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[Jagd] Der Jagdthread

Moin ich kann mich McFred nur anschließen, die Stücke die auf der Strecke lagen waren zu 2/3 schlecht geschossen und kaum zu verwerten.
Auch für den Fall mir hier keine Freunde zu machen bin ich für einen grundsätzlichen Schiessnachweis. Wer nicht kann muss üben oder es lassen.
Weidmannsheil
 
Zu dem was Weidmann sagt kommt noch die - zumindest gefühlte - Zunahme von Jagdunfällen. Wenn ich mir so ansehe, dass es Jagden mit teilweise über 100 Schützen gibt, verwundert mich das genauso wenig wie schlecht geschossene Stücke: ich möchte nicht wissen, wie viel Prozent dieser Schützen sich lediglich in ein paar Drückjagden im Jahr einkaufen und die Waffen ansonsten im Schrank lassen.

Deshalb meine Entscheidung, nur auf wenige, kleine Drückjagden zu gehen. Das genügt mir persönlich völlig. Andere mögen das gern anders sehen.
 
Ich gehe sehr gerne zu DRÜCKjagden weil es für mich eine der spannensten Jagdarten überhaupt ist und man im Gegensatz zur Einzeljagd durchgehend mit Wild rechnet und dadurch die volle Aufmerksamkeit benötigt.

Bei 2/3 schlecht geschossenen Stücken sollte sich der Jagdleiter mal Gedanken machen und auch vorab gleich mitteilen das "Gulasch" selbst übernommen wird.... Vielleicht sind die Schützen einfach auf zu wenig Bewegungsjagden und können daher nicht auf flüchtiges Wild schießen, die Schützen sind "Schießer", dazu die falschen Hunde usw. usw.... Gibt einige Hebel um eine saubere Drückjagd durchzuführen.

Über diese Jagdart herzuziehen und damit den Gegnern Futter zu liefern finde ich nicht in Ordnung.
 
@Thunfisch:

saubere Drückjagd. Nun, da geht tatsächlich was. Wir geben bei uns generell ALLES frei, allerdings wer zerschießt, nimmt mit, 1 Euro über dem "normalen" Preis und wird dazu ein bissi öffentlich vorgeführt. Zumindest beim Rehwild klapp das, wenn aber eine Rotte auftaucht und dann den dummen Fehler macht, genau an dem Schützen vorbei zu rennen, der zu viele Ballervideos bei den wilden Hunden gesehen hat, setzt mintunter das Hirn aus..... Wir machen es außerdem so, daß bei Nachsuchen, die erst am nächsten Tag laufen, grundsätzlich der Schütze dabei ist. Kommt er nicht, braucht er nicht mehr zu kommen.
 
@erwinelch Na bei den "wilden Hunden" schau ich jetzt auch öfters mal rein, ist gut für meine Nackenmuskulatur, durch das ganze Kopfschütteln haben sich meine Verspannungen deutlich gebessert
 
Eine Frage an die Jäger hier. Seit bestimmt mehr als 1 1/2 Jahren komme ich auf unserer Hunderunde fast täglich an einem Malbaum vorbei, nebenan ein Baum mit Salzleckstein und eine Kirrung. Der Malbaum ist regelmässig neu gestrichen und ebenso regelmässig sind Erdreste und Borsten am Stamm zu erkennen. Gestern dann ein anderes Bild.
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Hat sich hier ein Hirsch sein Geweih geschubbert oder wer hat dem Baum hier so übel mitgespielt?

Grüße

Sönke
 

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Damit es nicht so langweilig hier wird.

Gestern begab es sich... Die Drückjagden sind rum und wir müssen noch Rehe schießen. Ganz schrecklich. Da paßt es ja ganz gut, daß in meiner Kühtruhe das Fach mit den Rehrücken nicht mehr so richtig gut betstückt ist. 4 oder 5 Stück nur noch.

Es ergab sich, daß ich auf dem Rückweg von einem auswärtigen Termin auf dem Rückweg am Revier vorbei gekommen bin. Zufälligerweise hatte ich alles nötige dabei, Waffe hatte ich am WE nach der Drückjagd beim ortsansässigen Jagdaufseher deponiert.

