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Guest
An Weiberfastnacht lohnt es sich bei uns auf dem Dorf stets durch die einschlägigen Lokale zu bummeln, Biere zu trinken und dabei die üblichen Verdächtigen zu treffen: den jungen Metzger (demnächst wurstet er wieder für uns!), die Jäger (Rotwildfiletsteaks kommen!) und den Experten vom Fleischzerlegebetrieb.
Letztgenannter schwärmte von sogenanntem Kachelfleisch: zwar vom Schwein, aber zart wie Hühnchen und das beste Stück zum Kurzgrillen. Im Zerlegebetrieb wandere das gute Stück zumeist in Hackfleisch oder Wurst und ginge auch mal durch die Kantine, im Sommer jedoch würden sich alle reichlich bedienen für die häuslichen Grillabende. Nackensteaks würde er seitdem nicht mehr grillen!
Da wurde ich natürlich hellhörig und habe direkt 1 Kilo (nur 4 Euro!) geordert. Unter 5Kg wollte mein Gewährsmann sich aber nicht bewegen, also wird mit Brennvatti geteilt. Ein Freund, ein guter Freund...
Bis Dienstag hatte ich dann Zeit, mal genauer zu googeln, was als Kachelfleisch (auch Schnibbelfleisch) bezeichnet wird:
"Es ist ein sehr dünnes, marmoriertes Schweinfleischstück, dass im Schinken sitzt. Es sitzt direkt am 'Schlossknochen' ist besonders zart und wiegt etwa 100g."
Essen kommen! » Blog Archiv » Wo sitzt das Kachelfleisch?
Naja, meine Stücke waren so zwischen 100 und 200g.
Aber auch im GSV wurde schon darüber geschrieben:
http://www.grillsportverein.de/foru...rillgut-aber-nicht-offiziel-zu-kaufen.115653/
Dienstag abend kam dann die Fleischlieferung. Vier Stück wanderten gezalzen und gepfeffert direkt in die leicht geölte Bratpfanne für einen ersten Verhaltens- und Geschmackstest. Fazit: toll! Wirklich KURZ zu braten, wobei es in der Färbung einem Stück Hähnchenfleisch ähnelt. Geschmacklich hervorragend, im Biß und beim Kauen wirklich extrem zart.
Meinen Anteil vom Fleischberg habe ich direkt mit Chiliflocken, viel Olivenöl, reichlich gepresstem Knoblauch und satt frischem Thymian mariniert und bis Mittwoch kalt gestellt.
Mittwoch abend bin ich zum Brennvatti zum Championsleagegucken und um das Kachelfleisch zu grillen. Über der Holzkohlenglut schmilzt viel Fett weg.
Häufiges Wenden, um den Flare-Ups zu entgehen, ist daher angesagt.
Nach ca. 5 Minuten Grillzeit wird aufgetischt.
Anschnitt!
Butterzartes Fleisch mit sehr weichem und leckerem Fettanteil. Dazu gab's Brennvattis köstliches, selbstgewirktes "Grüne-Tomaten-Chutney-2010" und etwas Baguette. Nach 5 Stück Kachelfleisch ging dann auch schon nichts mehr bei mir rein, was nicht flüssiger Form gewesen wäre. Ein perfekter Abend!
Letztgenannter schwärmte von sogenanntem Kachelfleisch: zwar vom Schwein, aber zart wie Hühnchen und das beste Stück zum Kurzgrillen. Im Zerlegebetrieb wandere das gute Stück zumeist in Hackfleisch oder Wurst und ginge auch mal durch die Kantine, im Sommer jedoch würden sich alle reichlich bedienen für die häuslichen Grillabende. Nackensteaks würde er seitdem nicht mehr grillen!

Da wurde ich natürlich hellhörig und habe direkt 1 Kilo (nur 4 Euro!) geordert. Unter 5Kg wollte mein Gewährsmann sich aber nicht bewegen, also wird mit Brennvatti geteilt. Ein Freund, ein guter Freund...
Bis Dienstag hatte ich dann Zeit, mal genauer zu googeln, was als Kachelfleisch (auch Schnibbelfleisch) bezeichnet wird:
"Es ist ein sehr dünnes, marmoriertes Schweinfleischstück, dass im Schinken sitzt. Es sitzt direkt am 'Schlossknochen' ist besonders zart und wiegt etwa 100g."
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Naja, meine Stücke waren so zwischen 100 und 200g.
Aber auch im GSV wurde schon darüber geschrieben:
http://www.grillsportverein.de/foru...rillgut-aber-nicht-offiziel-zu-kaufen.115653/
Dienstag abend kam dann die Fleischlieferung. Vier Stück wanderten gezalzen und gepfeffert direkt in die leicht geölte Bratpfanne für einen ersten Verhaltens- und Geschmackstest. Fazit: toll! Wirklich KURZ zu braten, wobei es in der Färbung einem Stück Hähnchenfleisch ähnelt. Geschmacklich hervorragend, im Biß und beim Kauen wirklich extrem zart.
Meinen Anteil vom Fleischberg habe ich direkt mit Chiliflocken, viel Olivenöl, reichlich gepresstem Knoblauch und satt frischem Thymian mariniert und bis Mittwoch kalt gestellt.
Mittwoch abend bin ich zum Brennvatti zum Championsleagegucken und um das Kachelfleisch zu grillen. Über der Holzkohlenglut schmilzt viel Fett weg.
Häufiges Wenden, um den Flare-Ups zu entgehen, ist daher angesagt.
Nach ca. 5 Minuten Grillzeit wird aufgetischt.
Anschnitt!
Butterzartes Fleisch mit sehr weichem und leckerem Fettanteil. Dazu gab's Brennvattis köstliches, selbstgewirktes "Grüne-Tomaten-Chutney-2010" und etwas Baguette. Nach 5 Stück Kachelfleisch ging dann auch schon nichts mehr bei mir rein, was nicht flüssiger Form gewesen wäre. Ein perfekter Abend!




