 Kilo Frischling und einen Bock übernommen.
Heute morgen die Papiere ausgefüllt. Passierschein Frankreich und so und dann ab zum Bauern. Im Kühlhaus hab ich mit dem Frischling angefangen, danach der Bock und dann der Kraftakt mit der wohlgenährten Überläuferin.

Ich kann euch sagen, es macht irgendwann keinen Spaß mehr. Die Logistik ist schon gut da, irgendwann kam der kleine Radlader um die Ecke um Knochen und Pelze zu laden.
Ein ordentlicher Zerwirktisch ist auch da, Hochdruckwasserschlauch, anständig hell isses, also nix, worüber man sich beschweren könnte. Nur klates Bier hat er da nicht. Muß ich mal anregen.

Der Bauer hat mir dann ganz stolz seine Rinder gezeigt und ich hab gleich für´s nächste Frühjahr ein halbes gekauft. Ein halbes hab ich noch nie gekauft, aber 350 Kilo Schlachtgewicht ist mir einfach zu viel.

Ich hab diesmal wirklich alles dort erledigt, daheim nur noch eintüten und vakuum verpacken.

Die Stücke waren alle ordentlich geschossen,, der Frischling tief in die Kammer, der Bock ins Auge und die schwere Sau hatte ein Ohrloch. Von daher Verschnitt gegen null.
Rundum ist die Sippe versorgt, der Winter kann kommen. Morgen muß ich noch das Hack durchdrehen. Mit dem *Jehova* Beeketal FW300. Ich liebe ihn und er hat mich noch nie im Stich gelassen.

Ich kann euch sagen, nach dreienhalb Stunden Geschnibbel ist es schwierig, die Motivation aufrecht zu erhalten. Ich habe eine Maxime, alles, was ich aus der Hand gebe, ist perfekt pariert und genau so, daß ich es auch selber für mich nehmen würde. Ist halt eine Strafarbeit, die dir niemand bezahlt.

Naja,, so ganz ja nicht, aber reich würde ich nicht damit. Ich verkaufe ja nix, ich beschenke ja nur meine Lieben. ;-)
 
sodele ihr Lieben. Reh tot. Das ist ja nix besonderes. Es folgt eine kleine Hommage an Frau Braun. AKA Praline. Die Labbine.
Nach der gängigen Forumsmeinung der wildenhunde dürfte es das, was ihr jetzt zu lesen bekommt, gar nicht geben. So von wegen Untergang der toitschjockeligen Jagdkultur.

Darf ich vorstellen. Die Heldin des Abends.

Frau Braun.
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Ich beziehe bei schönstem Wetter gegen halb 5 die offene Leiter auf der unzugänglichen Rückseite vom Waldstück.Links Wald, vor mir Hecke und Wiese nach unten noch mehr Wiese und dann Schilf.

Hochklettern, einrichten, Schußauflagen herrichten. Warten. Mehr warten. Händi daddeln. Ein paar Einladungen zur Treibjagd verschicken (nur Absagen, sind schon alle sonstwo im Einsatz), warten, ein Schluck Sauerkrautsaft.

Zielübungen auf den Hasen vor mir auf der Wiese. Hätte ich mal die Bockbüxflinte mitgenommen. Fahrradkette. Egal. Einen Hasen mit der 7x64? Nein. Nicht machen. Nah genug war er um wirklich so zu treffen, daß es geklappt hätte, aber lassmer Meister Lampe in Ruhe.

Das Licht wird weniger und irgendwann seh ich im Schatten am Waldrand die erwartete Bewegung. Mutti mit Kitz. Es waren mal zwei, eines hat ein Kollege schon erlegt. Mutti hat ihren Zenit auch schon überschritten, also jetzt gilt es. Die beiden ziehen auf die Wiese aus dem Schatten raus.