Eigentlich war übles Wetter mit Sturm angesagt. Nun - weit weg davon war es nicht. Gegen 14.30 bin ich am Sitz, richte mich ein, wickele mich in meine wärmenden Decken, nuckele meinen Sauerkrautsaft und harre.

Das mit dem Harren ist gar nicht so einfach, langsam schweifen die Gedanken ab, die innere Ruhe kehrt ein. Sehr gut. Allein der winzige Sitz.... Schlumpfhausen. Aber egal.

16 Uhr, langsam fange ich an zu frieren. Hätte ich mal noch meine Jupp-Derwall-Gedächtnis-Jacke noch aus dem Auto mitgenommen. *ZENSUR*

16:09: nichts passiert

16:11: Kniffel am Händi, verloren

16:14: ein paar Vögel picken Mais am Kirrautomaten

16:17: Kniffel am Händi, wieder verloren

16:19: kalte Füße, langsam keinen Bock mehr, die Gedanken sind bei den Hunden, die daheim warten

16:21: der Gedanke ans Heimgehen wird konkreter

16:23: Kniffel gewonnen, ich überlege, daß es in einer Stunde dunkel wird und es ja eigentlich Quatsch ist, vorher heimzugehen

16:28: in den Sauerkraftdosen ist auch nix mehr drin. Leer. Keinen Bock mehr auf Kniffel

16:31: nochmal richtig in die Decken einwickeln und in die Ecke von der Schlumpfenkanzel lehnen.

16:42: 10 Minuten gedöst

16:45: ich - um es im Lodenjockelterminus zu sagen - glase die bekannten Wechsel ab. Weiter oben im Hang Bewegung

16:45:30: wach werden, uffbasse.

16:49: eine richtig gut und stabil gebaute Geis betritt vorsichtig die Bühne

16:50: ansprechen, zurücklehnen. Ich kann mich bei dem Stück irgendwie nicht mit dem Gedanken anfreunden, mit einem Schuß 3 Rehe zu erlegen. Im weitesten Sinne.

16:51: weiter harren. In diesem Revierteil waren wir bei den Treibjagden nicht, also könnte da noch ein - zwei Kitze kommen.

16:52: die Kitze kommen, Peletor greifen.

16:52:27: Bock & Geißkitz.

16:52:31: Bockkitz erfassen, einstechen, päng. Liegt.

16:54: unglaublich, die beiden Damen stehen da und lassen sich den Mais schmecken.

16:57: die beiden verschwinden in Lichtgeschwindigkeit

16:57:30: drei Frischlinge in der Klasse um 25 Kilo kommen an den Mais.

16:57:32: zwei Frischlinge flüchten, einer bleibt da.


was jetzt kommt, kennt ihr alle, aufbrechen und versorgen. Ich brauche unbedingt eine neue ordentliche Stirnlampe. Dieses 0815-Müllteil aus dem Onlineladen von Herrn Wang muß einen Fehlstrom haben, aufgeladen und einen halben Tag später leer. Egal, Beute an den Weg gezerrt, Auto rumgedreht, aufblenden, genug Licht.

Nachher fahr ich zum Metzger. Abends hab ich mir die Rehleber und 2 Sauerkrautsäfte gegönnt, Hunde versorgt und um hlb 10 war´s dunkel.... :-)
 
Kräftiges Waidmannsheil!

Kann auch etwas beisteuern, denn ich habe mir einen neuen Jagdhelfer zugelegt oder besser gesagt will er das noch werden.

