Anfang der Woche hätte ich im Leben noch nicht gedacht, dass am Ende der Woche ein Smoker bei mir stehen würde. Entsprechend unvorbereitet war (und bin) ich bei dem Thema.
Zum Glück leben wir im Zeitalter von Foren und YouTube. Den theoretischen Teil kann man sich heute ziemlich schnell autodidaktisch aneignen – die Lernkurve ist da überraschend steil.
Ich war vorbereitet:
- Weißer Rauch: Im Vatikan ein gutes Zeichen, beim Smoken unerwünscht
- Starten mit Briketts
- Temperatur überschießen
- 1 Std. Zeit nehmen zum Einregeln
- Nicht gleich die ganze Kammer mit Holz füllen.
- Airflow!
- Airflow!!
- ....!!!
Was jetzt noch fehlt, ist die Praxis!
Also ging's gestern kurz nach 16 Uhr erst einmal mit einem Testlauf los – ganz bewusst ohne Fleisch. So hält sich der Frust in Grenzen, falls etwas schiefläuft, und der Stress ist auch gleich deutlich geringer, wenn man nicht nebenbei noch wertvolles Grillgut riskiert.
Dank der prallen Sonne hatte die eiserne Lok übrigens schon knapp 60 Grad auf dem Thermometer, bevor sie überhaupt die erste Flamme gesehen hat.
Teil 1 - 16:15 bis 18:00
Los ging es mit einem kleinen AZK + 2 Holzscheite. Bullen Hitze und weißer Rauch überall. Sichtweite im Garten 3-5 Meter. Die arme Wäsche von den Nachbarn dachte ich bei mir, bis ich dem Gedanken mit: "naja, sollen sie halt die Morgensonne nutzen, im Sommer wird abends gegrillt .... oder?" versucht habe weiter keine Bedeutung zu schenken.
Trotz ergriffener Gegenmaßnahme den Airflow zu erhöhen blieb der weiße Rauch und die Hitze stieg!!
Diverse Dinge ausprobiert wie Position der Lüftungsschlitze und der seitlichen und obere Klappe immer mal für 10 Minuten angepasst, Holzscheite in der Länge halbiert, nix half.
Teil 2 - 18:00 bis 22:00
Um 18:00 Uhr habe ich dann das Holz auch noch gekürzt und die Einstellungen: Tür etwas geöffnet, Klappe der Brennkammer geschlossen und am Kamin einen Spalt geöffnet kristallisierte sich langsam als brauchbare Einstellung heraus. Das sah schon besser aus, der Rauch war nun fast nicht mehr wahrnehmbar.
Allerdings fiel die Glut immer wieder durch die sehr breiten Abstände zwischen dem Rost oft durch und es war schwer, das aufgelegte Holz zu entfachen (sieht man 18:15 bis kurz vor 19:00 ganz gut, ich musste mit Anzündwolle nachhelfen).
Als Gegenmaßnahme habe ich von meinem GoAnywhere den Edelstahl Kohlenkorb eingesetzt und dann jeweils kleine Stücke Holz alle 15 Minuten nachgelegt.
Der Smoker kam so in den Bereich, in dem er sein sollte, aber es fehlte nur noch etwas Hitze. Also noch zwei, drei Kohlen mit ins Körbchen.
Von 19:00 bis kurz vor 22:00 Uhr konnte ich den Smoker nun in einem Bereich halten, in dem Grillen möglich gewesen wäre.
Nur in der Mitte und am Ende ist er mir nochmal zu heiß gelaufen, wahrscheinlich war das Holzstück zu groß.
Mein Fazit: Ich habe nun denke ich eine gute Ausgangsposition für einen weiteren Test, bei dem ich mich auch an ein Stück Grillgut rantrauen würde. Wahrscheinlich würde ich noch versuchen, die Holzstücke noch kleiner zu machen, um die Brennstoffmenge gleicher zu halten.
Das sich ein (kleiner) Smoker so empfindlich verhält hätte ich absolut nicht gedacht. Da laufen meine Weber Kugeln mit verschiedensten Methoden und Aufsätzen, sowie der WSM dagegen wie ein Schweißer Uhrwerk. Dass, was der Smoker in 10 Minuten an Schwankungen hat, habe ich sonst über die komplette Session.
Trotzdem war Feuer hüten natürlich schön, ihr könnt mich steinigen, aber ich denke schon über den Kohlenkorb aus dem Zubehör nach.
