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Meine erste Salami

GottiZG

Militanter Veganer
Schon längere Zeit lese ich hier immer wieder mal mit. Mein Name ist Gottfried und ich bin 58 Jahre jung. Seit meiner Kindheit war ich immer wieder mal beim Wursten dabei. Auch habe ich schon mehrmals Schinken in unterschiedlichen Varianten im Trockenpökelverfahren gemacht, immer nur mit normalen Meersalz. Nun habe ich mich an meine Salami herangewagt. Auch weil kaum ein Handwerksmetzger sie noch selbst macht und ich nicht scharf auf die Industrieware bin. Wie ich hier lesen konnte ist das durchaus eine Königsdisziplin. Das Rezept hatte mir vor vielen Jahren mal meine Mutter aufgeschrieben und es stammt aus einer Region in den Alpen.

Eigentlich nichts besonderes, Rind, Schwein, Speck, Salz, Pfeffer, Zucker, Knoblauch, Rotwein. Ich habe zusätzlich noch 1/3 Rehfleisch verwendet. Der Speck war vom Eichelschwein.

Gewolft habe ich im angefrorenem Zustand mit der 8 mm Scheibe. Den Speck habe ich in Würfel geschnitten. Gefüllt würde mit meinem Landig Wurstfüller in Hukki Kaliber 60 40, sehr stramm.

Das sah dann erstmal so aus, bzw. ist das Foto schon vom 2.Tag bei 21 Grad C und 95% rel. Luftfeuchtigkeit.

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Die kleine Wurst am Kochlöffel habe ich mit dem Rest aus dem Wurstfüller von Hand gestopft.

Diese Restwurst habe ich dann nach 2 1/2 Wochen angeschnitten, ich könnte es einfach nicht mehr erwarten. Die Wurst war schon recht lecker, allerdings noch etwas weich, trotzdem schon sehr gut. Den Speck hätte ich eventuell kleiner würfeln können.

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Inzwischen ist wieder eine Woche vergangen und die restlichen drei Salamis dürfen noch weiter reifen, Mal sehen wie lange ich wiederstehen kann.

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Der Schimmel hat sich von selbst gebildet. Reifen lasse ich die Wurst im Keller. Den habe ich mir "damals" in meinem Neubau integriert. Ist ein Raum außerhalb des Wohnhauses mit freier Kühlung über Lüftersteuerung mit Vollziegelboden in Grubensand verlegt auf Lehmuntergrund. Das Klima läßt sich da drin schon recht gut regeln.

Das der erste Versuch positiv verlaufen ist, will ich demnächst natürlich mehr davon machen damit ich mir einen Vorrat davon anlegen kann.
 
Hallo Gottfried,
willkommen im Club der :ballaballa:
Sieht doch super aus.
 
Servus,

Respekt! So eine doch recht großkalibrige Salami ist nicht ohne in der Herstellung. Pass auf, dass sie keine Hohlstellen bekommen, der Anschnitt schaut schon sehr nach Trockenrand aus! Lieber zwischendurch mal eine Woche vakuumieren, und dann wieder weiter reifen lassen. Damit gleich sich das wieder aus.

Gruß,

Alex
 
Eigentlich nichts besonderes, Rind, Schwein, Speck, Salz, Pfeffer, Zucker, Knoblauch, Rotwein
Welches Salz? Pökelsalz? Wie viel Zucker, was für Zucker? (Stichwort Einfachzucker, Zweifachzucker). Frischer Knoblauch? Wozu Rotwein? Was ist mit Ascorbat (vorausgesetzt Du hast Pökelsalz genutzt)?
Da gibt es so einige Fragen, damit die Salami am Ende gut wird.
 
Salami nur mit Meersalz herzustellen ist sehr mutig, das hätte ich mich nicht getraut. Zumal die Untergrenze selbst mit Pökelsalz bei 27 g. liegt. Es gibt imho einfach keinen Grund es nicht zu tun. Bei vernünftiger Dosierung, Zucker- und Ascorbatzugabe wird Nitrit am Ende des Reifungsprozesses fast vollständig abgebaut. Man hat aber den Schutz gegen schädliche Organismen und Oxidation des Fettes. Flüssigkeiten zum Brät hinzuzufügen um dann anschließend die Ware trocknen zu lassen finde ich ebenfalls etwas kontraproduktiv, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Optisch sieht sie gut aus und wenn sie auch noch schmeckt ist das die Hauptsache. Das Risiko ist es meiner Meinung nach aber nicht wert.
 
ich verstehe nicht was die welt gegen nitrit in wurstwaren hat.
vegetarier nehmen da deutlich größere mengen nitrit zu sich.
gemüse ist mit nitrit wesentlich höher belastet als nitrit in der wurst.
nur mal so zum vergleich (pökelsalz 0,5%):
auf 200 körnchen salz kommt 1 körnchen nitrit . . .
 
In Gemüse sollte zunächst erstmal mehr Nitrat sein. Wenn Nitrit auftritt, ist das wohl eher der schlechten Lagerung geschuldet.

Ich habe nichts gegen Nitritpökelsalz. Die nächste Salami werde ich wohl mit Nitritpökelsalz machen, damit die rote Farbe nach dem Aufschnitt länger stabil bleibt.

Ansonsten schmeckt die Wurst, ist aber aktuell im Vakuumbeutel.
 
Nach 8 Wochen sah die Salami so aus

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Geschmack sehr gut. Nachteil der Salami ohne Nitrit ist dass sie im aufgeschnittenem Zustand nicht lange rot bleibt, d.h. nur ein bis zwei Tage. Mich stört das jetzt nicht unbedingt da mir Wurst ohnehin am besten frisch aufgeschnitten schmeckt. Bei Schinken ohne Nitrit ist das anders, der bleibt auch aufgeschnitten tagelang rot.

Ich habe inzwischen wieder neue Salami gemacht aus 10 Kg Fleisch, wieder ohne Nitritpökelsalz. Das nächste Mal probiere ich aber mit Nitritpökelsalz. Diesmal habe ich keine Hukkis verwendet sondern geklebten Schweinedarm 55/30. Der läßt sich sehr stramm füllen, hätte ich nicht gedacht.
 
Das sieht doch sehr gut aus. 👍

Mein erster Versuch Salami herzustellen wurde vor ein paar Tagen abgebrochen damit die Wurst in den entstanden leichten Hohlräumen nicht gammelt. Falsche Luftfeuchtigkeit durch falsche Messwerte.

Ich geb aber nicht auf und starte im neuen Jahr eine neue Mischung.
 
Sieht toll aus. Vielleicht die Speckstücke etwas groß, aber das hattest du ja bereits geschrieben.

Klasse Premiere, Glückwunsch.


Gruss aus Ostfriesland

Martin
 
Das sieht doch sehr gut aus. 👍

Mein erster Versuch Salami herzustellen wurde vor ein paar Tagen abgebrochen damit die Wurst in den entstanden leichten Hohlräumen nicht gammelt. Falsche Luftfeuchtigkeit durch falsche Messwerte.

Ich geb aber nicht auf und starte im neuen Jahr eine neue Mischung.
Ich habe es mir durchgelesen. Das nächste Mal wird's bestimmt besser.
 
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