Ich erinnere mich an den Tip, darauf zu achten, daß die Geis das Kitz nicht umfallen sieht. So getan, hat ein bissi gedauert. Ziel erkannt und angesprochen, Vorder & Hintergelände frei, natürlicher KF gegeben. Einstechen. 30-40 Meter. Gute Auflage, der rote Punkt ruht da, wo sofortiges umfallen garantiert ist. S&B geht auf die Reise, Kitz liegt, keine Bewegung mehr.

Mutti schaut etwas irritiert auf, macht aber keine Anstalten abzuspringen. Jetzt gilts. Ziel erfassen, keine Experimente, tief in die Kammer. Einstechen, Schuß, weg.
Nun gut. Nur die Ruhe. Ich lerne ja immer noch. Taschenlampe an, markante Geländepunkte suchen und einprägen.

Ich warte noch ein bissi und steige runter. Ich schlage einen großen Bogen um das Kitz und mache mich auf die Suche nach der Geis. Natürlich finde ich nix. Blick zurück zum Sitz, ich stelle fest, ich bin 10 Meter zu weit unterhalb. Egal. Es ist aber auch weiter oben nichts zu sehen. Inzwischen ist es dunkel wie im Bärenpobbo.

Ich lege eine kleine Taschenlampe auf die Wiese und gehe ans Auto um Frau Braun zu holen.

Wir nähern uns dem mutmaßlichen Anschuß. Große Erleichterung. Ich kann Frau Braun gut lesen. Stirn in Falten und die Nase in den Wind. Heißt - liegt. Ich weiß nur noch nicht so ganz genau wo.

Bei der Suche hat der Hund IMMER recht. Ich lasse sie suchen, sie dreht 2-3 Kreise und steht dann wie angewurzelt am Anschuß. Danach war es recht einfach, genug Schweiß. Egal, Frau Braun ist sehr konzentriert bei der Arbeit und nach 30 Metern insgesamt und 15 Metern im Busch stehen wir am Reh. Große Freude, High5. :-)

Ich ziehe das Reh aus dem Busch, nicht ganz einfach, wenn Frau Braun am Hals vom Reh hängt. Ich lege es am Waldrand ab und zerre Frau Braun weg. Auch nicht ganz so einfach bei 30 Kilo Labrador im Jagdfieber. Ich mach ihr die Freude und bugsiere sie in Richtung Kitz und schicke sie zum Suchen los. Sie findet das Kitz, großer Jubel, High5.

Was jetzt kommt kennt ihr.
Ich hatte 2 rote Fleischkisten dabei. Warm ziehen sie sich am besten ab, also an der Leiter aufgehängt und in warm abgezogen.
Um halb 8 waren wir daheim, Reh in der Kühlung. Frau Braun füttern, Gepäck sauber machen, duschen und um halb 9 mit einer glücklichen Frau Braun auf dem Sofa....
 
Waidmannsheil!
Ich werd Samstag und Sonntag jeweils morgens rausgehen.
Nachmittags ist aktuell viel zu viel Unruhe im Revier.

Da kannst dich noch an den entlegensten Fleck im ganzen Revier sitzen, doch die Spaiziergänger werden gefühlt magisch angezogen :-D

Deswegen mein Plan für dieses WE jeweils früh morgens rauszugehen.

Hab noch ne Geiß mit 2 Kitz die es sich mitlerweile gefährlich nah an der Landstraße bequem gemacht haben und dort im angrenzenden Wäldchen ihren Tageseinstand.

Hab ehrlich gesagt wenig Lust die von der Straße zu kratzen, da häng ich se mir lieber in die Kühlung.
Da hab ich auf alle Fälle mehr davon :-)

Waidmannsheil allen :trapper: :herb:
 
Ich verstehe die ganze Schimpferei gerade echt nicht!!
Mit Freude lese ich jedes Erlebnis von @erwinelch.

Ob das dann immer 100% Lodenjockelkonform ist oder nicht!!
Brauchtum gehört für mich mit zur Jagd, aber man kann es auch übertreiben.

Und Ja.. bei den Wilden Hunden geht es schon manchmal arg wüst zu...
Deswegen mich von diesem Forum abmelden?!.. Nein.