Habt ihr noch Tips für mich, was ich verbessern kann?
VG
Tobi
Zum Glück leben wir im Zeitalter von Foren und YouTube. Den theoretischen Teil kann man sich heute ziemlich schnell autodidaktisch aneignen – die Lernkurve ist da überraschend steil.
Ich war vorbereitet:
- Weißer Rauch: Im Vatikan ein gutes Zeichen, beim Smoken unerwünscht
- Starten mit Briketts
- Temperatur überschießen
- 1 Std. Zeit nehmen zum Einregeln
- Nicht gleich die ganze Kammer mit Holz füllen.
- Airflow!
- Airflow!!
- ....!!!
Was jetzt noch fehlt, ist die Praxis!
Also ging's gestern kurz nach 16 Uhr erst einmal mit einem Testlauf los – ganz bewusst ohne Fleisch. So hält sich der Frust in Grenzen, falls etwas schiefläuft, und der Stress ist auch gleich deutlich geringer, wenn man nicht nebenbei noch wertvolles Grillgut riskiert.
Dank der prallen Sonne hatte die eiserne Lok übrigens schon knapp 60 Grad auf dem Thermometer, bevor sie überhaupt die erste Flamme gesehen hat.
Teil 1 - 16:15 bis 18:00
Los ging es mit einem kleinen AZK + 2 Holzscheite. Bullen Hitze und weißer Rauch überall. Sichtweite im Garten 3-5 Meter. Die arme Wäsche von den Nachbarn dachte ich bei mir, bis ich dem Gedanken mit: "naja, sollen sie halt die Morgensonne nutzen, im Sommer wird abends gegrillt .... oder?" versucht habe weiter keine Bedeutung zu schenken.
Trotz ergriffener Gegenmaßnahme den Airflow zu erhöhen blieb der weiße Rauch und die Hitze stieg!!
Diverse Dinge ausprobiert wie Position der Lüftungsschlitze und der seitlichen und obere Klappe immer mal für 10 Minuten angepasst, Holzscheite in der Länge halbiert, nix half.
Teil 2 - 18:00 bis 22:00
Um 18:00 Uhr habe ich dann das Holz auch noch gekürzt und die Einstellungen: Tür etwas geöffnet, Klappe der Brennkammer geschlossen und am Kamin einen Spalt geöffnet kristallisierte sich langsam als brauchbare Einstellung heraus. Das sah schon besser aus, der Rauch war nun fast nicht mehr wahrnehmbar.
Allerdings fiel die Glut immer wieder durch die sehr breiten Abstände zwischen dem Rost oft durch und es war schwer, das aufgelegte Holz zu entfachen (sieht man 18:15 bis kurz vor 19:00 ganz gut, ich musste mit Anzündwolle nachhelfen).
Als Gegenmaßnahme habe ich von meinem GoAnywhere den Edelstahl Kohlenkorb eingesetzt und dann jeweils kleine Stücke Holz alle 15 Minuten nachgelegt.
Der Smoker kam so in den Bereich, in dem er sein sollte, aber es fehlte nur noch etwas Hitze. Also noch zwei, drei Kohlen mit ins Körbchen.
Von 19:00 bis kurz vor 22:00 Uhr konnte ich den Smoker nun in einem Bereich halten, in dem Grillen möglich gewesen wäre.
Nur in der Mitte und am Ende ist er mir nochmal zu heiß gelaufen, wahrscheinlich war das Holzstück zu groß.
Mein Fazit: Ich habe nun denke ich eine gute Ausgangsposition für einen weiteren Test, bei dem ich mich auch an ein Stück Grillgut rantrauen würde. Wahrscheinlich würde ich noch versuchen, die Holzstücke noch kleiner zu machen, um die Brennstoffmenge gleicher zu halten.
Das sich ein (kleiner) Smoker so empfindlich verhält hätte ich absolut nicht gedacht. Da laufen meine Weber Kugeln mit verschiedensten Methoden und Aufsätzen, sowie der WSM dagegen wie ein Schweißer Uhrwerk. Dass, was der Smoker in 10 Minuten an Schwankungen hat, habe ich sonst über die komplette Session.
Trotzdem war Feuer hüten natürlich schön, ihr könnt mich steinigen, aber ich denke schon über den Kohlenkorb aus dem Zubehör nach.
Habt ihr noch Tips für mich, was ich verbessern kann?
VG
Tobi