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ordentliche Stirnlampe. Dieses 0815-Müllteil aus dem Onlineladen von Herrn Wang muß einen Fehlstrom haben, aufgeladen und einen halben Tag später leer.
Kenn ich von meiner: Die Steuerung zieht permanent einen kleinen Strom aus dem Akku. Ganz einfache Abhilfe: Eine der Kappen 1/4 Umdrehung, öffnen, kein Kontakt an der metallenen Stirnfläche = keine Entladung.
Hab ich mal aus China bestellt, richtig wasserdicht mit doppelten O-Ringen, Adapter für 3 AAA-Batterien, sonst Li-Batterie 18650. Richtig hell, dimmbar, Flackerlicht.
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WMH zur Doublette @erwinelch
Stirnlampe habe ich die 7.2 von LEDLenser, die ist für die NAchsuche und zum Aurbrechen dank fokussierbarem Lichtkegel ideal
 
Im Juni 18 habe ich zusammen mit meinem Sohn einen außergewöhnlichen Rehbock erlegen dürfen und hier auch Bilder gezeigt.

Mittlerweile habe ich auch das Gehörn abgekocht und aufgesetzt Zuhause und möchte ihn Euch gerne zeigen. Etwas schief auf dem Brett aber das werde ich die Tage noch richten.

Ich denke Diana meine es äußerst gut mit mir und ich werde solch einen Bock, in meinem hoffentlich noch langen Jägerleben, nicht mehr erlegen. Besonders dankbar bin ich auch darüber, dass ich dieses tolle Erlebnis mit meinem Sohn teilen konnte und wir uns noch viele viele Jahre daran erinnern werden als ob es gestern war.

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Gestern hat Diana mal wieder das Röckchen für mich gehoben. Kitzbock tot. Aber wie konnte das geschehen?

Mond. Und nicht so schrecklich kalt. Eigentlich ganz gute Voraussetzungen. Wir haben einen Erdsitz, der steht oberhalb einer (Kuh)Wiese, die recht weit in den Wald ragt. Diese Wiese ist gesäumt von Eichen. In letzter Zeit wurde dort schon immer mal wieder gebrochen, seit dem Frühjahr taucht hier auch eine einzelne Bache mit ihren Frischlingen auf.

Also - wenn die Sauen nicht an Jägers Kirrung kommen, muß der Jäger eben zu den Sauen. Ich habe dann also mal versucht, wie eine Sau zu denken. Wiese, Eichen, das ganze unweit der großen Einstände. So der Plan.

Gegen 5 Uhr sitze ich. Die Zufahrt zum Sitz war recht abenteuerlich, die Holzrücker waren da. Zum Glück hab ich das alte Revierfahrzeug dabei.... :-)
Ich habe mir eine Wärmebildkamera ausgeliehen um mal damit ein bissi zu experimentieren.

Zwanzig nach 5, es dämmert. Ich suche mal mit der WBK die Wiese und den angrenzenden Wald ab. Nix.

fünf vor halb 6. Es macht plopp. Wie üblich. Wie aus dem Nichts stehen 2 Rehe am Salz. WBK. War mir dann, weil es nun doch schnell gehen sollte zu fummelig. Dialyt ist dann doch das Mittel der Wahl.
Zwei Rehe, die Vermutung liegt nahe, Geiß & Kitz. Das Kitz ist schnell identifiziert. Leuchtpunkt auf die kleinste Stufe, Peletor aufsetzen.

Ziel erkannt und angesprochen, Vorder - und Hintergelände frei, natürlicher Kugelfang gegeben.

Einstechen, noch kurz gewartet, steht breit, päng. Nach 53 Metern ist S&B 7x64 im Ziel. Tief in die Kammer. Tief deswegen, weil mir beim letzen Mal ein Geschoßsplitter den Rücken in Mitleidenschaft gezogen hat.

20 Meter Flucht, natürlich den Hang runter. Ich hab dann bis etwa halb 9 gewartet, meine Spekulation war, daß ein leckeres Kitz sich positiv auf die Entscheidung der Sauen auswirken könnte.
Keine Sauen. Kühl genug war es, sauberer Schuß, von daher hatte ich keine Bedenken wegen der etwas längeren Zeit bis zum Aufbrechen.

Was folgt war eine abenteuerliche Tour über halb mit Ginster zugewachsene Nebenwege. Weil - auf dem Hinweg hochfahren - besser nicht. Ich sag nur Holzrücker.

