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Martyrium Grillkauf!

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Gast-uEytVP

Guest
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich jetzt seit ein paar Tagen - mal wieder - mit Gasgrills. Eigentlich wollte ich zuerst auf Angebote von Aldi oder Lidl warten. Dann habe ich hier gelesen und dachte, oh Mann, da kaufe ich womöglich Rostlauben, und begab mich auf der Suche nach geeigneteren Kandidaten. Dann habe ich mir die Videos von dem "Bärtigen" mit den viel zu klein geratenen Klamotten angeschaut, aber da bekommt man außer viel gestreckte heiße Luft auch nichts Brauchbares geboten, außer das Gejammer über zu geringen Margen. Also habe ich die Baumärkte abgeklappert und ein "Fachgeschäft".

Das sogenannte Fachgeschäft habe ich schnell wieder verlassen, denn die hatten nix anderes als Outdoorchef. Den Australia 455G habe ich mir angeschaut, aber der hatte keine Alu Druckgusswanne. Außerdem erschien mir der UVP von 999€ in Anbetracht der recht dünnen Bleche völlig überzogen. Auch als man ihn mir für 500€ angeboten hat, habe ich erst mal abgelehnt. Aber ganz raus ist er noch nicht. ;-) Das zeigt mir im Grunde auch, welche Margen dahinterstecken müssen und das unterstütze ich lieber nicht. Auch wenn er insgesamt einen durchaus hochwertigen Eindruck hinterließ, schon alleine wegen der massiven Granitplatten.

Weber hatte ich schon immer komplett ausgeschlossen, weil ich Amis grundsätzlich meide, wo ich kann. Also habe ich mir einen Napoleon "Legend 425" angesehen und begrabbelt und dachte schon, huh, das ist aber echt massiv und wertig. Der war dann auch, obwohl keine 800° Zone, schnell in meiner engeren Auswahl.

Ein Landmann Triton 4.1 maxx schwarz kam auch in die engere Wahl, als ich eine durchaus gute Verarbeitung mit einhergehender langjähriger Garantie zur Kenntnis nehmen durfte. Landmann klingt auch deutsch und schon war er mir sympathisch. Auch ein Jacksonville 3 kam mir durchaus "robust" vor. Aber imho für 2 Personen zu groß.

Der Vollständigkeit halber ging ich dann in die "Weberabteilung", von der ich mir am wenigsten versprach. Und schon der erste "Spirit" quietschte beim Deckelaufmachen. Typisch Weber, dachte ich noch, wurde dann aber von einer aus meiner Sicht sehr robusten Verarbeitung überrascht. Es handelte sich um den Spirit E-330 GBS mit Seitenkocher und einem vierten Brenner als eine Art Turbolader, der nicht regelbar, nur zuschaltbar war. Der Innenraum wirkte ausnehmend robust und der zuschaltbare Brenner ergibt Sinn und könnte ein 800° Zone (Sizzle?) vielleicht sogar ersetzen. Die massiven Gußroste sind wendbar und man kann so wohl zwischen dünner und breiter Brennstreifen wählen. Wozu diese Streifen auch immer gut sein sollen.

Jedenfalls viel mir dann auch ein kleiner, über die ganze Breite von links nach rechts führender, Minibrenner auf, der wohl die Temperaturverteilung im hinteren Bereich optimieren soll. Und das ganze Konzept sagte mir auf Anhieb zu. Kommende Woche werde ich ihn mir wahrscheinlich kaufen, zumal ich ihn vermutlich für knapp 700€ bekommen könnte. Nun laufe ich Gefahr, einen Grill zu kaufen, den ich von Beginn an ausgeschlossen habe. Mir scheint, in dem Spirit steckt mehr "Hirn" als in anderen Grills.

Soweit die Vorgeschichte. Nun habe ich aber dennoch Zweifel und ich will euch sagen, warum. Denn das Fachgeschäft hat mir versichert, dass auch der Outdoorchef Australie 455G für 500€ keine Rostprobleme bekommen wird, wenn man ihn nicht nur 4 mal im Jahr nutzt und ansonsten unter einer Haube versteckt. Es wurde mir geraten, während feuchter Witterung, den Grill ab und an mal anzuheizen, auch wenn man nicht grillen möchte, um Feuchtigkeit zu Minimieren. Das würde dem Rostbefall den Garaus machen und dann rostet der auch die nächsten 5 Jahre nicht.