Trotzdem schätze ich den meist sehr angemessenen und ruhigen Ton hier im GSV :-):-)

Geht lieber Jagen :herb: :trapper:
 
interessant welchen Sprachgebrauch du mir nahebringen möchtest. Hab ich nu auf einer TJ auch noch nicht so oft gesehen, besonders toll finde ich es auch nicht, aber was hab ich damit zu tun?
Dachte nur Headshot passt weil Du immer gegen die Lodenjockelei stichelst.
Teils verständlich aber teils auch überzogen. Spricht doch nichts gegen Tradition wenn man sich ansonsten nicht total beratungsresistent gegen neues blockiert. Wobei z.B. ein R8 in meinem Augen so garnicht lodenjockelich ist, wurden Jäger die eine führen auch gerne von dir denunziert.

Ich schweife ab und ist ja eigentlich egal.

Freue mich aber das wir beim Hauptschuss einer Meinung sind.

Hoffe der Schütze des Bockes war kein Hans sondern ein Hänschen.... ;-)

Horrido und WMH
 
Dachte nur Headshot passt weil Du immer gegen die Lodenjockelei stichelst.
Teils verständlich aber teils auch überzogen. Spricht doch nichts gegen Tradition wenn man sich ansonsten nicht total beratungsresistent gegen neues blockiert. Wobei z.B. ein R8 in meinem Augen so garnicht lodenjockelich ist, wurden Jäger die eine führen auch gerne von dir denunziert.

Ich schweife ab und ist ja eigentlich egal.

Freue mich aber das wir beim Hauptschuss einer Meinung sind.

Hoffe der Schütze des Bockes war kein Hans sondern ein Hänschen.... ;-)

Horrido und WMH
nun, also....

denunzieren ist wohl in Gänze der falsche Begriff. Um es mal klarzustellen..... Ich finde Plastik am Schaft nicht schön. Durchaus zweckmäßig, aber schön ist was anderes. Ich rede nun auch nich von Holzklasse exclusiv high end was weiß ich noch nicht alles.... Aber schieres Plastik muß meiner Meinung auch nicht sein. Genauso steh ich eben auch nicht auf Gravuren von röhrenden Hirschen oder so....

Und zum Thema Blaser. Ich hab meinen ersten Bock damit geschossen. Und ich hab sie mir irgendwann als Prüfungswaffe ausgesucht. Ich bin halt bekennender 98er-Fan. Mit Denunzation hat das recht wenig zu tun.

Und warum Blaser in der Prüfung? Das war diejenige Waffe, die die wenigsten Handgriffe verlangt. Je Handgriff, desto Fehler? Versteh?

Spricht doch nichts gegen Tradition wenn man sich ansonsten nicht total beratungsresistent gegen neues blockiert. - da bin ich absolut bei dir.

Und zu dem Bock....

generell. Es ist ganz einfach. Mir ist jeder Schütze willkommen, der sauber und anstädig erlegt. Ich bevormunde niemanden, ich bin so grausam naiv Menschen die Verwantwortung für Ihr Handeln selber zu überlassen.

Wer Klump schießt... das darf einmal passieren. Beim zweiten Mal reden wir miteinder. Wobei wir dann natürlich auch noch darüber reden, ob jemand, der auf 5 Jagden ?xyz? viele Sauen schießt, zweimal Pech hat, oder ob es einfach ein Depp ist, der sich zu doof anstellt.

Grundsätzlich tue ich mich sehr schwer, anderer Leute Schüsse zu bewerten. Das darf ich eigentlich nur, wenn ich daneben gestanden hab.

Nur mal so ein Gedankenspiel - der Bock. Der mit dem Kopfschuß. Auf den ersten Blick unschön. Auf den zweiten auch. Mehr wissen wir nicht. Aber könnte ja immerhin sein, daß meinetwegen die Hunde an dem Bock gehangen haben und wir hier nur den Fangschuß sehen. So ganz theoretisch. Nicht daß es so war, hätte aber so sein können. Sieht man halt auf dem Streckenbild nicht. Deswegen tue ich mit Bewertungen immer etwas schwer.....
 
das ist zwar Loden, aber nicht jockelig. Die Fernglastasche hab ich auch. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die gerne verschwindet, in den Tiefen vom Rucksack, im Auto, irgendwo.... Aufpassen.
 