Ich hab dann noch eine kurze Runde an den anderen Wiesen gemacht, zwei Sauen am Waldrand, bis 150 Meter bin ich rangekommen, dann war Schluß.

Daheim angekommen Kitz in die Garage, kühl genug isses ja, Hunde versorgen, Herz & Nieren und um halb 12 war Feierabend. Nachher zum Metzger, dort schnell abziehen, den Rest soll der Meister machen.....
 
Schöne Geschichte. Dann folge ich mal:
Die Sauen machten mir ein "schönes" Weihnachtsgeschenk, indem sie anfingen, eine Wiese umzudrehen. Also setzte ich mich mal dort hin. Erstmal um 21.oo Uhr. Wind war optimal. Nur kamen die Sauen nicht. Im Wald hörte man die Rehe schrecken, und ab und hatte man Schweinegeruch in der Nase. Aber sie kamen nicht...

Also zwei Tage später nochmal versucht. Diesmal früher aufgebaumt, etwa um 20.oo Uhr. Bereits bei der Pirsch zur Kanzel die Fläche immer wieder abgeglast, sie war frei. Ordentlich Wind blies mir ins Gesicht. Also aufgebaumt. Bevor ich mich richtig einrichtete, nochmal die Fläche abgeglast. Und eine große Überraschung erlebt: Nicht weit, vielleicht 70 Meter entfernt, standen da zwei Bachen mit ihren fünf Frischlingen auf der Wiese. Waffe noch nicht geladen, Zeug noch nicht richtig weggeräumt, und die Sauen brechen munter die Wiese um... Kriegen Sauen auch nur ein leises (metallisches) Geräusch mit, sind die weg. In Lichtgeschwindigkeit. Also geladen. Kugel reinrepetiert. Ratsch-ratsch.

Letztes Jahr hat an dieser Stelle das leise "klick" des entsicherns bereits genügt, um sie zu vergrämen... Also nach dem Ladevorgang die Wiese nochmal abgeglast, und - oh Wunder! - sie standen noch da.

Es waren. Wirklich. Kleine. Frischlinge. Gestreift? Also habe ich vielleicht für die Aufzucht notwendige Muttertiere vor mir?

Lieber kein Risiko eingehen! Also einen der kleinen Frilis ausgesucht. Irgendwann stand einer frei. Eingestochen, abgedrückt - klick! Mist, Patrone versagt. Na, super. Warum tanze ich nicht gleich Pogo auf der Kanzel, viel mehr Lärm dürfte das auch nicht machen. Also nochmal repetiert - ratsch-ratsch! Und die waren immer noch da!

Nochmal eine kleine auserwählt, eingestochen, fliegen lassen. Wiese abgeglast - alles leer. Na, toll. Wärmebildkamera rausgefummelt - nichts! Keine Spur. Oder vielleicht - war da eine kleine Spur Wärme? Nochmal geschaut ... nö, nix.

Also zusammengepackt, zurück zum Auto, Zeit verstreichen lassen. Langsam in die Nähe des Anschusses gefahren. Lampe raus, Wiese abgeleuchtet. Nix. Scheisse. Hund genommen, Schleppleine dran. Er hatte gerade das Auto verlassen, dann machte er mir klar: Da muss(!!) was liegen. Keine Ahnung, wie Hunde das machen. Unglaublich.

Er also voraus, und tatsächlich: in einer kleinen Mulde lag das 9 kg Schweinchen. Ist noch vielleicht 15 Meter vom Anschuss geflüchtet. 1A Blattschuss, jede Menge Schweiß. Alles richtig gemacht, und dabei noch unglaublich Glück gehabt. Hubertus hielt an dem Abend seinen Schild über mich... oder so ähnlich.

Freude unglaublich, und eine weitere Story zu erzählen...
 