Auf der anderen Seite kann Aludruckguß schon aus Prinzip nicht rosten und ich denke, dass die dickere Grillkammer beim Napoleon und Weber auch die Hitze besser speichert und schon dadurch eine bessere Wärmeverteilung herrscht. Bei Weber soll man weniger Garantie bekommen als bei Napoleon, wobei man beiden nachsagt, dass die ihre Garantiebestimmungen sehr kreativ auszulegen vermögen und man durch aus dann im regen steht, weil man Garantiefälle ablehnt. Also wäre das vielleicht auch keine echte Garantie, wie man es ich als Kunde vorstellt.

Nun bin ich nicht wirklich schlauer als vorher und weiß nicht, was ich tun soll. Und nun kommt ihr ins Spiel. Ganz nach der alten ZDF Serie "Wie würden Sie entscheiden?!", frage ich euch, welche Erfahrungen ihr vielleicht im Speziellen mit den genannten Grills gemacht habt und ob der ein oder andere Hinweis mich doch wieder aus dem Wber-Lager scheucht.
 
Du weisst aber schon was du willst????,
Deine Aussagen passen nicht wirklich weil du du dir selber widersprichst.
Fülle mal das Formular aus dann kann man dir weiterhelfen. ;)
Ach ja, eine kurze Vorstellung wäre auch nicht verkehrt. ;)
 
Du weisst aber schon was du willst????,
Wäre ich dann hier?

Deine Aussagen passen nicht wirklich weil du du dir selber widersprichst.
Wo denn?

Fülle mal das Formular aus dann kann man dir weiterhelfen. ;)
Nee, will ja nur wissen, ob jemand den Spirit E-330 oder Napoleon Legend 425 kennt, bzw. ob jemand Argumente gegen oder für den Weber vorzubringen hat. WIr sind zu zweit und wir grillen vielleicht 20 mal im Jahr, demnächst vielleicht auch öfter. Bislang habe ich einen Zweibrenner von Jamie Oliver, den ich mal geschenkt bekommen habe. Der aber, mangels Pflege durch meine Schuld (Haube von Aldi und seit Ender 2022 nicht mehr genutzt) nun keine Flammbleche mehr hat und die Fettwanne ....aber das kann man wieder hinbiegen. Als Zweitgrill sicher ganz gut. Aber hier hatte ich auch das Problem der Hitzeregulierung. Bratwurst (weiß) waren darauf ein echte Herausforderung. Ich bräuchte eigentlich keinen neuen, will aber einen haben. Gegrillt wird ausschließlich klassisch, also ohne Planscha (Wozu eigentlich?) oder spezielle Grillgerichte. Bei mir kommen Steaks, Würste, Speckläppchen und ggf. Paprikaschoten auf den Grill und das war es dann auch. Ich mache aus dem Grillvergnügen (Ausschließlich im Frühjahr/Sommer) also keine Religion.

Ach ja, eine kurze Vorstellung wäre auch nicht verkehrt. ;)
Jupp, das wäre sicher angebracht. Also, ich komme vom unteren Niederrhein, bin Ü50 und glücklich verheiratet, mit einer Frau, die es von Anfang an auch war und nichts anderes sein will. :D Ich mag die Amis nicht und freue mich auf die anstehende globale politische Veränderung. Ach ja, ich bin manchmal sehr direkt, aber nicht aus Boshaftigkeit. So isser halt gewachsen, der Schnabel. Also, nix für Ungut.
 
Also bevor Du Dir so einen Kopf machst würde ich mir eine 57er Weber Kugel kaufen und einfach losgrillen. Da kommst Du schneller zu Ziel wie mit Deinen 1000 Überlegungen.
 
Ich würde mir einen Weber Q 3000 holen. Für 2 Personen mehr als ausreichend.
 
Moin und willkommen.
Hier mal das Formular:
https://www.grillsportverein.de/for...forum-grill-kaufberatung.237387/#post-3721605

Deine genannten Grills sind eigentlich alle hier im Forum vertreten. Da einfach mal die SuFu nutzen ;)
Ansonsten werden im Bereich der Kaufberatung sehr viele Fragen beantwortet. Müsstest vielleicht mal ein paar Threads anklicken und dich einlesen.

Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass man (je nach Grillleidenschaft) gerne weiter auf-/ausrüsten möchte.
Andererseits ist nicht jedes Gimmick sinnvoll. Bei Weber gibt es z.B. das GBS. Grundsätzlich gut und jede Menge Zubehör.
Habe jahrelang auf Weber gegrillt, das GBS aber bitte genutzt. Da war anders Zubehör genauso gut und i.d.R. auch günstiger (z.B. Pizzastein).


Wie gesagt, wühl dich hier durch ein paar Threads und überlege, was für dich momentan und zukünftig wichtig ist.
 