Gestern war wieder Treibjagd. Ich war morgens noch etwas rampuniert, das Fischbrötchen in Verbindung mit Eggnog (Eggnog sollte man umbenennen. EggKnock) am Vortag war glaube ich keine ganz so gute Idee, ich hab abends den Sauerkrautsaft freiwillig gegen Pfefferminztee getauscht. Außerdem war das Wetter nicht so richtig einladend. Egal, nur die Harten kommen in den Garten, die ganz Harten in den Wintergarten.

Man glaubt es kaum, Corinna hat auch gute Seiten. Registrieren, Sammeln und Abfahrt funktioniert tatsächlich auch innerhalb einer halben Stunde.... Das gefällt mir.

Ich gehe an den selben Platz wie beim letzten Mal und stelle auch wieder einen Schützen 200 Meter oberhalb an einer Kirrung ab. Es regnet und ist windig. Der ältere Herr ist schlau und steigt auf den Sitz. Ich bin noch nicht richtig am Platz, da kracht es hinter mir und 50 Meter oberhalb durch den Aufwuchs flüchtet eine Rotte von etwa 10 Stück.

Wir hatten ausgemacht, sobald er auf dem Sitz sitzt, wird geladen und wenn ich in der Senke verschwunden bin, kann er schießen. Ich war gerade fertig mit dem Laden und denke darüber nach, wo ich mich am besten postiere. Ich bin fürchterlich erschrocken, aber es hat immmer noch dafür gereicht, die letzte Sau in der Kolone zu füssilieren.

3 Minuten später klingelt das Telefon, der Scheff. Ob wir Krieg spielen, oder was passiert wäre. Ich sage ihm, daß sehr wahrscheinlich vermutlich bei mir eine Sau liegt und daß die Kompanie aus der Richtung meines Nachbarn gekommen ist und er den doch mal fragen soll, wie es bei ihm aussieht.

Anderthalb Stunden später kommen die Treiber bei uns durch und berichten, daß beide Sauen liegen.

Der Clou an der Sache kommt noch. Treiben vorbei, ich mache mich auf die Suche nach meiner Sau. Finde nix. Gleiches beim Nachbarn. Sehr seltsam. Wir gehen die Schweißspuren nach, die unerklärlicherweise im Nichts auslaufen. Treiberscheff angerufen: die beiden Sauen liegen bei dir am Auto.

Extrem geschmeidig, es sind immerhin 300 Meter bis ans Auto. Ich erinnere mich an die letzte Jagd und die Schinderei, bis die Sau am Auto war. Was meint ihr, hat es vielleicht was damit zu tun, daß ich den Treibern morgens beim Sammeln einen Kasten Sauerkrautsaft gespendet hab?

Die beiden Sauen - eine Überlauferin (w/d/t) und ein Überläufer (m) hatten beide so um die 50 Kilo.
Es macht schon Spaß, wenn das Aufbrechen funktioniert. Der Kamerad, den ich abgestellt hatte, war zu seiner aktiven Zeit Metzger. Das hat er mir aber erst erzählt, nachdem wir fertig waren. Er hat sich nur die ganze Zeit angeboten, das Aufbrechen zu übernehmen. Wollte ich (aus Unwissenheit) nicht so gerne, ich habe die "Drecksarbeit" gemacht und er war der "Halter". Nachdem die Finger sauber waren, sagt er - jetzt verstehe ich, warum du das selber machen wolltest, haste nämlich sehr ordentlich und sauber gemacht. Und dann hat er mir erzählt, daß er Metzger war. Dann gab es einen leckeren Sauerkrautsaft und wir waren guter Dinge.

Im zweiten Trieb ist dann nicht mehr so viel passiert, insgesamt waren es am Ende 4 Sauen und 2 Rehe.
 
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