Gestern die wahrscheinlich letzte Drückjagd. Leider (oder zum Glück?) konnten wir erst mittags zum zweiten Trieb kommen. Grundsätzlich galt es ja den Schwarzen, aber ich habe mit dem Jagdherrn gesprochen, ich brauche noch 1-2 Rehe. Der sagt zu mir, mach doch, schieß Kitze. Wenn du mir mit einem Bock oder einer Geiß kommst, pauschal 200 Euro.

erstes Treiben nach der Mittagspause. Ich stehe unweit einer Stelle, wo ich vor Jahren meine allererste Sau geschossen habe. Damals war ich der König mit dem Keiler. Ich glaube, im Schuß sind die Streifen abgefallen. :-)

Insgesamt sehe ich mindestens 12 Rehe, davon 5 Kitze. Aber wie das so ist - zu weit, zu schnell, Treiber in der Nähe, Hunde in der Nähe, was auch immer, auf jeden Fall: NIX.

Zweites Treiben. Die Hoffnung auf Sauen ist eher gering. Wir wissen zwar, wo die Schwarzen liegen, aber mit 20 Schützen sind wir viel zu wenige, um das Tal anständig abzustellen.
Ein kleineres Nebental wird zur "Notlösung". Hier wieder das gleiche Spiel mit den Rehen, bei 15 hab ich aufgehört zu zählen. Dummerweise hatte ich - wie immer - die fallsche Waffe dabei. Hast du den 98er mit dem "großen" Glas dabei, stehste 10 Meter vor der Waldkante, haste die kurze führige 308 mit Doctor Sight dabei, haste vor dir 100 Meter Feld.....

Also auch im zweiten Treiben kein Reh. Aber - kurz vor Ende der Veranstaltung sehe ich drei Sauen aus dem Gegenhang mit Anlauf ins vor uns liegende Bachbett rennen. Zwei waren so schlau dort zu bleiben. Eine eben nicht.

Ich mobilisiere den Standnachbarn, auf den die Sau zurennt, was der allerdings noch nicht sehen kann. Es knallt, die Sau liegt, schlegelt kurz und steht wieder auf. Sehr langsam, sehr benommen zieht es sie in Richtung Gestrüpp am Bachbett. ich versuche mit dem Zielstock den finalen Schuß, sehe aber 3 Meter vor der Sau den Dreck fliegen. Es war einfach zu weit. Zum Glück konnte der Nachbar zur linken von meinem Nachbarn sicher schießen, kurzes finales Schlegeln, dann war Schluß.

Und der wahre Spaß kommt jetzt erst - auf einer augeweichten Kuhweide den jungen Keiler (45-50 Kilo) über 200 Meter auf die Höhe zerren, wohin man halbwegs sicher mit dem Auto kommen konnte. Ich als Jungspund :v: - naja, die 50 ist nicht mehr ganz so weit - hatte dieses ganz besondere Vergnügen. Zumindest optisch und olfaktorisch gab´s danach keinen wirklich großen Unterschied mehr zwischen mir und der Sau.
 
Erstmal kräftiges Waidmannsheil zur Sau!

Für die Wildbergung habe ich eine Wildbergehilfe im Rucksack, im Wesentlichen eine große Schlaufe mit Haken dran. Die Schlaufe zieht man sich über den Kopf und schlingt sie um den Körper. Damit zieht es sich gleich viel leichter. Habe eben sogar eine gefunden, die es ermöglicht, dass noch 2 Leute mitziehen können, zu finden unter "tjs Dreizug-Wildbergehilfe" für recht kleines Geld. Die finde ich sogar noch besser als meine.

(Über den Sinn von Drückjagden im Hochwinter könnte man natürlich diskutieren... Wer aber ein echtes Sauenproblem hat, der wird nicht tatenlos zusehen wollen.)
 
nun, freiwillig war die Veranstaltung nicht, präfektorale Anordnung. Seuchen & Schadenabwehr. Am Ende waren es drei Sauen, glücklicherweise alle drei junge, abgerauschte Keiler.
 
Eine Frage an die Jäger hier. Seit bestimmt mehr als 1 1/2 Jahren komme ich auf unserer Hunderunde fast täglich an einem Malbaum vorbei, nebenan ein Baum mit Salzleckstein und eine Kirrung. Der Malbaum ist regelmässig neu gestrichen und ebenso regelmässig sind Erdreste und Borsten am Stamm zu erkennen. Gestern dann ein anderes Bild.
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Hat sich hier ein Hirsch sein Geweih geschubbert oder wer hat dem Baum hier so übel mitgespielt?