Wenn ihm der 330 oder so die Bauart gut gefällt … mein Nachbar ist sehr zufrieden damit. Aber eben ein Ami.

Bleibt der Napi. Den kenne ich nur vom Befingern im Grillshop. Ich fände ihn gut.
Selber habe ich mit Gasanschluss aber einen Napi pro285. Würde eigentlich für das was du beschreibst zu grillen völlig ausreichen. Der Legend bietet da schon mehr Möglichkeiten zu variieren, wenn man denn irgendwann sein Spektrum erweitern will.
 
Du solltest dir überlegen, wo die Reise hin gehen soll.
Willst du in Zukunft mehr machen, dann wird dir eine kleine Grillfläche bald zu eng.
Bleibt deine Vorstellung vom Grillen so wie sie ist, dann wird dir ein kleiner Grill auch reichen und eine Plancha zum Beispiel, wird immer unnötig bleiben.
Auch wenn es viele nicht glauben wollen, höherpreisige Grills, haben ihre Vorteile und unterscheiden sich auch von den günstigen Teilen.
Als erstes wirst du es bei der Temperatur merken.
Ob du deinen Grill länger hast, daran wirkst du entscheidend mit.
Reinigst und pflegst du ihn wie einen Grill, wird er auch länger halten.
Glaubst du das Ding muss keimfrei gereinigt werden, was ja grundsätzlich schon Schwachsinn ist, wird es der Grill aud Dauer nicht machen.

Wenn dir Marken nicht zusagen, ist das in Ordnung.
Hier hat jeder seine Favoriten.
Allerdings glaube ich nicht daran, dass sich in der jeweiligen Preisliga, die Hersteller massiv unterscheiden.
In Feinheiten sicher.
Bei mir fallen manche Marken aufgrund der Optik durch,
Tatsächlich als schlecht, würde ich sie nicht ohne eigene Erfahrung damit, nicht bezeichnen.

Ja, im Handel gibt es Margen.
Die auch oft sehr hoch erscheinen.
Allerdings hat man hier Handlungsspielraum in dem man sich bewegt um die anfallenden Kosten zu decken.
 
Danke erst mal für die Beiträge. Was hat mir meine Recherche gebracht? Nun, ich habe auf Videos und Bildern gesehen, dass die "teuren" Grills und ich sehe teuer ab 600€ aufwärts, sich zu allererst in der Ausstattung unterscheiden. Ein Rösle G4-S Nero Vario+ war zuerst mein Favorit. Das hatte ich Eingangs vergessen zu erwähnen. Der hat eine Ausstattung, von der Weber und Napi in der Preisklasse nur träumen können. Am liebsten wäre mir der Rösle. So vom Habenwillfaktor her. Ganz nach dem Motto, Haben ist besser als Benötigen. Aber die Ausstattung zerrt natürlich am Preis und irgendwas bleibt dann auf der Strecke. Garantie, Verarbeitung, Nachhaltigkeit, Temperaturverteilung und so weiter.

Nur darum bin ich, dank dieses Forums hier, überhaupt auf Weber und Napi aufmerksam geworden. Sonst stünde längst ein Aldigrill im Garten. Nur gibt es so viele diametral unterschiedliche Meinungen, dass es eben schwierig ist, den besten Kompromiß auszuwählen. Ich habe, wie geschrieben, mehrere Videos gesehen und meine daraus ableiten zu können, dass die Webers und Napis, BK von der Hitzeverteilung wohl deutlich vorne liegen im Vergleich zu den Ausstattungswundern. Das heißt, die Hotspots und Kältezonen, die z.B. oftmals bei Enders Monroe xxy genannt werden, scheinen die "Premiumgrills" wohl nicht zu haben.

Kugelgrills schließe ich kategorisch aus. Habe einen großen Rösle Kugelgrill und komme damit nicht wirklich zurecht. Entweder ist der zu heiß oder er verhungert, bei geschlossenem Deckel. Das ist kein Grillspaß, sondern Streß. Der beste Grill, den ich je hatte, war ein Kohlegrill (Säulengrill) von Aldi und ein Tepro Wagen, mit höhenverstellbarer Grillwanne. Alles gleichmäßig braun und lecker und kross und einfach perfekt. Und das will ich nun bei Gas auch haben.

Übrigens habe ich eine externe "Sizzle" Zone, wo die Steaks von oben erhitzt werden (Beefmaker oder so ähnlich). Ich denke, es wird der Weber werden. So rein vom Bauchgefühl her. Ich werde mal weiter im Forum nach Beiträgen suchen, die über die Spirits und Legends Infos ausspucken.
 
Warum bei Napoleon der Legend und kein Rogue?
 
