Servus @Wildsau 87 !
Mit den Füchsen ist das so eine Sache.
Essen darf man sie bei uns nicht. Caniden und Feliden zu verzehren ist in Deutschland nicht erlaubt.
Verwerten (worauf ich immer wert lege wenn ich jage/erlege) ist machbar, verlangt aber schon auch etwas Idealismus.
Mal auf die Schnelle ein Link:
http://www.pelzdesign-hofstetter.de/pelz-design/jagd/index.php
Wenn Du die Preisliste aufmerksam studierst wirst Du feststellen, dass sie den Fuchs
nicht im Ganzen ("im Kern") annehmen!


Heißt: Du musst Dir entweder die Arbeit selber machen und den Fuchs ausziehen. Dabei musst ordentlich aufpassen, dass Du den Balg nicht beschädigst. Das geht nur über den Faktor Zeit (und natürlich auch Erfahrung, eh klar). Welchen "Stundenlohn" du dann für die Arbeit kriegst siehst in der Liste. Wenn Du Pech hast springt da kaum die Munition, die Du verbraucht hast und das Porto bzw. der Sprit zum Selbst-Hinbringen dabei raus.
Anders sieht die Rechnung aus, wenn man für sich selber was draus machen lässt. Zumindest ich seh es dann ganz pragmatisch, da leg ich gern noch das Geld für das fachgerechte Abbalgen drauf und hab hinterher ein schönes Produkt aus "eigner Ernte". (Zum Fuchsjagen hab ich z. B. im Winter normal immer die eigene Fuchspelzmütze auf.

Die lässt mich auch bei - 20° und stundenlangem Stillsitzen nicht im Stich.

)
Früher war das mal anders mit den Preisen. Aber weil der Verbraucher meist nicht unterscheiden kann - oder will - zwischen Jagd und Pelztierfarm sind die Preise eben im Keller, weil der Verbraucher die Zustände in den Pelztierfarmen nicht unterstützen will und entsprechend einkauft.
Lässt man die Bejagung sein, dann ist die Sache aber auch nix. Tollwut wurde weggeimpft, die hat die Füchse früher arg dezimiert. Jetzt bleibt dafür i. d. R. nur noch die Räude (eine Milbe, die sich in die Haut eingräbt) übrig. Ein grausiger und leidvoller Tod. Also Jagen und hoffen, dass die Bestände so niedrig bleiben, dass die Räude nicht grassiert.
Der einzelne Jäger/Pächter wird auf seinem kleinen Flecken Jagdrevier damit allein nicht hinkommen, da müssen auch die Anderen rundherum mitspielen. So viel also zu Deiner Frage der Regulierung.
Ich habs mal in einem Buch so formuliert gelesen: "Warum ich sie jage? - Weil ich sie mag!"
Deine Frage nach dem Kaliber...
Da kannst vermutlich 1000 Leute fragen und wirst 1001 Antwort kriegen.
IMHO macht es wenig Sinn wenn man mit einem kleinen "Fuchskaliber" ansitzt und muss dann mangels zulässigem/ausreichendem Werkzeug zusehen wie die Sauen vor einem die Wiese auf Links drehen.

Wie stark speziell der Balg entwertet wird hängt - egal ob "Fuchskaliber" oder nicht - stark vom Treffersitz ab. Da kannst immer Pech oder eben auch Glück haben, egal was du nimmst.
Ich hab grad erst einen mit der .308 geschossen. Wäre super zu verwerten gewesen.
"Wäre" weil ich das auch gemacht hätte, ich hätt auch schon gewusst was draus wird. GöGa und ich haben neue Parkas (teuer) gekauft, beide mit Kunstfell-Kapuzenrand. Der wäre ersetzt worden. Daraus wurde aber nichts. Ich hab genau den erwischt, der wohl von irgendwo her zugewandert ist - Räude im Anfangsstadium.

Ok, ich hab ihm einen langen Leidensweg erspart und mit Glück auch den restlichen Bestand vor Ansteckung bewahrt. Aber mit Verwerten ist da dann halt nichts.
Ach ja, die Fuchshaken (Eck-/Fangzähne) werden oft auch noch verwertet. Da wird teils dann auch Trachtenschmuck draus gemacht.
Mal ein Beispiel, das mir gefällt. Macht sich gut am (Jäger-)Hut:
http://www.charivari-schmiede.de/sh...uck/broschen/fuchshaken-silberdistel-brosche/
Unterschied zwischen "komplett gekauft" und "nur die Fassung gekauft und Haken selber eingeklebt": 20 Euro.
So, ich hoffe ich konnte mit meinem ellenlangen Beitrag etwas Licht ins Dunkel bringen und wünsche viel Spaß und Erfolg beim Jagdkurs!