Grüße

Sönke

Auch wenn es fast schon Leichenflädderei ist so ein altes Posting zu zitieren: Das war mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit ein Keiler der mit seinen "Waffen" den Baum so bearbeitet hat. Auch die Höhe lässt darauf schließen, dass es nicht gerade ein kleines Exemplar war. Passt vom Zeitpunkt her auch ganz gut in die sogenannte Rauschzeit, also die Paarungszeit der Wildschweine.

Hirsch bzw. Rotwild kann ich mir nicht vorstellen. Zudem trifft der Buchenholzteer sicherlich nicht unbedingt den Geschmack. Zudem "schälen" Hirsche, also Rotwild eher die Rinde ab.
 
Damit es hier mal wieder was neues zu lesen gibt.

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Frischling tot. Es begab sich am Freitag. Mond war zwar keiner, aber nachdem Anfang der Woche schon richtig Bewegung bei den Sauen war, sind wir los. Wir - das ist ein lieber Jagdfreund, der ganz schrecklich mit schwindender Gesundheit kämpft und von dem man nicht weiß wie lange noch, dann das BraUngeheuer und ich.

Gegen halb 8 beziehen wir die Sitze, bei mir tut sich gar nix, der Kollege hat mehr Glück. Gegen halb 11 der erste Sauenkontakt, allerdings haben die ihn anscheinend mitbekommen. Wir hatten vereinbart, daß wir bis 12 sitzen.Freitags geht das.

Ich mache mich von meinem Sitz auf den Weg zum Auto, lasse das BraUngeheuer zum Pinkeln aus dem Kofferraum und mach mich auf den Weg, den Kameraden einzusammeln.

Unterwegs hätte ich beinahe zwei Böcke im Wald überfahren, aber nur beinahe. Fraglich, ob das unter die Rubrik "Anblick" fällt.

Eine Viertelstunde später nähere ich mich dem Sitz, wo ich den Freund abhole. Allerdings weiß ich ja, daß dann kurz vor dem Abholen gerne kommt "war noch 10 Minuten, da ist gerade was". Also - 500 Meter vor dem Ziel auf dem Hauptweg angehalten, Licht aus, Händi aus der Tasche kramen.

"Wart noch 10 Minuten, da kommt gerade was".... Päng. Wirklich, Päng.

Ok, mir war klar, das dauert nu. Also einen Sauerkrautsaft aufgezogen und abwarten. Nach 5 Minuten "hab auf ne Sau geschossen, wart noch 10 Minuten und komm dann. Frage: siehste was? Nein, nichts zu erkennen.

10 Minuten später suchen wir den Anschuß - da vorne irgendwo muß es sein - und tatsächlich - ich gehe nach "da vorne irgendwo" und finde dunklen Schweiß. Dazu noch die Ansage, ich habe ganz bestimmt getroffen, ich habe sie klagen und kurz danach schlegeln hören. Klagen und dunkler Schweiß - ich denke sofort an einen Keulenschuß.

Er erklärt mir dann, "mitten drauf, kurz hinter das Blatt". Der Schweiß wird mehr um dann unvermittelt "aufzuhören". Im Umkreis ist nichts zu sehen, liegt aber wahrscheinlich auch an der Dunkelheit.

Zurück ans Auto, Hund und Waffe, drei Patronen rein, Schloß erstmal auf lassen. Wir bewegen uns im lichten Hochwald, in Gestrüpp wäre ich in der Dunkelheit nicht rein.

Nach 30 Metern liegt das "Ferkelchen". An der Waage waren es nachher 25 Kilo, beim Bergen locker das Dreifache.

Der Schuß saß genau da, wo er angesagt war, Leber erwischt und das Herz war etwas perforiert. Große Erleichterung.

Waffe und Hund ins Auto, Aufbrechen, Heimfahrt, Sau in die Kühlung, Sauerkrautsaft und um halb 3 war ich im Bett.
 
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