Weber hatte ich schon immer komplett ausgeschlossen, weil ich Amis grundsätzlich meide, wo ich kann.
Also habe ich mir einen Napoleon "Legend 425" angesehen und begrabbelt und dachte schon, huh, das ist aber echt massiv und wertig.

Aber Napoleon produziert doch auch in USA!?
Die Napoleon Unternehmensgruppe stellt Produkte in Nordamerika (Ontario, Kanada, und Kentucky, USA) her.
 
Gibt für mich nur zwei Wege zum Ziel... entweder Bauchentscheidung (die scheint ja fast gefallen), oder rational mit einer Prio-Liste von Eigenschaften, nach der man dann systematisch Geräte ausschließt ("Stichwort: ich mag keinen Ami").

Für die rationale Variante erscheinen mir die Prioritäten hier noch weit weg von festgelegt. Das ist natürlich etwas Arbeit (Recherche, Denksport).

Also dann wohl einfach nach Bauch und dann losgrillen. Toi toi.
 
Hmmm... bei den Anforderungen und Befindlichkeiten würde ich dir eher zu einem Thüros raten. Für Flachgriller eigentlich ein ideales Gerät, es gibt diverse Erweiterungen, um bei Interesse auch mal andere Grillwege zu beschreiten. Zudem wird das patriotische Herz erfreut, weil man das Geld im Land lässt.

Und als Kohlegrill kann vielleicht nach Jahren mal ein Rost durch sein, da dann Ersatz besorgen und fertig. Keine Prüfung von Schläuchen, zugesiffte oder durchgerostete Brenner, die einem das Grillen versauen.

Persönlich würde ich dir von Landmann abraten - klingt zwar schön deutsch, ist aber insolvent, so dass eine weitere Unterstützung bei Problemen fraglich wird. Die beste Qualität an Grills, als sie noch zahlungsunfähig waren, war's eh nicht.

Stell dir auch die Frage: Was bringt dir ein Gasgrill wirklich an Mehrwert? Ich habe Holz, Kohle, Pellet und Gas in meinem Fuhrpark und die Gasis sind mit Abstand am seltensten im Einsatz.
 
Habe mich da wohl vertan. Also schließe ich die Amis nicht mehr aus. :angel: Habe jetzt einen Napoleon entdeckt, der beim Grillfürsten 900€ kosten soll, inkl. Drehspieß und Heckbrenner. Das ist Psychoterror. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, was ich will. Beim Grillfürsten kommen die E-Weber Spirit auch nicht gerade gut weg im Vergleich zu Napoleon. Außer der E-330, den ich im Auge habe, soll Gußroste haben. Sie Searzone soll zudem deutlich schlechter sein als eine "echte" Sizzlezone von Napi.

Also mein Budget betrug zuerst 600€, danach 750€, jetzt liegt es bei 850€. Aber hier ist auch definitiv Schluß mit Lustig. Was mich am Napi Legend übrigens geflashed hat, waren die Metalldrehknöpfe.
Warum bei Napoleon der Legend und kein Rogue?
Keine Ahnung. Muss ich mal die Unterschiede recherchieren.
 
Schnell betriebsbereit
Jein! Den Gasgrill musst du für vernünftige Grillergebnisse auch vorheizen!

Temperaturkontrolle
Jein! Kugelgrill mit Lüfter und Thermometer usw. und der hält die Temperatur über Stunden konstant.

preiswerter als Kohle/Briketts
Weiß ich nicht! Hab ich nie verglichen.

und umweltfreundlicher,
Tatsächlich ja, weil bereits bei der Herstellung der Kohle große Mengen CO2 erzeugt werden. Allerdings ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, wenn man Kohle aus nachhaltiger Forstwirtschaft nutzt.

weniger Arbeit (bilde ich mir ein),
Auf keinen Fall! Fettwanne säubern kommt zusätzlich hinzu, die (Guss-) Roste musst du beim Gas- und beim Kohlegrill säubern.
Das bisschen Asche ist schnell entsorgt.
Ich finde im direkten Vergleich den Kohlegrill (bei mir ein Keramikei) deutlich pflegeleichter.

Vielleicht, man kann einen Gasgrill mit Deckel prinzipiell auch als Backofen Ersatz für eine z. Bsp. große Martinsgans nutzen. Ansonsten kannst du auf beiden fast alles zubereiten.

gesünder....kann mich aber auch irren.
Solange du vermeidest, dass Fett und Marinade in großen Mengen in die Kohle tropft, macht’s keinen Unterschied und ist beides genauso (un-)gesund!

Ich persönlich würde mich für einen Kohlegrill entscheiden!
 
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